Anja Gust - Nur eine Petitesse

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Von Schleswig-Holstein ins schweizerische Engadin –
die Geschichte der Sina Brodersen geht weiter.
Von wegen Kleinigkeit!
Der für den Tod ihres Liebsten Verantwortliche befindet sich noch immer auf freiem Fuß, die Justiz zeigt sich weiterhin passiv. Kein Wunder, dass Sina zur Selbstjustiz greift. Sie will Gerechtigkeit und dazu scheint ihr jedes Mittel recht. Nach dem Motto: «Friss oder stirb» setzt sie alles auf eine Karte. Dann aber trifft sie eine fatale Entscheidung.
Dunkle Geheimnisse und seelische Abgründe in einer Welt von Macht und Gewalt – ein Thriller über das Netzwerk der Mafia.

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„Durchaus“, antwortete ihr Begleiter und gab dem Kellner ein Zeichen.

„Habe ich was verpasst?“

„Campione Vogeler hat allen Gästen, die vor 18.00 Uhr eintreffen, für den heutigen Abend einen Spielrabatt von 50 Franken gewährt. Leider kamen Sie zu spät.“ Eddi hob bedauernd die Schultern.

„Wie kommt er dazu?“, wollte Sina wissen.

„Großzügigkeit“, erwiderte Eddi mit hintersinnigem Grinsen. Der Kellner brachte die Bestellung. Kurze Zeit später stießen sie an.

„Ach, kommen Sie, Eddi! Glauben Sie wirklich, dass diese Leute“, sie machte eine beiläufige Handbewegung zum Roulette-Tisch, „darauf Wert legen? Ich müsste mich schon sehr täuschen, wenn ausgerechnet diese Klientel mit irgendwelchen Almosen zu ködern wäre. Worin liegt also der Haken?“ Verschmitzt zwinkerte sie ihm zu.

„Madame, ich bitte Sie!“, entgegnete er in gekünstelter Empörung. „Was ist das für eine Frage?“

„Eine, die ich Ihnen nach Empfehlung von Herrn Schönleitner stelle“, erwischte ihn Sina kalt und steigerte damit seine Verwirrung.

„Maurice? Wie kommen Sie zu dem?“

„Nennen wir es eine freundschaftliche Empfehlung.“

„Ach was“, entgegnete er, zog kurz am Strohhalm und sah sie abschätzig an. „Sie sollten vorsichtiger sein, Frau Antonelli. Der Bursche hat es faustdick hinter den Ohren.“

„Wie ich sehe, hat das hier anscheinend jeder.“

„Da haben Sie allerdings recht, hehehe“, pflichtete ihr Eddi bei. „Und er erwähnte mich?“

„Ja, durchaus“, bekräftigte Sina. „Anscheinend hält er große Stücke auf Sie.“

„Das wundert mich. Wir haben nämlich nicht gerade das beste Verhältnis zueinander“, räumte Eddi ein.

„Aber dem Anschein nach vertraut er Ihnen mehr als umgekehrt“, provozierte Sina weiter. „Er meinte, Sie wären für ein offenes Wort jederzeit zu haben und könnten mir einiges zum Ablauf der Dinge hier erzählen.“

„Soso. Sagte er das?“, erwiderte Eddi. „Warum sollte ich das tun?“

„Weil wir einen Deal haben!“

„Ihre Hartnäckigkeit ist anstrengend, Frau Antonelli.“ Eddi kicherte vor sich hin. „Aber warum nicht? Es wissen ohnehin alle.“ Dann erklärte er ihr, dass der Campione Vogeler diesen Laden hier ‚schmeiße‘ – inoffiziell versteht sich. Als Betreiber fungiere hingegen Direktor Anton Heinig. Der wäre als Strohmann für alles Mögliche zuständig. Doch die eigentlichen Fäden zöge der Campione als sogenannte ‚graue Eminenz‘.

„Das muss ja ein einflussreicher Mann sein.“ Sina schlug die Beine übereinander und ließ verdächtig viel Schenkel sehen. Eddis plötzliche Unkonzentriertheit amüsierte sie.

„Das kann man wohl sagen“, seufzte er und bot ihr eine Zigarette an. Dankend lehnte sie ab. „Ach, wissen Sie. Ich bin zu lange in der Branche tätig, als irgendwelchen Spekulationen zu verfallen“, erklärte er und machte eine gekünstelte Pause.

Doch Sina winkte ab und forderte ihn auf, fortzufahren. Daraufhin erklärte ihr Eddi mit gedämpfter Stimme und überaus wichtiger Miene, dass der ‚Boss‘ Vogeler durch Zahlung von Schmiergeldern weite Teile des hiesigen Tourismus kontrolliere. Die Justiz wage sich nur deshalb nicht an ihn heran, weil er mit seinem Wissen einige Herren in der Kantonsregierung in Schwierigkeiten bringen könnte.

„Korruption also?“

„Das ist ein hartes Wort. Nennen wir es lieber Freundschaftsdienste. Behalten Sie das aber für sich“, ermahnte er sie und schlürfte seinen Cocktail.

„Mit anderen Worten, er ist ein Gauner, oder sollte ich besser sagen – der Pate?“, folgerte Sina, worauf ihr Gastgeber nur die Augen verdrehte.

„Aber Madame. Nennen Sie ihn lieber einen cleveren Geschäftsmann. Das ist zwar kein großer Unterschied, klingt jedoch solider. Sind wir nicht alle Geschäftsleute?“

„In der Tat. Sonst könnte man hier auch keinen derartigen Profit machen“, pflichtete sie ihm bei. „Verglichen mit ihm sind Sie natürlich nur ein kleiner Fisch, der hin und wieder ein Zuckerbrot bekommt, während andere den eigentlichen Reibach machen, nicht wahr?“

Die als aufmunternden Trost gemeinte Floskel bewirkte jedoch genau das Gegenteil. Statt zuzustimmen, wurde ihr Gesprächspartner ärgerlich und polterte: „Da irren Sie aber gewaltig! Eddi Corleone speist niemand mit Halbheiten ab! Merken Sie sich das! Wen, glauben Sie, vor sich zu haben, einen Schuljungen? Ich will Ihnen was sagen: Ich bin es, der dem Campione zu diesem Deal verholfen hat. Ich habe ihm Direktor Heinig seinerzeit als Teilhaber des Unternehmens empfohlen und der Patron entlohnte mich dafür! Klar veranlasst er die nötige Geldwäsche. Schließlich muss alles seine Richtigkeit haben. Doch wen kümmert das? Solange alle ihren Vorteil davon haben, ist das in Ordnung!“

„Durchaus. Und während die Spieleinnahmen an der Steuer vorbeifließen, trifft es nur den Fiskus. Das sind ohnehin alles Gauner“, ergänzte Sina.

Verbittert blies Eddi den Rauch in die Luft und konnte sich nur mühsam beherrschen. Offensichtlich hatte sie ihn damit tiefer gekränkt als befürchtet. Erst nach einer Weile entgegnete er: „Ja, das stimmt. Im Leben muss man sich nach der Decke strecken, Frau Antonelli! Oder haben Sie gedacht, dass hier lediglich Engel leben und all der Luxus vom Himmel gefallen ist?“, ereiferte er sich aus Verärgerung über eine solch schnöde Bemerkung. Zudem lockerte ihm sein unterschwelliger Drang nach Rechtfertigung die Zunge. Kein Wunder, dass Sina sogleich nachsetzte und ihm unverblümt an den Kopf warf, dass dieser Campione niemand anderes als der Baron von Billow sei.

Eddis Reaktion ähnelte jener von Maurice. Die Tatsache, dass sie diese Namen ganz offen aussprach, steigerte seine Verunsicherung. War das eine Provokation aufgrund einer aus Gerüchten und Spekulationen beruhenden Vermutung, oder besaß sie tatsächlich tiefere Einblicke? Eddi war verwirrt.

„Wie kommen Sie denn darauf?“, empörte er sich und versuchte, die Sache ins Lächerliche zu ziehen.

„Ich habe einiges gehört. Und nicht nur das. Mir ist bekannt, dass der Prokurist des Kempinskis oder Co-Manager, wie es hier so schön heißt, Herr Schneeweiß, ebenfalls Dreck am Stecken hat“, verblüffte ihn Sina weiter. (Dessen Namen hatte sie aus dem Impressum eines simplen Hotelprospektes. Aber Eddis tapsige Art, verbunden mit einigen leichtfertigen Bemerkungen, waren zu verlockend, um es nicht zu versuchen.)

„Was wissen Sie davon?“, sprang er prompt an.

„Genug, um ihn in Verlegenheit zu bringen!“, bluffte Sina kalt.

„Das ist doch alles Blödsinn!“, schimpfte Eddi. „Ich sage Ihnen, an der Sache ist nichts dran! Man versucht, ihm etwas in die Schuhe zu schieben. Ich kenne Herrn Schneeweiß und weiß genau, dass er ein korrekter Mensch ist. Für Schmierereien ist er nicht der Typ!“

„Wieso sind Sie sich sicher?“

Eddi überlegte kurz. Zögerlich erwiderte er: „Wenn man ihn so lange kennt wie ich, kann man ihn einschätzen!“ Nervös drückte er die Kippe aus. „Herr Ober, einen Cognac bitte!“

„Meinen Sie nicht, dass Sie sich täuschen?“, provozierte Sina weiter.

„Hören Sie, Frau Antonelli!“ Augenblicklich senkte Eddi seine Stimme. „Herr Schneeweiß vergreift sich nicht an jungen Mädchen! Wer das behauptet, lügt!“

Das war es also. Diese Neuigkeit überraschte Sina. Im Fall eines möglichen Kontaktes könnte sie sich als vorteilhaft erweisen. Hartnäckig blieb Eddi bei seiner hohen Meinung zu diesem Herrn. Stand er etwa in dessen Schuld? Ein Grund mehr, nachzusetzen.

„Und dennoch wird er dessen bezichtigt“, hielt sie ihm entgegen.

„Unsinn. Das kommt nur von Leuten, die ihn durch den Dreck ziehen wollen. Allen voran der Heinig – das größte Schwein, das hier rumläuft! Er kann ihn nicht abservieren, weil er ihn braucht.“

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