Tillmann Wagenhofer - Dark World I

Здесь есть возможность читать онлайн «Tillmann Wagenhofer - Dark World I» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Dark World I: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Dark World I»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Eine düstere, mittelalterliche Welt, errichtet auf der Asche der «Alten». Ein machthungriger, korrupter Klerus, der die Fünf Städte im Würgegriff seiner sadistischen Inquisition hält. Die düstere Prophezeiung eines Ketzers. In deren Mittelpunkt findet sich, ohne es zu wissen, die junge Waise Maddy wieder. Ausgebildet vom Orden der Flamme als lebende Waffe gegen die Feinde der Kirche. Loyal. Fanatisch. Doch als sie im Jähzorn einen Mit-Rekruten tötet und in die Ödlande fliehen muss, löst Maddy eine Kette von Geschehnissen aus, welche ihr und ihren Freunden die gnadenlose Feindschaft ihrer einstigen Herren einbringt. Diese rufen zum Kreuzzug auf, um die vermeintliche Ketzerei in Blut und Feuer zu ersticken.

Dark World I — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Dark World I», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Roter Speer war einer von drei Brüdern, die aus insgesamt acht Kindern - zwei Mädchen und sechs Jungen - das elfte Lebensjahr erreicht hatten. Wie die meisten Tribals war er von dem Glutball des Tages braungebrannt, trug das schwarze Haar lang. Sein Körper wies die eine oder andere Narbe einer Begegnung mit den Gefahren der Ödlande auf, seien es Tiere oder auch die Spuren von härteren Auseinandersetzungen mit anderen Jungen. Er war kräftig gebaut, jedoch besaß er auch - wie es in den Ödlanden unabdingbar war - eine gute Schnelligkeit und Wendigkeit, daher war er wie die meisten Tribal-Krieger kein Muskelberg, sondern eine Mischung aus Kraft und Beweglichkeit. Er war der Jüngste der drei, was bei den Stämmen nicht gerade ein Vorteil war. Schon mit wenigen Jahren hatte er lernen müssen, sich alleine durchzusetzen gegen die Gleichaltrigen. Dies wurde von den Eltern geduldet, da man der Ansicht war, dass nur die Stärksten, die ihren Mann stehen konnten, später überleben würden. Schmerzen zu ertragen, Trauer über den Tod von Geschwistern oder älteren Familienangehörigen, die freiwillig den Marsch in die Öde antraten, um den Jüngeren nicht Nahrung und Platz in den Zelten wegzunehmen, all das gehörte zu der bisweilen erbarmungslosen Lebensweise der Stämme.

Wieder beobachtete der junge Tribal das Tier, dem er nun schon seit Stunden folgte. Einen Sandbären - ein Männchen, ein alter Einzelgänger, was an den vielen Narben in dem kurzen, erdfarbenen Fell zu sehen war. Sandbären wogen so viel wie zwei ausgewachsene Ecar Equis, hatten Klauen von der Größe von Dolchen und aus ihrem kurzen Maul staken überkreuzte Zahnreihen, die jedes Tier in den Ödlanden binnen Augenblicken würden zerfetzen können. Die roten, tückischen Augen der Bestie, die, wie Roter Speer wusste, weit schneller sein konnte, als es der momentan behäbige Gang vermuten ließ, sah sich zum wiederholten Male misstrauisch um. Das Ungeheuer schnaubte tief und bedrohlich, was dem jungen Tribal einen leichten Schauer über den Rücken jagte. Indes wusste er, dass der Sandbär ihn nicht entdeckt hatte - weil er ihn noch nicht angegriffen hatte. Sandbären waren Killer, sie zögerten niemals, wenn sie einen Feind erkannten.

Demnach war das riesige Tier noch arglos. Roter Speer spannte die Muskeln um jenen seiner beiden Wurfspieße, den er in der Rechten hielt. Keine leichte Waffe, wie sie für Springrehe oder auch noch Ecar Lupus geeignet waren - schwere Wurfspeere, die eine lange, aus Knochen oder, falls man es durch Handel erworben hatte, aus Eisen bestehende Spitze mit Widerhaken besaß. Man benötigte Kraft, um eine solche Waffe ins Ziel zu bringen. Kraft, über die Roter Speer, trotz seines geringen Alters, verfügte.

Das zumindest sagte ihm sein Selbstbewusstsein, das er hier und jetzt dringend nötig hatte. Dennoch sandte er ein Stoßgebet zu dem Herrn allen Lebens, ehe er sich hinter dem kleinen Felskamm erhob, kaum mehr als zwanzig Schritte von der riesigen Bestie entfernt. Sich erheben, den Arm mit dem Speer zurücknehmen und werfen war eins. Der Spieß flog durch die Luft, und in dem Augenblick entdeckte der Sandbär seinen Feind. Die gedankenschnelle Bewegung des Tieres - geradezu erschreckend schnell - sorgte für eine leicht Veränderung in dessen Stand, bevor der Speer einschlug. Er traf nicht den Hals des Tieres, wie beabsichtigt, sondern den wuchtigen Schädel. Keine menschliche Waffe (zumindest nicht in dieser Zeit) hätte durch den massiven Knochen des gewaltigen Ungeheuers dringen können. Und dass der Spieß das rechte Auge traf, aber seitlich im Knochen der Schnauze steckenblieb, war KEIN Vorteil. Denn ein verwundeter Sandbär war wie ein Berserker, den man zusätzlich unter Kampfdrogen gesetzt hatte - er stieß ein Brüllen aus, das selbst einen Großwildjäger der Alten hätte weinend davonlaufen lassen, während Geifer aus dem aufgerissenen Maul spritzte. Ohne zu zögern griff die Bestie an, raste förmlich auf den jungen Tribal zu.

Der fühlte, wie er die Kontrolle über seine Blase verlor, nahm aber dennoch seinen zweiten Speer, niemand musste ihm sagen, dass ihm nur noch ein einziger Atemzug blieb - dann würde er seine Großeltern wiedersehen, die ihn als Kind immer ein wenig verwöhnt hatten, vielleicht, weil sie ihn als Jüngsten am meisten mochten. Roter Speer sandte den zweiten Spieß auf die Reise, direkt dem viele hundert Kilo schweren, heranrasenden Tod auf vier Beinen entgegen. Der Sandbär setzte schon zum letzten Sprung an, als der Spieß eintraf. Roter Speer warf sich zur Seite, denn egal, ob getroffen oder nicht, das Tier würde so oder so nicht mehr anhalten. Wenn ich nicht getroffen habe, wird es schnell gehen, schoss es ihm durch den Kopf, als er sich abrollte und hinter sich das Aufkommen einer großen Masse hörte.

Roter Speer kam wieder auf die Füße und zog sein Knochenschwert - eine höchst unwirksame Waffe gegen ein Raubtier dieser Größe, aber eine Wahl gab es nicht. Der Sandbär war da, wo er eben noch gestanden war, zum Stillstand gekommen, so dass der junge Tribal ihn von der Seite betrachten konnte. Beim Anblick der monströsen Klauen und der Zähne, die seitlich aus dem Maul ragten, musste Roter Speer schlucken. Dann geschah es: Der Sandbär wandte sich um, langsam, so als wolle er die Qual seines Feindes, den er gleich zerfetzen würde, noch in die Länge ziehen. Zumindest kam Roter Speer dieser eigentlich absurde Gedanken, während er darauf wartete, dass das Tier sich auf ihn stürzte. Nur tat es das nicht. Erst, als es ihm seinen gewaltigen Kopf zuwandte, konnte er auch den Grund dafür sehen: Der zweite Spieß steckte direkt in dem weit aufgerissenen Maul - und das ziemlich tief. Roter Speer klappte der Mund auf, als er den Blutstrom bemerkte, der dem Sandbären aus dem Maul lief. Rot wie sein eigenes erinnerte es den Tribal daran, dass dies hier nicht sein Feind war - sondern ein Teil der Ewigen Lande, die die Eisenmenschen so ignorant "Ödlande" nannten. Wie er war auch dieses Tier nur ein Jäger, der überleben wollte. Er näherte sich dem sterbenden Tier nicht - nur ein unvorsichtiger Narr hätte das getan - aber als der Sandbär zusammenbrach, sah Roter Speer ihm in die roten Augen, aus denen die Wildheit und Kampfeslust gewichen waren. "Kehre heim zu unser aller Erschaffer...heim auf die Himmelswiesen", flüsterte der junge Tribal betroffen, als die Augen des riesigen Raubtieres brachen. In dem Moment musste er daran denken, wie jung und dumm er noch vor wenigen Tagen gewesen war, als er - vor seinem Aufbruch - lauthals seinen Ruhm verkündet hatte, einen Sandbären töten zu wollen. Wie hatte er sich vorgestellt, stolz und als großer Jäger anerkannt zurückzukehren, neidvoll beäugt von seinen gleichaltrigen Stammesbrüdern. Hier und jetzt empfand er nichts mehr von diesem nichtigen Stolz. Dieser war gegangen und hatte einer anderen Art von Gefühl Platz geschaffen. Roter Speer spürte, dass sich etwas in ihm verändert hatte. Denn erst jetzt begriff er, dass er stolz sein durfte - stolz, dass ihn der Erschaffer würdig erachtet hatte, ihn über ein solch riesiges, gefährliches Geschöpf siegen zu lassen. Es erfüllte ihn mit tiefer Demut vor den Ewigen Landen, in denen auch er eines Tages die Beute eines anderen werden würde, wie dieser Sandbär. Große Taten und der Stolz des Jägers waren so klein und nichtig gegen diese Erkenntnis, dass er innerlich erschüttert wurde.

Zum Beweis, dass er seine sich selbst gestellte Aufgabe erfüllt hatte, schnitt er Reißzähne und Klauen des Sandbären heraus, außerdem sein Herz, dessen Stärke er seiner Familie zum Geschenk machen würde. Reifer und weiser geworden, allerdings auch mit vollgepisstem Lendenschurz, machte er sich auf den Rückweg.

Maddy murrte leise vor sich hin, als der Ordenslehrer, ein ergrauter alter Kämpe mit dem seltsamen Spitznamen Goethe sie wieder einmal ermahnen musste, dem Unterricht zu folgen. Genauer: Dem Geschichtsunterricht. Maddy hasste Unterricht, bei dem sie Lesen oder Schreiben musste. Zu den Fächern gehörte unter anderem Mathematik, natürlich Religion (was hieß: Die Lehre des Heiligen Feuers) und auch Führungslehre. Grund für letzteres war, dass ein Ritter jederzeit in die Situation kommen konnte, das Kommando über Soldaten oder Söldner übernehmen zu müssen. Maddy konnte jegliche Theorie auf den Tod nicht ausstehen. Aber was sie wirklich HASSTE, waren uralte Geschichten über die Anfänge der Kirche, all das verstaubte Wissen - schlichte Zeitverschwendung in ihren Augen. Dazu kam der eintönige, schmucklose Unterrichtssaal, die harten Holzbänke und das wenige Licht, welches durch die schmalen Fensteröffnungen in den grauen, unbemalten Steinwänden hereinfiel und nur ungenügend mit einigen Öllampen verstärkte wurde. Am liebsten hätte Maddy einfach den Unterricht geschwänzt und hätte stattdessen mit Schwert oder Speer trainiert, aber Goethe wusste längst um ihre diesbezügliche Abneigung und wachte darüber, dass sie auch bloß keine Stunde versäumte. Das Schlimmste daran war, dass Goethe nicht einmal unsympathisch oder gar kalt und distanziert wie mancher der Ausbilder war. Nein, der frühere Ritter, der gleichzeitig die Lehren der Kirche sowie deren Geschichte studiert hatte, empfand Begeisterung, wenn er den Kindern, die einst die Kirche verteidigen würden, die Wichtigkeit ihrer Aufgabe auf diese Weise vor Augen führen konnte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Dark World I»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Dark World I» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Dark World I»

Обсуждение, отзывы о книге «Dark World I» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.