Marc Lindner - Im Schatten der Dämmerung
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Ein Zauberer nimmt sich ihrer an und flieht mit ihr, um den Rat eines verborgenen Volkes aufzusuchen. Dabei gerät vieles im alten Reich Calvaldurs ins Wanken, während den Zwergen ein Krieg droht, den so keiner kommen sah.
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Zögernd nahm der Ankömmling hinten in einer Ecke Platz. Ein leises Rascheln war zu hören, so als würde ein großes Tuch von etwas heruntergezogen. Wohl die Folterinstrumente, die sorgsam vor dem Staub geschützt waren, dachte der Zwerg. Innig hoffte er, dass der ängstliche Mann sein Handwerk nicht verstand und er so einen schnellen Tod finden konnte. Das war alles, was er noch hoffte. Für viel mehr Hoffnung war in dieser Grotte ohnehin kein Platz und auch seine Riemen, die er straff um seinen Leib trug, wollten ihm nicht viel von diesem flüchtigen Gefühl gestatten.
Nur zu deutlich konnte er hören, wie die Werkzeuge des Mannes über den Tisch gescharrt wurden. Almar verfolgte gebannt die Geräusche. Er wagte es nicht, sich zu rühren und so konnte er nicht sehen, was der Fremde machte, aber er wirkte ordentlicher, als Almar gehofft hatte. Der Mensch bereitete alles vor, und Almar presste vorsichtshalber die Zähne zusammen. Er durfte dem Schmerz nicht erliegen. Er wusste zu viel, was die Menschen niemals in Erfahrung bringen durften. Sein tiefer Groll gegen die Menschen schenkte ihm die nötige Kraft, denn er wusste nur zu gut, was diese Hochgewachsenen seinem Volk angetan hatten. Zumal in letzter Zeit hatten die Grauen zugenommen. Schon seit Jahren wagte sich in manchen Gegenden kein Zwerg mehr an die Oberfläche, wenn es nicht sein musste.
Doch er gehörte zu den Soldaten seines Volkes und als Spion hatte er viel Nützliches zu seiner Königin unter Tage gebracht. Lange würden sich die Zwerge nicht mehr von den Überlangen auf den Kopf treten lassen.
Doch das würde er nicht mehr erleben können. Bald würde er seine Erlösung finden – so wagte er noch zu hoffen. Doch die ungeahnte Sorgfalt des Menschen an diesem untröstlichen Ort, bereitete ihm große Bedenken bezüglich seines baldigen Ablebens. Wenn der Mann ihm doch wenigsten Fragen stellen würde, dann könnte er versuchen, ihn hinters Licht zu führen. Ihm unnützes Wissen an den Kopf werfen, um so den Qualen nur kurz ausgesetzt zu sein. Doch der Mensch schien nicht zu beabsichtigen mit ihm zu reden. Nur um seine Werkzeuge kümmerte er sich und ließ diese unentschlossen hin- und hergleiten.
Dann aber wurde es still. Das war fast noch grausamer. Zu viele Gedanken breiteten sich im Kopf des Zwerges aus. Hatte der Mann so viele Foltermittel, dass er sich nicht für eines entschließen konnte? Grausame Vorstellung, und der Zwerg erwischte sich dabei, wie er kräftig schluckte.
Plötzlich ertönte ein Schlag. Ein Splitter flog durch den Raum. Wieder hielt der Mensch inne, als habe der schallende Lärm ihm selbst Angst bereitet. Almar hielt es nicht mehr aus. Was sollte das? Da nur er und der Mann in diesem Raum waren, wagte er es, seinen Kopf leicht anzuheben.
Der Mensch war eine recht dürre Gestalt, fast doppelt so groß wie er selbst. Einem kräftigen Schlag von ihm würde dieser nicht standhalten können, soviel stand fest. Zu dumm, dass er gefesselt war. Der Mann blickte nicht zu ihm hin, sondern betrachtete besorgt ein steinernes Objekt vor sich. Almar musste mit aller Kraft gegen die Fesseln ankämpfen, um sich überhaupt ausreichend erheben zu können, und so war er sich nicht sicher, was er dort sah. War es eine Statur? Zumindest wirkte es so und der Mann strich mit einer Hand über sie hinweg, als würde er einem Kind liebevoll über den Kopf streicheln.
Von Neuem erhob der Mann seinen Meißel und versuchte im schwachen Schein der Leuchten der Büste ein Lächeln aufzuzwingen. Doch es wollte ihm nicht gelingen. Almars Körper gewöhnte sich an die Anstrengung und so konnte er das Gesicht der Statur ausmachen. Sie war recht gelungen, musste er gestehen und er merkte, dass ihm der Anblick für einen Augenblick sein eigenes trauriges Schicksal vergessen ließ. Es war ein Mädchen, noch jung an Jahren, doch tiefe Trauer lag in ihren Zügen. Obwohl aus Stein, schienen die Augen zu weinen.
Etwas Schweres lag in dem Ausdruck der Büste, etwas das nicht von dem Stein herrührte. Almar versuchte den Mann erneut einzuschätzen. Obwohl er dessen Gesicht nicht erkennen konnte, sah er, dass diesem die gleiche, tiefsitzende Schwere anhaftete. Als habe nicht einzig dessen Alter an dem gekrümmten Rücken gezogen. Almar empfand beinahe Mitleid für diesen Mann. Sollte er es wagen, ihn anzusprechen?
Sei kein Narr, ärgerte er sich im selben Augenblick über seinen irrsinnigen Gedanken. Er musste hart bleiben, nicht für sich, sondern für sein Volk. Eide hatte er geschworen – er, der sich in so vielen Gefechten bewiesen hatte – doch niemals hätte er gedacht, dass er sein Leben so sinnlos hergeben müsste.
Almar ließ sich erschöpft auf die Platte sinken, die Riemen waren doch stärker, als er es war.
Als würde er dem Zwerg sein Ende verkünden, schlug der Mann mit seinem Hammer auf den fein geführten Meißel ein. Nach jedem Schlag hielt der Mann inne, darüber verängstigt, wie viel Lärm er verursachte. Nur sein angespanntes Atmen war dann zu hören.
Armer Mann, dachte der Zwerg. Hier lag er, mit breiten Riemen gefesselt, maß selbst kaum mehr als die Hälfte des Mannes und doch fürchtete sich dieser Mensch vor ihm. Deshalb auch wandte sich Almar von dem Mann ab, leicht mitleidig und nicht minder angewidert. Nur der Stimme des Steines horchte er, ohne aber eine Regung von sich zu geben.
Wieder vergingen Ewigkeiten während einzig die Ausrufe des berstenden Steines die Stille durchbrachen. Wie eine träge Uhr kündete jeder Knall, Schlag um Schlag, von den letzten Stunden des Zwerges. Obschon der Mann hier weilte, bildete sich Almar nicht ein, dass sich auch nur das Geringste an seinem Schicksal ändern würde. Er war dazu verdammt hier unten seine letzte Reise anzutreten, und seine Geheimnisse würde er mitnehmen. Dieser unzerbrechliche letzte Wille versteinerte von Neuem seine Miene. Er war ein Soldat, einer aus der Garde der Königin und allein seine Anwesenheit ließ einen Menschen verängstigt in eine Ecke kriechen. Ha, sollte der Tod nur kommen, er würde ihm mit Würde folgen.
Allmählich begann der Mensch sich von seinem erlittenen Schock zu erholen, oder zumindest bei seiner Arbeit den Zwerg zu vergessen. Seine Schläge wurden schwungvoller und seine Bemühungen diesem Stein seinen Willen einzumeißeln leidenschaftlicher. Doch da mischten sich fremdartige, leise, aber doch störende Töne in die Musik der Arbeit des Mannes. Erneut waren es verhallende Schritte, die baldiges Eintreffen ankündigten. Der Mann bemerkte es zunächst nicht und ließ nichts von seinem neu erlangten Elan missen. Selbst als sich ein neues Lichtspiel an der Wand breitmachte, sah der Mann nicht von seiner Arbeit auf.
„Wie ich sehe, hast du Gesellschaft gefunden, verehrter Zwerg“, höhnte eine hohe, verächtliche Stimme von der Treppe her und die felsigen Wände waren begierig sie verzerrend zurückzuwerfen. In einiger Entfernung folgten zwei Soldaten lärmend herab.
Wenigsten waren seine pochenden Kopfschmerzen abgeklungen, denn diese Stimme war so schon schwer genug zu ertragen.
Der alte Mann hielt erschrocken inne. Der Zwerg aber ließ kein Zucken über sein Gesicht fahren.
Für den Handwerker interessierte sich der Ankömmling jedoch nur geringfügig. Ohne eine Begrüßung ließ er diesen vor dessen Büste unbeholfen und mehr als nur wenig verunsichert verharren.
Der Zwerg spannte seine Muskeln, während er die sich nähernden Schritte des Störenfrieds vernahm.
„Du wirst sicher nicht mit mir reden wollen?“, fragte der bleiche Ankömmling mit einem beinahe liebevollen Ton, der dem Zwerg das Gefühl gab, er müsse sich übergeben.
„Schade, und dabei bin ich doch froh solch hohen Besuch in dieser schlichten Halle empfangen zu dürfen“, fuhr die hagere Gestalt ihren Monolog fort. „Nicht wahr? Das bist du doch. Herr Almar, Wächter über die Hallen der Herrin der Welt der Regenwürmer.“ Der Mann lachte. Nicht nur dem verängstigten Steinmetz lief ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Dieses Lachen hatte nichts Menschliches an sich. Nicht, dass einen Zwerg so etwas stören sollte, und dennoch tat es dies. Es drang tiefer als jedes Messer und griff mit kalten Fingern nach dem Herzen. Es ließ ihn erahnen auf welch finsteren Pfaden er seinen Weg ins Totenreich beschreiten würde. Fast schon betete der Zwerg zur Mutter Erde, dass der Handwerker ihn foltern sollte. Denn so wenig er über diesen Neuankömmling wusste, eines war er sich sicher – dieser verstand sein grausames Handwerk.
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