Emmi Ruprecht - Drei Jahre später

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Vor drei Jahren reisten sie schon einmal nach Italien. Dem Zauber des Urlaubsortes konnte sich keiner entziehen, aber auch nicht den Fragen, die sich ihnen weit entfernt vom Alltag plötzlich stellten. Die Reise veränderte ihr Leben!
Heute kommen einige von ihnen wieder und treffen an diesem Ort in Italien auf altbekannte und auf neue Gesichter. Dabei bricht manch überwunden geglaubter Konflikt wieder aus und manch neue Lebensaufgabe zeigt sich. Wieder kann niemand ausweichen, jeder muss sich seinem Schicksal stellen – freiwillig oder nicht.
Was ist aus Elli, Matthias, Monika, Carola und den anderen geworden? Und wie geht es weiter, drei Jahre später?

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Sie seufzt. Abzuwarten und sich vielleicht auch ein bisschen unnahbar zu geben, wird ihr schwer fallen. Sie ist nun mal ein Mensch, der seine Gefühle zeigt. Aber in diesem Fall ist Zurückhaltung selbstverständlich unerlässlich!

Elli streicht sich die langen dunkelbraunen Haare zurück, die ihr der laue Wind ins Gesicht weht. Dabei fällt ihr auf, dass ihre Haare vor drei Jahren noch kurz waren. Damals trug sie einen Pagenschnitt. Josh kennt sie also noch gar nicht mit langen Haaren. Ob es ihm auffallen wird? Ob er es mögen wird?

Sie muss über sich selbst den Kopf schütteln. Wenn sie schon so anfängt, dann kann es sehr, sehr schwer werden mit ihrer selbst auferlegten Zurückhaltung!

„Woran denkst du?“, fragt eine Stimme hinter ihr und reißt sie aus ihren Gedanken.

Monika ist von hinten herangetreten und legt ihr eine Hand auf die Schulter. Elli fühlt sich ertappt.

„Nichts Besonderes“, antwortet sie ausweichend, entschließt sich dann aber doch zu einer näheren Erklärung, um nicht zu abweisend zu wirken. „Ich dachte zurück an damals, als wir das erste Mal hier waren.“

Monika nickt und schaut wie Elli hinüber zum Gut, das einladend in der Sonne liegt.

„Es ist fast so, als wäre man nie weg gewesen“, sagt sie leise und neben der Freude, wieder hier zu sein, schwingt auch ein bisschen Wehmut in ihrer Stimme mit.

Elli dreht sich um und blickt ihrer Freundin ins Gesicht, das auf einmal ganz weich geworden ist. Ein ungewohnter Anblick, denn normalerweise wirken die Züge der Anfang fünfzigjährigen Monika immer etwas streng, sehr diszipliniert und überhaupt nicht verträumt. Man sieht der großen, schlanken Frau mit den dunkelblonden, von einigen grauen Strähnen durchzogenen und zu einem straffen Pferdeschwanz zurückgebundenen Haaren an, dass sie es nicht immer leicht hatte und viel kämpfen musste. Außerdem findet Elli, dass ihr auch ins Gesicht geschrieben steht, wie hart sie gegen sich selbst ist und wie viel sie von sich erwartet.

Allerdings kann sich diese Disziplin auch auszahlen, wie Elli auf der Fahrt hierher erfuhr! Sie hatte Monika heute in aller Frühe vor ihrem schicken Haus in Süddeutschland abgeholt. Freudestrahlend waren sie sich in die Arme gefallen, nachdem sie sich so lange nicht gesehen hatten. Damals, vor drei Jahren, hatten sie sich in Italien kennengelernt und innerhalb dieser einen Woche Freundschaft geschlossen, obwohl ihre Lebenssituationen so völlig unterschiedlich waren. Die schlanke, hübsche, neununddreißigjährige Elli war und ist bis auf eher kürzere Beziehungen als Single unterwegs und verbringt ihr Leben hauptsächlich zwischen ihrer kleinen Wohnung und ihrer Arbeitsstelle. Das Leben der zweiundfünfzigjährigen Monika dagegen umfasste einen Halbtagsjob in der Stadtverwaltung, einen Mann, der ein gut verdienender Bankdirektor ist, zwei fast erwachsene Kinder, ein großes Haus und – wenn sie es nicht umgehen kann – auch noch ihre anspruchsvolle Mutter. Trotzdem haben beide sich auf Anhieb verstanden.

Auf der langen Fahrt von Deutschland bis hierher haben sie viel Zeit gehabt zu erzählen. Es vergingen kaum einmal fünf Minuten, in denen sie nicht aufeinander einredeten und sich über ihr Leben austauschten. Dabei hat Elli erfahren, dass Monika, seitdem sie vor drei Jahren unter Carlos, dem Gesangslehrer des italienischen Gutes, ihre fast schon phobische Abneigung gegen das Singen ablegte, jede freie Minute darauf verwendet, an ihrem Können zu feilen. Da Monika über ein beachtliches, nur bislang aus familiären Gründen völlig ungenutztes Talent verfügt, war es ihr nicht schwer gefallen, große Fortschritte zu machen. Bereits ein halbes Jahr, nachdem sie mit dem Gesangsunterricht begonnen hatte, empfahl ihre Lehrerin ihr einen Pianisten, der auf der Suche nach einer Sängerin war, die er mit seiner Kunst begleiten konnte. Obwohl Monika vor Angst fast starb, wie sie Elli berichtete, hatte sie sich dennoch ein Herz gefasst, ihn angerufen und eine Woche später vorgesungen. Dabei stellte sie fest, dass sie und der Pianist sich nicht nur menschlich sympathisch fanden, sondern auch musikalisch, denn beide lieben den Jazz. Wieder ein halbes Jahr später absolvierten sie bereits erfolgreich ihren ersten gemeinsamen Auftritt in einer Bar, die des Öfteren kleinen Formationen eine Bühne bietet, und kurz darauf hatte Monika es sogar gewagt, ihre Familie über ihr Tun in Kenntnis zu setzen, ihre Mutter natürlich ausgenommen! Dazu erklärte Monika mit einem sarkastischen Lächeln, dass sich ihre Erzeugerin sowieso nur für sich selbst interessiere und mit dieser Information bestenfalls gar nichts anzufangen wissen würde.

Insgeheim beglückwünschte Elli ihre Freundin zu diesem klugen Verzicht, weil sie annahm, dass Monikas Mutter versucht sein könnte, ihre Tochter mit gezielten Seitenhieben davon abzuhalten, in ihre musikalischen Fußstapfen zu treten. Elli hatte nicht vergessen, was Monika damals über die selbstvergessene und verletzende Kraft ihrer Mutter, einer ehemaligen Opernsängerin, erzählt hatte. Doch da ihre Freundin das mittlerweile selbst erkannt hatte, war es für Elli unnötig, es jetzt zu erwähnen.

Da Elli vor drei Jahren sehr viel Anteil an Monikas Geschichte genommen und ihr beigestanden hatte, war sie nun fast ein bisschen stolz auf ihren klitzekleinen Anteil daran, dass ihre Freundin ihre völlig unbegründete Furcht, vor Publikum zu singen, ablegen konnte. Begeistert hörte sie, dass Monikas Mann nun ihr glühendster Fan ist, seit er zum ersten Mal bei einem ihrer Auftritte als Zuhörer zugelassen worden war, nachdem er anfangs Zweifel gehegt hatte, was er von der neuen Leidenschaft seiner Frau halten sollte. Außerdem bewunderte Elli ihre Freundin sehr dafür, dass sie sich weder von ihrer Familie noch von eigenen Zweifeln oder anderen widrigen Umständen davon abhalten ließ, ihren Wunsch zu singen konsequent zu verfolgen. „Von so viel Mut und Biss kann ich mir eine Scheibe abschneiden“, dachte sie bei sich.

Erneut reißt Monikas Stimme Elli aus ihren Gedanken.

„Schau mal, da kommt jemand! So, wie das Auto bepackt ist, machen die vermutlich auch hier Urlaub!“

Als Elli sich umdreht, sieht sie einen weißen französischen Kleinwagen mit Dachgepäckträger in einer Staubwolke herannahen.

+

Matthias und Ulla

Missmutig starrt Ulla aus dem Fenster der Beifahrerseite. Schon seit Stunden fängt Matthias immer wieder an mit seinen begeisterten Schilderungen von dem Gut, das weit abgelegen, fern von jeder Zivilisation, irgendwo in den italienischen Bergen liegt. Schon lange, bevor sie sich heute früh, eigentlich noch mitten in der Nacht, auf den Weg machten, lag er ihr damit in den Ohren. Beinahe ununterbrochen erzählte er in den letzten Tagen von der idyllischen Landschaft, der großartigen Aussicht und dem romantischen Charme der alten Gebäude an diesem Ort, wo es weit und breit nichts anderes gäbe als eben dieses Anwesen, Berge, Wald, Wiesen und ab und zu ein paar Ziegen. Nicht einmal ein Netz sei dort zu bekommen – oder jedenfalls nur sehr, sehr selten.

Anfangs hatte Ulla das alles für maßlos übertrieben gehalten. Sie kennt ja ihren Matthias! Wenn es ihn gepackt hat, dann ist er kaum zu bremsen und schießt gerne mal über das Ziel hinaus. In seinen Schilderungen ist dann alles mindestens doppelt so groß und dreimal so sensationell, als es die Realität hergibt. Doch seit sie die Autobahn hinter sich gelassen haben, wirkt die Gegend tatsächlich immer abgeschiedener, werden die Berge immer höher und die Merkmale der Zivilisation immer seltener. Anfangs konnte man hier und da noch Kurorte und kleinere Städte erahnen, auf die die Schilder an der Schnellstraße hinwiesen. Doch mittlerweile, wo die Berge immer näher rücken, steiler werden und das kleine, vollbepackte Auto sich immer mühseliger die Steigungen hinaufquält, sind es bestenfalls noch winzige Dörfer, die sie auf ihrem Weg zu ihrem Urlaubsort passieren – sehr zum Pläsier ihres Freundes am Steuer und zu ihrem eigenen immer größer werdenden Unbehagen. Sollte es tatsächlich so schlimm kommen, wie Matthias sagte? Wird es wirklich weit und breit kein Café, kein Geschäft, keinen Kiosk, das heißt überhaupt gar kein Leben geben, außer ein paar Glocken tragenden Nutztieren und den Einsiedlern auf dem Gut mit ihren verrückten Gästen?

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