Jedoch endet dort nicht der Wirkungsbereich vom Gesetz der Einigkeit. Wenn man den Gedanken bis ins Extreme weiterführt, dann trifft dieses universelle Gesetz tatsächlich auf das gesamte Universum zu, wie wir es momentan kennen, und vielleicht sogar darüber hinaus. Denn weil alles Existierende, was sich in diesem Universum befindet, auch gleichzeitig Teil davon ist, bildet es eine gemeinsame Einheit. Es spielt keine Rolle, ob wir uns auf den physischen und manifestierten Teil des Universums oder den noch nicht materialisierten, energetischen Teil konzentrieren, all das ist dennoch Teil der gesamten Schöpfung, wenn man so will. Das ist der Grund, weshalb unser Universum diesen Namen trägt. Das Wort bedeutet wörtlich etwa „zu einem Ganzen geworden“. Es ist wahrlich erstaunlich, dass solch ein altes lateinisches Wort eine so tiefe Wahrheit beherbergt.
Wie wir deutlich erkennen können, spielt das Gesetz der Einigkeit eine essenzielle Rolle in unserem Universum und natürlich auch in unserem täglichen Leben. Die innewohnende Einigkeit von allen Dingen zu einem Ganzen ist überall zu erkennen, wenn wir nur unsere eigene Perspektive dahingehend ändern. Darüber hinaus ist das Wissen über das Gesetz der Einigkeit nicht bloß eine geistige und intellektuelle Übung, sondern kann und muss in unserem alltäglichen Leben Anwendung finden, wenn wir heute eine bessere Welt für die Zukunft schaffen wollen.
Du bist ein anderes Ich. Wir sind alle eins. Das ist die Wahrheit und nur die zählt.
DAS GESETZ DES FREIEN WILLENS
Wir alle haben freien Willen,
In jeder Entscheidung unseres Lebens,
Nichts kann uns zwingen.
Das Gesetz des freien Willens ist eines der universellen Prinzipien, die wir womöglich in unserem alltäglichen Leben nicht leicht erkennen können. Und trotzdem wirkt es ununterbrochen auf uns, genau wie die anderen Prinzipien, auf denen unser Universum aufgebaut ist. Tatsächlich können wir es am besten erkennen, wenn wir einen Blick auf all die Situationen in unserem Leben werfen, in denen wir anscheinend keine Auswahlmöglichkeiten haben.
Heutzutage gibt es viele Menschen, die das Gefühl haben, dass sie über ihr eigenes Leben nicht mehr frei entscheiden können. Sie haben Verpflichtungen, müssen sich um ihre Kinder oder Eltern kümmern, den Haushalt in Ordnung bringen, Zeit mir Freunden verbringen und zur Arbeit gehen. Hobbys und andere geliebte Aktivitäten verkümmern dann oft zu einem kleinen Teil im Leben, denen man sich wenn überhaupt nur einige wenige Stunden in der Woche widmen kann.
All das mag den Anschein erwecken, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als sich weiter im Hamsterrad unseres täglichen Lebens zu bewegen, aber das ist nicht wahr und ein großer Irrtum. Wenn wir uns unser Leben einmal genauer anschauen, dann werden wir feststellen, dass wir in der Tat eine Vielzahl an Wahlmöglichkeiten in unserem täglichen Leben haben. Zum Beispiel können wir wählen, ob wir morgens aufstehen, uns die Zähne putzen, frühstücken, uns Kleidung anziehen und so weiter. Wenn wir darüber genau nachdenken, dann haben wir sogar die volle Kontrolle über Wahlmöglichkeiten die schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Wir haben die Wahl, ob wir einem anderen Wesen Schaden zufügen, ob wir Gegenstände aus einem Laden stehlen oder ob wir eine riskante berufliche Tätigkeit ausüben oder nicht.
Wie sich herausstellt, haben wir tatsächlich eine weitreichende Vielzahl an Entscheidungen, die wir alltäglich treffen können. Der Grund, weshalb wir uns meistens immer wieder für dasselbe entscheiden, liegt oft darin, dass wir negative Konsequenzen von bestimmten Entscheidungen vermeiden wollen. Zum Beispiel töten wir keinen anderen Menschen, nur weil er uns im Straßenverkehr die Vorfahrt genommen hat, denn wir wissen, dass wir dafür mit einer Gefängnisstrafe oder in einigen Ländern sogar mit der Todesstrafe belegt würden. Wir stehlen auch keine Gegenstände aus einem Laden, weil das sehr wahrscheinlich ebenfalls negative Konsequenzen nach sich zieht.
In Wahrheit haben wir in jedem Moment also eine fast unendliche Anzahl an Wahlmöglichkeiten, aber wir wählen bewusst nur bestimmte Entscheidungen, die vorzugsweise positive oder harmlose Konsequenzen mit sich bringen. Die restlichen Entscheidungsmöglichkeiten existieren dann weiterhin als nicht manifestiertes Potenzial. Diese ungewählten Entscheidungen haben immer das Potenzial, zur Realität zu werden, allerdings passiert das oft nicht wegen der negativen Konsequenzen, die solche Handlungen nach sich ziehen. Wenn wir das nächste Mal eine unerfreuliche Begegnung mit einem Kollegen oder Freund haben, dann können wir die Gelegenheit nutzen, um unsere Gedanken und die vielen Möglichkeiten zu betrachten, wie wir reagieren könnten. All diese Möglichkeiten existieren als Potenzial in unserem Geiste, bis wir uns für eine Reaktion entscheiden und diese mit unserem Körper manifestieren.
Die Auswahl von Entscheidungen ist eng mit dem Gesetz des freien Willens verbunden, weil sich freier Wille dadurch ausdrückt, dass man eine freie Auswahl an Entscheidungen hat. Dieses Prinzip wird auch Gesetz des freien Willens genannt, weil wir theoretisch absolute Freiheit in der Auswahl unserer Entscheidungen haben. Wir haben die Freiheit zu töten, zu stehlen, zu verletzen und zu zerstören, aber viele von uns begrenzen ihre Wahlmöglichkeiten im Leben und richten sich nach moralischen Werten und Gesetzen in der Gesellschaft. So werden all jene Handlungen mit negativen Konsequenzen auf ein Minimum reduziert.
Es gibt jedoch Leute, die dahingehend argumentieren würden, dass es immer einen Mittelweg gibt, der sich zu Passivität und durch Nichthandeln auszeichnet. Allerdings ist das ein Irrtum, denn wenn es um Entscheidungen geht, gibt es so gesehen keinen Mittelweg. Entscheidungen sind immer binär von Natur aus, was bedeutet, dass man entweder eine Wahl trifft oder nicht. Entweder tötet man oder nicht, entweder zeigt man Liebe oder nicht, und so weiter. Wenn wir den Mittelweg oder den Weg des Nichthandelns gehen, dann entscheiden wir uns in Wirklichkeit dafür, nicht zu handeln, was im Gegensatz zum Handeln steht. In unserer dreidimensionalen Realität gibt es keinen Moment, in dem wir nicht irgendeine Entscheidung treffen. Und selbst wenn wir uns zum Nichthandeln entscheiden, dann haben wir den Weg der Passivität gewählt, was wiederum eine Art Handlung darstellt.
Auf diese Weise üben wir jeden Tag unseren freien Willen aus, indem wir Entscheidung für Entscheidung treffen. Es gibt jedoch noch einen viel wichtigeren Aspekt, der angesprochen werden muss. Obwohl wir über die Fähigkeit verfügen, unsere Entscheidungen zu beurteilen und einzuschätzen, so kümmert sich das Gesetz des freien Willens nicht um die Konsequenzen. Es sorgt nur dafür, dass alle Lebensformen mit Bewusstsein die Freiheit haben, eine fast unendliche Anzahl an Entscheidungen zu treffen. Das ist der Grund, weshalb Kriege und Massenvernichtungswaffen hier auf der Erde nicht nur möglich, sondern auch Realität sind. Denn das Gesetz des freien Willens erlaubt dies und kümmert sich nicht um die Konsequenzen. Es waren Entscheidungen von Menschen aus freiem Willen, welche zur aktuellen Situation geführt haben. Jedoch müssen die Konsequenzen, welche mit solchen Entscheidungen einhergehen, erkannt und akzeptiert werden, denn jene Konsequenzen werden immer zusammen mit den Entscheidungen auftreten. Sie gehen praktisch Hand in Hand, wenn man so will.
Das bedeutet für uns, dass wir uns unserer Entscheidungen und deren Konsequenzen in unserem Leben bewusster werden müssen. Wollen wir Krieg, Armut und die Verschmutzung unseres Planeten als Teil unseres Lebens? Möchten wir wirklich, dass wir im Leben immer wieder auf Konflikte und negative Situationen treffen? Wenn nicht, dann müssen wir aktiv und mit wachem Geist die richtigen Entscheidungen treffen, um das zu verhindern.
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