Und da ist Eduard, der Zobel!
Was macht denn der in Maxes Kobel?
Hat unlängst auch nicht er das Eichhorn
verhöhnt, verlacht? Denkt Knut im Zorn.
Er versteht die Welt nicht mehr,
sogar Füchsin und die Elster
sind bei Maxe eingezogen!
Knut findet dies sehr verlogen!
Er fühlt sich irgendwie betrogen,
nennt die andern ungezogen.
Erst den Maxe auszulachen
und sich dann zu Nutz’ zu machen!
Aber Max, der Puschelschwanz,
übt sich auch hier in Toleranz.
Ruft den Dachs mit Heiterkeit:
Vergiss doch die Vergangenheit!
Komm auch du, sei unser Gast,
du fällst uns sicher nicht zur Last.
Nein! Sagt Knut – bin viel zu schwer
und schäme obendrein mich sehr!
Iwo! Das ist doch keine Schand!
Siehst du nicht die Gewitterwand
aufziehen hinter den Bäumen?
Solltest keine Zeit versäumen!
Dora, Max und Salamander,
Elster, Zobel, miteinander
sogleich dem Dachs zu Hilfe eilen,
statt in Deckung zu verweilen.
Der Regen peitscht, die Blitze zucken,
doch heißt es jetzt für keinen: Ducken!
Denn Knut ist nicht des Kletterns mächtig
und sein Gewicht – fürwahr! – zu prächtig!
So wird gezogen und gehoben,
Stück für Stück der Dachs geschoben.
Und letztlich, mit vereinter Kraft,
wäre nun auch dies geschafft!
Da sind sie alle beieinander –
Haselmaus und Salamander,
Elster Gerda, Dora, Max,
Eduard und Knut, der Dachs.
Der Kobel ächzt unter dem Gedränge,
Stillsitzen heißt es in der Enge.
Denn selbst das größte Eichhorn-Nest
sich nicht beliebig füllen lässt!
Nur Gerda und die Haselmaus
trauen sich ab und zu heraus,
für alle in Eichhörnchens Haus
zu holen einen kleinen Schmaus.
Denn noch stürmt es mit Getos’,
und der Hunger ist gar groß.
Dicker Schnee bedeckt die Gipfel,
und der Kobel schwankt im Wipfel …
Keiner ist davon entzückt,
dass die weiße Pracht sich drückt
mit unbarmherziger Manier
auf das schützende Quartier.
Eisig zieht es durchs Geäst,
es im Baum gefrieren lässt.
Gott sei Dank! Das Eis nun fest
hält im Baum das Eichhorn-Nest.
Die Sonne scheint, es wird gelinder,
so langsam trollt er sich, der Winter.
Dennoch sich niemand so recht traut
aus dem Kobel. Bis es taut.
Zuerst steckt Max das Schnäuzchen raus,
wittert Frühling, huscht hinaus.
Füchsin, Zobel, nacheinander
kommen sie, auch Salamander.
Elster und die Haselmaus
hüpfen aus dem Kobel raus.
Rufen freudig: Trari, trara!
Endlich ist der Frühling da!
Steif sind ihnen noch die Glieder,
endlich können alle wieder
in der Morgenluft sich strecken,
fangen spielen und sich necken.
Nur der dicke Dachse Knut
noch träge in dem Kobel ruht.
Als er nach Tagen auch wird munter,
denkt er: Wie komme ich hier runter?
Schaut nach links und schnüffelt rechts,
plötzlich knackt es mit Geächz’ –
und mit einem großen Knall,
stürzt er nun in freiem Fall!
Mitsamt des Maxes Kobel - wusch!
direkt in einen Dornenbusch.
Die Lösung kam für Knut – ganz klar –
prompt und unvorhersehbar!
Nun ist der Kobel zwar entzwei,
doch helfen alle gern dabei,
‘nen Neuen zu erbauen, ja!
Dafür sind doch Freunde da!
Gerda ruft: Max – unser Held!
Ein wahrer Freund, der wohlgefällt!
Niemand könnt’ selbstloser sein!
Er lebe hoch! Stimmt alle ein!
Und so sind Elsters Lobgesänge
Für Eichhorns Ohren süße Klänge.
Die Freunde jubeln: Bist ein kluges Tier!
Lieber Max, wir danken dir.
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