Alexandra Caragata - Anti-Immun-Human

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In jeder Krise steckt auch eine Möglichkeit. Dieser Satz beschreibt mein neues Buch wohl am besten. Wie kein anderes behandelt dieses Buch den Gesundheitswahn, der die Menschen untereinander spaltet und Krisensituationen, aber auch neue Möglichkeiten schafft. Das Buch trägt den Titel Anti-Immun-Human und gehört zum Genre der Gegenwartsliteratur und Belletristik. Mit 93 Seiten ist es mein viertes Manuskript und zugleich der erste Teil der neuen Trilogie zum Thema Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit ist auch die größte Sehnsucht des Hauptprotagonisten als Bewohner einer Stadt, wo offiziell nur Ärzte leben. In dieser Sehnsucht spiegelt sich der menschliche Gesundheitswahn und die weltweite Angst vor Tod, Viren und Krankheiten, was allesamt als Warnsignal vor der ungesunden Vergangenheit im Krankheitsnamen der Darsteller auftaucht. Die Handlung spielt in der fernen Zukunft. Das Buch beginnt mit dem ersten Tagebucheintrag des Ich-Erzählers im Jahr 2100. Der herrschende Gesundheitswahn spaltet die Bewohner der Ärztestadt, und somit auch die diskriminierte Randgesellschaft der Ausgestoßenen, die sich gegen die Impfpflicht wehren und für die Sterblichkeit als natürlichen Lebenswerdegang plädieren. Anti-Immun-Human dient als Redeanführer dieser Randgesellschaft und als Titel dieses Buches. Zugleich ist er weltweit der einzige Mensch mit fünf Augen, die jeweils ihre eigene Bedeutung tragen. Anti-Immun-Human, die Ausgestoßenen und auch der Ich-Erzähler, das sind Menschen, wie du und ich, denn sie reflektieren unsere größten Sehnsüchte nach der Freiheit.

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Der Alptraum ist gleichermaßen oberflächlich geblieben, wie die gesundheitsliebenden Menschen, die in diesem Alptraum leben und nicht akzeptieren können, dass es den Tod gibt, denn sie sehen nur die Gesundheit, aber die eigene Sterblichkeit sehen sie nie.

Täglich wird in dieser Stadt geimpft. Es ist die Stadt, wo nur Ärzte und angehende Ärzte leben.

In Schulen und öffentlichen Einrichtungen gibt es hierfür extra noch Impfpausen. Was für eine Person aus früheren Zeiten unvorstellbar gewesen wäre, ist für uns reiner Alltag, Impfalltag.

Angst haben wir alle davor, krank zu werden.

Krank werden, das ist die größte Aversion, die in unserer Welt herrscht. Die Menschen wollen nicht mehr krank werden. Und das ist zugleich der Grund für die unzähligen Massenimpfungen.

Der Gesundheitswahn begann mit diesem Wunsch, nicht mehr krank zu werden. Dieser fromme Wunsch nach der Unsterblichkeit und ewigen Gesundheit verbirgt jedoch eine tiefe Angst in sich.

Als Warnsignal führen wir uns diese Angst ständig vor Augen, indem wir uns nach Krankheiten gegenseitig benennen und mit Massenimpfungen vorsorgen.

Gegen alle möglichen Krankheiten und Viren wird mittlerweile geimpft, gegen Diabetes, über alle möglichen Krebsarten und Tumoren hinweg bis hin zu Virenarten, Infektionskrankheiten und gar psychische Krankheiten. Vor 100 Jahren wäre so etwas unvorstellbar gewesen – heutzutage ist es reine Wirklichkeit.

Es ist die Zukunft, in der ich lebe. Daher will ich diese anfänglichen Tagebucheinträge nicht mit Datum vermerken, sie sollen so anonym gehalten werden, wie möglich.

Das liegt daran, dass diese Schriftwerke, meine Tagebucheinträge von verbotenen Handlungen zeugen, die mich im wachsamen Auge der übertriebenen Hygieneregelungen meiner Ärztestadt strafbar machen.

Verbotene Schriften, nichts anderes als verbotene Schriften sind sie, meine anonymisierten Tagebucheinträge.

Inmitten all dieser verbotenen Handlungen, die in meiner Schrift wurzeln, so kann ich, als anonymisierter Arzt, Mitversorger, Nutzer und Konsument dieser Stadt eines zu Recht behaupten und in Wahrheit verkleiden: Neben den allgegenwärtigen Impfmaßnahmen wird derzeit auch an einer großen Sensation geforscht.

Diese Sensation besteht darin, dass es sie noch nie in der Menschheitsgeschichte gab.

Doch vielleicht, in naher Zukunft wird es sie geben, die große Sensation, woran derzeit fieberhaft geforscht wird.

Diese große Sensation, die auch mir im Forschungslabor den Schlaf und die Nächte raubt.

Was aber ist die nahe Zukunft, die Zukunft überhaupt?

Woran misst sie sich, die Zukunft als bevorstehende Zeit?

Sobald ich mir diese Fragen stelle, kann ich sie mir auch gleich wieder beantworten.

Für uns hier, in dieser Ärztestadt, die auch als Nation und weltweite Impfquelle dient – für uns gibt es keine Zukunft, denn wir leben vielmehr in ihr, in der Zukunft, wir sind die Zukunft.

Noch nie zuvor waren die Menschen größenwahnsinniger, gesundheitsgetriebener, allwissender und allmächtiger, wie in dieser Zukunft, in der ich lebe. Das erklärt auch die große Sensation, woran gerade geforscht wird.

Eine Impfung ist sie, die große Sensation, die demnächst auf den Markt kommen soll, aber eine besondere, eine einzigartige Impfung, die es noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte gab, denn damit sollen die Weltbewohner gegen die eigene Sterblichkeit immun geimpft werden – es ist die Unsterblichkeitsimpfung.

Und große Nachfrage besteht nach ihr, nach der Unsterblichkeitsimpfung, denn es ist längst keine Lüge mehr, sondern eine alteingesessene Wahrheit und Konvention.

Immer länger und gesünder wollen die Weltbewohner leben, am liebsten wären sie unsterblich, am liebsten gäbe es den Tod gar nicht mehr für sie, die gesundheitsliebenden Weltbewohner. Deshalb wird auch so viel an der Unsterblichkeitsimpfung geforscht.

Der übermäßige Sport, gepaart mit dem Verzicht auf Fleisch und sonstige ungesunde Güter, das ist mittlerweile zu unserem gemeinsamen Alltag geworden, ein Teil unserer kollektiv erlebten Wirklichkeit.

Zigaretten und Alkohol sind längst Tabu, seit langer Zeit nicht mehr auf dem Markt vorhanden. Gleichwohl werden die Menschen in den Gesundheitswahn getrieben, wie in fremde Vorstellungen, die nicht mehr ihrem eigenen, freien Willen entsprechen, sondern nur noch dem gesellschaftlichen Willen.

Vor allem in meiner Stadt, in der Ärztestadt zählt die Anpassungsfähigkeit an den Willen der Mehrheit mehr als der individuelle, freie Wille. Deshalb wird auch so unbeschreiblich viel geimpft.

Und auch gegen Krankheiten und potentielle Ansteckungen, die es gar nicht gibt, gegen das Unsichtbare, das ständig die Angst vor neuen Krankheiten in uns hochkriechen lässt, auch dagegen wird geimpft, rein präventiv, versteht sich, als Schutz für sich selbst und andere.

Überall wird eine mögliche Krankheit, eine mögliche Ansteckung, ein mögliches Virus gewittert.

Die Angst vor der Angst, sie dominiert unseren übertriebenen Gesundheitswahn und Schutzmechanismus.

Und rein präventiv, als Schutz für sich selbst und andere, werden wir gesellschaftlich dazu gezwungen, das öffentliche Leben nur noch mit Atemschutzmasken zu betreten. Deshalb kennen wir wirkliche Gesichter, menschliche Gesichter nur noch virtuell, an Bildschirmen, aber nicht mehr real.

Nur allzu erklärlich ist es, dass wir in den Gesundheitswahn und in den damit verbundenen Willen nach der Unsterblichkeit wie Marionetten ohne freien Willen, ohne Individualität und ohne Selbstbestimmung, sondern als Mitläufer, als reine Mitläufer von der Gesellschaft massentauglich geformt werden.

Das ist die Wahrheit über die Zukunft, in der wir leben. Diese Wahrheit ist unsere Zukunft.

Doch was tut mehr weh – diese Wahrheit zu erfahren, und den Verlust an Individualität und Selbstbestimmung zu ertragen oder aber die eigene Menschlichkeit, den Tod, die Viren und Krankheiten, die zum menschlichen Dasein gehören zu verleumden?

Welches davon ist das geringere Übel, und welches das größere? Was tut weniger weh, und was tut mehr weh?

Das letztere der beiden Übel tut für mich mehr weh. Dagegen ausrichten, kann ich nicht viel, außer dass ich meinen Lebensalltag und die bedrückenden Erfahrungen in verbotenen Schriftwerken verarbeite.

Auf diese Weise wird das Schreiben für mich zu einer Lebenswirklichkeit, wie eine unsichtbare Stimme, die mir intuitiv die gedanklichen Inspirationen, die Sätze beim Schreibakt ins Ohr flüstert, wie ein innerer Dämon.

Doch vielmehr als schreiben, kann ich nicht ausrichten, ebenso wenig wie ich die Mentalität meiner Mitmenschen verändern kann.

Die Unsterblichkeitsimpfung, einmalige Sensation, vom Gesundheitswahn der Massengesellschaft so gewollt, gewünscht und herbeigesehnt.

Die Unsterblichkeitsimpfung, das letztere, das schmerzhaftere Übel.

Und nun ist es so weit. Das letztere, das schmerzhaftere Übel ist eingetreten, endgültig eingetreten, so scheint es, denn die langwierigen Forschungen an der Unsterblichkeitsimpfung haben Früchte geschlagen.

Doch wem ist diese Unsterblichkeitsimpfung zu verdanken, wenn nicht einer ewigen Herrscherin, seit vielen, vielen Jahren an der Macht in dieser Ärztestadt?

Ihr, der ewigen Herrscherin, verdanken wir diesen stetigen Gesundheitswahn, gepaart mit Masseneinschränkungen, zahlreichen Impfmaßnahmen und neuerdings auch mit der aufkommenden Unsterblichkeitsimpfung in der Ärztestadt. Denn durch unsere ewige Herrscherin wurde die Unsterblichkeitsimpfung erst ermöglicht.

Meinen gesamten Aufenthalt in dieser Ärztestadt hat sie als regierende Herrscherin überdauert, vom Zeitpunkt der kindlichen Sprachentwicklung bis ins spätere Erwachsenenalter hinein, und dabei blieb ihr Lebensspruch ständig gleich, so wie alles in unserer Ärztestadt: „Wir schaffen das.“

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