Sandra Gatti geb. Müller - Mörderhölzli

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Mörderhölzli: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Buch basiert auf den Polizeiakten eines vor über 100 Jahren im Zürcher Weinland verübten bestialischen Mordes. Das Opfer war die 21-jährige Bauerntochter Anna Müller, und das damals ungeklärte Verbrechen liegt bis heute wie ein Schatten über der Region.
Anhand der Ermittlungsakten sowie eigener Recherchen hat die Autorin einen Roman entwickelt, der die damaligen Ereignisse wieder zum Leben erweckt. Es ist ihr gelungen, Sachbuch, Krimi und historischen Roman zu einem fesselnden Werk zu verweben, sodass letztlich kaum mehr Zweifel bestehen, wer den Mord begangen hat.
Das Opfer Anna Müller war die Urgrosstante von Sandra Gatti-Müller.

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Der Lärm hatte Hedi, die Wirtin, vor die Tür getrieben. Nun schimpfte sie mit ihrer rauchigen Stimme wegen der Scherben. Als Fritz zum Brunnen schaute, entdeckte er Anna und Emma. Sein Blick sprühte Funken. Er wandte sich ab und torkelte in die Wirtschaft. Der Fremde zückte sein Portemonnaie und gab Hedi ein Geldstück. Sie schien höchst zufrieden mit dem Batzen. Jedenfalls machte sie ein fast unterwürfig freundliches Gesicht. Sie lud den Mann mit einer Geste ein, ihr in die Wirtschaft zu folgen. Kurz war Lärm von drinnen zu hören, dann schlug die Tür zu. Stille.

10. Ein Automobil

«Weisst du, wer das eben war?», fragte Emma beeindruckt.

«Ja, das ist der Handelsvertreter», sagte Anna beiläufig.

Emma streichelte Annas Arme. «Dein kleiner Bruder ist wirklich ein netter Junge.»

«Ja, ich bin so froh, dass er jetzt ganz zu Hause ist.»

Beide schwiegen einen Augenblick, jede in ihre Gedanken versunken. Emma hatte ein bisschen Mitleid mit Anna. Es war ja wirklich nicht lustig, Jakobs Launen ständig ertragen zu müssen. Ihr machte er jedenfalls Angst.

Anna machte eine Handbewegung, als wollte sie wegwischen, was sie eben erlebt hatten: «Hast du übrigens gesehen? Das da, das gehört Brandenberger.» Beide blickten zum Auto­mobil.

«Oha!», rief Emma und war froh, das Thema wechseln zu können. «Der muss ja ganz schön gute Geschäfte machen. Was verkauft er denn?»

«Stoffe, Kleider, Schuhe, solche Sachen halt. Er hat das Geschäft von seinem Vater übernommen. Du kennst sicher den alten Brandenberger noch, der kam früher zwei-, dreimal im Jahr vorbei», sagte Anna.

«Klar, der Dickwanst in seinen schäbigen Anzügen.»

Beide nickten gedankenverloren.

«Jaja, reich sollte man sein», fügte Emma an, «oder einen gut betuchten Sohn heiraten.»

«Pah! Das sagt gerade die Richtige», stichelte Anna. «Nimm den Fritz, dann hast du ausgesorgt.»

«Iiih, hör ja mit dem auf!», schauderte Emma und zog ihr Wolltuch enger um ihre Schultern. Um das Thema zu wechseln, schlug sie vor: «Komm, wir schauen uns das Ding mal genauer an.»

Der Motorwagen war immer noch von zahlreichen Kindern umringt. Auch rings um den Dorfplatz waren verstohlene Blicke aus Fenstern und Türen auszumachen. Etwas beschämt bestaunten die Frauen nun das Fahrzeug, auf das der schwache Schein einer nahen Gaslaterne fiel. Der Wagen hatte sogar ein Dach, und die Polstersitze sahen richtig bequem aus. Sogar Lampen waren vorne am Wagen angebracht.

«Potztuusig, das ist ja nobel», flüsterte Emma beeindruckt.

«Komm, setzen wir uns doch einfach mal rein», sagte Anna. Sie ging auf den Wagen zu und stieg bereits die erste Stufe hoch.

Emma verwarf erschrocken die Hände und zischte: «Anna, gopfridli, spinnst du?» Am liebsten wäre sie im Boden versunken.

Anna blieb stehen und schaute lachend über die Schulter. «Du bist ein Hasenfuss!» Aber dann stieg sie rückwärts wieder hinunter und stellte sich artig neben Emma.

Alle waren so mit Bewundern beschäftigt, dass sie gar nicht bemerkten, wie ein junger Mann herantrat.

«Guten Abend, die Damen.» Der Mann schenkte Anna und Emma ein charmantes Lächeln und hob höflich seinen Hut. Und an die Kinder gewandt, fuhr er fort: «Na, müsstet ihr nicht langsam ins Bett? Ich wäre jetzt lieber mit diesen beiden jungen Damen hier noch etwas ungestört.» Er lächelte schelmisch. «Hopp hopp, heim mit euch! Ihr könnt zu Hause ausrichten, dass Brandenberger junior am Donnerstag mit schönen und preisgünstigen Stoffen vorbeikommt. Ich habe dieses Jahr sogar Handtaschen für Damen dabei – und ganz neu für die Herren Gummistiefel.»

Die Kinder stoben aufgeregt davon und Brandenberger schaute ihnen zufrieden hinterher. Emma und Anna hatten währenddessen keinen Ton von sich gegeben. Sie musterten Brandenberger verstohlen. Er musste gegen die dreissig gehen, war mittelgross und wirkte kräftig, auch wenn er bestimmt nicht stark körperlich arbeiten musste. Über einem gut sitzenden Anzug trug er einen schwarzen Wollmantel und dazu glänzende Lederschuhe. Unter seinem schicken schwarzen Homburg schauten spitzbübisch dunkelblonde Locken hervor. Seine braunen Augen blitzten verwegen. Emma gefiel seine äusserst männliche römische Nase, fand es aber seltsam, dass er unbeschnauzt daherkam. Emma konnte ihren Blick kaum abwenden.

«Ich bin Simon Brandenberger, Textilienvertreter aus Oberi. Sicher kennen Sie meinen Vater.»

Anna fand die Sprache zuerst wieder. Nach einer Verlegenheitspause fragte sie: «Hat Ihr Vater denn das Geschäft aufgegeben?»

«Er tritt kürzer, auch wegen seiner gesundheitlichen Beschwerden. Seit Anfang Jahr reise ich in der Region Winterthur umher.» Dabei musterte er die beiden Frauen interessiert.

Emma und Anna lächelten unsicher. Emma wurde sich plötzlich bewusst, wie schäbig ihr alter Hut aussehen musste. Wie gerne hätte sie jetzt den modischen Sonntagshut aufgehabt, den sie zum Abschied von Mutter Wartmann geschenkt bekommen hatte.

«Da wird Ihr Vater glücklich sein, dass Sie sein Geschäft weiterführen», sagte Anna höflich.

«Ja das ist er. Und ich bin ebenfalls froh, schliesslich kann ich mich fast ein bisschen in ein gemachtes Nest setzen, wie man so schön sagt.» Brandenberger lachte, und Emma bewunderte hingerissen seine schönen weissen Zähne. Sie ärgerte sich, dass sie bis jetzt kein Wort herausgebracht hatte. Dabei sah der junge Hausierer sie immer wieder erwartungsvoll an. Sie nahm allen Mut zusammen und fragte: «Was ist das für ein bäumiger Wagen?»

Als ob Brandenberger nur auf diese Frage gewartet hätte, erklärte er wortreich, dass es sich bei diesem Wagen um einen Martini 16 handle und welche Vorzüge dieses Automobil habe. Emma hatte ihre liebe Mühe, seinen Worten zu folgen, sie war immer noch ganz hingerissen von seinem attraktiven Äusseren und seiner angenehm tiefen, weichen Stimme. Plötzlich registrierte sie, dass Brandenberger aufgehört hatte zu sprechen und sie fragend anschaute.

«Ähh …», stammelte Emma und lächelte verlegen, Röte überzog ihr Gesicht.

Anna sprang ein: «Ich bin Anna Müller, ich wohne gleich unterhalb der Wirtschaft. Und das ist meine Freundin Emma Bachmann. Sie arbeitet im Pfarrhaus.»

Emma schaute zu Boden und hoffte, dass man ihr ihre plötzliche Hitze nicht ansah. Dabei glühten ihre Wangen, das spürte sie deutlich.

«Sehr erfreut, meine Damen. Ich hoffe, ich sehe Sie auch am Donnerstag.» Dabei schaute er Emma unverwandt an.

Emma stammelte etwas von «mal sehen» und Anna versicherte, dass sie sehr gerne käme. Über das dazu nötige Geld machten sie sich in diesem Moment keine Gedanken.

Es begann zu schneien, kleine feine Flöckchen schwebten vom dunklen Himmel herab, der Mond beleuchtete kurz den Dorfplatz und wurde dann rasch wieder von den Schneewolken verschluckt.

Brandenberger schickte sich an zu gehen. Er verabschiedete sich mit einer galanten Verbeugung und lüftete kurz seinen Hut. Dann ging er zu seinem Wagen, entnahm einer Klappe in dessen vorderem Bereich eine Kurbel und warf gekonnt den Motor an. Ein lautes Brummen durchschnitt die abendliche Stille, die Lichter an der Kühlerhaube gingen an und ihre Kegel leuchteten über den Platz bis zur Kreuzstrasse. Brandenberger zog sich feine lederne Handschuhe über und stieg ein. Die beiden Frauen traten vorsichtshalber ein paar Schritte zurück. Brandenberger winkte, und weg war er, Richtung Rickenbach, hinter einer Wolke von aufgewirbeltem Schnee.

Emma und Anna schauten dem Wunder sprachlos hinterher. Die Kirchturmuhr schlug neun. Die Flocken fielen jetzt dichter und wurden von einem leichten Wind herumgewirbelt.

«Ich muss heim», sagte Emma in die Verlegenheit und hoffte, dass Anna ihren inneren Aufruhr nicht bemerkte. «Was machst du morgen?»

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