Rüdiger Marmulla - Beautiful Lights
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Jetzt trifft auch Lisa ein. „Francis ist bei meiner Mutter.“ Sie setzt sich auf die andere Seite des Bettes.
Inzwischen ist es draußen hell geworden. Ich habe mein Gefühl für die Uhrzeit komplett verloren. Ich sehe auf mein Handgelenk. Es ist 8.00 Uhr.
Die Visite kommt. Allen voran Lisas Vater. „Könnt ihr bitte kurz draußen warten?“ Bastian bittet Lisa und mich, das Intensivzimmer zu verlassen.
„Was besprechen die da drinnen?“ Ich schaue Lisa an. Lisa zieht ihre Schultern nach oben. Sie weiß es offenbar auch nicht.
Die Visite kommt aus dem Intensivzimmer. „Dein Papa geht jetzt auf Normalstation. Einzelzimmer auf Station C5.“
„Ist Stephan nicht mehr intensivpflichtig?“ Lisa schaut ihrem Vater direkt in die Augen.
„Nein. Nicht mehr.“ Bastian hebt die Augenbrauen. Was bedeutet das?
Die Visite zieht weiter.
„Wartet oben auf C5“, flüstert uns eine Schwester zu.
Am Krankenbett
Ich sehe, dass Papas rechte Hand meine Hand sucht. Ich greife sofort nach seiner Hand. Papas Augen sind immer noch geschlossen.
„Wie merkt Papa, dass ich da bin?“
Lisa setzt sich auf die andere Seite des Krankenbettes. „Er hört uns, Lars. Und er spürt dich.“
Schwester Roswita kommt in Papas Zimmer auf Station C5. „Hier ist es besser als auf Intensiv. Hier könnt ihr jederzeit kommen und gehen.“
„Aber auf Intensiv kann man doch mehr tun, als hier.“ Ich verstehe das alles nicht.
Die Schwester schaltet das Monitoring ab.
„Was hat das alles zu bedeuten?“
„So habt ihr mehr Ruhe füreinander.“ Schwester Roswita schaut mich voller Güte an.
Ich blicke zu Lisa.
„Lars… Es ist alles getan, was Menschen tun können. Magst du bei deinem Papa bleiben? Ich glaube, das wäre sehr gut.“
Ich spüre, dass meine Augen feucht werden: „Wird mein Papa denn jetzt gehen?“
Lisa nickt.
„Ich bleibe hier. Ja.“
Schwester Roswita holt einen bequemen Schlafsessel mit einem Kopfkissen für mich.
Mein Papa streichelt unablässig meine Hand. Ich spüre, wie sehr er mich liebt. Seine Augen bleiben geschlossen.
„Papa…“
Hannah
Es ist der zweite Tag, dass ich an Papas Bett sitze. Heute ist Sonntag. Die Schwestern bringen mir Essen und Trinken.
Mit einem Mal geht die Tür auf. Und herein kommen … Hannah und Heidi. „Hannah!“
Die Station C5 war ja früher einmal ihr Wirkungsort – damals, als sie noch junge Diakonisse war. Lange, bevor sie Johannes geheiratet hat. Ihr Lächeln ist freundlich und mild. „Stephan. Lars. Wir sind da. Hannah. Und Heidi.“ In ihren Händen hält sie ein Buch.
Ich muss weinen. Ich bin ganz überwältigt und glücklich über Hannahs Gegenwart. „Was für ein Buch ist das?“
„Ein Liederbuch, Lars. Wenn du es magst, dann können wir später etwas singen.“
Ich lasse Papas Hand nicht los. Wieder streichelt er meine Hand. Da fühle ich, dass alles gut wird. Die beiden setzen sich zu Papas linker Seite. Heidi hat sich sehr hübsch gemacht.
Hannah salbt Papa mit Öl aus einem kleinen Fläschchen. Sie lächelt mich an: „Das kommt aus Jerusalem.“ Hannah wendet sich Papa wieder zu. „Der Herr segne und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und leite dich in seinem Frieden.“
Wir sitzen lange gemeinsam an Papas Bett. Am Abend gehen die zwei wieder. „Auf Wiedersehen, mein Schatz“, sagt Heidi noch.
Abschied
Mir wird das Abendessen gebracht. Mir fällt beim Entgegennehmen des Tabletts das Messer auf den Boden hinab. Papa zuckt zusammen. „Entschuldige bitte, Papa.“ Ich hebe das Messer vom Boden auf.
Ich esse.
Dann bekomme ich den Impuls, Papa etwas vorzusingen. Ja. Da liegt das Liederbuch. Hannah hat es hier gelassen. Ich blättere im Buch. Ein Lied liegt mir besonders am Herzen.
Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne,
die aufgeht in ihrer Pracht.
Noch verbirgt die Dunkelheit das Licht.
Und noch sehen wir die Sonne nicht.
Doch schon zieht ein neuer Tag herauf.
Und das Licht des Morgens leuchtet auf.
Viele Tränen werden noch geweint.
Und der Mensch ist noch des Menschen Feind.
Doch weil Jesus für die Feinde starb
hoffen wir, weil er uns Hoffnung gab.
Noch verbirgt die Dunkelheit das Licht
und noch sehen wir den Himmel nicht.
Doch die Zeit der Schmerzen wird vergeh'n
und dann werden wir den Vater seh'n.
Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne,
die aufgeht in ihrer Pracht.
Nach der letzten Strophe sehe ich, dass Papa die Augen aufgemacht hat und mich aufmerksam anschaut. Er schaut wie ein kleines Kind, gerade so wie Francis mich als Baby anschaute, wenn ich ihn im Arm hielt und ihm etwas vorsang. Dann sehe ich, dass Papa aufhört zu atmen. Sein Blick bleibt aufmerksam auf mich gerichtet. Da weiß ich, es ist noch Zeit. Ein kleiner Moment. Ich bete. „Ich preise den Namen Jesus Christus über deinem Leben, deinem Sterben und deiner Auferstehung. Amen.“
Und wie ich „Amen“ sage, sehe ich, dass auch Papa „Amen“ sagt. Nur stimmlos. Er hat ja keine Luft mehr in der Lunge. Aber ich sehe, wie seine Lippen sich zu einem „Amen“ formen und er noch einmal schluckt.
Dann sehe ich Papas Augen, wie sie nach dem „Amen“ in die Ferne gehen. Es ist Sonntagabend, der 2. Juni 2041. Es ist 19.15 Uhr.
Ich singe noch dreimal „Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht“, damit mich Papa noch aus der Ferne hören kann, wenn er jetzt heimgeht. Ich knie mich neben Papas Bett und bitte Gott um Gnade. An Gottes Gnade ist jetzt alles gelegen.
Ich stehe wieder auf. Ich schließe Papa die Augen.
Ich gehe zur diensthabenden Ärztin. „Mein Papa ist gegangen. Sie können nun alles tun, was sie tun müssen.“
Die Ärztin kommt in Papas Zimmer. Sie überzeugt sich davon, dass Papa tot ist. „Wir haben einen schönen Trauerraum. Dort können sie noch einmal Abschied nehmen, wenn wir ihren Vater fertig gemacht haben.“
„Ich habe schon Abschied genommen. Ich werde nicht kommen. Vielleicht Heidi.“ Ich verabschiede mich. Ich fahre zu Lisa.
Lisa umarmt mich sehr liebevoll, als ich nachhause zurückkehre. Es ist gut, dass ich jetzt nicht allein bin. „Schön, dass du für mich da bist, Lisa.“
„Ja, Lars. Das bin ich. Immer. Für immer.“
Trauergottesdienst
Papas letztem Willen entsprechend hält nicht Pastor Hans den Trauergottesdienst. Diese Aufgabe übernimmt unser Pastor Albert. Es war Heidis und mein Wunsch, dass Hannah einen Text liest, den sie für diesen Tag passend findet.
Es ist ein Tag nach meinem neunzehnten Geburtstag. Es ist ein trüber Donnerstagnachmittag auf dem Frankfurter Südfriedhof. Heute Vormittag hat es noch geregnet. Im Moment hält sich das Wetter gerade so. Wir sind drinnen in der Trauerhalle.
So viele Kinder sind da. Sie alle haben Bilder gemalt mit vielen Herzen. Für Papa. Es sind die Kinder aus dem Nachhilfekurs in der Alten Nikolaikirche. Die Nachhilfe hat Papa seit Mamas Tod gegeben. Das sind jetzt etwa sieben Jahre. Als ich die vielen Kinder in der Trauerhalle sehe, die von Papa Abschied nehmen, fange ich an zu weinen. Jetzt ist Papa den Weg gegangen, den schon Mama nahm.
Pastor Albert begrüßt die Trauergemeinde. „Liebe Heidi, lieber Lars, Lisa und Francis, liebe Verwandte und Freunde. Heute nehmen wir Abschied von unserem Bruder und Freund, Stephan Krönlein. Stephan wurde am 2. Dezember 1968 in Landau in der Pfalz geboren. Er ging von uns am vergangenen Sonntag, den 2. Juni 2041…“
Ich kann mich auf die Trauerpredigt nicht konzentrieren. Sie rauscht förmlich an mir vorbei. Ich denke an die vielen Kindergeburtstage, die wir damals noch mit ihm und Mama gefeiert haben. Ich denke daran, dass Papa niemanden hatte, bis er Mama kennenlernte. Und dass mit Mama sein Leben neu begann. Und mit einem Mal denke ich an unser erstes Weihnachten ohne Mama. Wie wir zwei im frischen Schnee über den Eisernen Steg zur Christvesper in der Alten Nikolaikirche gelaufen sind. Und wie Papa bis heute von dem prachtvollen Weihnachtsbaum vor dem Römer geschwärmt hat. Ich sehe Papa vor mir. Und ich erinnere mich an den erwartungsvollen Blick in seinen Augen, als er letzten Sonntag heimging.
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