Alex Bergstedt - Die erfundene Armut

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Die meisten Menschen würden, wenn sie einmal die Möglichkeit hätten, Deutschland zu besuchen, über den unwahrscheinlichen Reichtum staunen. Stattliche, solide Häuser, teure Autos, teure Handys, Markenkleidung, kostenlose Schulen und für mittellose Arme sogar kostenlose Krankenversorgung, Sozialhilfe, Wohnungen auf Staatskosten, kostenlose Parks, Wälder, Spielplätze und andere Einrichtungen, Sportangebote und Kultur, oft ebenfalls kostenlos, zumindest aber kostengünstig, kostenloses Internet und viele andere oft kostenlose Angebote von Chören über Wandergruppen bis hin zu Kinderbasteln oder Gottesdiensten. Berichtete man über ein solches Schlaraffenland in den armen Gegenden der Welt, würde man wohl oft für einen Lügner gehalten werden.
Auf der anderen Seite mehren sich immer dramatischer die Pressemeldungen, die über die stetig wachsende Armut in Deutschland berichten. Immer mehr Kinder sollen davon betroffen sein, sogar von Hunger ist die Rede.
Welche von den beiden Alternativen ist wahr? Oder gelten beide, weil die einen sehr viel reicher werden, die anderen aber in die Armut herabgesunken sind? Eine spannende und überraschende Analyse von Alex Bergstedt, der nicht nur weit gereist ist, sondern auch sowohl Reichtum als auch Armut persönlich kennengelernt hat und daher nicht nur wie ein Politiker theoretisiert, sondern aus Erfahrung spricht und praktische Hinweise gibt.

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So wusste niemand von dem Versteck des Schatzes. Der Vater des Jugendlichen wurde bald Rentner und starb ziemlich verbittert, da er unglücklich darüber war, dass andere zu Wohlstand gekommen waren, während er als ehrlicher kleiner Maurer den Gürtel so eng schnallen musste. Da er nicht wusste, dass er einen Schatz im Garten besaß, wähnte er sich arm.

Anders hingegen der Zimmermann. Er hielt mit seinem Geld Haus und hatte niemals den Schatz gebraucht, daher hatte er nicht bemerkt, dass er längst nicht mehr in seinem Besitz war. Er glaubte all die Jahre, dass er reich sei und starb glücklich und zufrieden, obwohl er in Wirklichkeit genauso wenig Geld wie der Maurer ausgeben konnte.

Diese Geschichte ist ein besonders krasses Beispiel, das zeigt, dass es oft reicht, lediglich zu glauben, dass man reich sei. Beispiele dafür, dass die Gefühle schwerer wiegen als die nackten Tatsachen, finden sich viele in der Geschichte der Menschheit.

Nehmen wir zum Beispiel die Apartheid, die Rassentrennung, die Vermischung verhindern sollte und daher die Rassen in Schulen und anderen Orten trennte, wobei die Einrichtungen regelmäßig für die herrschende Rasse deutlicher besser waren. Besonders in Südafrika und Rhodesien wurden früher die Schwarzen, die zwar die Mehrheit stellten, aber von Weißen regiert wurden, anders als die Weißen behandelt. Sie verdienten meistens weniger, durften nicht auf denselben Sitzplätzen wie die Weißen im Bus, auf Parkbänken usw. sitzen, hatten schlechtere Schulen und viele andere Nachteile. Sie waren natürlich sehr aufgebracht darüber und mit der Zeit protestierten sie immer lautstärker und auch gewaltsamer. Konfrontiert mit zusätzlichen Schwierigkeiten durch internationalen Druck gaben die Weißen ihre Vorherrschaft schließlich auf und bei freien Wahlen errangen die schwarzen Parteien die Herrschaft.

Besonders in Rhodesien führte das allerdings zu neuen Ungerechtigkeiten, Korruption, Unterdrückung, Gewalt und großer Armut, allerdings gleichermaßen unter den Schwarzen wie den Weißen. Den allermeisten Schwarzen ging es bald wesentlich schlechter als zuvor unter der weißen Herrschaft, während die Weißen größtenteils auswanderten.

Würde man die Schwarzen, die beides erlebt haben, nämlich die totale Armut, die bis heute andauert, und das etwas bessere Leben unter den Weißen, an dem sie sich aber nicht freuen konnten, da sie sahen, wie die Weißen ungerechterweise viel mehr besaßen, fragen, ob sie lieber wieder in der Apartheid leben wollten, würden sie bestimmt mehrheitlich verneinen, denn sie würden lieber arm sein, wenn alle arm sind, als unter Zurücksetzung und Ungerechtigkeit zu leiden.

Apartheid ist natürlich ein krasses Beispiel, denn weder Begabung noch Fleiß noch Charakter können die Rassenschranken niederreißen. Wer heute in Europa arm ist, kann immer hoffen, sein Schicksal zu ändern. Auch ein Schwarzer unter der Apartheid konnte reich werden, auch wenn er es schwerer als die Weißen hatte, aber selbst als Reichem blieben ihm viele Türen verschlossen, er hatte keine politische Gleichberechtigung, er durfte auf bestimmten Bänken nicht sitzen, bestimmte Einrichtungen nicht benutzen usw.

Diese Unzufriedenheit ist wohl leicht nachzuvollziehen. Auch heute noch sind Schwarze unzufrieden, wenn sie weniger als Weiße verdienen, selbst wenn das Gehalt eigentlich ganz gut ist. Das würde auch den Weißen so gehen, wenn es irgendwo umgekehrt wäre. So beklagen weiße Frauen in reichen europäischen Ländern nicht, dass sie generell zu wenig verdienen, aber sie ärgern sich, wenn sie feststellen, dass sie in ihrer Branche weniger als Männer verdienen, wobei auch hier natürlich die Art und Weise, wie die Statistik angelegt wird, das Ergebnis bestimmt und die Unzufriedenheit von bestimmten Gruppen bewusst geschürt wird.

Wenn die Unzufriedenheit erst geschürt wird, wie etwa in der Geschichte von dem Hotelier, der auf einer kleinen Insel mit 20 Bewohnern ein Hotel baut und damit angeblich alle in bittere Armut stürzt, wird den Bewohnern mit der politischen Agitation kein Gefallen getan. Auch viele Populisten, Rechtsradikale und Linke machen die Leute oft aus Eigennutz unzufrieden und verderben ihnen somit die Lebensqualität. Sie wissen, dass Unzufriedene viel eher populistische, rechtsradikale oder linke Politiker wählen. So machen sie Wählerstimmen, und Wählerstimmen bedeuten außer Macht meistens auch Gehälter und andere geldliche Zuwendungen für diese Parteien und ihre Politiker, die aus Spenden und staatlichen Töpfen kommen.

In Ostdeutschland gibt es etliche Menschen, die sich heute schlechter fühlen als zur Zeit des Kommunismus, obwohl ihr Lebensstandard eindeutig deutlich höher ist als damals und sie dazu alle möglichen Freiheiten besitzen. Vielleicht halten sie gerade ein Handy in der Hand und ärgern sich, dass ihr Handy nur 100 Euro wert ist, sie wissen aber, dass andere Menschen, vor allem in den teuren Städten wie München oder Stuttgart, Handys im zehnfachen Wert in der Hand halten.

Man könnte ihnen entgegenhalten: „Wenn es den Kommunismus noch gäbe, hättest du wahrscheinlich gar kein Handy. Vielleicht gäbe es nicht einmal ein Handynetz.“

Er würde aber vielleicht entgegnen: „Na und? Dann hätten wenigstens alle kein Handy.“

Ja, so lernen wir allmählich den Kern des Problems kennen: Es ist besser, wenn niemand ein Handy hat, als wenn ich ein einfaches Handy habe, bei anderen aber ein wesentlich teureres entdecke.

Das Gleiche gilt fürs Auto, den Fernseher, das Haus usw.

Das heißt allerdings auch, dass dieser Mann das alles gar nicht so richtig braucht, denn er könnte sich durchaus vorstellen, ohne diese Dinge zu leben, aber um nicht hinter den anderen zurückzubleiben muss er sie auch haben, und zwar möglichst in der gleichen Luxusausgabe.

Aber ist das noch selbstbestimmtes Leben, wenn mein Wohlbefinden und meine Zufriedenheit davon abhängt, was andere besitzen?

Nico und Franz feiern Sylvester

Nico und Franz sind die beiden Söhne einer alleinerziehenden Mutter, die nur über ein kleines Einkommen verfügt. Nachdem beide Jungs von einem Bekannten ihren Weihnachtswunsch erfüllt bekamen, indem er jedem einen niedlichen Hundewelpen schenkte, gerieten die Finanzen der Familie allmählich außer Kontrolle, denn plötzlich mussten Hundenahrung gekauft und Tierarztkosten und Hundesteuer bezahlt werden. So musste die Familie auf andere Dinge verzichten, zum Beispiel hatten die beiden Jungs seit drei Jahren keine Feuerwerkskörper mehr zu Sylvester mehr kaufen können, obwohl sie das sehr gerne gemacht hätten.

Um sie zu trösten, las ihre Mutter ihnen vor, was sie in den Nachrichten gelesen hatte: Es gab eine Stadt, auf der das Abbrennen von Feuerwerkskörpern grundsätzlich verboten war.

Franz sagte daraufhin: „Ach, wenn wir doch dort wohnten!“

Die Mutter wunderte sich und bemerkte: „Nanu, ich denke du feierst so gerne Sylvester mit Knallern?“

„Ja, schon“, antwortete Franz. „Aber wenn alle gleich wären und keiner Knaller hätte, würde es auch mir nichts ausmachen, keine zu haben. Dann würde man eben etwas anderes machen und die Knaller daher gar nicht vermissen.“

Nico hingegen widersprach: „Was redest du denn da für einen Unsinn? Hier kann man doch wenigstens am Fenster stehen und die vielen Feuerwerkskörper der anderen Leute beobachten. Wenn du in der anderen Stadt wohntest, hättest du gar keine Lichter zu Sylvester.“

Eine Parabel über den Neid

Am berühmten Strand Copacabana in Rio de Janeiro sollte das Bestehen des größten brasilianischen Fernseh- und Medienkonzerns mit einem öffentlichen Fest gefeiert werden. Die mit der Durchführung beauftragte Firma hatte eine berühmte Band eingeladen, Zelte aufgestellt, ein Feuerwerk geplant und vieles mehr. Erst kurz bevor das Fest begann, stellte man fest, dass ein unverzeihlicher Fehler begangen worden war.

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