Josef Rack - Rosa Lebt

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Prodagonisten von VERLOREN:
Toni gelingt als einzigem die Mauer-Flucht.
Seine große Liebe landet im Zuchthaus mit Todesurteil.
Der Mauerfall bringt neue Perspektiven.
Toni wird erfolgreicher Musiker.
Ein Straßengangsterkind wird todkrank gefunden,
wer sind die Eltern?

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Betreten verließen die Störenden das Krankenzimmer. Einer davon konnte es sich nicht verkneifen und mur-melte noch:

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Dankbar umklammerte Rosa die Hand des Arztes. Sie verspürte ein winziges Glimmen der Hoffnung tief im Herzen: Begann nun ihr Leben wieder?, wahrscheinlich nur kurzfristig.

Das neue Leben in ihr kann ja nur von Einem sein – von ihrem TONI!

Toni würde so in ihr, in dem Kind weiterleben.

Eine ungeheure Welle des Glücks durchströmte sie. Jetzt war ihr egal, was anschließend mit ihr geschah. Das Kind würde sie mit Freuden zur Welt bringen. Hoffentlich blieb sie so lange gesund, um alles zu überstehen. Haupt-sache das Kind würde gesund geboren. In ihm sollte Toni weiterleben, auch wenn es vielleicht eine Tonia werden würde.

Der Arzt schickte seine Leute aus dem Zimmer und blieb noch alleine an ihrem Bett sitzen.

Rosa erkannte seine aufrichtige, ehrliche Anteilnahme.

„Ich gratuliere Ihnen. Haben Sie es wirklich nicht gewusst?“

„Nein.“ Mehr brachte Rosa nicht heraus. Das Glücks-gefühl hatte ihr so eine angenehme innere Wärme beschert, die sich in ihr ausbreitete wie ein Vulkan.

„Ja, dann weiß es der Vater bestimmt auch nicht?“

„Er weiß es auf keinen Fall. Ich fürchte sogar, er wird es nie erfahren, denn ich weiß ja nicht einmal, ob er noch lebt und wenn, wo er lebt.“

„Oh je, Kind.“ Mehr konnte er im Moment nicht sagen. Er hatte wahrscheinlich keine Ahnung von ihrer Vorge-schichte, ahnte aber, dass sich dahinter ein größeres Drama verbarg.

Als er sie verlassen wollte, hielt ihn Rosa noch am Ärmel fest:

„Herr Doktor, wenn ich je doch sterben sollte, soll es mir egal sein. Ich hab’ nur einen Wunsch, einen letzten: Kümmern Sie sich bitte darum, dass mein Kind gesund zur Welt kommt und es gut versorgt wird. Es soll Toni heißen, wenn’s ein Junge wird, aber auch für ein Mädchen habe ich einen Namen: Tonia.“

Die drei Tage, die Rosa in der Krankenstation verbringen durfte, empfand sie wie ein Wunder.

Die Euphorie der ersten Zeit legte sich jedoch bald. Die momentane Selbstlosigkeit, dass es jetzt nur noch wichtig war das Kind zu bekommen, egal was dann mit ihr geschehen würde, wich bald. Ihre Gedanken richteten sich immer mehr auf die Zeit danach. Sollte das Kind dann ohne Mutter leben? Mit jedem Tag verspürte sie deutlicher das neue Leben in sich, und ein unbekanntes Gefühl wuchs in ihr. Die Zugehörigkeit des neuen Lebens zu ihm und ein unbekanntes Gefühl erwuchs in ihr. Die bisherigen Selbstgespräche richteten sich jetzt an ein menschliches Lebewesen, an das gemeinsame von Toni und ihr. Die Liebe zu diesem Ungeborenen wuchs.

Ja, jetzt machte sie sich Sorgen um ihre Zukunft. Wie würde es wohl weitergehen? Es war ihr nicht mehr egal, dass man sie nach der Geburt umbringen würde. Das war endgültig vorbei. Aber darüber würde sie leider nicht entscheiden.

Dass man sie wegen der Schwangerschaft entlassen würde, daran glaubte sie nicht. Sie befürchtete auch, dass man ihr das Kind wegmachen könnte, sie hätte ja keinen Einfluss darauf, und alle störenden Umstände wären beseitigt. Aber welche Alternative wäre denn tatsächlich vorteilhafter? Eine Umwandlung der Todes-strafe, darauf konnte sie vielleicht hoffen. Dafür würde dann bestimmt eine langjährige Haftstrafe übrig bleiben, zehn oder fünfzehn Jahre Zuchthaus! Sie schauderte bei dieser entsetzlichen Vorstellung.

Wenn sie an die zurückliegenden Wochen dachte, er-schien ihr das als nicht erstrebenswert. Konnte das ein Mensch überhaupt aushalten?

Wie lange es dauerte, bis ein Todesurteil vollstreckt wurde, wusste sie nicht, vielleicht ein paar Wochen, höchstens Monate. Sie sah keine Möglichkeit ihr Schick-sal zu beeinflussen, oder doch?

Heimlich versteckte sie ab und zu eine Tablette, wer weiß, ob sie einmal darauf zurückgreifen möchte.

Am vierten Tag wurde sie wieder abgeholt. Der letzte Händedruck des Chefarztes. Bei einem Gespräch unter vier Augen hatte er ihr seine Privatadresse gegeben. „Vielleicht kann ich Ihnen einmal helfen, aber bitte zu niemanden ein Wort darüber.“

Rosa war so dankbar. Gott sei Dank, es schienen doch nicht alle Unmenschen zu sein.

Sie wurde aber schnell wieder in die Wirklichkeit zurück-geholt:

„Auf, Sachen packen, die faulen Tage sind vorbei!“ Die zwei „Gefängnishündinnen“ nahmen sie unsanft unter ihre Fittiche. Ihre auf die Seite geräumten Tabletten legte sie zu den anderen, die sie zur weiteren Einnahme vom Krankenrevier mitbekommen hatte. So hoffte sie, durch die Kontrolle zu kommen. Aber gefehlt:

„Wat Tabletten mitgebn. Det könnt de so passn. Wir bestimmn, wenn’s wat jibt – verstandn!“

In der Kleiderkammer bekam sie neue Häftlingskleidung, etwas umfangreicher als vorher.

Relativ erfreut stellte sie fest, dass man sie in einen anderen Zellentrakt verbrachte. Erster Stock. Endlose Gänge, endlose Reihe von Zellentüren.

Nr. 275. Schlüsselrasseln. Aufschließen. Von innen drang abgestandene Luft auf den Gang.

„So, Ihre neue Heimat, - ha, ha, ha.“

Eine Hand schob sie von hinten in die Zelle, die momentan leer war. Dass die Zelle aber bewohnt war, konnte man sehen. Zwölf Betten, vier mal drei aufein-ander gestellt. Regale, ein Waschbecken, ein Eimer. Jetzt bekam sie gleich einen Schreck: Ein Eimer! Sollte der vielleicht für ihr „Geschäft“ sein – für alle zwölf?

Es stellte sich dann aber anders heraus: Zwischen zwei benachbarten Zellen gab es einen Waschraum mit zwei Toiletten. Der Eimer war als Abfalleimer gedacht.

Ein unteres Bett war noch nicht belegt. Es war klar, das würde sie beziehen. Bei den Regalen war es nicht so einfach, zu erkennen, welches frei war. In einem, das vor ihrem Bett stand, war noch etwas Platz. Sie schob die schon darin befindlichen Gegenstände etwas zusammen und legte ihre Sachen hinein.

Anschwellende Geräuschkulisse auf den Gängen. Schlüsselgerassel, ihre Türe wurde entriegelt. Zwei ihrer zukünftigen Zellengenossinnen wurden abgeliefert.

Erstmal erfreut: „Ach, eene Neue“, aber auch argwöh-nisch. Kritische Augen taxierten sie von oben bis unten. Rosa bemühte sich gleich, ja nicht anzuecken. Sie konnte sich vorstellen, dass es nicht einfach sein würde, mit so vielen Frauen in einer engen Zelle zusammen leben zu müssen. Noch hielten sich die zwei neu hinzugekommenen Frauen zurück. Ein paar Minuten später wurden die nächsten gebracht, bis um 18 Uhr alle zwölf beieinander waren.

Eine große, kräftig gebaute Frau, ganz ihrer Kraft und Stellung bewusst, riss sofort im Vorbeigehen die Sachen von Rosa aus dem Regal. Rosa begehrte gleich auf:

„He, was fällt Ihnen denn ein!“

Die Angesprochene fuhr herum und packte Rosa vorne an der Jacke:

„Is wat Kleene?“

„Na, meine Klamotten“, wagte Rosa einzuwenden.

„Ick bestimme hier, wer wo wat einräumt – klar?“

„Ist mir egal, dann sag mir’s doch.“ Rosa hatte keine Lust auf Streit. Ihr war klar, dass das Zusammenleben nur so erträglich funktionieren konnte, wenn sie sich unter-einander vertrugen. Und dass es hier nur mit einer ge-wissen „Hackordnung“ funktionierte, konnte sie sich den-ken. Sie, als Neuling, würde jetzt der „letzte Dreck“ sein.

„Merk dir gleich Kleene, ick bin die Verwahrraum-sprecherin und hier wird jemacht, wat ick saje – kapiert?“

„Von mir aus.“

Nachdem dies geklärt war, brach jetzt die vorher gezügelte Neugier durch:

„Name?“

„Delikt?“

„Wie lange?“

Rosa versuchte offen alles zu beantworten.

Mit ihrer Republikflucht stieß sie aber auf keine große Gegenliebe. Erst als sie dann von der Anklage, einen Mord an einem Vopo begangen zu haben, erzählte, brachte man ihr so etwas wie Hochachtung entgegen und sie erntete dafür Beifall.

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