Josef Rack - Rosa Lebt
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Toni gelingt als einzigem die Mauer-Flucht.
Seine große Liebe landet im Zuchthaus mit Todesurteil.
Der Mauerfall bringt neue Perspektiven.
Toni wird erfolgreicher Musiker.
Ein Straßengangsterkind wird todkrank gefunden,
wer sind die Eltern?
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„Ein Freund“, versuchte sie schwach.
„Wo ist er? Wie heißt er? Wo wohnt er?“
„Es ist ein alter verflossener Freund.“
„Ach, und darum träumen Sie jede Nacht von ihm und rufen seinen Namen?“
Schock. Sie hatten sie nachts abgehört. Dann hatte sie vielleicht in ihren Alpträumen noch mehr preisgegeben, aber was?
Ihre Stimmung sank immer tiefer, sie saß in der Falle. Da kam sie nicht mehr heraus.
„Also, wo ist denn dieser Toni? Waren da noch mehr dabei?“
So ging die Befragung stundenlang.
„Wer war denn der erschossene Tote an der Mauer?“
„Wenn Sie schon alles wissen, dann wissen Sie doch bestimmt auch dessen Namen.“
Verängstigt, aber innerlich erbost, wagte Rosa aufzu-begehren.
„Damit det en für alle Mal klar is, frech dürfen Se nich werden. Wir fragen und Sie antworten! Sie sind sich ihrer Lage noch nicht richtig bewusst. Sie werden der vollendeten Republikflucht nach Paragraph 213 ange-klagt, und was darauf steht, werden Se noch erfahren und auch deutlich zu spüren bekommen.“
„Aber, - aber, ich bin doch nicht geflüchtet“, wagte sie einzuwenden.
„Ha, ha, ha“, sadistisches Gelächter.
„Ach nee, Se ham wohl in der Spree jebadet. Das hamse sich so jedacht. Nur dank unseres heldenhaften Ein-satzes in den Unterwasserkanälen konnten wir Ihre Flucht verhindern. Im Übrigen werden Se weiterhin noch des Mordes anjeklagt.“
Mit sichtlichem Triumph: „Mord an unserem Genossen Unterleutnant Brauer! Den haben wir auch noch aus der Spree jefischt. Des Weiteren fehlt noch ein Vopo. Wir werden noch herausfinden, ob der ebenfalls durch Ihr schändliches Verbrechen ums Leben kam. In Ihrer Haut möcht ich nich stecken.“
Rosa blieb stumm.
Wie Schuppen fiel es ihr von den Augen:
‚Mein Überleben war umsonst.’ Soviel war ihr klar: Aufgrund dieser Anschuldigungen war ihr Leben verwirkt. Es konnte nur die Todesstrafe auf sie warten!
Ja, sie wäre dann zwei Mal gestorben. Das erste Mal hatte sie ja schon hinter sich. Sie wusste im Abwasserrohr nichts mehr von sich, sie spürte nichts mehr – sie war praktisch tot - erlöst.
Und jetzt stand ihr eine schlimme Zeit bevor, bis sie hingerichtet werden würde, das war ihr klar. Diesmal aber bei vollem Bewusstsein.
„He, aufwachen! Hier unterschreiben!“
Ihr war alles egal. Unterschrift.
Am nächsten Tag ging’s schon in der Frühe um sechs Uhr los. Egal, sie hatte sowieso nicht geschlafen. Fertigmachen, kaum Körperpflege, egal. Fort, in den Hinterhof, ins Transportfahrzeug, egal. Sie war apa-thisch, ihr Lebenswille erloschen.
Holprige Fahrt. Wohin? – Egal.
Dass sie ins Untersuchungsgefängnis Hohenschön-hausen gebracht wurde, wusste sie damals noch nicht.
In dem engen Transporter befanden sich noch drei andere Leidensgenossinnen und drei Aufsichtspersonen. Rosa war kaum fähig, während der schaukelnden Fahrt gerade zu sitzen. Sie kippte zur Seite auf ihre Nachbarin. Eine Aufsicht packte sie unwirsch an den Haaren und schloss ihre hochgezogenen Arme mit den Handschellen an eine oben verlaufende Stange. Ohne Kraft hing ihr ganzes Gewicht an den Eisenschellen. Sie hatte das Gefühl, alle Gelenke würden auskugeln. Als sie zum Aussteigen aufgefordert wurde, fielen ihre Arme kraftlos herunter, vollkommen taub und leblos. Sie war nicht mehr fähig, ihre Tasche mit den wenigen Habseligkeiten zu tragen.
„Na ja, auch gut. Die brauchste sowieso nich mehr.“
Die ersten Tage döste sie in einer unterirdischen Einzelzelle: Ganz oben ein winziges vergittertes Luftloch, nur ein Eimer, fürchterlicher Gestank, und ein Feldbett, das aber während des Tages hochgeklappt wurde – und oben bleiben musste.
Am zweiten Tag, spät abends, war sie erleichtet, dass sie, obwohl unter groben Befehlen, abgeholt wurde.
Hauptsache, das endlose Warten in der kalten Zelle hatte ein Ende.
Jetzt gingen die Verhöre offiziell erst los.
Stundenlang immer wieder dieselben Fragen. Natürlich auch über den Verbleib von Toni, des fehlenden Vopos und auch Fragen über Hartmut. Soviel sie entnehmen konnte, saßen ihre Eltern auch schon zu Befragungen über sie in U-Haft.
Ja, das konnten sie. Sie waren Verhörspezialisten ersten Ranges!
Die Unsicherheit darüber, was ihre Eltern dachten und inwieweit sie eingeweiht waren, setzte ihr sehr zu. Ihren Eltern hatte sie bewusst nichts von ihren Fluchtplänen erzählt. Dass Toni letztendlich die DDR verlassen wollte, um seine Eltern zu finden, vermuteten sie natürlich. Ob dann ihre Tochter mitgehen würde, konnten sie sich eventuell denken. Rosa wusste es nicht, das Thema wurde bei Unterhaltungen mit ihren Eltern ausge-klammert. Es war allgemein üblich, dass selbst engste Familienangehörige brisante Themen nicht ansprachen, aus unterschiedlichsten Gründen, mitunter auch darum, weil man niemanden trauen konnte oder weil selbst ein Angehöriger eventuell ein IM sein konnte. Aber nicht nur deshalb, sondern einfach nur um die Angehörigen zu schützen. Bei einer prekären Situation, wie jetzt bei der Flucht eines Angehörigen, konnte es leicht passieren, dass ein Familienmitglied unter Befragungszwang doch Angaben machte, bewusst oder unbewusst. Zwangs-mittel hatte der Stasi vielfältigster Art parat.
Rosa konnte guten Gewissens aber verneinen, dass ihre Eltern etwas von ihrem Vorhaben wussten.
Nahmen die Befrager das ab, konnte dies als Pluspunkt für sie gewertet werden. Wenn nicht, würde man es ihr dann als Lüge anlasten und ihr mangelnde Bereitschaft zur Aufklärung des Sachverhaltes vorwerfen. Was sich dann wieder strafverschärfend auswirkte.
Im Fall Hartmut erkannte sie deutlich die Genugtuung über dessen Tod. Wenigstens hatte man einen zur Strecke gebracht.
Rosa war schockiert über soviel Hartherzigkeit. Sie prahlten damit, dass sie ihn „wie ein Kaninchen abge-schossen“ hatten. Für seinen Vater Martin sah Rosa ganz schwarz. Der stand bei ihnen sowieso als absoluter Störenfried auf der „Schwarzen Liste“. Ihm lasteten sie jetzt natürlich auch eine Mittäterschaft an. Zusammen mit seinen schon vorher bekannten Verfehlungen würde er wahrscheinlich nie mehr das Tageslicht in Freiheit erblicken. Der Mann tat ihr leid, mehr konnte ein Mensch nicht mehr auf seinem Konto verbuchen. Das war aber jetzt nicht ihr Problem, schließlich stand sie jetzt auch davor, ihre „Negativkarriere“ zu beginnen.
Toni war das große Rätsel, und der verschwundene Vopo. Der interessierte sie aber weniger. Was war aber mit Toni? Sie hätte es ja auch gerne selbst gewusst.
Sie wünschte sich so sehr, dass wenigstens er das gefährliche Abenteuer lebend überstanden hatte.
Wusste er dann überhaupt, was mit ihr war? – bestimmt nicht.
Er musste nicht denken, sie sei ertrunken?
Wenn sie je durchkam, konnte er sich denken, dass sie wieder in den „Osten“ abgetrieben wurde, darüber hatten sie ja vor der Flucht gesprochen.
Würde er sie dann suchen? Aber wie und wo?
Sie flehte innerlich: ‚Toni ich wünsche mir so sehr, dass es dir gut geht, du hast es verdient! – wir hatten eine schöne Zeit miteinander, die bleibt mir in Erinnerung.’
Die Tage der Vernehmungen, die meistens nachts stattfanden, zogen sich endlos dahin. Rosa hätte gern nach der dritten Nacht alle Befragungs-Protokolle anstandslos unterschrieben. Es genügte aber nicht. War es nur aus der Lust, einen Menschen zu quälen? Wer weiß? Rosa konnte nur immer wieder die mit ihrer Flucht verbundenen Fakten wiederholen. Trotz der brutalen schikanösen Methoden, sie konnte keine weiteren An-gaben, weder über ihre zwei Fluchtgefährten noch über weitere Personen, machen.
Die Quälereien schlossen eine ganze Palette von widerstandsbrechenden Schikanen ein:
Einzelhaft in einer modrigen Zelle, knappe anderthalb auf drei Meter, ohne Fenster natürlich, ein Eimer und eine Matratze, die tagsüber an die Wand hochgeklappt wurde. Nachts ging alle paar Minuten das Licht an, so war an Schlaf nicht zu denken. Die Türspionklappe wurde ständig bewegt und ein Auge starrte hinein. Die ersten Tage war sie nicht imstande, ihre große Notdurft zu verrichten. Irgendwann geht das aber nicht mehr anders. Als sie sich anfänglich mit dem Rücken zur Türe auf den Eimer setzte, wurde ihr das heftig ausgetrieben. Die Türe wurde aufgerissen und ein Knüppelhieb sauste auf ihren Rücken. Sie wollten alles mit ansehen, und das von vorne. Es musste ihnen wohl tierischen Spaß machen. Ob sich Männlein oder Weiblein ihr Auge an den Tür-Spion drückten, wusste sie nicht. Sie durfte nachts nur auf dem Rücken liegen, und ihre Hände mussten auf der Decke zu sehen sein. Entsprach ihre Schlafstellung nicht den Vorgaben, wurde sofort die Türe aufgerissen und mit dem Schlagstock gegen den Metallrahmen geschlagen. Es war nur ein unruhiges traumatisches Hin- und Herwälzen, wie konnte sie da die Rückenstellung mit aufgelegten Händen einhalten?
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