Michael Brendel - Die Mensch-App

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Was passiert eigentlich, wenn wir klicken oder wischen?
"Die Mensch-App" analysiert den Einfluss von Smartphone- und Internetanwendungen auf das Leben der Nutzer/innen und die Gesellschaft. Schwerpunkt des kurzweiligen Essays ist der Begriff der Wirklichkeit, die zunehmend über Smartphone- und Tablet-Displays wahrgenommen und gedeutet wird. Ein weiterer Fokus liegt auf den Kontrollverheißungen, Kontrollmöglichkeiten und dem Kontrollverlust in der digitalen Welt.
Der Autor schildert u. a., welche individuellen, aber auch pädagogischen Folgen die Allgegenwart von Smartphones hat, wie Internetunternehmen aus persönlichen Daten Geld machen und wie die Meinungsvielfalt im Internet den Autoritätsverlust von Kirche, Schule, Eltern und Medien befördert. Der Essay zeichnet auch nach, wie postfaktisches Denken und Hate Speech durch algorithmischer Entscheidungen in Facebook, Instagram und Google gefördert werden («Filterblase»).
Die Analyse schließt mit einer Neudefinition des Begriffs Medienkompetenz. Dabei stellt der Autor auch konkrete Forderungen in Richtung Schule, Politik und Medien.
Der Praxisteil zeigt konkrete Maßnahmen auf, mit denen sich das Filterblase-Phänomen sowie die Datensammlung eindämmen lassen.
"Die Mensch-App" gibt denjenigen Argumentations- und Entscheidungshilfen an die Hand, die bei der selbstverständlich gewordenen Nutzung digitaler Dienste im privaten und beruflichen Alltag hin und wieder ein mulmiges Gefühl beschleicht.

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Eine telefonische Rückrufbitte lässt sich einige Stunden zurückstellen. Eine Emailantwort auch. Doch in Messengern bestimmt nicht allein der Empfänger den Zeitpunkt einer Antwort.

Auch in der Liebe mischt die Internettechnologie kräftig mit. Allein in Deutschland gibt es 2.500 Partnerbörsen, die das zielgenaue Finden von Lebenspartnern oder -partnerinnen versprechen, indem sie die Interessen, Vorlieben und Persönlichkeiten der Nutzer mit denen anderer Suchenden abgleichen.19 Dieses Algorithmus gesteuerte Matching spart den Kunden Zeit und erspart im besten Falle Enttäuschungen. Darüber hinaus scheint diese Art der Partnervermittlung sogar ziemlich erfolgreich zu sein. Einer US-Studie zufolge sind online zustande gekommene Partnerschaften beständiger als in der analogen Welt entstandene.20

e) … über meine Konzentration

Die App von Montag und Markowetz belegt, was viele Smartphonenutzer sich selbst wohl nur ungern eingestehen: Smartphones bestimmen unseren dienstlichen und privaten Alltag. Emails, Eilmeldungen, Whatsapp-Nachrichten – es vergeht keine Stunde, in der das Gerät nicht piepst, vibriert oder blinkt. Die 180 Minuten durchschnittliche Nutzungsdauer sind für Christian Montag aber nicht das Hauptproblem an Smartphones. Es ist vielmehr die Aufteilung: „Wir unterbrechen uns den ganzen Tag. Das heißt, wir können uns auf nichts mehr konzentrieren, weil wir permanent das Gerät schon in der Hand haben, um mal irgendwas zu checken“.21

Zwei US-Universitäten haben in einer gemeinsamen Studie den Einfluss von Handybenachrichtigungen auf die Konzentration untersucht. Das Ergebnis: Probanden, die für die Studie sämtliche Benachrichtigungen aktiviert hatten, zeigten bereits nach kurzer Zeit einen deutlich höheren Grad an Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität. Die weiteren Symptome, mangelndes Fokussierungsvermögen, Zappeln und Rastlosigkeit, haben die Forscher sogar mit denen des ADHS-Syndroms verglichen, ohne ADHS jedoch in einen kausalen Zusammenhang mit den Benachrichtigungen zu stellen.22 Der Leiter der Studie, der Psychologe Kostadin Kushlev von der University of Virginia, hält die Ergebnisse aber nichtsdestotrotz für beunruhigend: “Die Ergebnisse zeigen einfach, dass die dauernde digitale Stimulation zu einer gestiegenen, problematischen Aufmerksamkeitsstörung in der modernen Gesellschaft führt.“23

Dass bereits die Anwesenheit eines Smartphones in der Nähe unsere kognitiven Fähigkeiten beeinflusst, haben texanische Psychologen in einer Studie untersucht: 800 Probanden sollten Aufgaben bearbeiten, während ihr Handy entweder stumm geschaltet auf dem Tisch, in ihrer Tasche, oder in einem Nebenraum lag. Das Ergebnis war, dass diejenigen Teilnehmer am besten abschnitten, deren Smartphones sich nicht in demselben Raum befanden wie sie selbst.24

Eine Studie des Softwareherstellers Microsoft lässt den Schluss zu, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne (in diesem Falle: die von Kanadiern) angesichts digitaler Einflüsse sinkt: „Kanadier mit einer digitalen Lebensweise bekommen in Umgebungen Probleme, in denen eine längere Aufmerksamkeit nötig ist“, so die Autoren. Lag die durchschnittliche Aufmerksamkeitsdauer im Jahr 2000 noch bei zwölf Sekunden, sind es im Jahre 2013 nur noch acht Sekunden. Zur Einordnung greift die Studie auf einen für die Menschen nicht gerade schmeichelhaften Vergleich zurück: Demnach können sich Goldfische neun Sekunden auf eine Sache konzentrieren.25

Garantiert smartphonelos.

f) … über das, was von mir bleibt

Wenn ein Internetnutzer stirbt (alle drei Minuten erwischt es beispielsweise einen Facebooknutzer26), hinterlässt er Berge von Daten im Netz. Das Angebot der Onlinedienstleister zu Lebzeiten war halt groß: Da gab es Emailprovider, Onlineshops, Netzwerke, Foren, Streamingdienste, Lieferdienste, Fotodienste und Hunderte von Apps, die er wenigstens kurz einmal auf seinem Smartphone oder Tablet ausprobieren wollte. Selbst lebenden Nutzern von Web-und App-Angeboten wird es schwerfallen aufzulisten, bei welchen Diensten sie überall ein Kundenkonto haben.

Doch was geschieht mit all diesen Daten nach dem Tod? Hinter den Zugangsdaten zu Facebook, GMX und Co. verbergen sich ja nicht nur eine Postadresse und Telefonnummer, sondern oft eine jahrelange Emailkorrespondenz, tausende private Fotos, Banktransaktionen und vielleicht auch intime Geheimnisse.

Dreiviertel der Deutschen haben laut einer Umfrage27 noch nie über ihren digitalen Nachlass nachgedacht. Doch nur sechs Prozent der 500 Befragten geben an, ihnen sei egal, was mit den Daten passiere.

Um nicht die Kontrolle zu verlieren über das, was mit der digitalen Identität nach dem Tod wird, empfiehlt der Autor dieses Textes regelmäßig eine digitale Inventur durchzuführen, die alle aktiven Onlinekonten erfasst. Danach können überflüssige Dienste gekündigt werden. Weiterhin genutzte Konten samt aktueller Zugangsdaten können als digitaler Nachlass einer vertrauenswürdigen Person überantwortet werden, die im Fall der Fälle die Konten löscht.

g) Kontrolle verlieren – Fragen zum Reflektieren

1 Gedächtnis, Orientierungssinn, Bauchgefühl – viele Eigenschaften, die uns Menschen Jahrtausende lang das Überleben gesichert haben, werden heute von Apps und Anwendungen übernommen. Kann ich heute noch ohne sie leben? Vertraue ich ihnen genauso?

2 Jedes Piepsen meines Handys reißt mich unwillkürlich aus meinem bisherigen Tun heraus. Kann ich wirklich leugnen, ich sei von ihm abhängig?

3 Bin ich noch zu intensiver Aufmerksamkeit in der Lage?

4 Apps und Dienste fordern soziale Interaktion heraus. Ist die aufrichtig?

5 Wird die Liebe auf den ersten Blick zur Liebe auf den ersten Klick?

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