Die Idee zu diesem Buch ist gewachsen wie ein Puzzle. Das Leben hat seine Höhen und seine Tiefen – das kennen wir alle. Irgendwann kommt jeder von uns in ein Alter wo sich die Gedanken nicht nur um unser jetzt und hier drehen, sondern auch die Vergangenheit und die Zukunft mit einbezogen werden.
In diesem Zusammenhang habe ich für mich mein Leben analysiert und festgestellt womit ich zufrieden bin und was mich stört. Einige Dinge habe ich geändert und andere akzeptiert, sowohl in meinem Privatleben als auch in meiner beruflichen Umgebung.
Während meiner Arbeitszeit habe ich von einem Teil meiner Kollegen den Eindruck gewonnen, dass sie unzufrieden sind. Auch ich hatte eine Zeit in der ich nicht gerne zu meinem Arbeitgeber gegangen bin und war sicher nicht immer bequem für mein Umfeld. Selbst in dieser Zeit ist ein Puzzlestück zu diesem Buch entstanden.
Auf dem Weg durch meinen Tag fahre ich oft mit der Straßenbahn. Während einer Zeit in der ich mir gerade besonders viele Gedanken zu meinem Leben gemacht habe und sehr glücklich war, fiel mir auf, dass es viele Personen gibt, die nicht lachen (können?) und mit einem traurigen Gesicht durch den Tag gehen.
Ich habe mir den Spaß gemacht und dem ein oder andreren einfach ein Lächeln geschenkt, obwohl ich ihn nicht kannte. Die Reaktionen waren durchweg positiv und ich bilde mir ein, dass die Menschen die zurück lächelten wenigstens diesen kleinen Moment Freude empfunden haben.
Insbesondere nach Wochenenden stellte ich fest, dass ich erfüllter und erholter in die neue Woche startete als die Personen in meiner Umgebung. Dieser Tatsache bin ich auf den Grund gegangen und habe mir Gedanken zum Thema Glück und Zufriedenheit in meinem Alltag gemacht.
Nur wer weiß,
wo er herkommt,
weiß auch, wo er war.
Aber wer weiß, wo er war,
weiß noch lange nicht,
wo er hin will.
- Erwin Pelzig –
Mit dieser Tatsache ist die Idee für dieses Buch weiter gewachsen und nun liegt es an Dir, was Du aus dem Buch für Dich mitnimmst und ausprobierst. Aber Achtung, dies ist kein Buch nur zum Lesen, wenn Du etwas erreichen möchtest, dann empfiehlt es sich, es ab und an aus der Hand zu legen und Notizen zu Deinen Gedanken zu machen.
Dieses Buch widme ich meinem Sohn Christoph und wünsche mir, dass er in seinem Leben viel Glück und Zufriedenheit erfährt. Treffe Entscheidungen wie ein Erwachsener und erhalte das Kind in Dir. Ich hab dich lieb.
Ich wollte nie erwachsen sein
hab immer mich zur Wehr gesetzt
…
Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben,
erst dann, wenn ich´s nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät.
- Peter Maffay –
Bedanken möchte ich mich bei Markus, der mein Leben seit langer Zeit begleitet und dem ich einen Großteil meines Glückes zu verdanken habe. Danke dass es Dich gibt.
Ein weiterer Dank gilt meinen Eltern und Geschwistern, die in den ersten Jahren meines Lebens hauptsächlich dafür gesorgt haben, dass ich Glück und Zufriedenheit erleben durfte. Ich bin dankbar auf der Welt zu sein.
Ich möchte Dich neugierig machen und einladen Dir über Themen wie Dein Wohlbefinden, Deiner Aufmerksamkeit und Dankbarkeit Gedanken zu machen. Ich mach Dir ein Angebot von kleinen Anregungen zur Intensivierung Deiner Wahrnehmung und gebe Dir Impulse Ziele zu formulieren und nachzuhalten.
Alles was hier steht, habe ich für mich entdeckt und erlebt. Wenn Du das ein oder andere probieren möchtest, wünsche ich Dir von Herzen dabei viel Glück und Zufriedenheit.
Hallo! Wie geht es Dir? Geht es Dir gut?
Dies ist eine Frage die wir oft stellen, manchmal auch nur im Vorbeigehen. Doch wollen wir die Antwort wirklich wissen? Was passiert, wenn der Gefragte antwortet „mir geht es schlecht“? Wollen wir das hören und uns dann damit beschäftigen?
Und wie reagieren wir, wenn wir gefragt werden? Sind wir ehrlich? Weißt Du überhaupt wie es Dir geht? Oder antworten wir aus Gewohnheit mit „Danke, gut“?
Oft stelle ich aber mir selbst die Frage ganz bewusst. Wie geht es mir heute? Wie fühle ich mich?
In jeder Minute,
die man mit Ärger verbringt,
versäumt man
sechzig glückliche Sekunden.
- Maugham William Somerset –
Wenn du magst, dann frage Dich jetzt selbst: „Wie geht es Dir?
Horch in Dich rein und fang ganz einfach an:
Ist Dir gerade warm oder kalt?
Fühlst Du Dich innerlich ruhig oder bist Du aufgewühlt?
Wie war Dein Tag, Deine Nacht?
Bist du glücklich oder unzufrieden?
Beschäftigst Du Dich gerade mit einem Problem?
Oder bist Du sorgenfrei?
Wie es Dir nun geht ist dein IST-Zustand. Nun kannst Du Dich fragen, ob Du damit zufrieden bist oder ob Du daran etwas ändern möchtest, bzw. was Du überhaupt ändern kannst. Notiere Dir die Antworten, damit Du später noch einmal darüber lesen kannst.
Dein Wohlergehen kannst Du so regemäßig überprüfen und somit dein Bewusstsein für Dich und Dein Leben intensivieren. Wann warst Du das letzte Mal stolz auf Dich? Dieses Gefühl ist so großartig, dass es Dir oft passieren sollte. Vielleicht solltest Du Dich öfter selber loben für Dinge die Du erledigt hast, auch die kleinen! Das trägt dazu bei, dass es Dir gut geht!
In der Gesellschaft heißt es immer: Eigenlob stinkt. Doch ich bin da anderer Meinung. Wenn Du glücklich bist, etwas erreicht zu haben oder etwas erledigen zu können, darfst Du Dir auf die Schulter klopfen und stolz auf Dich sein. Versuch es in dem Du in den Spiegel schaust und sagst: „Ich bin stolz auf MICH!“
Und dann versuch mal, wenn Du das nächste Mal jemanden fragst „Wie geht es Dir?“, ganz bewusst die Frage zu stellen und nur dann, wenn Dich die Antwort wirklich interessiert.
Morgen ist noch nicht gekommen.
Und gestern ist vorbei.
Wir leben heute.
- Mutter Teresa –
Ich habe viele Menschen kennen gelernt, denen es nicht gut geht, die auf ihr Leben schimpfen und unglücklich sind. Doch ändern wollten sie auch nichts. Ganz nach dem Motto: „Wenn das die Lösung ist, dann hätte ich gerne mein Problem wieder“. Manche Personen erwecken den Eindruck, dass sie das Meckern und Schimpfen für ihr Leben benötigen, vielleicht macht es ihr Leben interessanter? Oder ist es vielleicht mangelnde Aufmerksamkeit?
Einige scheuen in diesen Situationen auch einfach die Entscheidung. Sie sind unzufrieden mit dem Ist-Zustand, möchten gerne etwas ändern, haben aber nicht den Mut eine Entscheidung zu treffen.
Ich hatte eine Freundin die Mitten im Leben die Diagnose Krebs bekam. Sie gab ihr Leben nicht auf und kämpfte. Doch als klar war, dass sie den Krebs nicht besiegen konnte, fing sie erst richtig an zu Leben. Sie hatte sich ein Leben mit der Krankheit genehmigt und den Mut gehabt Entscheidungen zu treffen die Sie, für die Zeit die ihr blieb, glücklich gemacht haben. Ich habe großen Respekt. Auch diese Lebenserfahrung war für mich ein Anlass über mich nachzudenken und mein Handeln bewusster wahr zu nehmen.
Denn wer seine Lebenszeit mit schimpfen und jammern verbringt kann in meinen Augen nicht zufrieden sein und ist am Ende seines Lebens sicher nicht erfüllt. Doch ist jeder für sein Leben verantwortlich und somit besteht auch die Möglichkeit sich für ein glückliches Dasein zu entscheiden oder sich in seinem Unglück zu weiden. Vielleicht sind diese Personen damit ja auch auf ihre Art und Weise glücklich.
Wir haben bekanntlich nur dieses eine Leben und wissen auch nicht, wie lange jedem Einzelnen von uns davon noch bleibt.
Читать дальше