Iga Wagnerowska - FLUCHT AUS DER SOWJETUNION

Здесь есть возможность читать онлайн «Iga Wagnerowska - FLUCHT AUS DER SOWJETUNION» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

FLUCHT AUS DER SOWJETUNION: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «FLUCHT AUS DER SOWJETUNION»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Dies ist die wahre Geschichte einer Frau, die Halbrussin und Halbdeutsche war.
Sie wurde in Rußland als reiches Kind geboren und ist in der Sowjetunion ganz arm aufgewachsen. Mit der Revolution und der Herrschaft der Kommunisten und des Stalins begann ihr leidvolles Leben, Terror und unbeschreiblicher Hunger. Immer wieder wurde sie von anderen Kindern wegen ihrer deutschen Mutter gehänselt und missachtet. Mit achtzehn heiratete sie einen auch in Rußland geborenen Deutschen. Als erwachsene Frau erlebte sie persönlich die Zeit der Massenverhaftungen, Folter und Hinrichtungen von unschuldigen Menschen. Im Land herrschte eine Atmosphäre des Grauens, des Horrors und lähmender Angst. Mit ihrem Mann sprach sie deutsch und zusammen träumten sie von Deutschland. Dann kam der Zweite Weltkrieg und die Deutschen besetzten Kiew.
Ihr Mann musste in der roten Armee gegen seine Landsleute kämpfen. Er schaffte es ganz schnell in die deutsche Gefangenschaft zu kommen. Nach dem er nachweisen konnte, dass er ein Deutscher war, wurde er frei gelassen. Es war ein sehr strenger Winter und er ging zu Fuß 700 Kilometer nach Hause, zu seiner Frau und den Kindern. Er war ein hochqualifizierter Spezialist und schon bald bezog er einen sehr hohen Posten bei den Deutschen.
Jetzt war das Leben endlich normal. Aber als dann die sowjetische Armee immer näher rückte, und die Wehrmacht sich immer mehr zurückzog, hat die Familie die Chance auf das Verlassen des «sowjetischen Paradieses» ergriffen, und sie sind, zusammen mit vielen anderen Deutschen, in den Westen geflohen. Sie wollten nach Deutschland, aber dann begann ihr langer Weg, der voller Not, Hunger, Angst vor den Sowjets, die überall präsent waren, Angst vor dem Geheimdienst, war. Es wurde ein Weg voller Dramatik und Tragik.
Als die Frau schließlich nach sehr vielen Jahren nach Deutschland kam, war die Familie nicht mehr komplett und sie konnte ihr Glück nicht mehr so richtig genießen.

FLUCHT AUS DER SOWJETUNION — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «FLUCHT AUS DER SOWJETUNION», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Sie verkauften alles Mögliche: Stoffe und Schuhe, Knöpfe, Garn, Gesichtspuder, Wangenrouge, Töpfe, Teller, aber auch Tee, Zucker und Heringe. Viele von den Waren stammten aus Polen, aus dem Schmuggel. Wenige Kilometer von Kornica entfernt verlief nämlich die Grenze, die zu dieser Zeit gar nicht so streng bewacht wurde. Kornica war ein Handelszentrum für die umliegenden Dörfer. Mir machte es einen riesig großen Spaß, die Lädchen zu besuchen, und ich freute mich immer sehr, wenn meine Großtante mich dorthin schickte, um etwas zu kaufen, selbst wenn es manchmal nur die Streichhölzer waren. Um auf das andere Ufer zu gelangen, musste man mit einem Boot fahren, und das war schon für mich aufregend. Dort fanden die Märkte statt. Dann war es überaus bunt und lustig. Es gab dort wirklich alles! Pferde, Kühe, Schweine, verschiedenes Geflügel. Das alles schrie und gackerte sehr laut.

Es gab Stände, die kupferne Ringe, Perlenschnüre und Bänder verkauften. Mich interessierte am meisten der Wagen eines Töpfers, der wirklich wunderschöne Sachen hatte, verschiedene große und kleine Krüge, Töpfe, Schüsseln von verschiedenen Formen und sehr schön bemalt. Ich konnte stundenlang davor stehen und diese Schätze bewundern.

Da ich dort jeden Sommer verbracht habe und alle mich kannten, wurde ich immer sehr höflich, wie eine Bekannte, begrüßt und stets, wenn ich etwas gekauft hatte, bekam ich das Beste, was gerade da war. Mein Großonkel musste in seiner Jugend sehr gut ausgesehen haben, und auch als älterer Herr war er sehr interessant, aber meine Großtante war wirklich furchtbar hässlich. Es beschäftigte mich immer die Frage, warum er sie geheiratet hatte? Sie war ein Fräulein aus einem guten Hause, gut erzogen und konnte sehr gut den Haushalt führen. Vielleicht das war das Entscheidende. Das war im Leben, auf einem Landgut, viel wichtiger als die Schönheit, und sie hatte auch einen sehr guten Charakter. Sie vergötterte ihren Mann, gebar ihm drei Kinder. Sie lebten glücklich zusammen und haben nie gestritten. Ich habe mich immer bei ihnen sattgegessen für alle Zeiten.

Sie haben mir im Gegenteil zu meiner Stiefmutter (mein Vater hat zum zweiten Mal geheiratet als ich acht Jahre alt war, und die Stiefmutter war böse, wie aus einem Märchen) nichts und niemals etwas missgönnt. Gemüse und Obst hatten sie aus dem eigenen Anbau.

Die Fische, die der Großonkel gefangen hatte, bereitete seine Frau auf verschiedene Art, sehr lecker. Die kleinen Fischchen trocknete sie erst, und dann kochte sie mit ihnen eine köstliche Suppe.

An jedem Samstag hat sie Brot und aus demselben Teig kleine, unheimlich gut schmeckende, Brötchen, so genannte Pampuschki, gebacken. Die wurden dann gleich, nachdem sie aus dem Ofen rausgenommen wurden, noch heiß mit einer Paste aus fettem Speck und Knoblauch eingerieben. Dieser Geschmack lässt sich nicht beschreiben. Einfach fantastisch!

Die Milch haben sie bei einem Bauer gekauft. Schweine züchteten sie selbst. Der Großonkel machte aus einem alten Fass eine Räucherei, in der er Schinken und durchwachsenen Speck räucherte. Sie hielten das Geräucherte in einem speziellen Raum, in dem es auch viele andere Vorräte gab: Konfitüren, getrocknetes Obst, getrocknete, gesalzene und marinierte Pilze, Zwiebeln, Knoblauch und sehr viele getrocknete, zu Sträußen gebundene Kräuter. Im Garten wurde in der Erde ein großer Keller ausgegraben, in dem es immer kalt war, und dort wurden die Dickmilch und frische Salzgurken aufbewahrt. Von den Lebensmitteln gab es hier immer genug. Ich habe mich immer in den ersten Tagen nach der Anreise überfressen und hatte dann kräftige Bauchschmerzen. Meine Großtante wusste wie schlimm meine Stiefmutter war und hatte für mich viel Mitgefühl. Sie wollte mir immer etwas Gutes tun und hatte für mich besonders leckere Sachen.

Obwohl es dort keine Kinder in meinem Alter gab, hatte ich nie Langeweile. Ich hatte immer eine Beschäftigung.

So half ich oft dem Großonkel bei den Bienen, erntete die Gurken und riss von den Rotebeeten die Blätter für die Schweinchen ab. Ich mochte sehr lange das Gemüse im Garten anschauen, und auf dem Boden des Wolyn wuchs alles prächtig. Ich habe auch Bücher gelesen, von denen die Kusine meines Vaters, die Lehrerin in einem Dorf war, viele hatte.

Ihr Mann wurde auch von der NKWD ( heute KGB ) ermordet.

Ich habe damals davon geträumt, später mit meiner eigenen Familie hier die Urlaube zu verbringen. Leider bin ich später nie mehr dorthin gefahren. Es gab dort niemanden mehr, zu dem ich hätte fahren können.

2. Kapitel

Ich war damals drei Jahre alt, als meine Mutter sich in einen anderen Mann verliebt hat. Viel später, da war ich schon erwachsen, erfuhr ich von meiner Großmutter väterlicherseits, dass mein Vater meine Mutter mit dem Liebhaber in flagranti erwischt hatte. Sie wollte ihn gar nicht um Verzeihung bitten, stand zu ihren neuen Gefühlen, und sie beschlossen sich scheiden zu lassen. Sie bekam ein Engagement an der Opera in Luck (eine Stadt in der Westukraine, damals Polen), zog dorthin um, und bald heiratete sie den Neuen. Mich ließ sie bei meinem Vater, und das Schicksal ihres einzigen Kindes interessierte sie nie mehr. Ab und zu, sehr selten, schrieb sie einen lakonischen Brief.

Zur Zeit der Scheidung war mein Vater erst 24 Jahre alt, hatte aber das Gefühl, dass sein Leben schon total kaputt wäre. Er kapselte sich ab, wollte niemanden sehen und nichts von den anderen Frauen wissen. Mir versuchte er seine ganze Liebe zu schenken, aber ich hatte jetzt niemanden, mit dem ich deutsch sprechen konnte. Obwohl er die Sprache beherrschte, durfte ich sie bei ihm nie benutzen.

Nicht mal die deutschen Lieder, die mir meine Mutter beigebracht hat, durfte ich in seiner Gegenwart summen. Ich vermisste meine Mutter sehr und konnte lange gar nicht verstehen, warum sie mich verlassen hat? Ich war doch noch zu klein, dass man mir das alles hätte erklären können. Ich habe das Leiden meines Vaters gesehen und seine unendliche Traurigkeit gespürt, also weinte ich auch sehr oft.

Ich bin tief überzeugt, dass diese Erlebnisse einen Riss bei mir hinterlassen haben, und es sollte noch viel Schlimmeres kommen.

Fünf Jahre, in denen mein Vater in einem Zölibat lebte, waren vergangen, und als er 29 Jahre alt wurde, lernte er eine Frau kennen. Es war eine 10 Jahre ältere, kinderlose Mathematiklehrerin. Er brachte sie oft zu uns nach Hause, und sie beschenkte mich immer, entweder mit Süßigkeiten oder mit Puppen. Sie war von mir begeistert, zeigte sich sehr kinderlieb. Obwohl sie sich sehr um meine Zuneigung bemühte, mochte ich sie von Anfang an nicht. Ich spürte in ihr etwas Falsches, was es mir unmöglich machte, sie zu lieben. Ich sehnte mich immer noch nach einer Mutter, aber ich war sicher, dass sie kein Ersatz sein konnte. Wie sich später herausstellen sollte, hatte ich mich nicht geirrt. Es stimmt also, dass die Kinder und die Hunde sofort erkennen welcher Mensch gut und welcher schlecht ist.

Mein Vater ließ sich von ihrer gespielten Kinderfreundlichkeit blenden, dachte, dass sie mir eine gute Mutter sein würde und heiratete sie. Wie sehr hat er sich doch geirrt! Sie war eine so böse Stiefmutter, wie man sie aus den Märchen kennt.

Außerdem war sie auch keine gute Ehefrau und kein guter Freund für ihren Mann.

Sie war sehr egoistisch, sorgte immer nur für sich, und mir gönnte sie nicht mal das Brot. Ich war immer hungrig.

Mein Vater arbeitete von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr. Er war Diplom- Betriebswirt, tagsüber arbeitete im Kommissariat der Schwerindustrie, und abends unterrichtete er die Studenten.

Sie hatte keine Lust sich mit den Schülern zu ärgern, und gleich nach der Heirat kündigte sie ihre Stelle als Lehrerin. Sie nahm ihm immer das ganze Geld ab, verprasste es und machte noch Schulden überall, wo sie es nur konnte. Die befreundeten Nachbarinnen versuchten mich immer zu überreden, den verschlossenen Schrank, während der Abwesenheit der Stiefmutter, aufzubrechen und mich satt zu essen. Das alles wurde doch von dem Geld, das mein Vater verdiente, gekauft.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «FLUCHT AUS DER SOWJETUNION»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «FLUCHT AUS DER SOWJETUNION» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «FLUCHT AUS DER SOWJETUNION»

Обсуждение, отзывы о книге «FLUCHT AUS DER SOWJETUNION» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x