Joana Goede - Körperekel

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Minnas Leben wird von ihren Ängsten bestimmt. Sie plagt ein starker Ekel vor ihrem eigenen Körper, dessen Anblick sie kaum erträgt. Auch die Nähe von anderen Körpern löst bei Minna Panikattacken aus. Ihre Ängste treiben sie in die Isolation.
Schlaflosigkeit, Depression und Soziale Phobie machen Beziehungen unmöglich für Minna. Ihre große Angst vor nackten Körpern und vor Sex stößt andere Menschen ab. Erst als Minna sich zum ersten Mal in ihrem Leben richtig verliebt, beginnt sie, die positiven Seiten von Nähe zu erleben, die ihr vorher vollkommen fremd waren…

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Minna fühlte sich allerdings ziemlich allein, als die, bei der es „geklappt“ hatte, wieder zum Sprechen anhob und dabei, wie im Stolz, über das ganze breite Gesicht strahlte. „Es ist ja so“, fing sie an und warf dabei schnell einen prüfenden Blick zu Minna, „dass ich von meinem Bruder als Kind, naja, missbraucht worden bin. Und seitdem, wie soll ich sagen, kann ich zwar Sex haben, aber es bringt mir nichts. Weißt du?“ Sie blickte Minna an und hoffte wohl auf ein verständnisvolles Nicken, aber Minna rührte sich nicht und gab ihr nicht die kleinste Bestätigung. Eigentlich wollte sie nicht hören, was da jetzt kommen musste. „In jedem Fall“, fuhr die Stolze fort, „war am Wochenende mein Freund da und wir, wir haben es so gemacht, wie wir es hier ja besprochen haben, also ich habe mich erst entspannt bei einer Massage, er, er hat das sehr gut gemacht, wisst ihr? Total viel Mühe gegeben. Und dann, dann hat er angefangen, mich an anderen Stellen zu berühren, es, es war unglaublich. Die Male davor habe ich ja schon was gemerkt, aber dieses Mal, da hat es einfach geklappt. Es war so wunderbar. Ich konnte mich richtig hineinfallen lassen. Und er ist überglücklich. Ich war ja sonst immer kalt wie ein Fisch. Und jetzt, jetzt sei ich, meinte er, richtig leidenschaftlich gewesen. Für mich war es unglaublich, ich habe das vorher nie gespürt.“

Die Gruppenleiterin sagte mit betont beglückter Miene: „Wie schön, es freut mich sehr, dass du uns so Positives berichten kannst.“

In Minnas Körper kribbelte es sehr unangenehm. Sie verabscheute das. Wenn andere von Sex sprachen. Irgendwie war sie mit der Erwartung in die Gruppe gekommen, dass ihr das hier nicht widerfuhr; und gleich in der ersten Sitzung wurde sie mit einer „Glücklichen“ konfrontiert, bei der es „geklappt“ hatte und alle „freuten“ sich für sie. Lauter Dinge, die Minna nicht nachvollziehen konnte, die bewirkten, dass sie sich noch fremder fühlte als ohnehin schon. Und dann erkundigte sich die, die vorhin albern gekichert hatte und überhaupt eher so wirkte wie ein Teenager, von der Sitzhaltung und Kleidung her – dünner Pullover mit Löwe darauf, lila Jeans, weiße Turnschuhe, dunkelbraune Haare, Pferdeschwanz, starker, roter Lippenstift: „Bist du denn richtig feucht geworden? War sonst ja auch nicht so.“

Und die Glückliche antwortete schnell: „Ja, ich war selbst ganz überrascht und mein Freund auch. Es ging schnell, also nach dieser Einstimmung mit Musik und Massage, das kann ich euch nur empfehlen.“

„Warst du denn nackt bei der Massage? Und er?“

„Jaja, waren wir beide.“

„Und Licht, hattet ihr Kerzen an oder künstliches Licht?“

„Wir hatten eine dimmbare Leuchte an, die so gelblich-gedämpftes Licht macht. Das war sehr angenehm, muss ich sagen. Viel persönlicher als im Dunkeln, aber nicht so, naja, unerotisch wie bei hellem Licht. Genau richtig, würde ich sagen. Wir haben es auch über etwa zwei Stunden gezogen, mit der Massage.“

„Habt ihr was getrunken?“

„Ein bisschen Sekt, zusammen eine halbe Flasche. Das hat bei mir auch einiges ausgemacht, glaube ich. Da war ich weniger verklemmt und konnte eher genießen. Jetzt fühle ich mich viel sicherer, glaube ich. Ich habe angefangen, meinen Körper so zu mögen, wie er ist. Das ist wichtig.“

Minna fühlte sich wie in einer ganz anderen Welt. Sie wusste gar nicht, wie sie sich verhalten sollte. Wahrscheinlich hatte sie das Gesicht bereits angewidert verzogen, die Augen weit vor Entsetzen aufgerissen und deshalb musterte die Gruppenleiterin Minna vermutlich auch so auffällig. Schließlich sprach sie Minna sogar an: „Minna, willst du vielleicht auch was dazu sagen? Oder lieber nicht? Es muss niemand etwas sagen, der nichts sagen möchte.“

Minna brummte schnell: „Ich möchte nichts sagen, danke.“

Vor ihrem geistigen Auge tauchten die Bilder wieder auf, die Bilder, die Geräusche, die Gerüche. Das alles zusammen ließ unfassbaren Ekel in ihrem Körper aufsteigen, ein Gefühl der Hilflosigkeit, der Bedrohung, des Abgestoßenseins. Sie spürte das Eindringen der feindlichen Zunge in ihren Mund, schmeckte den fremden Speichel, hätte sich übergeben wollen, roch die Erregung des Mannes, spürte seine Hände an ihrem kalten, nackten Körper, spürte, wie er sich auf sie wälzte und eine Flucht durch sein Gewicht unmöglich machte. Wie er sich zwischen ihre Beine presste, die sie zusammenkneifen wollte, wie er es hineinsteckte und dann kam das Fremdkörpergefühl, das Minna so verabscheute, das glibschige, nasse, stinkende, eklige Fremdkörpergefühl. Dieses In-sich-Haben von etwas, das da nicht hingehörte. Es fühlte sich unnatürlich an und hineingezwungen. Die Speichelproduktion stieg an, der Mann wippte rhythmisch auf und ab, steckte die Zunge immer wieder in Minnas Mund, leckte den Hals, die Brüste ab, stöhnte, sein Speichel tropfte in ihren Mund, sie wollte nur, dass es vorbeiging, wusste, dass es schneller ging, wenn sie irgendwie mitmachte, griff also an seine Schultern und an den Hintern, beides schwitzig, beides eklig, nur, weil er es mochte, wenn sie ihn anfasste, weil er dann das Gefühl hatte, dass sie ihn begehrte. Sie fragte sich, ob er nicht endlich mal fertig war, drehte den Kopf zur Seite, damit er nur noch an ihre Wange und an den Hals kam, wartete, befand sich in Schockstarre, fror, bis er sich endlich in sie ergoss und mit einem Ächzen zur Ruhe kam, noch ein paar Mal auf und ab, dann blieb er schlaff wie ein heißes, nasses Walross auf ihr liegen, sie bekam kaum Luft.

Er sagte, dass er sie liebte, sie sagte, dass sie ihn auch liebte, obwohl das der allerletzte Moment war, in dem ihr sowas eingefallen wäre.

Dann rollte er endlich runter, wollte noch nackt neben ihr liegen bleiben, sie im Arm halten, aber an Minnas kaltem Körper klebten Schweiß und Spermareste, sie wollte duschen, lange heiß duschen, wollte sich in weite, warme Kleidung hüllen, den widerlichen Geschmack im Mund durch Zähneputzen loswerden, noch einen Schluck Whisky hinterherkippen, um besser einschlafen zu können nach dieser Tortur.

Minna wachte aus diesem Horrorszenario erst wieder auf, als ein Klasch-Laut sie herausriss. Die Handtasche der Dürren im schwarzen Kleid war auf den Boden gefallen. Wahrscheinlich hatte die Tasche die ganze Zeit noch unter dem Arm geklemmt. Minna hatte auf sie nicht mehr geachtet. Nun sah Minna einmal in die Runde und fragte sich, ob es wirklich das Ziel dieser Selbsthilfegruppe sein konnte, dieses widerliche, schwitzige Gestöhne, diese abartigen, herausgepressten Fragen, ob es ihr gefiel, was er machte, ob sie sein Ding auch in sich spürte (auf diese Fragen hatte sie selbstverständlich nie wirklich antworten können), ob es wirklich das Ziel sein konnte, sowas zu mögen !?

Minna wollte das nicht gut finden. Sie empfand es als verabscheuenswürdig, diese Nacktheit als beängstigend, den Akt selbst als Vergewaltigung, den Mann als gieriges, geiferndes, über sie herfallendes Tier, das sie verschlingen wollte, das sie niedermachen wollte, mit allem, was es hatte, mit der Zunge, mit den Zähnen, mit den Händen und Armen, natürlich ganz besonders mit diesem Teil – und das dieses Ineinander-Auseinander, dieses Übereinanderrollen und sich gegenseitig Ablutschen auch noch als Liebe bezeichnete.

Und da sollte sie sich für die „Glückliche“ freuen, dass es bei ihr „geklappt“ hatte? Minna schüttelte sich innerlich bei dem Gedanken, fühlte sich schon wieder nach einer heißen Dusche und die Selbsthilfegruppe nahm für sie Züge wie der Akt selbst an. Sie wartete nur noch darauf, dass es aufhörte, damit sie endlich duschen konnte. Und ekelte sich vor allen anwesenden Körpern. Auch wenn es Frauen waren. Das machte für Minna nicht den geringsten Unterschied.

2

Im Kontrast zum schwärzlichen Nachthimmel leuchtete die Straßenlaterne grell gelb. Es war die letzte Laterne, die Minna passieren musste, bevor sie ihren Arbeitsplatz erreichte. Licht war schon lange zu einer der vielen Unerträglichkeiten des Lebens geworden. So wie alles zu hell war, war auch alles zu laut, zu hektisch. Nachtarbeit das einzige, das in Frage kam. Schon allein, weil nachts die Straßen nicht so voll waren, die Sonne nicht schien und der Stadtlärm sich in Grenzen hielt.

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