Achim hupt. Aus einem Nachbaraufgang schreit ein dicker Glatzkopf mittleren Alters entnervt: „Was soll das? Auch die Kripo hat sich an Regeln zu halten. Wenn hier nochmal mitten in der Nacht jemand auf die Hupe drückt, dann rufe ich eure lieben Kollegen von der Streife an!“
Als sie am Tatort aussteigen, muss Anna schlucken. So etwas hat auch sie in all den Dienstjahren noch nicht gesehen. Der Wagen wurde samt Fahrer förmlich zerfetzt. Einige Passanten haben offenbar leichte Verletzungen. Mit Mull umwickelte Hände, Arme und Unterschenkel deuten darauf hin. Anna fragt den Einsatzleiter der Polizei und erfährt, dass tatsächlich außer dem Fahrer niemand schwer oder gar tödlich verletzt wurde. Das grenzt fast schon an ein Wunder.
Drei oder vier andere Autos wurden leicht beschädigt. Ein Pferd musste allerdings eingeschläfert werden. Das Tier hatte mit einem zweiten Pferd eine der bei Touristen so beliebten Droschken gezogen und sich in unmittelbarer Nähe des explodierten Wagens befunden. Dem Kutscher, den Gästen auf dem Wagen und dem zweiten Tier passierte fast nichts. Außerdem wurden ein paar Schaufensterscheiben von Splittern getroffen.
Viele Zeugen sind noch am Tatort. Sie haben weisungsgemäß gewartet, bis die Kriminalpolizei ihre Aussagen aufnimmt. Immer wieder hören Anna und Achim von einem lauten Knall und von einem sehr hellen Lichtblitz. Die Teile des Autos seien viele Meter weit in der Gegend umhergeschwirrt.
Es wimmelt von Spurensicherern. Bis von Oranienburg und Potsdam wurden Spezialkräfte zusammengezogen. Für den Einsatzleiter steht fest, dass es sich um einen Anschlag handelt. Anna pflichtet ihm bei: „Etwas Anderes kommt auch für mich überhaupt nicht in Frage. Ich bin mir nur nicht im Klaren darüber, ob es sich um normale Schwerstkriminalität oder ein islamistisches Attentat handelt.“ Achim schaut seine Vorgesetzte an: „Nee, normal ist das ganz bestimmt nicht. Doch von Islamisten als Täter halte ich trotz der Droh-Mail vor ein paar Wochen nichts. Warum sollten Glaubenskrieger ausgerechnet einen Krankenpfleger in einer brandenburgischen Kleinstadt um die Ecke bringen?“
Anna zuckt mit den Schultern. Noch hat sie keinen Plan.
Конец ознакомительного фрагмента.
Текст предоставлен ООО «ЛитРес».
Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.
Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.