Marion Selbmann - Bestseller

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Marina steckt in finanziellen Schwierigkeiten.
Nachdem sie unverschuldet ihre Physiotherapiepraxis verloren hat, gerät sie in eine depressive Phase, aus welcher sie lange nicht herausfindet. Erst als ihre Familie zu zerbrechen droht, registriert sie, dass es so nicht weitergehen kann. Sie beschließt, nachdem sie vor Jahren, wenig erfolgreich, zwei Bücher geschrieben und diese bei einem kleinen Verlag veröffentlicht hatte, nun einen Bestseller zu schreiben. Aber dafür braucht sie absolute Ruhe. In völliger Einsamkeit in einem kleinen Haus in den Wäldern bei Tschechien beschließt sie, ihren Roman zu schreiben. Marina ahnt nicht, in welchen Alptraum sie gerät, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

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„Schluss mit Grübeln.“

11. Oktober 2012

Sie schaute auf ihre Armbanduhr auf dem Nachttisch. Drei Minuten vor fünf Uhr. Sie beschloss, aufzustehen und wusch sich besonders gründlich, da es keine Dusche gab.

Marina saß allein im Frühstücksraum der Pension. Es war sechs Uhr zwanzig. Ausnahmsweise hatte die nette Dame, welche sie gestern schon kennengelernt hatte, den Raum eigens für sie aufgeschlossen. Das Frühstück war reichlich, der Kaffee gut. Die freundliche Frau goss unaufgefordert Kaffee nach. Dann setzte sie sich vis-a-vis zu Marina an den Tisch.

„Haben Sie es sich noch amal überlegt“? fragte sie in ihrem unverwechselbaren Jargon.

Marina nahm einen Schluck Kaffee. Dann sah sie die Frau lange eindringlich an.

„Ich fahre. Ich werde einen Krimi schreiben. In Rekordzeit und ohne Qualitätseinbußen. Ich werde Ihnen ein Exemplar schenken, sobald das Buch gedruckt ist. Ich danke Ihnen für die Sorge, die sie sich um mich machen, aber ich bin über Fünfzig und das ist die allerletzte Möglichkeit, aus meinem Leben noch was zu machen.“

Marina lächelte.

„Ich möchte mich bei allen erdenklich zeigen, die mir in schweren Zeiten beigestanden haben. Vor allem aber möchte ich die dummen Gesichter derer sehen, die mir den Erfolg nicht zugetraut haben, und sei es nur, weil diese Leute in ihrem Leben nichts zustande gebracht haben und es deshalb auch niemandem aus ihrer Umgebung gönnen.“

Marinas Gesichtsausdruck hatte beinahe fanatische Züge angenommen. Ein Anflug von Wahnsinn leuchtete in ihren Augen. Die Frau gegenüber wich entsetzt zurück.

„Ich wünsche Ihnen wirklich alles Glück. Sie werden es brauchen.“

Dann stand sie auf und verließ schnellen Schrittes den Frühstücksraum. Marina starrte ihr hinterher, bis sie verschwunden war, dann trank sie ihren Kaffee aus.

Den Rest des Weges fuhr sie vor sich hin, summend und ohne Zwischenfall. Sie hatte das Radio ausgeschaltet, um in Ruhe zu überlegen, wie ihre Geschichte beginnen sollte. Es gab mehrere Varianten. Plötzlich lächelte sie. Das Lächeln blieb wie eingefroren auf ihrem Gesicht, bis sie an eine Lichtung gelangte und in der Ferne das imposante Haus entdeckte.

So groß hatte sie sich das Gebäude nicht vorgestellt.

KAPITEL VIER: Das Haus im Wald

„Was in aller Welt denkt sich diese Frau?“

Michael und sein Sohn Martin räumten aus der Garage Utensilien, welche noch aus der Praxisauflösung stammten. Vieles war noch in gutem Zustand und die Männer wollten versuchen, einige der Sachen zu veräußern. Martin war ungewöhnlich still.

„Sag was, Junge!“

Sein Vater blieb dicht vor ihm stehen. Er war um einiges kleiner als sein Sohn.

„Was soll ich sagen?“ antwortete Martin schulterzuckend.

„Ich kann Mama verstehen. Sie hat die ganzen Jahre wie ein Pferd gearbeitet und dann ist alles weg. Wenn wenigstens die Bank rechtzeitig eingelenkt hätte. Aber die haben gar nichts unternommen, den Mädels zu helfen.“

Er fuhr sich mit der Hand über das Gesicht.

„Die andern, egal welche Institutionen, sind ebenfalls alle nur auf ihren Vorteil bedacht. Keine Möglichkeit, mit Talent und Fleiß etwas zu erreichen. Mama jagt einem Traum nach.“

Der stämmige, junge Mann blickte auf seinen Vater herunter. Beide nickten gleichzeitig.

„Ich habe Angst. Mamas Neurologe hat gesagt, sie müsse sich unbedingt schonen. Weniger körperlich als psychisch. Ein Nervenzusammenbruch reicht doch wohl.“

Martin legte die rechte Hand auf seine Augen. Er kämpfte mit den Tränen. Er kannte seine Mutter als starke Frau, die einfach alles stemmte und ganz nebenbei immer für ihre Kinder da war. Nun war eben diese Frau nur noch ein Nervenbündel. Der junge Mann nahm seine Hand wieder vom Gesicht. Seine Augen waren rot.

„Und du weißt wirklich nicht, wo sie ist?“

Sein Vater schüttelte den Kopf.

Marina stieg aus dem Auto. Die Luft war klar und kalt. Sie schloss für einen Moment die Augen, sog gierig die Frische des Waldes in sich hinein. Sie schloss den Wagen nicht ab, wozu auch. Auf der Wiese direkt vor dem Haus, standen ein paar grün gestrichene Gartenmöbel. Zwei Stühle und ein Tisch. Über der, in gleicher Farbe wie die Gartenmöbel gestrichenen Tür, war eine Lampe, die als Bewegungsmelder fungierten sollte, angebracht worden. Die Tür selbst hatte einen Rahmen aus massivem Holz und in der Mitte eine Scheibe aus Milchglas. Marina tastete den Rand der Tür ab und fand den Hausschlüssel. Sie schloss auf. Licht flutete in einen langen Flur. Links war die Garderobe. Über dem kleinen weißen Schuhschrank hing ein ovaler Spiegel. Marina blickte hinein und erschrak. Wie so oft in letzter Zeit blickte eine völlig Fremde sie daraus an. Diese ewige Enge, diese Grübelei, Rechnerei hatte sie um Jahre altern lassen.

Gleich heute wollte sie beginnen, ihren Bestseller zu schreiben.

Sie ging weiter geradeaus durch eine offen stehende Tür in die Küche. Diese war modern eingerichtet. Der Fußboden war gefliest, das Licht konnte ungehindert durch das gardinenlose Fenster fließen. Hell gestrichene Wände ließen den Raum größer scheinen, als er war. Marina öffnete einen der Hängeschränke. Sie fand Brot, Zucker, Salz und alles, was man sonst so brauchte. Im Kühlschrank stand eine Flasche Kirschsaft, Butter, Marmelade. Im unteren Fach lag eine Salami.

„Kein Obst. Kein Wein. Ich muss morgen doch noch mal in den Ort fahren.“

Marina ging zum Auto, um die Kiste mit Nudeln, Reis und fünf Päckchen Kaffee zu holen. Plötzlich hatte sie das Gefühl, dass sie jemand beobachtete. Sie schaute sich um, konnte aber nichts entdecken.

„Geht ja zeitig los mit dem Verfolgungswahn“, zischte sie.

Sie ging zurück ins Haus. Als alle Taschen aus dem Auto geräumt waren, setzte sie die Erkundung des Gebäudes fort. Sie kam in ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer. Es hatte ein großes Panoramafenster und eine schmale Glastür, welche zu einer Terrasse führte. Hier gab es ebenfalls keine Gardinen.

„Oh, toll. Da kann ich draußen frühstücken, wenn das Wetter mitspielt“, sagte Marina entzückt.

Das Wohnzimmer war mit hellem Parkett ausgelegt. Das Sofa, zwei gelbe Sessel und ein kleiner Glastisch standen links im Raum. Gegenüber die braune Anbauwand. Nur eine silberne Schale und eine gelbe Porzellankatze standen darauf. Marina stemmte die Fäuste in die Hüften. Sie war angenehm überrascht. Im Badezimmer gab es eine Badewanne und eine separate Dusche. Groß war das Bad. Größer als zu Hause. Auf hellgrünen Fliesen schwammen kleine schwarze Seepferdchen.

„Nun muss ich nur noch das Schlafzimmer begutachten.“

Sie ging pfeifend durch die Räume, bis sie zu einer weiß gestrichenen Holztür kam, die verschlossen war. Sie drehte den Schlüssel und drückte die Tür nach innen auf. Sie quietschte und stöhnte beim Öffnen. Rechts stand ein Bett mit verschnörkeltem Holzrahmen. Es war mit blauer Bettwäsche bezogen und breit genug für zwei. Ein alter Schrank gegenüber sah aus, als hätte man ihn auf dem Flohmarkt erstanden. Der Kontrast zu der übrigen Einrichtung war gewaltig. Es gab auch ein Fenster. Trotzdem war es dunkel im Raum.

„Wird wohl daran liegen, dass es die Nordseite ist“, meinte Marina lapidar.

Sie schaute zur Decke. Neben der alten Lampe entdeckte sie eine Holzklappe mit einem Haken daran. Es gab also einen Dachboden. Sie schüttelte sich. Sie würde diese Klappe niemals öffnen.

Die Nacht brach mit voller Wucht über das Land herein. Es wurde mit einem Schlag dunkel. Marina hatte alle Utensilien verstaut und sich ein kleines Abendbrot zubereitet.

Sie drehte die Heizung im Wohnzimmer und in der Küche auf und das Licht an. Dann holte sie ihren Laptop. Sie machte es sich in einem der Sessel bequem, legte die Beine auf den daneben stehenden Hocker und begann zu schreiben.

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