R. B. Landolt - Eine Schlange in der Dunkelheit

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Eine Schlange in der Dunkelheit: краткое содержание, описание и аннотация

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Am Anfang denkt der junge Jaco an nichts Böses. Als ihm eine Hellseherin tödliche Gefahren prophezeit, vermutet er ein abgekartetes Spiel. Auch bei der Begegnung mit einer Frau, die in einem Käfig eingesperrt ist und bei seinem Anblick zu Tode erschrickt, glaubt er an eine Verwechslung. Doch als man in sein Haus einbricht und er nur mit viel Glück einer schweren Verletzung entgeht, wird er misstrauisch. Was steckt dahinter? Hängt es mit dem Schicksal seiner toten Eltern zusammen? Ein altes Tagebuch seiner Mutter löst eine Kette von Ereignissen aus. Bis ein Mord geschieht.
Doch da ist auch noch Serafina, die attraktive und kratzbürstige Tochter des Zirkusdirektors, zu der sich Jaco schon bald hingezogen fühlt. Während er immer tiefer in den Strudeln einer rätselhaften Vergangenheit versinkt, ist sein bester Freund mit einer neuen Erfindung beschäftigt. Doch wird er es schaffen, der Welt zu beweisen, dass der Mensch fliegen kann? Und wird er rechtzeitig zur Stelle sein, wenn das Leben Jacos in höchster Gefahr schwebt?
Der Roman erzählt die Geschichte eines Aussenseiters in einer Welt, die ihm nur Ablehnung und Verachtung entgegenbringt. Der jugendliche Held kämpft um Anerkennung, doch die Ereignisse um seine Person werden zeigen müssen, ob er aus dem richtigen Holz geschnitzt ist.

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Auch Tiburon schaute sich um. „Tatsächlich, Bürgermeister Grimm!“, knurrte er verächtlich. „Und sein Saubannerzug.“

„Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich den Kerl sehe!“, murmelte Ichabod. „Jedes Mal, wenn er auftaucht, gibt’s Probleme. Am liebsten gäbe ich ihm und seiner Bande Hausverbot, aber was kann man gegen die oberste Behörde tun? Er ist nun mal der Bürgermeister.“

Tiburon hatte Jacos argwöhnische Blicke bemerkt. „Was ist los? Hast du was ausgefressen?“

„Ich hatte eine Schlägerei mit seinem Sohn.“

„Mit Olin? Diesem nichtsnutzigen Bengel? Ich hoffe, du hast es ihm ordentlich gegeben.“

„Ich habe ihm die Nase gebrochen.“

„Tatsächlich?“, lachte Tiburon. „Gut gemacht … Aber sieh dich vor! Der Bürgermeister lässt sich sowas nicht gefallen. Er scheint was im Schilde zu führen.“

„Ich weiß … Heute ist kein guter Tag.“

„Hast du sonst noch was angestellt?“

„Ich … ich war heute Mittag bei der Zirkusvorstellung“, antwortete Jaco nach einigem Zögern. „Und dabei, na ja, dabei ist etwas Komisches passiert. Beim Auftritt der Hellseherin.“

Tiburon blinzelte verwirrt. „Eine Hellseherin? Was redest du da?“

„Ich wurde nach vorne gerufen, und dabei –“

„Ach so, ich verstehe. Du hast dich überreden lassen? … Hat sie dir eine goldene Zukunft versprochen? Reichtum, Gesundheit, ein tolles Weib?“

„Du machst dich lustig über mich.“

„Ich kann dir genau sagen, was sie dir erzählt hat. Ich kenne das.“

„Lass mich doch mal ausreden!“

„Kein tolles Weib? Das ist aber enttäuschend.“

„Idiot!“ Jaco verzog sich wieder an sein Spülbecken.

Tiburon grinste, dann winkte er dem Wirt. „Noch ein Bier!” Er brütete eine Weile vor sich hin und starrte auf den leise knisternden Schaum. Dann blickte er auf. Jaco stand wieder am Spülbecken, die Augen blickten ernst und konzentriert.

Ein schemenhaftes Bild tauchte auf, eine Gestalt, klein und schmal, genauso ernst und konzentriert über ein Heft gebeugt. Gott, wie lange ist das her, dachte Tiburon, eine Ewigkeit, ein halbes Leben? Er lächelte, während sich sein Blick unerwartet in die Vergangenheit richtete.

Ein klarer Tag im Sommer, kochende Hitze steigt aus der Ebene in den Himmel. Tiburon steht auf dem Turm, ein breitkrempiger Hut auf dem Kopf, der ihm etwas Schatten verspricht, ein Fernglas in der Hand. Sein Blick schweift über die Einöde. Keine Bewegung, kaum ein Schatten, eine unerbittliche Welt, erstarrt in Hitze und Stille.

Er setzt das Fernglas ans Auge, sein Blick gleitet, vielfach verstärkt, über die Ebene. Nichts. Plötzlich stutzt er. Weit draußen, von bloßem Auge kaum erkennbar, nimmt er einen dunklen Punkt wahr. Mehrmals setzt er das Glas ab, reibt sich verwundert die Augen und schüttelt den Kopf. Einige Minuten vergehen. Dann rennt er die Stufen hinunter und läuft mit langen Schritten hinaus. Der Punkt entpuppt sich als ein Junge von vielleicht zehn Jahren, der ungeachtet der brütenden Hitze auf einem Stein sitzt, ein Heft auf den Knien. Er lächelt freundlich. Tiburon lächelt zurück.

„Was machst du da?"

„Ich zeichne", antwortet der Junge.

„Du zeichnest? Was denn?"

„Alles, was ich sehe."

„Und was siehst du?"

„Den Himmel, die Ebene, Steine, Gebüsch."

„Was noch?"

„Den Horizont. Farben, rot, gelb, braun, blau, schwarz. Und Wolken."

Tiburon lächelt. Der Junge gefällt ihm. „Ist das alles?"

„Pferde, Kamele, ein Zelt in der Wüste."

„Donnerwetter. Das siehst du alles?"

„Ja, wenn ich will."

„So einfach ist das?”, seufzt Tiburon.

„So einfach", sagt der Junge.

„Unser Freund verlässt die gute Stube“, murmelte Ichabod. „Er hat wohl Amtsgeschäfte, die nach ihm rufen.”

„Amtsgeschäfte? Du machst wohl Witze. Der Kerl hat noch keinen Tag in seinem Leben gearbeitet. Und das alles auf Kosten der Steuerzahler.” Tiburon beobachtete im Spiegel hinter der Theke den Bürgermeister, der sich mit schwerfälligen Schritten näherte.

„Ach, unser Erfinder!“, warf ihm Grimm höhnisch entgegen. „Wie schön, dich zu sehen. Lange nichts mehr gehört von dir! Ich dachte, du bist tot.“

„Hättest du wohl gerne, was? Den Gefallen tue ich dir nicht.“ Tiburon wandte sich um und betrachtete den aufgedunsenen schweren Mann von oben bis unten, als sähe er ihn zum ersten Mal. Unter dem ausgebeulten, speckig glänzenden Anzug quoll ein stattlicher Bauch hervor, der im Verlauf der letzten Jahre stetig stattlicher geworden war. Von der rechten Schulter baumelte anstelle des Arms ein leerer Ärmel, eine Kriegsverletzung, wie er gerne behauptete, doch man munkelte, dass er im Suff unter eine Kutsche geraten war. Sein verkniffener Mund, wenn er ihn denn mal öffnete, zeigte eine Ansammlung schlechter Zähne, seine dichten schwarzen Brauen, meistens missmutig hochgezogen, verliehen ihm einen Ausdruck kaum kontrollierter Streitsucht.

Grimm schmiss eine Handvoll Münzen auf den Tresen. Als Jaco nach dem Geld griff, schoss seine Hand nach vorne. „Habe ich dich, Bürschchen!“ Jaco, überrascht durch den unerwarteten Überfall, versuchte verzweifelt, seinen Arm aus der Umklammerung zu lösen, doch er wand sich vergeblich. Die Leute drehten sich auf ihren Bänken um und starrten neugierig auf die Szene. „Glaubst du im Ernst, dass du meinen Sohn verprügeln darfst, ohne dafür bestraft zu werden?“

„Er ist selber schuld“, schnaubte Jaco. „Sie kamen zu dritt auf mich los, diese Feiglinge!“

„Ach was!“, knurrte der Bürgermeister. „Sowas hat Olin nicht nötig. Kommst du freiwillig mit, oder muss ich Gewalt anwenden?“

„Lassen Sie mich los!“

„Du hast ihm die Nase gebrochen. Dafür wirst du bezahlen, auf Heller und Pfennig.“

Jaco war bleich geworden. „Aber –“

„Moment!“ Tiburon war neben den Bürgermeister getreten. Ihre Blicke trafen sich im Spiegel. „Lass ihn los!“

Grimm fuhr zusammen. „Halt dich raus, Tiburon, das geht dich nichts an! Dieser Bursche hat meinem Sohn die Nase gebrochen!“

„Dann hat endlich jemand das getan, was längst überfällig war“, fauchte Tiburon. Das beifällige Gemurmel in der Gaststube war nicht zu überhören. „Jedermann weiß, dass diese Bande, angeführt von deinem Sohn, noch ganz andere Dinge auf dem Kerbholz hat.“

Der Bürgermeister blickte in die Runde, doch seine Miene wirkte verkrampft. „Unsinn! Das sind bloß harmlose Bubenstreiche.“

„Ach ja? Sollen wir uns mal umhören? Es gibt sicher einige Betroffene, die uns gerne eine Geschichte erzählen. Dein Sohn spielt darin die Hauptrolle.“

Grimm verzog seinen Mund zu einem dünnen Strich. Zwei Männer stellten sich mit geballten Fäusten neben ihn, doch der Bürgermeister winkte ab. „Nur die Ruhe! Aufgeschoben ist nicht aufgehoben ...“, lächelte er plötzlich, doch Jaco sah hinter dem verkrampften Grinsen eine Wut, die Grimm nur mit Mühe zurückhalten konnte. „Dann auf ein anderes Mal, Junge! Ich hoffe, du bist dir im Klaren, dass dies noch nicht zu Ende ist. Nicht immer wird ein Schutzengel in der Nähe sein.“ Dann wandte er sich abrupt um und ging mit hocherhobenem Kopf zum Ausgang. Die Tür fiel ins Schloss.

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