Axel Birkmann - Blutiges Freibier

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Jedes Jahr kurz vor der Wiesn, dem weltberühmten Oktoberfest in München, trainieren die Oberbayern ihre Bierkompetenz und Trinkfestigkeit in Freising auf dem Volksfest. Diesmal sind auch die beiden Kommissare Melanie Schütz und Alois Kreithmeier zugegen. Widerwillig zwängt sich Kreithmeier seiner Kollegin zu Liebe in Lederhose, Loiferl, Haferlschuhe und Trachtenjanker. Mit 6.000 Gleichgesinnten trinken und feiern sie zusammen im Bierzelt den Auftritt der bekannten Stimmungsband Dolce Vita. Nach dem Auftritt der Musikgruppe findet eine Bedienung den Festzeltwirt erschlagen im Kühlraum. Noch im Trachtengewand fangen Schütz und Kreithmeier an zu ermitteln und prallen gegen eine Wand des Schweigens. Niemand ist sonderlich traurig über den Tod des Wirtes, nicht seine Mitarbeiter, schon gar nicht seine Gäste und vor allem nicht der Festzeltwirt aus dem letzten Jahr. Jeder der Befragten meint, er hätte den Tod verdient. Nur das bringt die beiden Kommissare keinen Schritt weiter. Erst als sie tiefer in die Materie eindringen, sich mit den Ausschreibungen des diesjährigen Festplatzes, Amigoaffären, Korruption und Bestechung innerhalb der ehrwürdigen Rathausmauern befassen, kommen sie der Aufklärung des brutalen Mordes einen Schritt weiter. Während sie in einer Welt von Biermarken, Hektolitervergütungen, Festzeltwirten und Braue- reikonkurrenz recherchieren, werden etliche Gäste einer renommierten Brauereigaststätte mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung ins Freisinger Krankenhaus eingeliefert. Das Gesundheitsamt steht vor einem Rätsel. Erst als ein Erpresserbrief auftaucht, vermuten die Beamten einen Zusammenhang mit dem Toten vom Volksfest. Sie folgen einer Spur und haben einen Verdächtigen im Visier. Doch da passiert ein weiterer Mord.

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Kreithmeier musste sofort an eine Fernsehsendung der späten 60 er und Anfang der 70 er Jahre denken: Das Königlich Bayerische Amtsgericht. Besonderes Markenzeichen der Serie war der stets schnupfende Amtsrichter August Stierhammer, der manchmal eigenartige und listige Methoden der Prozessführung an den Tag legte. Die beiden erinnerten ihn daran. Rainer der Wilderer und der Schurig als sein Verteidiger. Und er, der Alois, er würde der Richter sein. Und beide verurteilen. Er erinnerte sich an den letzten Spruch am Ende jeder Folge, immer von Gustl Bayrhammer gesprochen: » Ob Freispruch oder Zuchthaus – und auf die Guillotin' hat unser Herr Rat eh niemanden geschickt.«

»Grüßt euch!«, sagte Rainer Zeidler zu den beiden Kommissaren, als sie plötzlich vor ihm standen. »Sauber seht’s aus. Kernig. Und des Dirndl. Melanie, alle Achtung. Siehst aus wie die Hallertauer Hopfenkönigin.«

»Danke für die Blumen«, gurrte Melanie zurück.

»Und die Dirndlschleife auf der linken Seite, also noch zu haben«, gluckste Rainer.

Melanie lachte und antwortete ihm auf sächsisch hochdeutsch. »Ja meen Gutster. Des mit diesen Schleifen, da ist es wie mit der sprichwörtlichen schwarzen Katze: Schleife links, Glück bringt’s! Gell.«

»Stimmt!«, bestätigte der Zeidler. »Denn wenn die Dirndlträgerin ihre Schürze auf der linken Seite bindet, ist sie ledig und noch zu haben. Anbandeln ist in diesem Fall also erlaubt oder sogar erwünscht! Und was geht heute noch so Melanie?«

»Hör auf zu blödeln«, mischte sich Alois Kreithmeier muffig ein. »Hast du einen Tisch für uns bekommen, Rainer?«

»Was glaubst du denn? Eh klar.«

»Es schuldet dir sicher jemand noch einen Gefallen?«, hakte Alois nach.

Rainer blickte seinen Kollegen leicht verwundert an, dann sagte er nur kurz: »Mir nach.« Und lief voraus ins Zelt.

Melanie, Alois und Schurig folgten ihm.

Das Festzelt war soweit Alois sehen konnte, fast schon voll. Überall saßen Leute, teilweise in Tracht, aber auch nur in Freizeitkleidung, mit Jeans, Lederjacke und Turnschuhen. Er wäre also mit seiner normalen Kleidung nicht aufgefallen.

Das Zelt war riesengroß. Ähnlich einem Bierzelt auf dem Oktoberfest in München. Feste Seitenwände aus Holz mit richtigen Fenstern. Eine Bühne auf der rechten Seite und einen hölzernen Balkon mit Boxen auf der linken Seite. Und der Vordereingang konnte geöffnet werden. Vor dem Zelt standen wie in einem Biergarten, weitere Tisch- und Sitzbankgarnituren, an denen Gäste bei schönem Wetter Platz nehmen konnten. Für die unter Umständen schon recht kühlen Spätsommerabende hatte der Wirt Gasstrahler aufgestellt, die dementsprechend Wärme abgeben sollten. Doch heute Abend war es noch angenehm warm und der eigentliche Rummel würde im Zelt statt finden, wenn in wenigen Minuten die Band Dolce Vita die Festzeltgäste auf die Bänke trieb. Dann würden 6.000 Menschen auf den Bänken stehen und grölen. Und sich immer wieder mit Bierkrügen zuprosten.

Wenn Alois an die Schallwelle dachte, die sich in den nächsten Stunden durch das Zelt wälzen würde, dann wurde ihm ganz anders. Am Liebsten hätte er sofort kehrt gemacht und wäre nach Hause geflohen, die Kleidung ausgezogen und sich zu seinem Hund auf die Coach geschneckelt und lieber irgendeinen Schwachsinn im Fernsehen angesehen, als mit seinen Kollegen die »Krüge hoch« gerufen.

Rainer hatte einen Tisch nicht weit entfernt von der Theke, eine an der Längsseite des Zeltes entlang gehende Absperrung, hinter der gekocht, gebraten, angerichtet und ausgeschenkt wurde. Eine Armada an Bedienungs- und Küchenpersonal sollte dafür sorgen, dass keiner der Gäste verhungern oder verdursten musste.

Bayerische Schmankerl und frisch gezapftes Freisinger Bier.

Polizeiwachtmeister Dallinger und drei seiner Kollegen, die heute nicht zum Dienst auf dem Volksfest eingeteilt waren, saßen schon am Tisch und begrüßten herzlich die beiden Kriminaler und die Herren der Spurensicherung.

Alois mochte den Dallinger nicht so besonders. Er hatte für ihn ein loses Mundwerk und war dafür berühmt, nichts aber auch gar nichts für sich zu behalten und jedem möglichen Gerücht weitere Nahrung zu geben. So hatte er zum Beispiel vor einem halbem Jahr auf dem Polizeirevier verlauten lassen, dass Alois und Melanie ein Paar wären, nur weil er sie einmal engumschlungen gesehen hatte. Das ging bis nach Erding und bis zur Staatsanwältin Lehner nach Landshut, der daraufhin nichts Besseres einfiel, Melanie Vorhaltungen über ihre Beziehung zu ihrem Chef zu machen. Nur es war nichts. Rein gar nichts. Alois machte gute Meine zum bösen Spiel und grüßte die Uniformierten herzlich, die alle vier in Lederhose und Trachtenjanker schon mit einer Maß Bier vor sich am Tisch saßen.

»Habe die Ehre, Kollegen«, grüßte er knapp.

Vielleicht sollte er mal eine Eingabe ins Innenministerium machen, dachte er, als er das vierblättrige Kleeblatt vor sich sitzen sah, dass die Polizisten während der Wiesen in Dirndl und Lederhose Dienst verrichten sollten. Die Lufthansa, fast alle Hotels in München und Umgebung und andere Firmen, statteten längst während dieser Tage ihre Mitarbeiter mit dieser Art Verkleidung aus.

Sie setzen sich. Kurze Zeit später stand eine junge Asiatin vor ihnen und bat um die Bestellung. Als sie wenige Augenblicke später den Neuankömmlingen jeweils eine Maß Bier auf den Tisch gestellt hatte, konnte der Dallinger nicht seine Klappe halten.

»Jetzt samma in einem bayerischen Bierzelt und wen hamms als Bedienung?«, brummte er grantig in sein Bierglas. »A Schlitzauge. Ja wo samma denn. Hammer denn keine Bayern, die im Bierzelt oarbeitn wolln?«

»Ich weiß es nicht«, antworte Melanie. »Aber in den meisten Biergärten in München arbeiten doch auch keine Bayern mehr. Vielleicht gerade noch in der Paulaner Werbung. Aber in Natura. Da wird sächsisch, schwäbisch, platt und berlinerisch gesprochen.«

»Des sogt grod di Richtige.« Dallinger lachte laut auf und prostete Melanie zu.

»Richtig, Dallinger. Prost. Auch wenn du ein waschechter Bayer bist, leg dich niemals beim Trinken mit einer Ostdeutschen an.«

»Da habe ich schon davon gehört.« Dallinger veränderte seine Stimme und sprach nun hochdeutsch mit Melanie. »Sie sollen ja den Burger vom BLKA böse abgefüllt haben.«

»Das ist ja schon ewig her. Vergiss es Dallinger. Vergiss es ganz einfach.«

Ihre letzten Worte gingen in der Lautstärke unter, die jetzt von der Bühne am anderen Ende des Zeltes herkam. Dolce Vita hatte begonnen zu spielen. Es war Dienstag, der 11. September 2013.

Und Alois hörte zu. Er merkte es den fünf Musikern an, dass es ihnen Spaß machte auf der Bühne zu stehen, was sich schnell auf das Publikum im Freisinger Festzelt übertrug. Kurze Zeit später stand alles auf den Bänken. Melanie zog ihn plötzlich am Arm hoch und so musste auch er zum Rhythmus der Musik zuckend auf dem schmalen hölzernen Brett stehen.

Von zünftig bayrischen Schunkelliedern, Schlagern und Evergreens über aktuelle Hits bis hin zu klassischen Rocknummern: Alles war dabei.

Immer wieder schubste Melanie ihren Kollegen mit der Hüfte an und umschlang seinen Hals bei besonders schönen Musiktiteln. Bei dem alten Kiss-Titel »I was made for loving you, baby«, busselte sie ihn regelrecht ab. Bei einem Song, der von einem Bob handelte wiegten sich alle im Bierzelt nach den Richtungsangaben des Sängers. Links zwo drei und Rechts zwo drei. Alois konnte nur staunen über die Ausgelassenheit des Freisinger Publikums. Überwiegend Jugendliche. Vor allem hübsche Mädchen im Dirndl und ausgeschnittenen Dekolletees. Nett anzusehen. Langsam war er froh, dass er mit seiner Kluft dazu gehörte. Und je rockiger die Band aufspielte, desto ausgelassener war die Stimmung an ihrem Tisch.

Bei einem Volksmusikstück versuchte sich Rainer Zeidler mit einem Schuhplattler. Er hieb sich mit der flachen Hand lauthals schreiend und jodelnd auf die Oberschenkel und wäre dabei beinahe von der Bank gestürzt, wenn ihn nicht sein Kollege Schurig noch rechtzeitig gehalten hätte.

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