Hans J. Unsoeld - Jenseits von Wo und Wann

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Jenseits? Ist das nicht etwas für Predigten in Gotteshäusern? Doch auch Künstler haben sich viel­fach damit beschäftigt. Jetzt kommen sogar unerwartete Äußerungen aus der wissenschaftlichen Ecke. Abschalten, nicht hinhören, ist sicher kein Krimi! Aber woher kommt die Welt, – aus dem Nichts?
Überall gelten dieselben Naturgesetze. Die winzigen Atome in uns und in allem und die noch viel klei­neren Elementar­teilchen kennen sie genau, verstehen sie genau, gehorchen ihnen genau. Die riesi­gen Sterne über uns, und die Sonne ist einer von ihnen, und die noch viel gewaltigeren Gala­xien, die aus einer immensen Zahl von Sternen bestehen, kennen diese Naturgesetze genauso, verstehen sie genauso, gehorchen ihnen genauso. Wir selber, unser persönliches Leben, befinden sich irgendwo zwi­schen die­sen Extremen, vielleicht etwa in der Mitte. Hier müssen dieselben Natur­gesetze genauso gelten,
Wenn wir diese Welt verstehen wollen, haben wir die Auswahl zwischen mehreren grundlegend ver­schieden erscheinenden Disziplinen. Die älteste Art, sich dem Unverständlichen zu nähern, ist sicher eine religiöse Einstellung, klar zu trennen von einer institutio­nalisierten Religion, und zur Philosophie führend. In der Antike folgte dann die Kunst mit Methoden der Darstellung. Erst in der Neuzeit kamen als dritte Art die Natur­wissen­schaften dazu, welche mathematische Beschreibun­gen und die moderne Technik mit sich brachten. Alle diese Bereiche müssen denselben Natur­gesetzen gehorchen. Doch es sind auch noch weitere, teils gefundene und teils geschaffene Gesetze dazu gekommen.
All diese weiteren Gesetze gelten jedoch nicht universell, sondern immer nur beschränkt.

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Ist Zeit etwas fiktives wie eine Währung, die nur auf erfahrungsmäßigem Einverständnis beruht? Waren die Menschen im Mittelalter unglücklich, oder bringt uns die Zukunft bessere Verhältnisse?

In unserem Verständnis haben wir nur wenig Möglichkeit, unserer Zeit zu entfliehen. Wer jung ist, kann sich nicht alt machen; wer alt ist, kann sich nicht jung machen. Wer in einer modernen Zeit lebt, kann sich nicht ohne weiteres ins Mittelalter versetzen, und umgekehrt. Aber fast jede Regel hat ihre Aus­nahmen. Die eigene Ent­scheidung, in Thailand zu leben, hat durchaus, und das sei mit der Pfeife deut­lich hinaus geblasen, mit dem Wunsch zu tun, sich jung zu machen, eine klare Reaktion darauf, dass in Deutschland die älteren Menschen älter gemacht werden, als sie sich fühlen, und zwar in unseliger Ein­tracht sowohl von den jungen Frauen als auch von den Arbeit­gebern. Gleichzeitig bedeutet diese Ent­scheidung auch in vieler­lei Hinsicht eine Versetzung ins sprichwörtliche Mittelalter, genauer gesagt, in die früh-indus­trielle Neuzeit. Thailand hat noch eine nur wenig angekratzte Feudalstruktur. Die Kratzer kommen im wesent­lichen von der Technik.

Wie kommt Zeit denn nun zustande? Sie verbreitet sich doch sicherlich nicht plötzlich aus einer Zau­bertüte. Hat sie etwas mit Uhren zu tun? Vielleicht sollten wir nach irgendwelchem Ticken forschen. Moderne Digitaluhren ticken nicht mehr, ältere mechanische Uhren dagegen durchaus noch. Was be­sagt jenes Ticken? Ob man es hört oder nicht, in den Uhren schwingt etwas, und der Trick besteht schlicht und einfach darin, die Schwingungen abzuzählen. Wenn man es noch genauer haben möchte, wird auch noch das Intervall einer einzelnen Schwingung in beliebig viele Teile aufgeteilt, und dann werden eben noch zusätzlich diese Teile abgezählt. Ganz abstrakt wird von Sekunden und verein­barten Vielfachen davon oder aber von Bruchteilen dieser Sekunden geredet. So macht es aber doch die Natur ganz gewiss nicht. Am abzählen scheint man aber nicht vorbei zu kommen. Was wird denn da in der Natur abgezählt?

Ganz offensichtlich wird nicht überall in der Natur auf die gleiche Art abgezählt. Bei den Atomen und Elementarteilchen werden Schwingungen benutzt, was die Basis eben jener Digitaluhren ist, in denen die Schwingungen in einem Kristall registriert werden. Bei Lebewesen werden Generatio­nen gezählt, gleichermaßen auf einfachsten Niveau wie bei den Bakterien oder am anderen Ende bei den Menschen auf “etwas” höherem Niveau. Die Sterne und Galaxien rechnen ihren Energieverbrauch ab und und ermitteln so ihre “Lebenszeit”. Die Zeit ist also gewiss nicht ein universales Natur­gesetz, sondern hat je nach ihrer Ausprägung einen beschränkten Geltungsbereich.

Während eines Zeitintervalls in einer bestimmten Umgebung können sich räumliche Veränderungen ergeben, die umgekehrt auch die Länge der jeweiligen Zeiteinheit ver­ändern. Der Mikrokosmos rechnet in Mikrosekunden oder noch viel kürzeren Reaktionszeiten, der Weltraum dagegen in Mil­lio­nen von Jahren, die das Licht durchläuft. Raum und Zeit hängen also uner­bittlich zusammen, und zwar generell, nicht nur in Einstein's Physik, sondern auch im Bereich unseres Lebens.

Wie aber kommen jene Veränderungen zustande? Was treibt solche Veränderungen innerhalb eines Zeitintervalls an? Die Beantwortung dieser Frage scheint schwierig zu sein. Geben wir diesem Geheimnis zunächst einmal einen Namen und nennen es Entwicklung. Sofort ist gelangweiltes Gähnen zu hören. Entwicklung? Das ist doch nun wirklich nichts neues.

Vorsicht, bei der Frage, was Entwicklung überhaupt ist und woher sie eigentlich kommt, handelt sich sogar um ein großes Geheimnis. Ist Entwicklung nur eine Eigenschaft des Bereiches, den wir Leben nennen, dort meist konkreter als Evolution bezeichnet, oder etwa ein allgemeines Natur­gesetz? Philosophen an die Front, - gibt es eine Philosophie der Entwicklung? Google und Wiki­pedia gähnen ebenfalls sofort gelangweilt, bieten nur eine Philosophie der Evolution. Was ist denn nun eigentlich Entwicklung und wie kommt sie zustande?

Diese Frage mag viel sinnvoller sein, als es auf den ersten Blick scheint. Denn Entwicklung ist quasi die Fortsetzung einer immer noch völlig hypothetischen Weltentstehung. Damit vermeiden wir nicht definierbare Worte wie Gott oder Schöpfung, weil “nichts aus nichts entstanden sein kann”. Diese sind des­wegen nicht definierbar, weil sie einem statischen Denken entspringen, während es sich bei der Weltent­stehung und jeglicher Entwicklung um dynamische Prozesse handelt. Dynamik lässt sich logisch nicht aus Statik herleiten. Da die Welt aber tatsächlich ent­standen ist, kann zumindest strenge Logik hier nicht weiterhelfen.

Neue Formen von komplizierterer Logik? Es sei hier nur kurz erwähnt, dass zum Beispiel rekursive Logik und “fuzzy logics”zumindest keinen einfachen Zugang ergeben. Ist aber nicht Einfachheit ein wichtiges Postulat? Offensichtlich bleibt uns “einfach” nichts anderes übrig, als statt von Entstehung oder Schöpfung nur von Entwicklung zu sprechen.

Entwicklung

Es geht hier aber nicht nur um Entwicklung in Teilbereichen. Moralische Entwicklung, psycho­logische Entwick­lung, Kinder-Entwicklung oder abstraktere Formen von Entwicklung in anderen Fachgebieten sind zumindest zunächst nicht gemeint, sollten wohl besser unter dem Begriff Evo­lution subsummiert werden, können aber vielleicht später einmal in die nun folgenden Betrach­tungen einbezogen werden.

Eine allgemeine Grunderfahrung in allen Bereichen ist, dass Entwicklung entweder gleichmäßig oder aber plötz­lich geschehen kann. Atome und Elementarteilchen können gleichmäßig schwingen und reagieren oder aber sich abrupt umwandeln in andere Teilchen. Im Bereich des Lebens kann eine gleichmäßige Ver­änderung über längere Zeit vor sich gehen, oder aber eine Mutation oder eine Kata­strophe wie Krieg oder eine natür­licher Meteoritenabsturz können alles sehr schnell irreversi­bel ver­ändern. Ähn­lich kön­nen sich Sterne, auch unsere Sonne, und ganze Galaxien längere Zeit relativ gleichmäßig verändern oder ver­gleichs­weise plötzlich entstehen oder vergehen. Bing Bang und Schwarze Löcher werden die Phäno­mene genannt, nach deren angeblich für möglich gehal?tener Beschreibung in Raum und Zeit bislang vergeb­lich geforscht wurde. Nur unter Annahme völlig irreal erscheinender Räume und Zeiten lässt sich allenfalls eine approximative Annäherung finden. Die Phäno­mene selber bleiben ein Geheimnis und müssen es in dieser Sicht vermutlich auch blei­ben, weil Raum und Zeit bei ihnen keinen Sinn mehr machen.

Was tun? Wir stehen an einem ähnlichen Punkt wie die Abenteurer zwischen Mittelalter und Neu­zeit, bei denen sich langsam trotz aller anders sagender Propaganda und kirchlichen Maulkörben herum sprach, dass die Erde keine platte Scheibe, sondern eine vielleicht viel schönere und interes­santere Kugel sei. Gerade Linien erschienen auf einmal gebogen, und die Tageszeit war nicht über­all dieselbe. Wird es entsprechende Abenteurer brauchen, um das Jenseits von Wo und Wann zu ergründen?

Die damaligen Abenteurer folgten einem Glauben an Gott, der sich nicht beschreiben ließ und aller experimenteller Nachforschung entzog. Übrig blieb nur ein fast halsstarrig wirkender nutzloser Glaube an Wunder. Das einzige Wunder, das übrig geblieben ist, welches sich sehr wohl beschrei­ben und experi­mentell untersuchen lässt, ist das Phänomen der Entwicklung. Doch woher kommt Ent­wicklung, was treibt sie, wohin geht sie? Das scheint sämtliche Päpste bislang sehr wenig zu interes­sieren, die Künstler aber schon sehr viel mehr und sollte ein Kernproblem der modernen Natur­wissen­schaften sein. Doch es sieht sehr danach aus, dass dieses nicht von den Naturwissenschaften allein gelöst werden kann. Deren Methoden basieren fast ausschließlich auf Raum und Zeit, können also nicht zum Ziel führen. Denn schon die Entstehung von Raum und Zeit ist ein Entwick­lungs­vorgang. Schon im derart definierten Jenseits muss es also Entwicklung gegeben haben. Ebenso muss es dort eine Art von Gedächtnis oder einen Speicherort für die allgemeinen Naturgesetze geben. Sie alle liegen jenseits der Nebelwand der Unendlichen Geschichte.

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