Robin Geiss - Tarlot
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Sie tupfte ihm behutsam die Stirn ab. Sie trug noch immer seinen für sie zu großen Bademantel. Was aber hätte sie sonst anziehen sollen?! dachte er und erinnerte sich an das einzige Kleidungsstück, das sie offensichtlich noch besaß: den schmutzigen zerrissenen Lumpen, der einmal ihr Totenkleid gewesen war. Ihr Totenkleid …
„Oh, was ist passiert? Wie geht es dir?“
„Mir geht es den Umständen entsprechend …“, brachte sie hervor. „Und dir? Tut dein Kopf noch weh?“ Sie sah ihn an. Frisch gebadet, mit einem unschuldigen Blick ihrer braunen Augen, die unter ihren in die Stirn gefallenen ebenfalls braunen Locken hervorlugten und aus ihr ein sehr hübsches Mädchen machten.
„Ein wenig. Aber wer …?“
„Ich war das.“
Tom richtete sich auf. Erst jetzt, beim Abstützen auf der Couch, bemerkte er, dass seine rechte Hand viel stärker schmerzte als sein Kopf. Jetzt erinnerte er sich wieder, dass er niedergeschlagen wurde, als er seine Wohnung betreten wollte.
„Toll! Vielen Dank! Wieso schlägst Du mich zuerst nieder und betupfst mich dann mit einem Tuch? Erinnerst Du Dich, das hier ist meine Wohnung! Ich habe ein Recht darauf, hier ein- und auszugehen!“
„Ich weiß. Ich wusste ja nicht, dass Du das bist.“
„Was heißt hier DASS ICH DAS BIN?! Ich bin der Einzige, der einen Schlüssel zu dieser Wohnung hier hat.“ Tom hatte sich mittlerweile aufgesetzt. Er schaute auf seine Armbanduhr. Es war kurz vor neun am Abend. „Übrigens, falls es Dich interessiert und falls Du noch immer bei Deiner Geschichte bleiben willst: Dein Name ist Christine Parsto.“
„Chrissie. Alle nennen mich Chris oder Chrissie.“
„Also kannst Du Dich inzwischen wieder an mehr erinnern als nur an die vergangen paar Stunden?“
„Ja. Kurz nachdem Du gegangen warst, ist mir alles wieder eingefallen. Und es dauerte ebenfalls nicht lange, bis es an der Tür läutete und zur gleichen Zeit das Telefon klingelte.“
Tom sah das Mädchen an. Sie war noch immer sehr blass, aber sie wirkte inzwischen gefasster. Noch immer etwas ängstlich, aber nicht mehr so unsicher.
„Hast Du geöffnet oder bist ans Telefon gegangen?“, fragte er sie.
„Nein, ich hatte zu viel Angst. Es kam alles auf einmal. Das Telefon, die Klingel und dazu noch ein Klopfen an der Tür. Ich hatte Angst. Und dann hörte ich, wie jemand meinen Namen rief. Ich meine: meinen vollständigen Namen. So wie Du ihn eben ausgesprochen hast, nur viel intensiver: Christine Parsto. Es kam von draußen. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Stimme in meinem Kopf war. Und als ich zum Fenster ging, um nach draußen zu schauen, stand da ein vermummter Mann. So wie ein Bettler. Er schaute hier herauf und starrte mich an. Ich war sicher, dass er mich anstarrte, obwohl ich sein Gesicht nicht sehen konnte. Und er rief mich. Er rief meinen Namen.“
Christine fing wieder an zu zittern. Diesmal wohl nicht vor Kälte, dachte Tom. Denn hier in seiner Wohnung war es angenehm warm, während draußen der Sturm toste. „Ein Bettler“, hatte sie gesagt. Etwas daran kam ihm bekannt vor. Er erinnerte sich ganz schwach an eine verlumpte Gestalt. Aber jedesmal, wenn er den Gedanken greifen wollte, schien er ihm nur umso mehr zu entschwinden.
„Und wieso hast Du mich dann niedergeschlagen?“
„Ich wusste ja nicht, dass Du das warst. Hab ich doch schonmal gesagt.“
„Hat der Fremde denn versucht, hier einzudringen?“
Das Mädchen schüttelte den Kopf.
„Wo ist er jetzt?“, fragte Tom.
„Weg. Er verschwand, und das Klingeln und Klopfen hörte auf, als jemand die Haustür aufschloss.“
„Dieser Jemand kann nur ich gewesen sein. Da draußen war keiner außer mir.“
„Ich weiß ja nicht, ob er noch auf der Straße war, aber er hat mich andauernd noch zu sich gerufen. Ich hab ihn ja auch nicht die ganze Zeit beobachtet. Ich hab ihn nur ungefähr … hm, ich weiß nicht, wie lange ich ihn angesehen hab – aber nicht die ganze Zeit über, die Du weg warst.“
„Aber wenn er nicht versucht hat, hier einzudringen, dann hättest Du eigentlich wissen müssen, dass ich an der Tür bin, als Du einen Schlüssel gehört hast. Sonst hätte er Dich wohl nicht gerufen, sondern einfach geholt, meinst Du nicht?“
„Ja, das weiß ich jetzt auch. Aber da noch nicht. Da hatte ich Angst.“
„Und jetzt? Keine Angst mehr?“, fragte er sie in einem nicht ganz ernsten Tonfall.
„Nein, jetzt bist Du ja da.“
Verblüfft sah Tom das Mädchen an. Hatte er da etwa so etwas wie Zuneigung herausgehört? Das konnte er nicht so ganz glauben. Gewöhnten sich kleine Mädchen so schnell an Fremde? fragte er sich. Hoffentlich nicht! Er wollte dem Mädchen zwar helfen, sich aber keinesfalls einen Weg in ihr Herz bahnen. Er konnte es sich nicht leisten, dass sich jemand um ihn sorgte, oder dass er sich um jemanden sorgen musste. Er lebte sein Leben so, wie es ihm gefiel, und wollte daran so bald auch nichts ändern. Dennoch war er jetzt neugierig. Sie hatte ihm erzählt, dass sie sich wieder erinnerte.
„Okay, dann lass mal hören, warum Du letztes Jahr gestorben bist! Ich hol mir ein Bier. Willst Du auch eins? War ein Scherz. Ich hab noch Saft da. Willst Du welchen?“
Das Mädchen nickte. Tom erhob sich von der Couch. Sein Kopf schmerzte noch immer ein wenig. Während er in die Küche ging, betrachtete er seine Hand. Die Knöchel des Zeige- und Mittelfingers waren dick angeschwollen und verfärbten sich schon zu einem Lilablau. Er öffnete und schloss seine Faust und verzog dabei unter Schmerzen das Gesicht. Die Kleine hatte ganz schön zugelangt. Aber wie es schien, war nichts gebrochen. Er öffnete den Kühlschrank, nahm eine Flasche Bier und eine Flasche Multivitaminsaft heraus und stellte sie auf den Küchentisch. Als er zwei Gläser aus dem Schrank nehmen wollte, glitt sein Blick ungläubig hinüber zu der Bratpfanne auf der Küchenablage. Die Pfanne war tatsächlich ein wenig eingedellt. Das bedeutete zweierlei: Das Mädchen hatte mit einer Kraft zugelangt, über die ein normales zwölfjähriges Kind, ganz gleich, ob Junge oder Mächen, um der Emanzipation gerecht zu werden, wohl nicht verfügte. Und es hieß zweitens, dass Toms Knochen widerstandsfähiger waren, als er bisher angenommen hatte. Letzteres war durchwegs positiv; was das Erstere bedeuten mochte, darüber wollte er sich im Augenblick keine Gedanken machen.
Als er mit den beiden gefüllten Gläsern zurück ins Wohnzimmer kam, begann Christine zu erzählen.
13
Der Sturm toste ungewöhnlich stark für diese Jahreszeit. Es goss in Strömen. Das vom Regen durchweichte Laub auf dem Asphalt wurde immer wieder von Windböen hochgewirbelt und klatschte gegen die Windschutzscheibe des roten VW Polo, der um kurz vor neun über die B41 fuhr. Es war nicht leicht für ihn, das Fahrzeug auf der nassen Fahrbahn in der Spur zu halten. Von dem strömenden Regen und den herumwirbelnden Blättern war seine Sicht so sehr beeinträchtigt, dass er den Wagen schließlich in eine Parkbucht lenken musste. Noch zwölf Kilometer, dachte er. Es hatte doch erheblich länger gedauert, als er sich das alles ausgemalt hatte. Er wollte schon längst in dem Dörfchen Sonnenbach sein; doch nun stand er mit laufendem Motor und auf Höchststufe geschaltetem Scheibenwischer in einer Parkbucht und kam nicht mehr voran. Nachdem er das Haus der Familie Bernhardt verlassen hatte, musste er sich erst einmal mit dem Wagen anfreunden. Ein Jahr in einem Grab lässt einen das Autofahren doch schneller vergessen, als es einem lieb ist. Nachdem er es schließlich geschafft hatte, unbeschadet mit dem Fahrzeug aus dem Dorf zu kommen, stellte er fest, dass der Tank fast leer war. Er ärgerte sich darüber. Das bedeutete, dass er mit noch weiteren Personen Kontakt bekommen würde. Er hatte eigentlich vorgehabt, sich als allererstes seinem Mädchen zu widmen. Nun gut, was er mit den Bernhardts angestellt hatte, war zu entschuldigen. Um die Entfernung zwischen sich und seinem Mädchen rasch zu verringern, brauchte er einen fahrbaren Untersatz. Also lag es nahe, sich das erstbeste Fahrzeug zu schnappen, und dieses stand nunmal in der Garage der Bernhardts. Um an den Schlüssel zu kommen, musste er in ihr Haus eindringen. Da Herr Bernhardt nicht gewillt war, ihm den Schlüssel auszuhändigen – von sauberer Kleidung ganz zu schweigen –, musste er ihn sich eben nehmen, was nunmal die Ermordung des Herren und seiner Gattin bedeutete. Natürlich hätte er sie einfach erstechen, erwürgen oder sonstwie ins Jenseits befördern können, aber er hatte viel zu viel Spaß am Töten. Unspektakuläre Morde aber waren nichts für ihn. Jeder Akt der Gewalt, jeder seiner Morde musste für ihn etwas Besonderes darstellen. So war es vor einem Jahr fast zu Ende gegangen, und so würde es jetzt weitergehen. Dann musste die Kleine auf ihr Schicksal eben noch ein wenig warten. Und so kam es, dass er die außerhalb des Dorfes gelegene Tankstelle aufsuchte, den Wagen volltankte und den fast schon zu einem kleinen Supermarkt angewachsenen Verkaufsraum der Tankstelle betrat. Der Kassierer war ebenso unwillig, etwas ohne Bezahlung und ohne Widerworte herzugeben, wie Herr Bernhardt. Also schlug er ihn erst einmal bewusstlos. Nach einigem Suchen fand er die Schlüssel der Tankstelle. Gerade wollte er absperren, als die junge Blondine mit ihrem Polo vorgefahren kam. Ihr zuliebe ließ er die Tankstelle noch geöffnet und sperrte erst ab, nachdem er sie eingelassen und ebenfalls bewusstlos geschlagen hatte. Dann schaltete er das Licht in der Tankstelle aus und begab sich, den bewusstlosen Kassierer an den Haaren hinter sich herschleifend, in den hinteren Raum der Tankstelle, der von außen nur durch ein sehr hoch gelegenes Fenster einzusehen war. Es bedurfte einer nicht gerade geringen Zeitspanne, sein Werk an dem Kassierer zu vollbringen, aber es würde sich sicher lohnen. Dass die Tür zum Hinterraum aus feuerfestem Metall bestand, gereichte ihm nur zum Vorteil, da hierdurch ausgeschlossen war, dass jemand, aus welchem Grund auch immer, die Tür eintrat. Somit war gewährleistet, dass die Tür nach außen aufgezogen werden müsste, wer auch immer hier als Erster eintreten würde. Ob der Kassierer dann noch lebte oder ob er schon tot war, kümmerte ihn nicht. Auf jeden Fall würde er tot sein, sobald die Tür aufgezogen war. Daran bestand kein Zweifel. Da er, ohne die Tür jetzt schon zu öffnen, den Raum nicht verlassen konnte, kletterte er durch das kleine hochgelegene Fenster nach draußen und bog um die Ecke, um wieder zur Vorderseite der Tankstelle zu gelangen. Er sah gerade noch, wie ein weiteres Fahrzeug davonfuhr. Früher oder später würde jemand die Polizei benachrichtigen. Entweder ein übervorsichtiger und misstrauischer Kunde, der über die Öffnungszeiten dieser Tankstelle Bescheid wusste, oder die Nachtschicht, falls es soetwas hier gab. Jedenfalls wurde es jetzt Zeit, hier zu verschwinden. Er hatte schon genug Zeit vergeudet. Seine Orientierung hatte sich ebenfalls noch nicht sehr gut wieder hergestellt, weshalb er wohl nicht auf direktem Weg nach Sonnenbach gelangen würde. Dies würde ihn weitere Zeit kosten. Er schloss also die Tankstelle mit dem Schlüssel wieder auf und ging hinein. Nachdem er die am Boden liegende Blondine gefesselt und geknebelt hatte, trug er sie zu ihrem Polo und sperrte sie in den Kofferraum. Den silbernen Kombi fuhr er um die Ecke der Tankstelle, parkte ihn dort und warf die Schlüssel in das noch offenstehende Fenster des Hinterraums. Er horchte kurz, vernahm aber keinen Schrei aus dem Inneren. Entweder hatte er den Kassierer nicht getroffen oder er war noch immer bewusstlos. Wie dem auch sein mochte, er sperrte die Tankstelle ab und setzte sich mit dem Polo und dessen Besitzerin im Heck in Richtung Sonnenbach in Bewegung. Nachdem er sich durch den immer stärker werdenden Regen bis hierher durchgekämpft hatte und den Schildern zufolge der Ort noch ungefähr zwölf Kilometer entfernt war, blieb ihm nichts anderes übrig, als zu Fuß weiterzugehen oder zu warten, bis die Sicht wieder einigermaßen klarer wurde, um die letzten Kilometer zurückzulegen. Er beschloss, sich ein wenig mit der Blondine zu beschäftigen.
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