Frans Diether - Siebenhundertfünfundachtzig

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Siebenhundertfünfundachtzig: краткое содержание, описание и аннотация

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Über Jahrhunderte lebten die Sachsen im heutigen Nordwestdeutschland als freie Männer und Frauen, war es nicht Herkunft, sondern Leistung, welche ihre Stellung in der Gemeinschaft bestimmte, verehrten sie Tiere als Boten der Götter und die Edelsten von ihnen, die Pferde, als Götter selbst. Sie kannten keine Könige und keine Vasallen, bis ein fremdes Volk in ihr Land einfiel. Trotz heldenhaften Kampfes gelang es ihnen nicht, die Freiheit zu behaupten. Ihr bekanntester Führer, Widukind, unterwarf sich schließlich dem Frankenkönig Karl und ließ sich 785 taufen. Danach verlor sich seine Spur in der Geschichte. Warum? Und welches Geheimnis barg Karl, als man anfing, ihn den Großen zu nennen? Die Antworten gibt dieses Buch.

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Es bedurfte vieler Worte der Fünfzehnjährigen, bis sich Falkos Atem beruhigte. Evelina ging sogar soweit, ihre eigene Mutter bloßzustellen, um Falkos Vertrauen zu gewinnen. "Johannes ist sowohl ein Hexer, als auch ein Mann wie jeder andere. Seine Worte klingen schön, aber sie kommen nicht aus seinem Herzen. Sein Herz trägt er zwischen den Beinen. Er lebt seinen Trieb wie viele Männer."

Evelina kauerte vor Falko, der ihr erstaunt in die Augen sah.

"Nein, nein, er ist kein Hexer. Und er verdammt die Lust des Fleisches. Er ist mit seinem Heiland verheiratet, so eng, dass er ihn frisst und sein Blut trinkt." Falko schüttelte sich angeekelt.

"Kein Hexer? Was weißt du schon davon. Er hat sogar meine Mutter verhext. Jetzt, wo alle im Dorf ehrfürchtig seiner Predigt gedenken, begrapscht er ihre Brüste mit seinen dreckigen Pfoten und steckt seine Geilheit noch wo ganz anders hin." Die junge Frau bereute ihre Worte, kaum dass sie ausgesprochen waren. Dennoch fühlte sie sich erleichtert. Noch nie hatte sie mit jemandem über ihre schreckliche Beobachtung sprechen können. Der fremde Junge schien ihr der erste vertrauenswürdige Mensch, war er doch in einer ähnlich verzweifelten Situation. Falko jedoch, beschützt und behütet im Hause eines angesehenen freien Mannes aufgewachsen, konnte sich nicht vorstellen, was zwischen Männern und Frauen alles passierte. Er kannte nur die Liebe und Treue seiner Eltern, hatte sich keine Gedanken gemacht, wenn sein Vater und seine Mutter gemeinsam unter der Decke lagen, der Vater keuchte, die Mutter mühsam ein Stöhnen unterdrückte. Sein eigenes Lager befand sich abseits davon. Er konnte die Eltern bei ihrem Liebesspiel nicht sehen. Umso erstaunter vernahm er Evelinas Worte. Selbst wenn ihre Mutter bei einem anderen lag, wie konnte die Tochter nur darüber sprechen. Es musste eine Lüge sein, ein Versuch ihn zu beschwichtigen.

"Ich glaube dir nicht." Falko zog ein trotziges Gesicht. Weibergeschwätz, sollte ihn nur ablenken. Er brauchte das aber nicht. Saxnot würde ihm helfen. Doch warum ließ ihn der Gott so lange warten?

"Dann komm mit." Scharf klang Evelinas Stimme. Eine Lügnerin, nein, eine Lügnerin durfte er sie nicht nennen. Niemand durfte sie so nennen. Obwohl sie sich selbst vor den Bildern fürchtete, nahm sie den Kerl, der ihr Bruder sein sollte, an die Hand und schlich mit ihm zur elterlichen Hütte. Durch ein winziges Fenster an der Rückwand spähten beide ins Innere. Was Evelinas Ohren sofort erkannten, nahmen ihre Augen erst nach Gewöhnung an die Dunkelheit wahr. Zwei nackte Leiber lagen umschlungen auf dem Boden. Zwei schlanke Frauenbeine umklammerten eine fette Männerhüfte. Zwei braun gebrannte Füße trommelten auf rosafarbene Pobacken. Falko hielt vor Schreck die Luft an. So etwas sah er noch nie. Evelina konnte seinen Aufschrei nur mit Mühe ersticken. Ihre linke Hand auf seinen Mund pressend, zog sie ihn mit der Rechten fort. Doch wohin sollten sie laufen? Es gab nur einen Ort, dorthin, wo die Tiere der alten Götter wohnten, zum Pferdestall zog sie ihn.

Weich war das Heu, in das sie sanken. Der Geruch und die Wärme der sich neugierig herandrängenden Tiere erweckten in Falko das längst verloren geglaubte Gefühl absoluter Geborgenheit. Immer noch schwer atmend lag er neben Evelina, ihre Hand fest drückend. Und seine große Schwester drückte ebenso fest zurück. Sie kannte die eben gesehene Szene, doch das verringerte nicht ihre fassungslose Erregung.

"Warum tut deine Mutter das?", fragte Falko schließlich.

"Weil dieser Mann sie verhext hat. Wer hexen kann, kann sich alles nehmen." Während der Junge noch grübelte, wie der dicke Mönch solche Macht erringen konnte, suchte Evelina nach einer anderen Form der Beruhigung. Ihre Mutter war verhext. Sie musste den Bann brechen. Und ein Weg zur großen Erkenntnis der Mysterien lag im Zusammensein von Mann und Frau. Wie oft lagen ihre Eltern zusammen, bevor der Vater in den Kampf zog. Und war er nicht besonders stark, wenn Mutter zuvor besonders laut stöhnte? Und übte nicht auch Johannes seine Macht auf diesem Wege aus? Evelina wollte auch stark sein, gerade dem neu gewonnenen Bruder gegenüber. Und sie wollte die verborgenen Mächte ergründen. Heimlich hatte sie sich mit weisen Frauen getroffen. Jetzt schien ihr die Zeit reif, ins erste Mysterium auf dem Weg zur wahren Erkenntnis vorzudringen, in das Geheimnis zwischen Mann und Frau. Langsam schob sie ihre rechte Hand unter Falkos Hemd. Anfänglich sträubte er sich, zog die Arme an den Körper, wandte sein Gesicht ab. Doch bald öffnete er sich den unbekannten Zärtlichkeiten, ließ sich das Hemd über den Kopf streifen, ließ Evelinas Hand zwischen seine Schenkel gleiten. Kannte er die sanfte Berührung seiner nackten Brust aus friedlichen Kindertagen und als Zeichen mütterlicher Zuneigung, so war das andere Gefühl völlig neu. Allenfalls im Traum begegnete ihm zuvor eine solche Erregung. Und das Gefühl war wundervoll. Es könnte anhalten bis an sein Lebensende. Ohne Zögern streifte Evelina Falkos Hose nach unten. Sie sah sich ihrem Ziel sehr nahe. In kurzer Zeit entledigte sie sich der eigenen Kleidung und setzte sich auf den schwitzenden Männerkörper wie auf ein junges Pferd.

"Was hast du mit mir gemacht? Hast du mich jetzt auch verhext?", fragte Falko, noch immer unfähig, seine Gedanken zu ordnen, die eben erlebten Gefühle zu verstehen.

"Ich habe dich zum Mann gemacht und mich zu deiner Frau. Und vielleicht habe ich dich ein bisschen verhext", antwortete Evelina ruhig. Sie verschwieg, dass es auch für sie das erste Mal war. Falko wollte sich erzürnt abwenden. Kein freier Mann durfte sich mit einer Hexe abgeben. Aber er war nicht frei. War er überhaupt ein Mann? War er es jetzt, nachdem Evelina bei ihm lag? Machte sie ihn wirklich zum Manne? Hexe hin oder her, er dankte ihr sehr. Und er spürte noch immer das große Glück, welches, von ihr geschenkt, seinen Körper durchflutete, dachte in dieser Zeit weder an den Vater, noch an die Familie, nicht einmal an sein Pferd und fühlte sich kurz darauf umso elender. Durfte er die Seinen so verraten, sich der eigenen Wollust hingeben? Bestimmt durfte er das nicht. Bestimmt musste er der Zeit des Wartens ein Ende setzen. Bestimmt musste er bald aufbrechen, sich auf die Suche begeben, nach dem Vater, nach Gis. Kein Schwur, keine drohende Strafe, auch keine Hexe, würden ihn davon abhalten. Falko drückte sein Gesicht zwischen Evelinas Brüste, fühlte ihre Wärme, ihre Stärke. Tränen bahnten sich den Weg aus seinen Augen, über die dampfende Haut der Frau, die vor Kurzem noch ungeliebte Schwester war und so plötzlich zur geliebten Freundin wurde. Sollte er dieses Glück sogleich wieder aufgeben?

"Horch", riss ihn Evelina aus seinen Gedanken. Pferdehufe kamen rasch näher. Bodowin, schoss es durch Falkos Kopf. Freude und Erleichterung vertrieben die quälenden Gedanken in Windseile. Um ein Haar hätte er seine Hose zerrissen, so schnell schlüpfte er hinein. Gleich darauf stürmte er, von Evelina gefolgt, aus dem Stall. Ein schwarzer Reiter, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, sprang von einem schwarzen Pferd. Er war klein und gedrungen, nicht groß und kräftig wie Bodowin, und er ritt auch nicht Gis, den so sehnsüchtig erwarteten Freund. Doch Falkos Enttäuschung währte nur kurz, nur so lange, bis der Fremde die Kapuze vom Kopf zog.

"Winimar?" Ein fragender Schrei, Falko, so eben zum Manne geworden und jetzt wieder ganz Kind seiend, konnte sich nicht beherrschen. Die herbeigeeilten Bauern standen mit fragenden Gesichtern um den fremden Reiter und den halb nackten Jungen, aus dessen Mund sie bisher kaum eine Silbe vernahmen und von dem sie nur wussten, dass er als eine Art Geisel im Hause Bodowins, des Herrn ihres Dorfes, wohnte. Evelina bahnte sich einen Weg durch den Ring der Gaffer. Nur mit dem rasch übergeworfenen Kittel bekleidet, nahm sie Falkos Hand, die Hand ihres Mannes.

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