Darauf baut sich scheinbar alles auf“.
„ In welchem Zusammenhang sehen sie diese Zahl denn?“
„ Das fängt ganz simpel an. Praktisch alle meine persönlichen Daten stehen damit in Beziehung. Angefangen von meinen ehem. Telefonnummern über die Geburtsdaten und so weiter. Aber das ist nur der Anfang. Ich weiß jetzt auch wieso das gerade jetzt passiert!“„Und warum?“„Es ist der Übergang ins Wassermannzeitalter!“„Tut mir leid aber damit habe ich kaum Erfahrung. Alles was ich weiß ist das Carl Gustav Jung die Synchronizität beschrieben hat. Ein bisweilen sehr umstrittenes Thema. Damit können sie kaum hausieren gehen. Aber erzählen sie weiter!“
„ Also die Zahl des Wassermanns ist 33. Der Wassermann schüttet etwas über uns aus und zwar das fünfte Element, den Äther. Die Frequenz, wenn sie so wollen, ist 3 / 3. Ich zeige Ihnen das mal kurz. Ist ganz einfach!“
Ich nehme einen Stock und male damit in den Sand. Das Ganze besteht aus zwei Signalen. Eines für die Rechte und eines für die linke Gehirnhälfte. Wenn beide in Einklang sind wird man befreit von allen Sorgen und versteht den Sinn. Man schwingt mit dem Universum auf gleicher Wellenlänge und ist mit sich im Reinen. Logik und Gefühl sind in perfekter Harmonie vereint.
Das Wassermannprinzip
„ Wie sind sie denn darauf gekommen?“„Ich weiß es halt einfach. Ich habe ständig neue Einfälle und sehe die Welt aus ganz verschiedenen Blickwinkeln und sowas kommt dann dabei heraus. Was halten sie davon?“
„ Kann ich noch nicht sagen. Ich muss mir erstmal darüber Gedanken machen. Aber wenn es eine Psychose ist, dann ist es die phantasievollste und durchdachteste, von der ich je gehört habe! Aber es scheint als haben sie einen Archetypus freigelegt. Sowas passiert manchmal durch ein traumatisches Erlebnis“.
„ Ich denke wir gehen jetzt wieder zurück. Ich habe noch einen Termin!“„Was?...Ja ja gehen wir wieder zurück. Ich habe auch noch andere Patienten!“ Auf dem Rückweg grübelt der Professor vor sich hin. Ich spreche ihn nicht an und er sagt auch nichts. Er grübelt nach und sagt dann:„ Wenn das stimmt was sie sagen, sollten sie es veröffentlichen. Einen so alten und gleichzeitig neuen Denkansatz habe ich noch nie gehört. Aber sie werden Mut brauchen um damit rauszurücken. Etwas so revolutionäres muss man vorsichtig formulieren sonst werden die Menschen sie missverstehen!“„Ich weiß, aber es gibt keinen Kompromiss zwischen reden und schweigen. Ich kann nicht A sagen und dann B aber C verschweigen. Mir bleibt gar nichts anderes übrig als alles zu veröffentlichen. Was mit mir geschieht spielt keine Rolle in Anbetracht der Wirkung, die ich erzielen kann!“
„ Ich wünsche Ihnen alles Gute und das sie viel Erfolg haben, aber ich kann sie nur warnen. Wenn das stimmt was sie sagen, ist ihr Leben in Gefahr!“
„ Mir wird nichts geschehen. Ich weiß es!“ Wir kommen wieder an der Klinik an und trennen uns. Im Gesicht meines Begleiters sehe ich zugleich
Erstaunen, Verwirrung aber auch Freude. Ob er sich über meine Theorie freut oder mich nur als „interessanten Patienten“ sieht, dass weiß er wohl selbst noch nicht.
Ich sehe auf meine Plan. Jetzt soll ich massiert werden. Hmmh warum nicht. Ich gehe wieder auf mein Zimmer und dusche. Dann ziehe ich wieder meine Badesachen an und begebe mich in den entsprechenden Raum. Auf dem Weg dorthin läuft mir Frau Dr. Mehlig über den Weg.
„ Na Herr Schneider, hat ihnen der Herr Professor helfen können?“„Wir haben uns gegenseitig geholfen!“ Sie schüttelt ungläubig den Kopf und geht kommentarlos weiter. Die gute Frau Doktor, wenn die wüsste was ich dem Chef gerade erzählt habe. Ich komme an eine Tür auf der Massage steht. Ich klopfe an und betrete den Raum. Dort sitzt ein älterer Mann hinter einem Schreibtisch und blickt auf Karteikarten.
„ Guten Tag, ich soll mich hier melden“.
„ Wie ist ihr Name?“
„ Schneider“
„ Ah sie. Etwas zu früh!“. Er sieht mich sehr erfreut an und steht auf. „ Sie sind das also. Ja so hab ich sie mir auch vorgestellt. Blond, blauäugig, athletisch... prima, wie im Buch beschrieben. Na wie geht es ihnen denn? Alles noch dran wie ich sehe?“: labbert er mich direkt voll.
„ Soweit bin ich noch heil. Schön das ich ihnen gefalle! Wollen sie persönlich Hand anlegen oder wer wird mich massieren?“„Laut ihrer Akte sind sie nur zum lockern und entspannen hier. Das soll Carina übernehmen. Die kennt sie übrigens?“„Ach ja woher denn?“„Sie hat auf dem Warndthof gearbeitet. Sie waren doch dort Kommandeur!“„Kann sein. Ich kann mich nicht an alle erinnern!“
Ich sehe mich um, an der Wand hängen Bilder und Zeichnungen der menschlichen Anatomie. Knochen, Muskeln was man halt so in sich hat. Ich frage mich was für Probleme, die Menschen hatten, die als erste angefangen haben das Innere des Menschen zu erkunden. Viele sind bestimmt verbrannt worden wegen Ketzerei und dergleichen. Was wäre wohl aus der Welt geworden ohne den Mut einiger Forscher, die sich getraut haben solche verbotenen Experimente durchzuführen.
Jetzt geht eine Tür auf und eine alte Frau kommt herein. Eine Patientin, direkt dahinter folgt ihr eine junge Frau. Ihr Gesicht ist hübsch und kommt mir bekannt vor. Aber mehr auch nicht.
Sie verabschiedet ihre Patientin und kommt dann auf mich zu.
„ Hallo Herr Major, kennen sie mich noch?“„Nicht wirklich. Woher sollte ich sie denn kennen?“„Kommen sie, ich werde sie massieren, dann können wir uns unterhalten!“ Sie winkt mich durch in ihr Zimmer und schließt hinter mir die Tür. Es ist sehr warm hier drin und hell.
Eine Duftöllampe verströmt ein sehr angenehmes Aroma und erfüllen den Raum mit einem, für eine Klinik, untypischen Geruch.
„ Ziehen sie sich bitte aus und legen sie sich dann auf die Bank !“: weist sie mich an.
Ich mache wie mir geheißen und lege mich hin.
„ So dann fangen wir mal an. Haben sie irgendwelche Beschwerden ?“ „ Nein ich soll hier nur entspannen und mich locker machen lassen!“„Ah so. NA dann Herr Major. Auf geht’s!“
„ Ich bin kein Major mehr. Ich bin auch kein Soldat mehr. Nennen sie mich Stephan, Frau...?“„Carina“
Ich liege auf dem Bauch und mein Kopf ruht auf meinen verschränkten Armen. Carina setzt sich auf mich und massiert meine Schultern und den Rücken.
„ So jetzt erzählen sie mir doch mal woher wir uns kennen?“„Was fällt ihnen denn zu meinem Namen ein? Gar keine Idee?“„Carina.?...? Alles was mir dazu einfällt ist sehr allgemein, nicht persönlich und weit hergeholt!“„Sooo was denn zum Beispiel?“„Also in 7000 Lichtjahren Entfernung im Sternbild „Carina“ gibt es einen Stern namens „Eta Carinne Alpha“. Der wird bzw. ist mittlerweile zur Nova geworden und wird den Himmel bald erhellen! Zusammen mit Leo I und II bildet das dann ein Dreieck“„AH ha. Was sie nicht alles wissen. Was ist eigentlich eine Nova?“„Ein „neuer Stern“. Wenn eine Sonne am Ende ihres Lebens ist, wird sie zur Nova. Sie strahlt dann Millionen mal heller als alle anderen Sterne. Das fällt mir zu dem Namen Carina ein. Ein neuer Stern, der am Himmel aufgehen wird! Eine zweite Sonne“„Oh danke. Was für ein hübscher Gedanke!“
„ Nova...- neu....Neo... Nova und ...Neo?..!“: murmle ich so vor mich hin. „Was sagen sie?!“„Ach nichts, ich habe nur laut gedacht. O.k. ich habe Ihnen meine Version erzählt, jetzt lösen sie mal auf!“„Ich habe auf dem Hof gearbeitet und war zuletzt Panzerfahrer. Herbert hat mir damals gezeigt wie man den Königstiger fährt!“
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