Joana Goede - Körperangst

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Minna kann nun bei ärztlichen Untersuchungen begleitet werden. Wie viele Menschen mit chronischen Erkrankungen muss sie einige Ärzte aufsuchen, Enttäuschungen verkraften und sich immer weiter verweisen lassen.
Im dritten KörperTeil begibt sich Minna auf die Suche nach der Ursache ihrer körperlichen Leiden. Die Reihenfolge der drei Teile ist nicht inhaltlich festgelegt. Dem Leser bleibt selbst überlassen, mit welchem der Teile er einsteigen möchte…

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Minna glotzte nun vollkommen überfordert auf die Frau vor, die sie ruhig und geduldig ansah. Träume. Hatte Minna Träume? Minna wusste nicht, ob sie welche hatte, ob sie je welche gehabt hatte. Was waren schon Träume? Träume von einem besseren Leben?

Da Minna mit dieser allgemeinen Frage nichts anfangen konnte und keinen Ton dazu sagte, fügte die Psychologin erklärend hinzu: „Ich meine sowas wie eine große Reise in ein fernes Land, die Sie immer mal machen wollten, eine Familie gründen, ein schönes, großes Haus mit hübschem Garten. Sie verstehen schon.“

Minna sagte nun: „Nein. Solche Träume habe ich nicht.“

„Haben Sie denn Hoffnungen?“

„Nein.“

„Was ist mit Ihrem Freund. Denken Sie beide daran, zu heiraten?“

„Keine Ahnung.“

„Sind Sie denn sehr verliebt?“

„Sicher.“

Die Psychologin bemerkte wohl, dass man an Minna nicht so leicht herankam. Minna redete von sich aus nicht gern und um sie zum Reden zu kriegen, war mehr als direktes Fragen nötig. Sie sprach zu allem Überfluss auch gar nicht gern über sich selbst. Da erzählte sie schon eher mal etwas über ihre Schwester oder deren Sohn. Aber sicher nicht über sich. Minna war im Grunde alles peinlich, was sie hätte sagen können. Der einzige, vor dem sie sich nicht schämte, war ihr Freund. Und bis zu gewissen Grenzen auch ihre Schwester. Vor allen anderen wollte Minna sich am liebsten dauerhaft verbergen.

Es gab keine Uhr im Raum, dabei hätte Minna gern in Erfahrung gebracht, wie lange sie hier noch aushalten musste. Aufs Handy zu schauen, war ihr gerade zu unhöflich. Und eine Armbanduhr trug sie eher selten.

„Wie sieht es mit Hobbys aus?“

Minna war sich nicht sicher, was man von ihren Tätigkeiten als Hobby bezeichnen konnte. So sagte sie: „Weiß nicht. Lesen, Filme gucken. Im Internet surfen. Was man eben so tut.“

„Nichts Außergewöhnliches?“

„Nein.“

Die Psychologin bemühte sich darum, weiterhin ein freundliches Gesicht zu machen. Immerhin war es ja genau ihr Job, sich mit Menschen mit psychischen Störungen zu beschäftigen und diesen zu helfen. Bei Minna hatte sie den Eindruck, dass Minna gar keine Hilfe wollte. Sie lebte offenbar isoliert, schien sich daran allerdings nicht so sehr zu stören. Es war ja auch nichts dagegen zu sagen, wenn man Freund, Schwester und Neffen hatte. Einigen reichten so wenige Beziehungen. Die Psychologin war sich nicht ganz sicher, wo sie bei Minna ansetzen sollte.

„Würden Sie von sich sagen, dass Sie an einer Depression leiden?“

„Kann sein“, brummte Minna. Dieses Depressionsgetue hatte sie immer für überflüssig gehalten. Man bekämpfte depressive Episoden mit irgendwelchen Tabletten, von denen man sich besser fühlen sollte. Minna hatte sich davon nie besser gefühlt, sie war eher noch nervöser und ängstlicher geworden und das konnte sie nun wirklich nicht brauchen.

„Ist sowas bei Ihnen denn mal untersucht und behandelt worden?“

„Ja, aber ich vertrage diese Antidepressiva nicht. Ich werde davon sehr unruhig und kriege mehr Panikattacken.“

Die Psychologin notierte sich mit sehr ernster Miene etwas und sagte dann zu Minna: „Für heute sind wir fertig. Wir können fünf Sitzungen machen und dann entscheiden, ob eine Therapie sinnvoll wäre oder nicht. Sie können dann immer noch Nein sagen, wenn Sie nicht möchten. Ist das in Ordnung für Sie? Sehen wir uns nächste Woche?“

„Ist ok“, brummte Minna, die erleichtert war, endlich aufstehen und gehen zu können. Sie verabschiedete sich so schnell wie möglich von der Frau in der grünen Bluse, versprach, in der nächsten Woche zur selben Zeit wiederzukommen und schon hatte sie den Raum verlassen. Draußen im Flur atmete sie erst einmal tief durch. Es gab mehrere Therapieräume in dieser Praxis, insgesamt vier Psychologen. Minna verließ die Praxis mit Scheuklappen und blieb erst im Treppenhaus des Ärztehauses stehen. Dort suchte sie sich eine Ecke, um kurz zu verschnaufen. Ein wenig Alleinsein. Zuhause wartete Niklas auf sie. Und gerade brauchte sie eigentlich eher Ruhe.

Sie wagte auch gar nicht, auf ihr Handy zu sehen, ob dort vielleicht eine Nachricht für sie eingegangen war. Womöglich von Lisbeth, die sie bat, Jakob irgendwo hinzufahren oder ihn abzuholen. Von Niklas, der sie fragte, wie es war.

Minna stand eine Weile nur tief atmend da und starrte an die Wand vor sich. Eine ganz normale weiße Wand. Darauf konnte man nichts Interessantes entdecken. Meistens wirkten weiße Wände auf Minna irgendwie beruhigend. Sie waren so einheitlich, nichts daran stach ins Auge. Die Augen mussten sich auch auf nichts konzentrieren, denn es war ja nichts da. Das Weiß verschwamm dann, das entspannte die Augen und damit auch Minna. Das einzige Problem am Weiß war, dass es so stark das Licht reflektierte. Und Minna war extrem lichtempfindlich. Ihre Pupillen zogen sich schnell heftig zusammen und im Grunde musste sie bei hellem Licht die Augen direkt schließen. Oder schon bei Tageslicht eine Sonnenbrille tragen. So wandte sie sich nach wenigen Minuten wieder von der Wand ab, innerlich etwas ruhiger, weniger gestresst, und suchte den Ausgang.

Niklas saß auf dem Sofa in Minnas kleiner Wohnung und las in einem Buch. Er hatte eine Vorliebe für ältere Bücher. Die las er bei recht wenig Licht. Da es in Minnas Wohnung immer dunkel war, wäre Lesen dort ansonsten auch gar nicht möglich gewesen. Eine kleine Leselampe hatte er dabei, die trug er immer mit sich herum. Momentan hatte er eine schwere Ausgabe von Sherlock Holmes in den Händen, obwohl er die Geschichten alle kannte. Er las sie trotzdem gern wieder und wieder. Das Bekannte daran empfand er als angenehm, keine Überraschungen, keine Spannung, nur Entspannung. So saß er am frühen Nachmittag mit einem sehr großen Becher starkem Kaffee da, die Beine hochgelegt, in regelmäßigen Abständen gähnend. Er wartete auf Minnas Rückkehr.

Die Wohnung war ganz einfach eingerichtet. Es gab nicht sonderlich viele Möbel, dafür allerdings ein großes Bett im Schlafzimmer. Minnas schlief ja schlecht bis gar nicht, deswegen brauchte sie ein Bett, in dem sie viel Platz hatte. Ständig umdrehen, umlegen. Lag Niklas dabei, wurde es schon schwierig. Es gab so viel, was man bei Minna beachten musste, wenn man mehr oder weniger mit ihr zusammen wohnte. Für Niklas ergab sich vieles davon von allein, weil er ebenfalls kein Licht und keine Kälte ertrug, keine lauten Geräusche, keine Menschen. Niklas zog sich gern zurück. Auch durchaus mal in seine eigene Wohnung. Es war wichtig für beide, dass jeder seine eigene Wohnung behielt. Sonst wäre es ihnen schnell zu eng geworden.

So war Niklas meistens bei Minna, sie sehr selten bei ihm. Und manchmal zogen sie es vor, jeder Zeit für sich in der eigenen Wohnung zu verbringen. Das war auch wichtig.

Als Minna den Schlüssel in die Tür steckte, legte Niklas sein Buch nicht zur Seite. Er wusste, dass sie es nicht mochte, direkt nach ihrer Ankunft von der Anwesenheit eines anderen überfallen zu werden. Am besten war, man beachtete sie gar nicht. So verfolgte Niklas weiter stumm Sherlock Holmes, während Minna sehr leise die Wohnung betrat, die Jacke aufhing, die Schuhe auszog und Niklas nur mit einem kurzen „Hallo“ begrüßte. Danach stoplerte sie schon in die Küche und machte sich mit fahrigen Bewegungen einen Kaffee. Man hörte es daran, dass ihr der Löffel herunterfiel, sie mehr Geräusche machte als sonst. Minna war gestresst. Mit dem Kaffee kam sie dann nicht ins Wohnzimmer sondern blieb in der Küche. Dort befand sich ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen, an dem man ganz gut sitzen konnte. Niklas las einfach weiter und wartete darauf, dass Minna von sich aus zu ihm kam. Alles andere hätte sie nur unnötig unter Druck gesetzt, Fragen mochte sie ja gar nicht. Und Niklas war ein sehr geduldiger Mensch.

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