Dirk Walter - Bayern und der Erste Weltkrieg

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Über den Ersten Weltkrieg gab es 2014 eine Flut von Neuerscheinungen. Das Kapitel «Bayern im Ersten Weltkrieg» ist dabei jedoch ungeschrieben geblieben. Dabei starben 1914 bis 1918 fast 200000 bayerische Soldaten an den Fronten. Außerdem veränderte sich auch das Leben zu Hause schlagartig und radikal, wie etwa durch Tagebuch-Aufzeichnungen der Daheimgebliebenen deutlich wird. Die vorliegende Darstellung basiert auf einer 30-teiligen Artikelserie im «Münchner Merkur» und zeigt bis dato über 60 oftmals erstmals veröffentlichte Dokumente, Bilder und Fotos.
Aus dem Inhalt (Auszug):
– Götterdämmerung im Königreich
– Blutiges Kapitel im Luftfahrt-Zeitalter
– Die Hyäne auf der Theresienwiese
– Weltkriegs-Recherche leicht gemacht
– Das tödliche Quallentier
– Kriegs-Tagebuch eines Daheimgebliebenen
– Die Kriegsgefangenen
– Das große Schlachten
– … und viele Berichte über persönliche Schicksale

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Prinz Heinrich von Bayern Aufnahme des Hoffotografen Dittmar 1916 Lizenz - фото 6

Prinz Heinrich von Bayern, Aufnahme des Hoffotografen Dittmar (1916) (Lizenz: gemeinfrei)

Zahlreiche Prinzen der Wittelsbacher dienten in verschiedenen Kommandos. Besonders der draufgängerische Prinz Heinrich von Bayern erfuhr nach mehreren Verwundungen "eine hohe Wertschätzung", wie März schreibt. Als Führer des 3. Bataillons des Infanterie-Leibregiments erlitt er am 7. November 1916 westlich von Hermannstadt in Siebenbürgen einen Bauchschuss, an dem er einen Tag später starb. "Die tragischen Umstände des Todes des beliebten jungen Prinzen brachten dem Königshaus zweifellos viele Sympathien der mittrauernden Öffentlichkeit ein", schreibt der Historiker März.

Es ist eine offene Frage, ob das Königreich Bayern im November 1918 untergehen musste. Oder ob es als parlamentarische Monarchie wie in England eine längere Überlebenschance gehabt hätte – zum Beispiel, wenn Ludwig III. rechtzeitig zugunsten seines populären Sohnes Rupprecht abgedankt hätte und schon im Krieg politische Reformen (Verhältniswahlrecht sowie Parlamentsverantwortung der Minister) ergriffen worden wären. Allerdings hat Ludwig III. weder den einen noch den anderen Schritt erwogen, geschweige denn durchgeführt.

BUCHHINWEIS

Stefan März: Das Haus Wittelsbach im Ersten Weltkrieg, Pustet Verlag, 39,95 Euro

Der brave Soldat Michael Schreiber

13,2 Millionen deutsche Soldaten zogen in den Ersten Weltkrieg. Einer davon war der Rekrut Michael Schreiber. Der ehemalige ARD-Korrespondent Friedrich Schreiber ist nach Frankreich gereist, wo sein Vater an der Front war.

Friedrich Schreiber öffnet ein abgegriffenes braunes Lederetui. Verblichene Fotos fallen heraus, sie sind mit Sütterlin beschrieben, die Postkarten tragen Aufschriften wie "Unsere Kompanie beim Essenfassen". Dann zeigt Schreiber das wichtigste Erinnerungsstück – den Militärpass. Ein zerfleddertes Dokument. Er hat ihn erst vor zwei Jahren zufällig entdeckt – in einem alten Koffer, den sein längst erwachsener Sohn einst beim Auszug mitgenommenen hatte. "Es war purer Zufall, dass der Koffer nicht im Sperrmüll landete", sagt Schreiber. Ein zerfledderter Militärpass – das ist das, was von der Geschichte seines Vaters, dem Landsturm-Rekruten Michael Schreiber, noch übrig ist. Neuerdings sind einige Fotos dazu gekommen. Fotos von Friedhöfen. 11 424 Tote liegen auf dem deutschen Soldatenfriedhof Nampcel im Département Oise in Nordfrankreich. Beinahe wäre Michael Schreiber der 11 425. Gefallene gewesen. Aber er hat überlebt. "Führung: gut, Strafen: keine", heißt es im Militärpass. Ein braver Soldat.

Michael Schreiber in Militäruniform stehend daneben sitzt dessen Vater - фото 7

Michael Schreiber in Militäruniform (stehend), daneben sitzt dessen Vater Anton, der ebenfalls im Ersten Weltkrieg kämpfte. (Foto privat/Repro: Marcus Schlaf/Münchner Merkur)

Der Soldat war gerade 18, als er 1917 in den Krieg musste. Was heißt musste? Friedrich Schreiber macht sich da nichts vor: Sein Vater zog begeistert in den Krieg. "Er war stolz, dass er in das Lützowsche Regiment kam" – ein 18-jähriger Rekrut bei dem Garde-Regiment, das einst bei den Befreiungskriegen gegen Napoleon kämpfte – das war schon was. Michael Schreiber, Sohn einer Fuhrmannsfamilie aus Boppard am Rhein, war stockkatholisch und national eingestellt. "Vaterländische Gesinnung", das war das Schlagwort damals. Sohn Friedrich Schreiber, inzwischen über 80, lebt in Gräfelfing und hat bei seinem Besuch noch etwas dabei, ein Buch mit verknicktem Umschlag: Hans Zöberleins "Der Glaube an Deutschland" von 1931 war ein Bestseller in nationalen Kreisen. "Dieses Buch", sagt der ehemalige Israel-Korrespondent Schreiber, "hielt mein Vater in Ehren." Keine Frage, das ist kein Ruhmesblatt in der Familiengeschichte.

Am Militärpass lässt sich ablesen, wie Michael Schreiber an die Front kam. Erst eine mehrmonatige Ausbildung in Aachen. Nahkampf-Kurs, Spezialausbildung mit Handgranaten, Sturmausbildung. Hinzu kam ein MG-Kurs – Maschinengewehre. Am 15. Mai 1918 wurde es ernst. "Wird heute zum IR 389 versetzt", heißt es im Militärpass. I.R. steht für Infanterie-Regiment. Es ging an die Front. Der Krieg für Michael Schreiber dauerte gut zwei Monate. Unter der Rubrik "Mitgemachte Gefechte" ist vermerkt: "Kämpfe an der Marne, Somme und Avre". Und, als letzter Eintrag, "Abwehrschlacht bei Nampcel".

Im vergangenen Sommer ist Friedrich Schreiber nach Nampcel gefahren. "Als alter Mann habe ich mir gesagt: Geh da hin." Also fuhr er los. 3000 Kilometer in acht Tagen. Schreiber war in den 1950er Jahren als Student in Frankreich. Er hat de Gaulle in der Kathedrale von Reims gesehen. Die deutsch-französische Versöhnung – für Schreiber ist das keine Worthülse. Er hat bei seiner Reise neue Freunde gefunden. Einen Fischer an der Normandie und einen Gärtner. Brieffreundschaft mit 81 – das gibt’s. Und diese Kirchen, schwärmt er. Schreiber kramt seine Kamera aus der Aktentasche, zeigt Fotos auf dem Display. Eine mannshohe Königsfigur aus Stein. Und noch eine, und noch eine. Die Kathedralen in Reims und Amiens. Gotik pur. Und die Friedhöfe. Es war eine Reise in die Vergangenheit. Sie endete bei Nampcel.

Zeitsprung: Es ist der 28. Juli 1918. Michael Schreiber ist am vordersten Frontabschnitt, im Schützengraben. Es ist Stellungskrieg. Die Armeen Deutschlands und Frankreichs kauern in kurzer Entfernung am Boden. Dazwischen das sogenannte Niemandsland. "Das Niemandsland zwischen den Frontlinien konnte im Extremfall fünf bis zehn Meter schmal, aber auch gut 1000 Meter breit sein, im Durchschnitt waren es 100 bis 400 Meter", schreibt der britische Historiker David Stevenson. Es ist wüstes Land, zerfurcht von Artillerieeinschlägen. Und mittendrin Leichenteile. Heute sieht man nichts mehr, berichtet Friedrich Schreiber. Es ist eine hügelige, sanfte Landschaft. Kleine Chalets, wenig Touristen. Und Friedhöfe.

Eintrag im Militärpass Am 2871918 in Stellung bei Nampcel infolge AG - фото 8

Eintrag im Militärpass: "Am 28.7.1918 in Stellung bei Nampcel infolge A.G. Einschlag verschüttet. Quetschung der Brust. Am 28.7.18 der San. Komp. 19 überwiesen." A.G. steht für Artilleriegeschoss, San.Komp. für Sanitätskompanie. Befördert wurde Michael Schreiber ausweislich seines Militärpasses nicht. (Foto privat/Repro: Marcus Schlaf/Münchner Merkur)

Michael Schreiber also kauert im Schützengraben. Dann schlägt eine Granate ein. Der junge Rekrut wird verschüttet. Aber er überlebt. "Quetschung der Brust", so der Eintrag im Militärpass. Für Michael Schreiber ist der Krieg zu Ende. Er kommt in eine Sanitätskompanie. Er bekommt ein Eisernes Kreuz. Zweiter Klasse. "Das war der Lohn", sagt sein Sohn. Nach dem Krieg wird Michael Schreiber Konditormeister. 1926 zieht er mit seiner Frau nach München-Haidhausen. In Giesing eröffnet er ein Café, mitten in der Weltwirtschaftskrise. 1932 wird sein Sohn Friedrich geboren. Ein Jahr später kommt Hitler an die Macht. Michael Schreiber schlägt sich so durch. "Ein typischer Mitläufer", sagt sein Sohn.

Über den Weltkrieg hat Michael Schreiber, nicht untypisch für seine Generation, selten gesprochen. Nur an Weihnachten, wenn es still und andächtig war, erzählte er manchmal. Aufzeichnungen darüber gibt es nicht. "Daran haben wir nicht gedacht", sagt Friedrich Schreiber. Und ärgert sich ein bisschen. 1987 ist der Vater gestorben.

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