Dirk Walter - Bayern und der Erste Weltkrieg

Здесь есть возможность читать онлайн «Dirk Walter - Bayern und der Erste Weltkrieg» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Bayern und der Erste Weltkrieg: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Bayern und der Erste Weltkrieg»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Über den Ersten Weltkrieg gab es 2014 eine Flut von Neuerscheinungen. Das Kapitel «Bayern im Ersten Weltkrieg» ist dabei jedoch ungeschrieben geblieben. Dabei starben 1914 bis 1918 fast 200000 bayerische Soldaten an den Fronten. Außerdem veränderte sich auch das Leben zu Hause schlagartig und radikal, wie etwa durch Tagebuch-Aufzeichnungen der Daheimgebliebenen deutlich wird. Die vorliegende Darstellung basiert auf einer 30-teiligen Artikelserie im «Münchner Merkur» und zeigt bis dato über 60 oftmals erstmals veröffentlichte Dokumente, Bilder und Fotos.
Aus dem Inhalt (Auszug):
– Götterdämmerung im Königreich
– Blutiges Kapitel im Luftfahrt-Zeitalter
– Die Hyäne auf der Theresienwiese
– Weltkriegs-Recherche leicht gemacht
– Das tödliche Quallentier
– Kriegs-Tagebuch eines Daheimgebliebenen
– Die Kriegsgefangenen
– Das große Schlachten
– … und viele Berichte über persönliche Schicksale

Bayern und der Erste Weltkrieg — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Bayern und der Erste Weltkrieg», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Der Münchner Infanterist Erhard Sonnengruber zog am 24. Januar 1915 in den Krieg. Abfahrt 9:17 Uhr ab München-Hauptbahnhof. "Die Musik begleitete uns zum Bahnhof", schrieb er noch in sein Tagebuch. Keine zwei Monate später war er tot: "Den Heldentod für’s Vaterland gestorben am 12. März 1915, morgens 8 Uhr durch einen Kopfschuss beim Sturmangriff", hat sein Bruder Albert vermerkt. Auszüge des Tagebuchs zitiert der Leiter des Haidhauser-Museums Hermann Wilhelm in einem sehr lesenswerten Dokumentarband über "München im Ersten Weltkrieg".

Sonnengruber war einer von amtlich festgestellten genau 198 779 Soldaten aus Bayern, die im Ersten Weltkrieg starben. Die Zahl ermittelte das Zentralnachweisamt München im Jahr 1930. Zählt man Verwundete und Kranke dazu, hatte das Heer eine enorm hohe Verlustquote. Im Schnitt mussten von 100 Soldaten des Feldheeres im Kriegsverlauf 60 ersetzt werden.

Schon vor Kriegsbeginn war die Stärke des bayerischen Heeres hoch, was angesichts der allgemeinen Militarisierung in der ausgehenden Kaiserzeit aber nicht verwunderlich ist: Die Friedensstärke lag bei knapp 90 000 Soldaten (4089 Offiziere und Beamte sowie 83 125 Unteroffiziere und Mannschaften) – bei rund sieben Millionen Einwohnern. In den Zeitungen gab es kaum eine Ausgabe, in der nicht übers Militär berichtet wurde. Selbst kleine Änderungen wie etwa neue Vorschriften bei der Uniform-Ausstattung schafften es auf die Titelseite. Als ein Offizier bei einem "Preußentag" in Berlin im Januar 1914 die bayerische Armee der Feigheit zieh – sie sollte sich beim deutsch-französischen Krieg 1870 angeblich zurückgezogen haben, "während die Preußen aber flott angegriffen hätten" – zog das einen Sturm der Entrüstung nach sich. Halb Bayern war in Aufruhr. "Die Beleidigung der bayerischen Armee", zürnte die "Münchener Zeitung". Wen wundert es, dass die Zahl der Kriegsfreiwilligen nach Kriegsausbruch hoch war. Das Militär hatte – am Anfang – keine Not bei der Rekrutierung von Soldaten, für die dann findige Geschäftsmacher per Annonce allerlei Liebesgaben feil boten – von der Armee-Felddienstuhr bis zum Spezial-Fußstreupulver.

Am 20. August 1914 waren bereits 407 000 Mann an der Front, Anfang 1918 waren es dann über 900 000, das Zehnfache der Friedensstärke. Dabei muss man berücksichtigen, dass die wenigsten Soldaten die ganzen vier Jahre ununterbrochen im Krieg standen. Es gibt Untersuchungen über das Versorgungsamt München-Süd, in dem Soldaten bei nervösen Erregungszuständen Beschwerde einreichten, eine Gruppe von gut 4000 Soldaten. Diese Gruppe war im Durchschnitt 15 Monate an der Front, nur 2,7 Prozent waren die ganzen 52 Monate eingezogen. Bei den Gefallenen gab es erstaunliche Unterschiede: Fast die Hälfte aller Gefallenen war zwischen 19 und 24 Jahre alt. Soldaten, die 35 Jahre oder älter waren, stellten nur ein gutes Zehntel der Toten. Ähnliche Unterschiede gibt es, wenn man die Herkunft der Soldaten betrachtet. Hier hat der Historiker Benjamin Ziemann ältere Darstellungen korrigiert, wonach vor allem Landwirte und Knechte überdurchschnittlich hohe Kriegsverluste erlitten. Im Gegenteil: Ihr Anteil unter den Gefallenen war geringer. Die fortschreitende Technisierung der Kriegführung führte dazu, dass an den vordersten Frontabschnitten Soldaten mit technischem Sachverstand gefragt waren. Formationen wie etwa Maschinengewehrtruppen rekrutierten sich daher vor allem aus Industriearbeitern.

Auch der Münchner Soldat Erhard Sonnengruber stammte aus der Arbeiterschaft. Er war Maschinenschlosser und kam als Kriegsfreiwilliger des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 16 in dreitägiger Zugfahrt nach Belgien. Im Januar 1915 war die Ernährungslage, wie aus den Tagebuch-Notizen hervorgeht, noch gut. Brot, Wurst, Butter, Käse, Kakao – alles vorhanden. Die Soldaten bekamen sogar Zigarren. Das änderte sich, als Sonnengruber am 6. Februar bei Messines in Flandern in den Schützengraben abkommandiert wurde. "In vielen Unterständen steht eine Statue eines Heiligen oder hängt ein Kreuzzeichen" – nicht ohne Grund. Die Existenz im Schützengraben bedeutete, so erfuhr er rasch, dauernde Lebensgefahr. Bald war der Graben, in dem sich Sonnengrubers Trupp eingeigelt hatte, von englischer Artillerie durchlöchert. Am 4. März wurde er für eine Woche von der Front abgelöst. "Sonst war alles in ausgezeichneter Stimmung", schrieb er. Dann rückte sein Trupp wieder nach vorne. Vier Tage später war Erhard Sonnengruber tot.

BUCHHINWEIS

Hermann Wilhelm: München im Ersten Weltkrieg, München Verlag, 24,95 Euro

Benjamin Ziemann: Front und Heimat. Ländliche Kriegserfahrungen im südlichen Bayern, Klartext Verlag, 43 Euro

Götterdämmerung im Königreich

Die Wittelsbacher waren die viertreichste Familie Deutschlands. Doch den Niedergang des bayerischen Königshauses im Verlauf des Krieges konnte auch das nicht verhindern. Wie stabil war die Monarchie?

König Ludwig III neben ihm sein Finanzminister von Breunig um 1905 Zu den - фото 5

König Ludwig III., neben ihm sein Finanzminister von Breunig (um 1905)

Zu den schönsten Rubriken in der altehrwürdigen "Münchener Zeitung" gehören die "Hofnachrichten". In keiner Ausgabe fehlten Notizen, womit die Mitglieder des bayerischen Königshauses denn so den Tag verbrachten. Am 5. März 1914 zum Beispiel feierte Prinzessin Hildegard Geburtstag. Ihr gingen von der Königsfamilie "herzliche Glückwünsche und Blumenspenden" zu, wusste die Zeitung. Einen Tag später hieß es, dass der König die Ausstellung des Kunstvereins besucht habe. Tags drauf hielt er Audienz und empfing nach der Reihe einen General der Infanterie, einen Ministerialbeamten, einen Bankdirektor und noch einige andere Persönlichkeiten, die die Zeitung alle aufzählte. Wehe, wenn da jemand vergessen worden wäre...

Also alles normal am Hof vor 100 Jahren? Der Schein trügt möglicherweise. Schon in den 1960er Jahren haben Historiker unter Federführung von Karl Bosl herausgearbeitet, dass man Bayern in der Prinzregentenzeit eher als Verfallsgeschichte betrachten müsste – eine antiquierte rückwärtsgewandte Monarchie, während die Bedeutung der Parlamente zunahm.

Die Wittelsbacher waren eine Familie mit immensem Vermögen, geschätzt 300 Millionen Mark. Nur Kaiser Wilhelm II., der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz und die Industriellenfamilie Krupp waren in Deutschland noch reicher. Trotzdem erhielt das Haus Wittelsbach jährlich noch staatliche Zuschüsse, die sogenannte Zivilliste, die just im November 1913 erhöht wurde. Die Kritik an diesem Schritt war groß: Der Landesvorstand der SPD etwa, so schreibt der Historiker Stefan März, veröffentlichte eine kritische Abhandlung mit dem Titel "Die Absetzung des Königs, die Erhöhung der Zivilliste und die Sozialdemokratie". Das Ende der Monarchie wurde also schon 1914 durchaus diskutiert.

Aus dem Blickwinkel der "Münchener Zeitung" vor 100 Jahren allerdings sah es so aus, als säßen die Wittelsbacher fest im Sattel. Am 27. Juni brach das Königspaar zur traditionellen Sommerreise auf, die diesmal nach Würzburg führte. Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof um 8.40 Uhr – "zur Verabschiedung hatten sich Stadtkommandant Generalleutnant Göringer, Polizeipräsident von Grundherr und Stationsvorstand, Oberbahnverwalter Siegert eingefunden", protokollierte die Zeitung. In Würzburg überraschte Ludwig III. dann die Eilmeldung vom Attentat auf das Thronfolger-Paar in Sarajewo. Eilends reiste das Königspaar vorzeitig zurück nach München. Einen Monat später begann der Krieg.

Auch Mitglieder des Königshauses wurden einberufen. Der 45-jährige Rupprecht führte die 6. Armee südlich von Metz in Lothringen, er errang am 20./21. August 1914 einen umjubelten Sieg. Auch sein Vater Ludwig III., damals schon 69, war im Krieg ein Kümmerer. Schon Ende August brach er zum ersten Frontbesuch auf. Politisch allerdings erwies er sich als Scharfmacher: Er forderte Annexionen, zum Beispiel die Angliederung Elsaß-Lothringens an Bayern.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Bayern und der Erste Weltkrieg»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Bayern und der Erste Weltkrieg» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Bayern und der Erste Weltkrieg»

Обсуждение, отзывы о книге «Bayern und der Erste Weltkrieg» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x