Anna-Irene Spindler - Paradies im Mondlicht

Здесь есть возможность читать онлайн «Anna-Irene Spindler - Paradies im Mondlicht» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Paradies im Mondlicht: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Paradies im Mondlicht»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Für die fünfzehnjährige Hamburger Adelige Marie-Helene beginnt ein großes Abenteuer, als sie mit ihrer Familie ans andere Ende der Welt reist. In der noch jungen Kolonie Deutsch-Samoa hofft sie den eng gesteckten gesellschaftlichen Konventionen der Heimat entfliehen zu können. Aber schnell muss sie erkennen, dass sich nur die Umgebung geändert hat. Die Regeln sind die gleichen geblieben. Ausgerechnet in einem Eingeborenen findet sie einen Freund und Seelenverwandten. Aber ihre Eltern haben ganz eigene Pläne für ihre Zukunft. Ein langer, harter und sehr schmerzhafter Weg liegt vor Marie-Helene.

Paradies im Mondlicht — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Paradies im Mondlicht», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Endlich da

„Land in Sicht! Steuerbord voraus!“ Ruckartig setzte sich Marie-Helene in ihrer Koje auf. Es musste noch sehr früh am Morgen sein. Die Umrisse der wenigen Möbel waren im grauen Dämmerlicht kaum zu erkennen. Es war so heiß und stickig in der winzig kleinen Kajüte, dass sie das runde Bullauge nachts immer offen ließ. So konnte sie den lauten Ruf des Matrosen, der vermutlich im Ausguck Wache hatte, deutlich hören. Sie warf die Zudecke zur Seite, sprang aus dem Bett, riss die Tür auf und rannte barfuß und im Nachthemd so schnell sie konnte den engen Gang entlang. Flink wie ein Wiesel kletterte sie die steile, enge Treppe nach oben. Sie lief quer über das Deck bis ganz nach vorn zum Bug. Erst konnte sie in dem trüben Zwielicht des frühen Tages nicht das Geringste erkennen. Aber als ihre Augen ganz langsam und sorgfältig den Horizont absuchten, sah sie es auch. Eigentlich sah sie es nicht richtig. Sie erahnte es vielmehr. Der dunkle Umriss eines kegelförmigen Berges zeichnete sich vor dem grauen Morgenhimmel ab. „Ja, kleines Fräulein. Schau es dir nur genau an. Das ist deine neue Heimat. Das ist der Vulkan Fito auf der Insel Upolu.“ Kapitän Gustafsson war neben sie getreten und hielt ihr auffordernd sein Fernglas hin. Er schien kein bisschen überrascht zu sein, dass sie zu dieser frühen Stunde an Deck war. Und dass sie nur im Nachthemd unterwegs war, störte ihn offensichtlich auch nicht. Marie-Helene nahm das Fernglas. Sie hielt es an ihr rechtes Auge, während sie das linke fest zukniff. Am Anfang sah sie nur Wasser und Himmel. Aber plötzlich, wie aus dem Nichts tauchte es auf! Leicht verschwommen, fast wie hinter einem dünnen Schleier verborgen: Das Ziel ihrer geheimen Träume und Sehnsüchte! Die Insel der Freiheit! Samoa! „Wie lange dauert es noch, bis wir dort sind?“ Sie stellte die Frage ohne dabei das Fernglas abzusetzen. „Ich denke kurz nach zwölf Uhr werden wir im Hafen vor Anker gehen“, antwortete der Kapitän. „Bis zwölf? So lange noch?“ Marie-Helene riss die Augen auf und starrte ihn ungläubig an. „Nach den vielen Wochen auf See werden ja wohl ein paar Stunden mehr nichts ausmachen“, schmunzelte er und nahm ihr das Fernrohr aus der Hand. Ihre Aufregung amüsierte ihn. „Ich kann es doch kaum erwarten!“, rief sie. Sie streckte ihre Arme in die Luft und tanzte vor Begeisterung mit ihren nackten Füßen auf dem Deck herum wie ein Irrwisch. Die Matrosen kamen von allen Seiten herbei, klatschten Beifall und feuerten sie mit lauten Pfiffen und Gegröle an. Marie-Helene warf ihnen Kusshände zu und jauchzte. Die pure Lebensfreude sprach aus ihrem fröhlichen Auftritt. Kapitän Gustafsson rief seine Mannschaft mit einem lauten „Alle Mann auf Station!“ zurück an die Arbeit. Ihm war sehr wohl bewusst, dass das Mädchen einfach nur von ihrer Freude und Begeisterung überwältigt worden war. Aber ihm war auch klar, dass sie für die Matrosen eine halbnackte junge Frau war, die vor ihren Augen so einladend hin und her hüpfte, wie eine unvorsichtige Maus vor dem Maul einer hungrigen Katze. „Nun ist es aber genug“, sagte er. Es tat ihm wirklich leid, wie ein langweiliger Spielverderber den Freudentanz des Mädchens beenden zu müssen. Während der gesamten Fahrt hatte er sie beobachtet und heimlich bedauert. Er war zwar ein strenger Mann, der innerhalb seiner Mannschaft nicht den kleinsten Anflug von Ungehorsam duldete, aber die Art und Weise wie die Kleine von ihrer Mutter und dem steifen Pastor behandelt wurde, missfiel ihm gewaltig. Besonders die Tatsache, dass sich ihre beiden Brüder beinahe alles erlauben durften, während sie immer nur bevormundet und gegängelt wurde, ging ihm gewaltig gegen den Strich. Wenn er sie in ihrem züchtigen Kleid, den Schnürstiefeln, den Handschuhen und dem unvermeidlichen Sonnenschirm an Deck stehen sah, wie sie mit sehnsüchtigen Blicken ihre Brüder beobachtete, tat sie ihm von Herzen leid. Er fand diese Art der Erziehung durch und durch widernatürlich um nicht zu sagen brutal und er war sehr froh, dass seine eigenen Töchter sehr viel ungezwungener und natürlicher aufwachsen konnten. „Ich glaube es ist besser du gehst jetzt nach unten und ziehst dich ordentlich an. Wenn dich deine Mutter oder der Pastor in diesem Aufzug sehen, wirst du reichlich Ärger bekommen.“ Mit einem tiefen Seufzer nickte Marie-Helene, warf einen letzten sehnsüchtigen Blick in Richtung Samoa und trottete dann mit hängenden Schultern zum Niedergang. Ehe ihr Kopf in der schmalen Luke verschwand, drehte sie sich noch einmal um. „Sie werden mich doch nicht verpetzen, oder?“ Er legte den Zeigefinger auf seinen Mund. „Meine Lippen sind versiegelt“, antwortete er mit verschwörerischem Grinsen. Kapitän Gustafssons Schätzung erwies sich als ziemlich exakt. Kurz nach zwölf Uhr hörte Marie-Helene das Rasseln der Ankerkette, während sie ungeduldig die letzten Kleidungsstücke in die große lederne Reisetasche stopfte. Ihre Mutter hatte sie ziemlich unwirsch am Arm gepackt und gewaltsam nach unten in ihre Kabine gezerrt, weil sie auch die vierte Aufforderung ihre Sachen zu packen geflissentlich ignoriert hatte. Sofort nach dem Frühstück hatte sie sich einen Platz an der Reling gesucht und die Insel nicht mehr aus den Augen gelassen, beinahe so als hätte sie Angst, das Eiland könnte sich in Luft auflösen, wenn sie es auch nur einen winzigen Augenblick aus den Augen ließ. Endlich! Das Messingschloss war eingeschnappt. Die Tasche war zu. Sie sah sich in der Kabine um, ob sie auch wirklich nichts vergessen hatte. Der kleine Raum sah jetzt genauso leer und öde aus, wie an dem Tag, als sie ihn zum ersten Mal betreten hatte. Kaum zu glauben, dass dies erst einige Wochen her war. Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit. Hamburg, ihr Elternhaus in der vornehmsten Wohngegend der alten Hansestadt, ihre Freundinnen, die Näh- und Singkränzchen ihrer Mutter, das Höhere Töchter Institut, Frau von Berlitz! Alles hatte sie in dieser kurzen Zeitspanne hinter sich gelassen. Es waren für sie nur noch verschwommene Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit. Eine hoffentlich für immer in der Versenkung verschwundene Episode ihres Lebens, die niemals wiederkehren würde. Energisches Klopfen riss sie aus ihren Gedanken. Es war einer der Seeleute. „Ich soll die Sachen des gnädigen Fräuleins holen.“ Marie-Helene deutete auf die Tasche. „Danke schön“, sagte sie und lächelte ihm fröhlich zu. Bedauerlich, dass ihre Mutter das jetzt nicht sehen konnte. Sie hätte das Lächeln als höchst ungebührliche Vertraulichkeit eingestuft und sich sicher sehr über das undamenhafte Verhalten ihrer Tochter geärgert. Oben herrschte geschäftiges Treiben. Sämtliche Matrosen waren an Deck. Sie schienen vollkommen ziel- und planlos hin und her zu rennen, in die Wanten hinauf zu klettern nur um dann in affenartiger Geschwindigkeit an irgendwelchen Tauen wieder herunter zu rutschen. Das ganze Schiff hallte wider von lauten Rufen und Geschrei. Sie vermutete zwar, dass jeder wusste was er tat und ein gewisses System hinter dem Ganzen stecken musste, aber in ihren Augen war es nichts anderes als ein wildes, heilloses Durcheinander. Marie-Helene suchte sich einen Platz an der Reling, wo sie nicht im Weg stand und von wo sie deshalb auch keiner vertreiben konnte und sie in Ruhe alles beobachten konnte. Aber es war nicht das Schiffsdeck, dem ihre ganze Aufmerksamkeit galt. Es war der Hafen. Eigentlich war es kein richtiger Hafen. Zumindest nicht so wie der in Hamburg, mit riesigen Lagerhäusern und vielstöckigen Kontoren, turmhohen Ladekränen und unzähligen Schiffen aus aller Welt. Es war eine halbmondförmige Bucht, in der die ‚Kläre-Auguste‘ vor Anker gegangen war. Sie schätzte die Entfernung bis zum Ufer auf fünfhundert Meter. Wobei sie sich auch leicht irren konnte. Entfernungen zu schätzen war nicht unbedingt eine ihrer Stärken. Das also war Apia! So hatte sie es sich in ihrer Phantasie ausgemalt: Weiß gestrichene Holzhäuser mit flachen Dächern und rundumlaufenden Veranden, Kokospalmen, deren Wedel sacht im warmen Wind schaukelten, haushoch wuchernde Bananenstauden, die jede noch so kleine Lücke zwischen den Häusern auszufüllen schienen, ein blendend weißer Sandstrand, der von einer Spitze des Halbmonds bis zur anderen reichte, eingerahmt von grün überwucherten Bergen und über allem ein so tief dunkelblauer Himmel, wie ihn Marie-Helene noch nie gesehen hatte. Als sie ihr neues Zuhause einer etwas intensiveren Betrachtung unterzog, stellte sie ziemlich ernüchtert fest, dass es eigentlich kaum mehr als zehn dieser weißen Kolonialvillen gab. Der Rest waren Hütten. Nein, wenn sie genauer hinsah, waren es noch nicht einmal Hütten. Es waren lediglich riesige, mit Palmwedeln gedeckte Dächer, die auf dicken roh zugehauenen Baumstämmen ruhten. Der eigentliche Hafen bestand aus zwei großen, hölzernen Lagerhäusern, die zwar richtige Wände hatten, aber nicht zu vergleichen waren mit den riesigen, festgefügten Backsteingebäuden in Hamburg.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Paradies im Mondlicht»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Paradies im Mondlicht» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Erica Spindler - Tylko Chłód
Erica Spindler
Erica Spindler - Cause for Alarm
Erica Spindler
Erica Spindler - Dead Run
Erica Spindler
Erica Spindler - In Silence
Erica Spindler
Anna-Irene Spindler - Die Frau vom Schwarzen See
Anna-Irene Spindler
Anna-Irene Spindler - Schwingen des Adlers
Anna-Irene Spindler
Anna-Irene Spindler - Braune Augen
Anna-Irene Spindler
Jona Mondlicht - Unverglüht
Jona Mondlicht
Отзывы о книге «Paradies im Mondlicht»

Обсуждение, отзывы о книге «Paradies im Mondlicht» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x