Ralf J. Schwarz - Weg, einfach weg

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Wem von uns geht es nicht manchmal so? Am liebsten würde man alles hinschmeißen und weglaufen.
Andreas van Geerden geht es ebenso. Er ist reich, erfolgreich, hat ein riesiges Haus, aber er ist trotzdem nicht glücklich. Deshalb beschließt er, in der tiefsten Nacht, wie ein Dieb auf der Flucht, wegzugehen. Sorgfältig hat er alles geplant, jedoch fehlt ihm jemand, der ihm einen kleinen Dienst erweist.
Er bittet seinen Freund Hartmut darum. Dieser willigt ein. Um eine falsche Spur zu legen, versenkt er van Geerdens Wagen. Dabei wird der von einer Radarkontrolle fotografiert und gerät so unter Verdacht.
Während Andreas van Geerden auf der Suche nach seiner Freiheit ist, kämpft nun sein Freund darum, nicht von den Gesetzesmühlen zermahlen zu werden.

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May zog die Augenbrauen hoch. Schon in ihrem ersten Gespräch hatte er die Nähe zur polnischen Grenze betont. Aber anscheinend hatten die Sachsen erst noch vierzig Jahre aufzuholen. So was dauert halt. »Aha, und was haben sie herausgefunden?«, fragte er schließlich und versuchte Interesse zu heucheln. Viel lieber hätte er aber ins Telefon gebrüllt: »Lass mich doch in Ruhe mit Deinen Lappalien. Ich will meinen Frieden haben und da interessiert mich doch so ein Bonzenauto nicht.« »Im Wagen waren sämtliche Fingerabdrücke weggewischt. Sorgfältig und sauber gereinigt. Aber da ja bei uns in Sachsen die klügsten Köpfe herkommen, haben unsere Techniker doch etwas gefunden. Die gehören schon zu den Besten!« Volker verdrehte die Augen. Solche Selbstbeweihräucherung mochte er überhaupt nicht. Genervt, aber freundlich fragte er: »Und was haben Sie gefunden?« »Na, Fingerabdrücke. Und das an verschiedenen Stellen im Wagen. Da hat der Täter wohl nicht aufgepasst. Das spricht nicht gerade für die Polen. Die sind da viel gründlicher. Diese Fingerabdrücke haben wir innen im Handschuhfachöffnerhebel gefunden. Sie wissen schon, dort wo man mit dem Finger rein greift um den Knopf zu öffnen. Schön blöd wenn man vergisst, dort die Fingerabdrücke abzuwischen. Aber das ist immer ein guter Platz um zu suchen. Das vergessen die meisten Verbrecher. Auch auf den Knöpfen für die Sitzverstellung und vor allem am Spiegel. Schön blöd gelaufen für den Autodieb. Aber wenn Sie mich fragen, das war kein Profi. Jetzt die schlechte Nachricht. Wir haben keinen Treffer bei unserem Datenbankabgleich. Der Dieb ist bei uns nicht bekannt.« »Sie können mir die Abdrücke ja mal zuschicken, dann lasse ich die mal durchlaufen«, bot May an. »Mach ich, aber ich hab noch was. Wir haben die Radarfallen im Umkreis auf die Autonummer überprüft, und »Bingo«, hatten wir einen Treffer. Der Dieb war so dumm und hat sich fotografieren lassen. Ein nettes, kleines Foto. Man kann das Gesicht eigentlich gut erkennen. Und das habe ich Ihnen auch schon gemailt. Und jetzt noch mal zum Autobesitzer. Da auf dem Radarfoto den ganzen Wagen sieht, können wir davon ausgehen, dass Herr van Geerden nicht im Auto saß. Und nun kommen Sie ins Spiel. Sie sollten mal abklären, wo der Mann abgeblieben ist. Hier scheint er jedenfalls nicht zu sein. Aber wir haben seine Handydaten untersucht. Sein Mobiltelefon hat sich zum letzten Mal in einer Sendeeinrichtung in Grimma eingeloggt. Das Handy war also hier. So weit unsere Ermittlungen.«

»Wow, das nenne ich gute Arbeit«, heuchelte Volker Interesse. Dabei interessierte er sich nicht für den Vorfall und nicht für Andreas van Geerden. Vielleicht war er einfach mit seiner Geliebten in Urlaub gefahren und man hat am Flughafen sein Auto geklaut. Er war Kommissar im Dezernat für Gewaltverbrechen. Und nicht bei der Truppe die sich mit solchen Diebstählen beschäftigte. Dieser Clown Andrä hatte nur seine Nummer bekommen, weil niemand mehr sonst im Büro gewesen war. Und jetzt belästigte ihn der Sachse schon wieder. Obwohl er anerkennen musste, dass das schon eine gute, saubere Arbeit war. Ermitteln konnten die schon. »Das war es eigentlich schon«, sagte Andrä schließlich, »wenn Sie irgendwelche Erkenntnisse gewonnen haben, können Sie mir ne kurze Mail schicken. Dann rufe ich Sie zurück. Ich weiß ja, Sie stecken immer bis zum Hals in Arbeit.« Andrä verabschiedete sich und Volker May versprach, wenn es seine knappe Zeit zuließ, würde er sich schnellstmöglich melden.

Kurze Zeit später kündigte der Computer mit einem freundliche, aber aufdringlichen »Ping« eine neue Mail an. Kurz sah er sich das aus Sachsen geschickte Radarfallenfoto an und druckt es anschließend aus. Schließlich musste er lächeln. Heute meinte das Schicksal gut mit ihm. Jetzt hatte er einen Grund, Frau van Geerden zu besuchen. Bei seinem ersten Besuch hatte er mit klopfendem Herzen dieser attraktiven Frau gegenüber gesessen und sich dabei wie ein pubertierender Teenager gefühlt. Jede ihrer Bewegungen, jede Regung ihre Mimik, ihr federnd leichter Gang, einfach das Gesamtpaket hatten seinen Verstand aussetzen lassen, vielleicht nicht ganz, aber sein Bewusstsein war bei ihrem Anblick ein Stockwerk tiefer gerutscht. Stundenlang hatte er nach dem Besuch auf seiner Terrasse gesessen und überlegt, mit welcher Begründung er noch einmal dort vorbeischauen konnte. Amor musste ein gebürtiger Sachse gewesen sein, hatte er ihm doch einen Vorwand in Form des Fotos geschickt.

Wie die Aussicht auf das Wiedersehen mit dieser rassigen Schönheit auf seine Gemütslage eine positive Auswirkung zu haben schien, verblüffte Volker May. Vielleicht waren es gar keine Migräneanfälle, die ihn heute Morgen leiden ließen, möglicherweise lag es einfach daran, dass er nach den zwölf Bier die er sich am Abend genehmigt hatte, nicht gut geschlafen hatte. Als er vor die Tür des Präsidiums trat, störte ihn nicht einmal die vom Himmel brennende Sonne. Eher genoss er die Wärme die sich bis in sein Innerstes vorarbeiten sollte. Gedankenversunken stieg er in seinen Dienstwagen. Er dachte über van Geerden nach. Die aufkeimende Fiktion, der Vermisste bliebe vermisst, verdrängte er sofort wieder. Obwohl ihm der Gedanke nicht unangenehm war. Schließlich war er Polizist und das war kein Spaß.

Kurz vor elf Uhr schellte er an van Geerdens Tor um Minuten später im Wohnzimmer bei Ute van Geerden zu sitzen. Nach einigen Sätzen in denen er sich nach ihrem Befinden erkundigte, kam er schließlich zum Anlass seines Besuches. Er zog das Foto aus der Tasche und zeigte es ihr.

»Frau van Geerden, kennen Sie diesen Mann auf dem Bild? Er ist wahrscheinlich der Dieb ihres Wagens.« Ute nahm den Papierbogen in die Hand und sah das pixelige Foto genau an. May beobachtete sie genau. Schon beim ersten Blick konnte er ihre erschreckten Gesichtszüge sehen, die heftige Reaktion deutete darauf hin, dass sie den Mann zu kennen schien.

»Oh, ich bin unhöflich, möchten Sie etwas trinken? Ein Wasser, einen Saft? Wir haben auch alkoholfreies Bier da. Möchten Sie vielleicht eines?«, bot ihm Ute an. »Gerne, wenn Sie mir ein Glas Wasser geben könnten«, antwortete May während ihm ein Schauer, langsam als sei es eine Horde Ameisen, über seinen Rücken nach unten lief. »Ein Bier, ein richtiges Bier!«, schrie sein Unterbewusstsein jedoch laut. Wasser, wann hatte er zum letzten Mal Wasser getrunken? Sein Körper verlangte eine ordentliche Portion Alkohol, egal in welcher Form. Aber er musste ja nicht gleich seinen verlangenden Gedanken nachgeben und sich als Trinker outen. Nein, er konnte widerstehen Für diese Frau, würde er allem anderen widerstehen.

Ute van Geerden stand auf und verließ den Raum. Volker schaute ihr nach. Schwungvoll und vielversprechend bewegte sich ihr Becken und versprach mit jedem Schritt das Paradies. Hormongeschüttelt stand er ebenfalls auf und betrachtete die Bilder die an der Wand über einem ausladenden Sideboard hingen. Übliche Fotos, Andreas van Geerden in den verschiedensten Posen, auf einem Segelboot, auf einem Berg, das übliche eben. Auch einige Bilder ihr hingen dort. Unglaublich schön war sie ihn ihrer Jugend gewesen. Noch heute raubte diese Frau seinen Atem, aber wäre sie ihm vor zwanzig Jahren begegnet, hätte sein Herz aufgehört zu schlagen, dessen war er sich sicher.

Auf dem hüfthohen Schrank standen einige Dekorgegenstände, daneben eine Vase mit violetten Blumen. Ein edler, aus exotischen Hölzern hergestellter Kasten, nicht viel größer als eine Männerhand, erregte seine Aufmerksamkeit. Von Neugier gepackt, spähte er zur Tür in der Ute van Geerden verschwunden war. Keine Geräusche die von ihrer Rückkehr kündeten, waren zu hören. Er griff nach der Kiste, drückte den kleinen, goldenen Verschluss auf und staunte. Eine, in mattem Gold gehaltene, Uhr des renommierten Genfer Herstellers Patek Philippe lag vor ihm. Sein Herz begann schneller zu schlagen. Er kannte diesen Chronographen. Als begeisterter Leser einiger namhafter Uhrenzeitschriften war ihm schon der Name wie der Gesang der Engel. Patek Philippe. Das war nicht einfach eine Uhr, nein, das war ein Kunstwerk in Gold, ein Lebensbeweis eines wahren Gottes, der in einer Minute guter Laune den Künstler geküsst hatte.

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