Patty May - Sieben Tage

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Altersfreigabe ab 13 Jahre.
Der Amoklauf an einer Gesamtschule im Alten Land erfüllt die Bewohner eines idyllischen kleinen Elbdorfes mit Entsetzten.
Mehrere Jungen sind in den Vorfall verstrickt, doch inwiefern ist die 15-jährige Anne darin verwickelt?
Ein dunkles Geheimnis liegt wie ein Schatten über der Familie des Mädchens und gibt Rätsel auf. Und auch die Jungs haben so einiges zu verbergen.
Aber wer von ihnen könnte zu solch einer furchtbaren Tat fähig sein?
Innerhalb einer Woche setzt sich eine verhängnisvolle Kettenreaktion in Gang, die das Leben aller Beteiligten von Grund auf verändert.
Was geschah in den letzten sieben Tagen?

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Silkes Stimme hallte dröhnend durch den kleinen Raum.

„Was wirfst du mir eigentlich vor? Dass ich mich nicht um dich gekümmert habe?“, gab ihre Mutter genauso laut zurück.

„Ja, genau das! Wann hattest du mal Zeit für mich? Zuerst kamen immer deine Äpfel und deine Arbeiter und deine Maschinen und erst dann, ganz zum Schluss, kam ich!“ Charlotte saß steif wie eine Statue am Tisch.

„Silke, ich habe außer Landwirtschaft nichts gelernt. Dies ist der Hof meines Vaters, und ich war es ihm und meinem verstorbenen Mann schuldig, ihn so lange es geht zu halten. Allein mit einem Baby, kannst du dir auch nur im Entferntesten vorstellen, was das bedeutet? Ich habe mich als Bäuerin mehr als genug beweisen müssen, ich habe mehr und härter als mancher Mann gearbeitet, um uns beide über Wasser zu halten. Diese Äpfel haben uns ein Einkommen gesichert und ein gutes Leben beschert. Ja, ich hatte wenig Zeit, aber du warst mir immer wichtig. Du ... du bist doch das Einzige, was mir noch blieb!“ Die Erklärung war einleuchtend, trotzdem weigerte sich Silke, dies auch nur im geringsten Maße anzuerkennen.

Ihre Mutter war einst ihre einzige Vertraute gewesen, vielleicht hasste sie deshalb diesen Hof so eifersüchtig. Silke konnte sich selbst nicht eingestehen, was sie der Mutter eigentlich vorwarf. Sie wollte Charlotte nicht verzeihen, was man ihr in der Kindheit angetan hatte. Wusste sie überhaupt, wie sehr sie darunter gelitten hatte?

Es lag so lange zurück, inzwischen war Silke achtunddreißig, hatte einen Mann und ein Kind. Manchmal konnte sie die Vergangenheit schlicht vergessen, bis sich die Erinnerung erneut an die Oberfläche kämpfte.

Diese Wunden wollten einfach nicht heilen.

„Warum ist er fortgegangen? Warum hat er nie nach mir gesucht?“

Sie hatte diese Fragen nicht stellen wollen, die Worte entschlüpften ihren Lippen, bevor es ihr richtig bewusst wurde.

„Silke, es tut mir so leid. Hätte Chrishan gewusst, dass ich ein Kind erwarte, er hätte uns ... hätte dich nie verlassen!“

***

Es war ein perfekter Tag. Das sonst so verhasste Putzen und Aufräumen war ihr leicht von der Hand gegangen. Die Küchenzeile glänzte, frei von benutztem Geschirr. Jacken und Schuhe fanden ihren Platz in der Garderobe statt davor, und im Wohnzimmer hätte man vom Boden essen können. Auf dem Tisch stand nun ein silberner Kerzenleuchter, neben dem Anne einen kleinen Blumenstrauß aus dem Garten platzierte, als sie überraschend die Schritte ihrer Mutter im Flur vernahm, deren Absätze über das Parkett klackerten.

„Wieso bist du denn schon zu Hause?“

Grußlos marschierte Silke an ihrer Tochter vorbei, nahm sich ein Glas und füllte es an der Spüle mit Leitungswasser.

„Stör ich vielleicht?“ Mann, hatte die wieder schlechte Laune! Anne startete einen neuen Versuch.

„Ich hab aufgeräumt!“, verkündete sie stolz. Durstig trank Silke das kühle Wasser und schielte über den Glasrand zu ihrer Tochter.

„Aha.“

Es klang belegt.

„Schön, dass du auch mal was tust!“ Was sollte das denn nun wieder heißen? Anne schluckte schwer und verkniff sich gerade noch eine freche Erwiderung. Zufrieden beobachtete sie, wie ihre Mutter sich in der Küche umsah, durch die offene Tür ins Wohnzimmer schaute, bis ihr Blick nun misstrauisch bei Anne hängen blieb.

„Willst du mir irgendwas mitteilen?“

„Was?“, verwirrt schaute Anne sich um.

„Also, was hast du wieder angestellt?“ Wieso denn angestellt? Glaubte sie wirklich, Anne hätte den ganzen Nachmittag geputzt, weil sie etwas ausgefressen hatte? Und was meinte ihre Mutter eigentlich mit wieder? Das klang ja, als würde es mit ihr ständig Ärger geben! „Ich hab gar nichts angestellt!“, erklärte sie entrüstet. Argwöhnisch wurde der Raum ein zweites Mal inspiziert. „Das hast du wirklich toll gemacht!“

Lächelnd streichelte Silke über Annes Arm.

„Es war ein anstrengender Tag. Komm, setzen wir uns eine Weile aufs Sofa!“ Das klang ja wie ein Friedensangebot! Vergessen war die launische Begrüßung, und voller Vorfreude hüpfte Anne ins Wohnzimmer, um ihrer Mutter die Neuigkeit zu verkünden.

„Wie war‘s in der Schule?“ Endlich, Anne hatte schon befürchtet, sie würde nie fragen.

„Super!“, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen.

Warum guckte sie denn schon wieder so komisch? Egal, jetzt ließ sie die Bombe platzen, bevor sie noch daran erstickte!

„Wir hatten wieder Theater AG, du weißt doch, wir führen bald dieses Stück für die Abschlussklassen auf ...“

Aufgeregt wippte Anne auf ihrem Platz.

„Jedenfalls hat Herr Friggen mich für die Julia vorgeschlagen!“

Jetzt musste die Mutter einfach stolz auf sie sein!

„Hast du dir das auch gut überlegt? Es ist ja keine Kleinigkeit, vor der ganzen Schule zu stehen und so ein anspruchsvolles Stück vorzutragen. Also ich weiß nicht, du bist sonst so ängstlich, am Ende blamierst du dich noch!“ Anne hatte einen großartigen Moment erwartet, auf diese Reaktion war sie nicht vorbereitet.

„Außerdem musst du sicher eine Menge Text lernen, nicht dass die Schule darunter leidet! Die ist nun mal wichtiger!“

„Aber das Schuljahr ist doch fast um und die Arbeiten ...“

Natürlich fiel ihrer Mutter sofort die Englischarbeit ein,

und Anne musste gestehen, dass diese wohl nicht ganz nach ihren Wünschen ausfallen würde.

„Du weißt, wie wichtig Englisch ist! Das brauchst du dein Leben lang und du willst doch Abitur machen!“ Nein, SIE wollte, dass Anne das Abitur machte! Und wieso mussten sie ausgerechnet jetzt darüber diskutieren?

Mit zusammengebissenen Zähnen starrte Anne zu Boden.

„Mensch, Kind. Dass du mir immer solchen Kummer machst! Du musst endlich mal begreifen, dass du für dich lernst. Später willst du doch studieren und einen guten Job bekommen! Dafür muss man sich aber anstrengen und gute Noten schreiben!“ Trotzig spitzte Anne die Lippen, sie hatte ihren Beruf.

„Tierpflegerin! Anne, werd endlich erwachsen! Das ist doch

völlig indiskutabel!“

Das war zu viel. Ihre Mutter hatte wieder diesen verhassten Ton an sich, der keine weitere Diskussion duldete. Widerspruch war zwecklos, er würde obendrein den Zorn ihrer Mutter heraufbeschwören und die Situation nur verschlimmern.

Für Silke war das Thema damit abgeschlossen, für sie noch lange nicht. Warum nahm sie Anne nicht einmal ernst?

Sie musste heftig schlucken, um die Tränen aufzuhalten.

Die Mutter hielt ihren Vortrag, ohne Annes Regung zu bemerken, bis diese deren Rede brüsk unterbrach und plötzlich Hausaufgaben vorschob. Verwirrt blickte Silke der Tochter kopfschüttelnd nach, die übereilt die Treppe hinaufstürzte und in ihrem Zimmer verschwand.

Anne schloss die Tür, als der Kummer sie mit aller Macht traf und ihre Tränen unaufhaltsam flossen. Schnell verkroch sie sich unter der Bettdecke, die ihre Schluchzer etwas dämpfte, bevor ihre Mutter es noch hören konnte.

Sie wollte ihr nicht in die Augen schauen, ihren Blick könnte sie jetzt nicht ertragen. Der Blick, mit dem die Mutter sie viel zu oft ansah und der Anne erzählte, wie abgrundtief enttäuscht sie war. Was auch immer sie tat, wie viel Mühe sie sich auch gab, es war nie genug. Sie, Anne, war niemals gut genug!

Alles machte sie falsch!

Den ganzen Tag hatte sie sich darauf gefreut, Silke von ihrem Erfolg zu berichten, und hatte sich vorgestellt, wie begeistert die wäre, wie sie beide jubelten und feierten.

Aber ihre Mutter hatte wie immer recht, Anne würde sich nur lächerlich machen, jämmerlich versagen, den Text vergessen oder sonst was Dummes tun.

Wie sehr sie sich wünschte, dass ihre Mama einmal, wenigstens ein einziges Mal stolz auf sie sein könnte.

Anne bewunderte sie für ihre Schönheit und Klugheit und wäre ihr gern ähnlich gewesen. Aber sie schaffte das nicht!

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