Patty May - Sieben Tage

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Altersfreigabe ab 13 Jahre.
Der Amoklauf an einer Gesamtschule im Alten Land erfüllt die Bewohner eines idyllischen kleinen Elbdorfes mit Entsetzten.
Mehrere Jungen sind in den Vorfall verstrickt, doch inwiefern ist die 15-jährige Anne darin verwickelt?
Ein dunkles Geheimnis liegt wie ein Schatten über der Familie des Mädchens und gibt Rätsel auf. Und auch die Jungs haben so einiges zu verbergen.
Aber wer von ihnen könnte zu solch einer furchtbaren Tat fähig sein?
Innerhalb einer Woche setzt sich eine verhängnisvolle Kettenreaktion in Gang, die das Leben aller Beteiligten von Grund auf verändert.
Was geschah in den letzten sieben Tagen?

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Nachdem ihr Name gefallen war, hatte Anne bereits nicht mehr zugehört. Die Hauptrolle! Damit hätte sie nie gerechnet!

Im ersten Moment wollte sie sofort aufbegehren und ablehnen, bis ihr bewusst wurde wem der Romeo zugedacht war.

Dem unheimlich süßen Jan! Und sie, Anne, könnte seine Julia sein! Wann würde sie noch einmal so eine Chance kriegen?

Langsam drang Maikes Stimme an ihr Ohr, vermutlich redete diese schon eine ganze Weile auf sie ein.

„Anne, das musst du einfach versuchen. Bitte! Tu‘s für mich! Du wirst eine wunderbare Julia sein, bitte, du kannst das!“

Auffordernd stieß Maike sie an.

„Ist ja gut! Vielleicht mach ich‘s ja wirklich.“

Annes Herz raste vor Glück.

Herr Friggen schloss soeben die Stunde.

„Wie gesagt, jeder kann erst mal ausprobieren, ob ihm seine Rolle liegt. Dann sehen wir uns am Donnerstag wieder.“

Zwei Tage bis Donnerstag, Anne konnte es kaum erwarten.

***

Für Silke Imhoff war dies ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag, wie immer saß sie verborgen hinter dem hohen halbrunden Tresen an der Buchhaltung und einem Berg von Abrechnungen. Der Empfangsraum der Anwaltskanzlei war großzügig gestaltet, es gab einen Kaffeeautomaten und eine Sitzecke für die wartenden Mandanten, mit zwei Ledersesseln und einem kleinen Glastisch. An den Wänden setzten Halogenleuchten die surrealen Drucke bekannter Künstler gekonnt in Szene, und ein riesiges Blumenbukett, das eigens jeden Montagmorgen angeliefert wurde, zierte ein kleines antikes Cabinet.

Bei ihrer Anstellung vor fast dreizehn Jahren hatte Silke noch ihr eigenes kleines Bürozimmer, mit ihrem Namenszug an der Tür. Sie war zwar kein Volljurist, aber sie hatte den Magister Juris an der Hochschule erworben und durfte in juristischen Angelegenheiten beraten.

Jetzt bekam sie keine eigenen Klienten mehr, und ihr Büro bestand nur noch aus diesem Schreibtisch im Vorzimmer.

Silke grübelte oft, wie es dazu hatte kommen können.

Lag es tatsächlich daran, dass sie die einzige weibliche Person in dieser Kanzlei war? Sie hegte schon lange den Verdacht, dass man sie deshalb benachteiligte. Rechtsberufe waren nach wie vor eine Männerdomäne. Das wurde zwar öffentlich bestritten, doch es reichte schon, sich genau anzuschauen, wie wenige Frauen tatsächlich im höheren Justizdienst oder als Amtsanwälte und Rechtspfleger arbeiteten. Waren ihre männlichen Kollegen, frisch von der Uni, vielleicht kompetenter? Jedenfalls beherrschten sie ihre Selbstdarstellung in Perfektion.

Selbstsicher und jung, dynamisch! War sie ihrem Chef zu alt?

Die Beschneidung ihrer Befugnisse hatte schleichend und unbemerkt begonnen. Die damalige Sekretärin der Kanzlei stand kurz vor dem Ruhestand und hatte dank einer ständig neuen Krankschreibung oder Kur viel zu oft durch Abwesenheit geglänzt. In diesen Zeiträumen übernahm Silke notgedrungen deren Aufgabenbereich wie Terminvereinbarungen und Aktenführung. Doch irgendwann hatte sie wohl den Absprung verpasst, und für alle wurde es selbstverständlich, dass sie Schriftsätze und Rechnungen erstellte. Bei einem klärenden Gespräch hatte ihr Chef unmissverständlich klargemacht, dass sie sich gerne neu orientieren könne, falls sie mit den ihr zugewiesenen Arbeiten nicht einverstanden wäre, er es aber natürlich sehr bedauern würde, auf ihre gute Mitarbeit zu verzichten. Nach dieser unverblümten Drohung gab Silke sich vorerst geschlagen, gleichwohl in der Hoffnung, dass dieser Zustand nicht von Dauer sein würde und ihre Leistungen nach gegebener Zeit die entsprechende Würdigung fänden.

Heute konnte sie ihre eigene Naivität nur belächeln.

Schon lange schwelten Frust und Unzufriedenheit in ihrer Brust wie ein hässliches Geschwür, das mit jedem Tag ein bisschen größer und unerträglicher wurde.

An ihrem Arbeitsplatz bemühte sie sich, ein zuvorkommendes und freundliches Wesen zu zeigen, aber kaum dass sie am späten Nachmittag die Bürotür schloss, vermochte sie diese Fassade nicht länger aufrechtzuerhalten. Wenn sie nach Hause kam, war sie oft übelgelaunt, erschöpft und äußerst reizbar. Sie wusste nur zu gut, dass sie die eigene Frustration an ihrer Familie ausließ. Der jahrelange Kampf um Anerkennung forderte seinen Tribut, ihr Nervenkostüm war dünn geworden.

Sollte es so weitergehen, würde die aufgestaute Wut und Verbitterung sie unweigerlich zerfressen.

Es wurde Zeit, eine klare Entscheidung zu treffen und diesen unbefriedigenden Zustand zu beenden. Sie brauchte neue Herausforderungen, eine Arbeit, die sie wieder ausfüllte.

Das Leben bot immer vielfältige Möglichkeiten und Chancen, sie musste nur den Mut aufbringen, diese auch wahrzunehmen.

Ihr Chef hatte recht, sie sollte sich neu orientieren!

Sie hatte gute Kontakte zu anderen Kanzleien. Warum sollte sie diese nicht zu ihrem eigenen Vorteil nutzen?

Die letzte Klientin betrat den Empfang und erkannte Silke auf Anhieb. Kathrin Bösch, ganz aus dem Häuschen, ihre ehe-

malige Klassenkameradin hier anzutreffen, sprudelte vor Redseligkeit fast über, sodass ihr völlig entging, wie überaus reserviert sich Silke verhielt. Die hatte auch nach all den Jahren nicht vergessen, wie gemein und geringschätzig sie früher in der Schule von den anderen Kindern behandelt worden war.

Nur weil sie anders war!

Dabei hatten ihre Mitschüler nur das weitergeplappert, was sie im eigenen Elternhaus aufgeschnappt hatten.

Seitdem verachtete und fürchtete Silke nichts mehr als Gerede. Fast schon paranoid mied sie alle Dorffeste, den Einheimischen ging sie sorgsam aus dem Weg, und selbst ihren Einkauf erledigte sie in der Stadt.

Nie wieder würde sie sich zum Gespött der Leute machen!

An jedem anderen Ort hätte sie Kathrin schnell abgewimmelt, aber hier war sie ihr vorläufig ausgeliefert.

Wo blieb der Rahmann eigentlich, um die Nervensäge endlich in sein Büro zu bitten?

„Lass uns doch mal was zusammen machen”, flötete Kathrin

gerade, was Silke äußerst geschmacklos fand.

Wie sie diese falsche Freundlichkeit hasste!

Was sollte das ganze Theater überhaupt?

Demonstrativ beschäftigt blätterte Silke in einer Akte. Kathrin ließ sich davon nicht stören und plauderte munter weiter.

„Wird deine Mutter denn nun zu dir ziehen?“

Verblüfft schaute sie auf. Wie kam sie bloß darauf?

„Na, irgendwo muss sie ja nun wohnen. Oder behält sie das Haus? Kommt sie denn überhaupt noch alleine klar?“, fragte die Bösch neugierig. „Also ich weiß ja noch, wie das bei meinem Onkel war, pflegebedürftig, aber stur wie ein alter Esel. Wollte partout nicht ins Altersheim, hat gesagt, jeder, der versucht, ihn dahin abzuschieben, wird enterbt!“ , kichernd fügte sie hinzu: „Er hat seinen Dickkopf durchgesetzt!“

Silke verstand gar nichts von alledem. Was redete die da nur? Kathrin fuhr unbeirrt fort.

„Respekt, dass deine Mutter überhaupt so lange den Hof bewirtschaftet hat. Sie muss doch inzwischen fast an die siebzig sein? Man weiß ja nie, wie viele Jahre einem noch bleiben. An wen verkauft deine Mutter eigentlich? Ich habe gehört, die Köpkes wollen das Grundstück haben?“

„Wo hast du das gehört?”, fragte Silke scharf.

Erschrocken sah sie in Silkes verkniffenes Gesicht.

„Sag mal, weißt du etwa noch gar nichts davon?“

Welche Demütigung! Heiß überzog die Röte ihr Gesicht.

„Silke, ich konnte doch nicht ahnen. Ich dachte ...“

Pikiert hievte sich Kathrin aus dem schweren Ledersessel hoch, während Silke sichtlich um Fassung rang.

Der Rahmann stand plötzlich neben ihnen und bat Frau Bösch in sein Büro, die peinlichst berührt und dankbar entschwand. Bestürzt überlegte Silke, wie lange der Kollege wohl dem Gespräch gelauscht hatte, als der ihr süffisant ins Gesicht grinste und sie im Befehlston anwies, ihm und seiner Mandantin frischen Kaffee und Gebäck zu bringen.

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