Fortaleza bis Baía da Traição
Donatários 1535: João de Barros und Aires da Cunha
Bundesstaaten heute: Ceará, Rio Grande do Norte, Paraiba.
Strände heute: Fortaleza,
Costa Sol Nascente,
Praia de Pipa
Capitania de Itamaracá
Baía da Traição bis Igarassu.
Donatário 1534: Pero Lopes de Sousa
Bundesstaaten heute: Paraiba, Pernambuco.
Strände heute: Praias do Litoral Sul da Paraíba
Capitania de Pernambuco
Igarassu bis Mündung des Rio São Francisco
Donatário 1534: Duarte Coelho Pereira
Bundesstaaten heute: Pernambuco und Alagoas
Strände heute: Porto de Galinhas,
Costa dos Corais
Capitania da Baía de Todos os Santos
Mündung des Rio São Francisco bis Itaparica
Donatário 1534: Francisco Pereira Coutinho
Bundesstaaten heute: Sergipe und Bahia
Strände heute: Costa dos Coqueiros
Capitania de Ilhéus
Itaparica bis Comandatuba
Donatário 1534: Jorge de Figueiredo Correia
Bundesstaat heute: Bahia
Strände heute: Costa do Dendê,
Costa do Cacau
Capitania de Porto Seguro
Comandatuba bis Mucuri
Donatário 1534: Pero do Campo Tourinho
Bundesstaat heute: Bahia
Strände heute: Costa do Descobrimento,
Costa das Baleias
Capitania do Espírito Santo
Mucuri bis Itapemirim
Donatário 1534: Vasco Fernandes Coutinho
Bundesstaat heute: Espírito Santo.
Strände heute: Praia da Costa (Vila Velha)
Capitania de São Tomé
Itapemirim bis Macaé
Donatário 1536: Pero de Góis da Silveira
Bundesstaaten heute: Espírito Santo, Rio de Janeiro
Capitania de São Vicente 1
Macaé bis Caraguatatuba
Donatário 1534: Martim Afonso de Sousa
Bundesstaaten heute: Rio de Janeiro, São Paulo
Strände heute: Búzios, Arraial do Cabo, Cabo Frio
Copacabana, Ipanema, Leblon
Angra dos Reis
Ilha Grande
Capitania de Santo Amaro
Caraguatatuba bis Bertioga
Donatário 1534: Pero Lopes de Sousa
Bundesstaat heute: São Paulo
Capitania de São Vicente 2
Bertioga bis Cananéia/Ilha do Mel
Donatário 1534: Martim Afonso de Sousa
Bundesstaat heute: São Paulo
Capitania de Santana
Ilha do Mel/Cananéia bis Laguna
Donatário 1534: Pero Lopes de Sousa
Bundesstaaten heute: Paraná und Santa Catarina
Die Capitania São Vicente
Erste portugiesische Kolonie in Brasilien
Zur Anlage einer Kolonie braucht man Glück, viel Glück, den richtigen Zeitpunkt und eine günstige Lage.
São Vicente liegt im Süden von Brasilien, bald an der Grenze zum damaligen spanischen Südamerika. Weshalb wurde es eigentlich erste Kolonie in Brasilien? Es liegt doch so weit ab von Europa, so weit ab von Lissabon?
Seit dem ersten Landgang eines Portugiesen in Südamerika waren 30 Jahre vergangen. Brasilien war nicht wichtig. Es war ein neuer Erdteil abseits der wichtigen neuen Routen nach Asien.
Schließlich rüstete Portugal 1530 doch eine große Expedition.
Was heißt hier groß?
5 Schiffe und 500 Mann Besatzung um eine Küste von mehr als 6.000 km in knapp 3 Jahren abzufahren und zu kolonialisieren. Auf einer so langen Strecke müsste doch eigentlich jeder eine ganze Reihe von geeigneten Kolonien zu finden.
Was brauchen wir für eine gute Kolonie? Einen guten, sicheren und geschützten Hafen. Guten Grund und Boden und geschützte Lagen für die Errichtung einer Stadt.
Ein gutes Hinterland für Expansionen, gute und fruchtbare Anbauflächen für die Ernährung der Einwohner und vor allen Dingen eine ausreichende Wasserversorgung.
Wichtig ist aber auch das Verhältnis zu den Ureinwohnern, den Indianern.
Beste gesicherte Lagen sind natürlich ausreichend große Inseln an der Küste, leicht zu verteidigen und mit Kanälen und Meeresarmen für die Anlegestellen der Schiffe.
Martim Afonso de Sousa zog also im Dezember 1530 mit seiner Handvoll Schiffe los, überprüfte die vorliegenden Seekarten, untersuchte Strände, begutachtete Landungsmöglichkeiten, verhandelte mit Eingeborenen und vertrieb französische Korsaren.
Eine Kolonie, eine Siedlung wollte er gründen. Ein Stück von dem großen Kuchen Südamerika wollte er haben.
Aber welches?
So segelte Martim Afonso de Sousa also die ganze Atlantikküste entlang, immer auf der Suche nach seiner Kolonie.
Sie hatten die Insel Marajó im Amazonasdelta betreten, waren ein Stück den Tocantins, die Baia de Marajó hochgefahren. Hatten gelernt das die Indianer das große Flusssystem Maranhão nannten und erste Wörter in einer Sprache gelernt, die sie die gesamte Küste begleiten sollte. Die Tupí-Sprache. pará = das Meer und mhan = rennen oder frei übersetzt "das rennende Meer".Der heutige Name ist Amazonas.
Neben dem Kartografieren und dem Verteilen von Land mussten natürlich auch Namen für die neuen Gebiete erfunden werden. Aus pará-mhan muss wohl irgendjemand Maranhão verstanden haben. So bekamen die Kolonien ihre Namen ein Mal indianische, das andere Mal christliche.
Die Amazonasmündung war zu nass und zu heiß und die Insel Marajó zu schlammig. Das Gebiet sollten andere besiedeln.
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São Luis wäre eigentlich nicht schlecht gewesen. Es war aber noch nicht einmal auf de Sousas Merkzettel.
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Die Strandwüste der Lençóis Maranhenses, nur feiner Sand, kein Strauch, wo sollen wir ihr unsere Hütten bauen. Gut hier konnten die Siedlerkinder Strandläufe machen.
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Abwechselung gibt es schon, nach der Wüste ein Delta mit unzähligen Inseln und Wasserarmen, das Delta do Parnaíba. Gut hier gibt es Fische in Überfluss, aber in diesem Labyrinth verirrt man sich.
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Die Küsten der Costa Sol Poente, Küste des Sonnenuntergangs. Gut hier gibt es viel Wind und die Segel sind prall gefüllt. Aber Wasserski gibt es noch nicht. Ceará ("der laute Gesang des Aras") hatte keine guten Häfen.
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Costa Sol Nascente, Küste des Sonnenaufgangs und Praia de Pipa. Für einen Dünenritt haben wir keine Pferde dabei. Natal liegt in der Trockensavanne Caatinga ("weißes Land").
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Pernambuco wäre schon interessant gewesen. Olinda und Recife. Die vielen Kanäle, die Wasserarme und die Inseln. Das große Interesse der Franzosen. Vielleicht hat sich de Sousa den Ort gemerkt und als Joker aufbewahrt.
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Costa dos Corais, Küste der Korallenriffe. Da verlieren wir zu viele Schiffe.
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Dann das Delta des São Francisco. Der große Fluss der Trockensavanne. Gut geeignet als Grenze aber nicht als Siedlungsgebiet.
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Costa dos Coqueiros, die Küste der Kokospalmen und Salvador. Salvador? Die Bucht. Der geschützte Hafen. Der schöne Stadtstrand. Aber vom Hafen aus geht es in die Oberstadt hoch. Gut hier oben kann man Kanonen aufstellen und den Hafen schützen. Hier oben gibt es schöne Plätze, geeignet für prachtvolle Kolonialbauten. Und Wasser hat man hier oben auch in den angenehmen Seen. Nein, und noch mal nein, das tägliche Hochkraxeln und die riesigen Umwege um die Bucht um ins Landesinnere und nach Süden zu kommen, das war nichts für de Sousa.
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Costa do Dendê, Küste der Ölpalmen, Costa do Cacau, Kakaoküste, Porto Seguro, die Costa do Descobrimento, die Küste der Entdeckung. Erste Landung der Portugiesen in Brasilien von ca. 30 Jahren und freundliche Indianer. Schon interessant.
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