Alexander Pollak - HASSPREDIGER

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Johann G. scharrt bereits in den Startlöchern. Angesichts der großen Unzufriedenheit mit den Regierenden scheint sein politischer Aufstieg vorprogrammiert. Doch das sollte er nicht sein. Denn G. gehört zu den führenden Personen in Österreich, was die Anstachelung zu Hass und Menschenfeindlichkeit anbelangt. Er ist die Speerspitze einer Politikerriege, die das Zusammenleben in Österreich in seinen Grundfesten erschüttern will. Wie sehr und mit welchen Mitteln, zeigt dieses faktenreiche Buch, das niemanden aus der Verantwortung entlässt.

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Auf seinen Vater angesprochen, betont Gudenus junior, dass er nicht für die Abschaffung des Verbotsgesetzes sei, dass er schreckliche Taten nicht relativieren würde und dass er „nicht den geringsten Zweifel“ an der Existenz von Gaskammern im „Dritten Reich“ hätte. [4] Schließlich habe er jahrelang in der Schule Geschichte gelernt, so Gudenus junior. Der 8. Mai 1945 sei für ihn ein Tag der Befreiung vom Nazi-Joch und ein Tag des Gedenkens an Holocaust-Opfer, an Verfolgte und an Kriegsopfer. Allerdings hätten es die Jugendlichen satt, dauernd nur von der Vergangenheit zu hören und über diese sprechen zu müssen, so Johann Gudenus. [5]

Manchmal schweift Gudenus dennoch in die Vergangenheit ab. Wenn es etwa um Türken geht, dann ist es ihm wichtig, auf die letzte, mehr als 300 Jahre zurückliegende Belagerung Wiens durch das Osmanische Reich zu verweisen und nach einem neuen „Befreier“ zu rufen, der den „Untergang des Abendlandes“ verhindert. [6] Er denkt dabei an seinen Chef Heinz-Christian Strache und auch an sich selbst.

Doch bevor wir gänzlich in die Welt des Johann Gudenus eintauchen und seine Aussagen und Theorien überprüfen, einige Anmerkungen zu der Trickkiste, in die er greift, um Menschen auf seinen Kurs zu bringen.

Die Trickkiste von Jörg Haider

Johann Gudenus musste keinen seiner rhetorischen Kniffe selbst erfinden. Wie man Medien und Menschen beeinflusst, haben schon viele Politikerinnen und Politiker vor ihm ausgetestet. Einer, der das Spiel mit Rhetorik und Emotionen perfektioniert hatte, war Jörg Haider. Er hat die politische Kommunikation in Österreich maßgeblich beeinflusst, auch jene von Gudenus. Der einfachste und bewährteste Kniff von Haider war die konsequente Wiederholung.

Immer wieder wiederholen

Wiederholung schafft Wahrheit. Wenn ich etwas nur oft genug sage, dann brennt es sich in die Köpfe der Menschen ein. Johann Gudenus will Wahrheit schaffen, er muss sie schaffen, denn wenn er sie nicht schafft, ist sie vielfach nicht auf seiner Seite. Unzählige Male wiederholt Gudenus in seinen Aussendungen etwa den Satz „90 Prozent der Asylwerber sind Wirtschaftsflüchtlinge und illegal bei uns“. [7] Das Bild von den „90 Prozent Wirtschaftsflüchtlingen“, „90 Prozent Asylbetrügern“ und „90 Prozent in die soziale Hängematte Einwandernden“, wie Gudenus Asylwerber immer wieder nennt, [8] soll zu einem dominanten Bild werden, auch wenn es nicht der Realität entspricht. Wie weit diese Zahlenangabe von der Realität entfernt ist und wie Gudenus einmal plötzlich selbst ganz andere Zahlen verbreitete, werden wir später erläutern.

Zum Wiederholungs-Repertoire von Gudenus gehört auch der Satz: „Alle Rechte für Ausländer, alle Pflichten für Inländer.“ [9] Er weiß, dass viele Menschen das Gefühl haben, von den Regierenden nicht genug unterstützt oder gänzlich im Stich gelassen zu werden. Er will dieses Gefühl verstärken und lenken, indem er den Menschen erklärt, dass sich die Regierung um andere, nämlich um „die Ausländer“, kümmern würde, und zwar mehr als um „die Inländer“ und viel mehr als „diesen Fremden“ eigentlich zustünde. Aus einer Unzufriedenheit mit der eigenen Situation soll Unmut auf die „privilegierten Anderen“ und damit auch politisches Kleingeld für seine Partei werden.

Tag für Tag Dramatik

Johann Gudenus kann jedoch mehr als bloß wiederholen. Er weiß auch, was zu tun ist, damit publikumsstarke Medien seine Themen und Wortmeldungen übernehmen. Das Erfolgsgeheimnis: Er kopiert sie in ihrem Stil, um ihnen genau die Dramatik zu liefern, mit der sie tagtäglich ihre Leserinnen und Leser und deren Lust nach Aufregung bedienen.

Insbesondere das Schlechte in unserer Welt gibt fast immer eine gute Schlagzeile her. Gudenus interessiert sich jedoch nicht für alles Schlechte, sondern fast ausschließlich für das, was ihm bei der Beweisführung hilft, dass Migration Schaden anrichtet und Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Herkunft niemals in Frieden zusammenleben können. Er verarbeitet und kommentiert fast ausschließlich Verbrechen, Gewaltakte und sonstige üble Taten, die von Ausländern, Menschen mit Migrationshintergrund, Muslimen, etc. begangen wurden – also Personen, die Gruppen zugeordnet werden können, die auf seiner Feindbildliste stehen.

Apokalyptische Bilder und Untergangsszenarien spielen für die Medienarbeit von Gudenus eine tragende Rolle. Wer seine Aussendungen liest, will kaum mehr die Straße betreten und keinen Schritt mehr in öffentliche Verkehrsmittel setzen. „Gewalt bis hin zu Vergewaltigung und Messerstecherei sind in den Wiener U-Bahn-Stationen mittlerweile ebenso an der Tagesordnung wie ungenierter, offener Drogenhandel“, schreibt er etwa. [10] „Die U-Bahn und deren Stationen sind zu Zentren von Bettlern, Taschendieben, Schlägern, Drogenhändlern und auch von Schwerstkriminellen verkommen“, so das Bild, das er den Menschen einschärfen will. [11]

Gudenus ist sich im Klaren darüber, dass er Oberwasser gewinnt, wenn es ihm gelingt, Menschen in Angst und Unruhe zu versetzen. Angst und Unruhe sind die Grundlage dafür, dass er mit dem Finger auf diejenigen zeigen kann, die es zu bekämpfen und aus der Gesellschaft auszuschließen gilt, etwa die „Türken-Banden, die heimische Kinder und Jugendliche nieder prügeln“ oder die „Schwarzafrikaner, die unseren Nachwuchs vergiften“ oder die „sozialistisch-anarchistischen Randalierer, die durch die Gassen ziehen und dabei Wände beschmieren, Autos zerstören und Pflastersteine werfen“. [12]

Zahlen und Fakten spielen für die Bilder, die Gudenus zeichnet, meist nur eine untergeordnete Rolle. Die Kriminalitätsstatistik „streut allen Bürgern nur Sand in die Augen“, hielt Johann Gudenus einmal fest, als die Statistik seine Aussendungsschlagzeile „Sicherheitsfiasko in Wien“ nicht unterstützte. [13] Die Realität ist „viel dramatischer als die Zahlen“, so Gudenus, schließlich vergehe „kaum ein Tag, an dem man nicht von irgendeinem bewaffneten Raubüberfall oder einem brutalen Bandendelikt in Wien hört“. Darüber hinaus habe die „Dreistigkeit und Brutalität“ von „meist ausländischen Nachwuchsgangstern“ zugenommen, und das sei aus Statistiken eben nicht herauszulesen, so Gudenus. [14]

Den Wiener Bezirk Wieden, in dem er zur Schule gegangen und seit 2001 politisch verankert ist, erklärte Gudenus eines Tages zum „Mekka der Kriminellen“. „Die in Wien dramatisch ansteigende Armut und die Massenzuwanderung bringen auch ein Mehr an Kriminalität“, so Gudenus über seinen Bezirk. [15] Wie so oft, nannte er auch in diesem Fall keine Zahlen. Aus gutem Grund, denn die Unzufriedenheit mit der Kriminalitätsentwicklung in seinem Bezirk hätte er mit Statistiken nicht untermauern können. In keinem anderen Wiener Bezirk wurden im Zeitraum, als Gudenus seine Aussagen tätigte, weniger Anzeigen verzeichnet als auf der Wieden. Die 1.452 registrierten Anzeigen bedeuteten darüber hinaus einen Rückgang der Anzeigen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um fast ein Drittel.

Ein Fall genügt

Die Macht von Einzelfällen gehört mit zur stärksten Trumpfkarte von Gudenus. Ein einziger Verbrechensfall kann in der öffentlichen Wahrnehmung eine gut ausfallende Kriminalstatistik in den Hintergrund drängen, eine Verbrechensserie schlägt auch die allerbeste Statistik. Negative Vorkommnisse sind ein Stoff, der auch in guten Zeiten niemals ausgeht.

Johann Gudenus ist daher ständig auf der Lauer nach Vorkommnissen, die in sein Feindbildschema passen und die er nutzen und verallgemeinern kann. Es soll der Eindruck entstehen, als stünde jeder Fall für unzählige gleich gelagerte Fälle und für die tagtägliche Normalität. Damit lässt sich jedes Verbrechen als Beleg für den allgemeinen Verfall verarbeiten und jedes von einer ethnisch oder religiös zuordenbaren Person begangene Verbrechen als schlagenden Beweis für die Richtigkeit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verwenden.

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