„Wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn man über Sex spricht“, bemerkte Dorothy und Jenny ergänzte: „Und noch schneller, wenn man ihn hat!“
Nach einer innigen Umarmung eilte jede der beiden an ihren Arbeitsplatz zurück.
Am Abend besprach Jenny die Sichtweise Dorothys mit Dan. „Auch wenn ich Deine kleine, vorlaute, völlig überdrehte Freundin nicht wirklich ausstehen kann, muss ich ihrer Aussage doch beipflichten. So leid es mir auch tut, aber da ist etwas Wahres dran.
Vielleicht sollten wir ein Inserat aufgeben und uns vorab Fotos von den Kandidaten schicken lassen. Denn es ist doch immer besser, es mit hübschen, gut gebauten Männern zu tun zu haben als mit Geisterbahn-typen.“
Laut lachend stand er auf, holte den Laptop an den Tisch und rief die Homepage des bereits ausgewählten Swingerclubs auf. Gemeinsam gingen sie einige Profile der Site durch und waren zum Teil sehr enttäuscht.
„Da gibt’s wirklich viele Geisterbahnschaffner“, stellte Jenny etwas entmutigt fest. „Auch wenn ich vorhatte, mir die Männer nicht anzusehen, werde ich sie jetzt nicht mehr völlig ausblenden können. Ich glaube, für unser Vorhaben wäre es wirklich das Beste, ein Inserat aufzugeben.“
Beide beugten sich über den Laptop und Dan begann, in das vorgesehene Feld zu schreiben:
‚Für unseren am Freitagabend geplanten Gangbang suchen wir gepflegte Männer zwischen 25 und 39, intimrasiert und gut gebaut (ab 17cm). Bitte mit Telefonnummer (Jenny wird sich bei dir melden) und einem Ganzkörperfoto.’
„So“, sagte Dan erfreut. „Jetzt brauchen wir nur noch abzuwarten, wer sich meldet. Wir werden den Männern einfach Passwörter geben, damit sich keiner einschmuggeln kann. Was meinst Du?“
Jenny nickte zustimmend und öffnete das Postfach, in dem sich bereits die erste E-Mail eingefunden hatte.
Sie unterhielt sich in kurzen Abständen mit vier Männern am Telefon, die all sehr sympathisch klangen. Und auch die Bilder ihrer Körper waren recht ansehnlich; Gesichtsfotos wurden nur sehr selten verschickt. Zwischendurch allerdings meldeten sich neunzehnjährige Buben, Bierkutschertypen, ungepflegte Proleten und auch einige Pensionisten, die vermutlich bereits im Pflegeheim wohnten.
Nach zwei Tagen hatten sie die Fixzusagen von vierzehn gepflegten, herzeigbaren Herren. Dan machte ihnen allerdings klar, dass er sie nicht an seine Frau heran ließe, würden die Angaben im Profil nicht mit der Realität übereinstimmen. Damit war jeder einverstanden und versicherten, dass alle Angaben der Wahrheit entsprachen.
Jenny war komplett aufgekratzt und ihre Worte überschlugen sich förmlich. Nun hatte sie nicht nur ihren Gangbang in der Tasche, sondern obendrein auch noch vierzehn wirklich gut gebaute, hübsche Männer dafür. Sie konnte den Abend schon gar nicht mehr erwarten und sprach die nächsten Tage nur noch davon.
Um seiner Frau und sich selbst ein wenig mehr Sicherheit zu geben, besuchten sie zwei Tage vor dem großen Event den Club, um sich zu orientieren und um die Clubatmosphäre kennen zu lernen. Damit sie sich die Räumlichkeiten in Ruhe ansehen konnten, wählten sie jenen Tag, an dem er bereits um sechzehn Uhr öffnete. Zu dieser Zeit würde sicher kein allzu großer Besucherandrang herrschen.
Und sie behielten Recht. Der Swingerclub war zumindest im Eingangsbereich leer, aber eine recht freundliche Dame hieß sie willkommen und lud sie ein, sich mit ihr in den Barbereich zu begeben. Dan öffnete die schwarze Türe und sie betraten zum ersten Mal in ihrem Leben einen Club.
Als sie in der Bar standen, waren sie wegen der Helligkeit erstaunt. Sie hatten eher gedacht, dass eine solche Lokalität in Dunkelheit gehüllt war, die eventuell mittels einiger roter Lichter etwas erhellt sein würde.
Dennoch waren sie etwas angespannt und kamen sich verloren vor. Deshalb verließen sie den Barbereich, in dem ein Paar mit einem Glas Sekt saß recht rasch und begaben sich neugierig in das erste Zimmer.
Auf dem großen Bett, das von den Spiegeln an den Wänden und an der Decke unzählige Male reflektiert wurde, fanden mit Sicherheit sechs oder mehr Leute Platz. Eine ideale Spielwiese für Gruppensex, dachte Dan und verbot sich selbst weitere Fantasien zu diesem Thema.
Dennoch war er von der ganzen Atmosphäre schon ziemlich scharf geworden. Er nahm Jenny an den Hüften, drückte sie sanft zurück auf die Matratze und spreizte ihre Beine. Gierig leckte er an ihrer glatten Venus, drückte sein Gesicht an ihre feuchte Spalte und massierte mit der Zunge zärtlich ihre Liebesknospe.
Sein steifer Schwanz pochte gegen den dicken Stoff der Jeans, die er trug. Schon während er ihn aus seinem Gefängnis befreite, steckte er ihn Jenny in die Spalte. Nach nur wenigen Stößen entlud er sich mit einem zufriedenen Stöhnen in ihr.
„Was war das jetzt?“, fragte sie erstaunt und setzte sich auf.
„Entschuldige bitte“, raunzte er. „Das war nicht wirklich beabsichtigt. Ich war nur schon so scharf von der ganzen Umgebung. Es wird nicht wieder vorkommen, versprochen!“
Jenny nickte verständnisvoll, strich ihren Rock glatt und zog Dan weiter in den angrenzenden Raum. Sie wollte den noch ganzen Club sehen, ehe die Menschenmassen einströmten.
Das nächste Zimmer empfing sie schon mit etwas gedämpftem Licht. In einem nach vorne offenen Verschlag aus schwarzem Holz stand ein roter Ledergynstuhl mit schwarzen Lederriemen, um die Arme und Beine fixieren zu können. Aus den schwarzen Holzbrettern des Verschlags waren in verschiedenen Höhen Gucklöcher geschnitten worden. Jenny wunderte sich, dass hier so viele Möglichkeiten zum Spannen vorhanden waren.
„Hierher werden wahrscheinlich viele Paare kommen, die sich gerne beim Vögeln zusehen lassen, aber keine fremden Männer an sich heranlassen möchten. Und für Einzelmänner ist es immer noch besser, sie dürfen bei einem Realfick zusehen und sich einen von der Palme wedeln als vor einem der vielen Fernseher hier zu sitzen“, bemerkte Dan beiläufig und sah sich weiter um. Jenny dachte über seine Worte kurz nach und nickte zustimmend.
Im SM-Zimmer trafen sie auf eine Frau, die sich als Mary vorstellte. Sie erklärte den beiden, dass es hier üblich sei, sich in Dessous und nicht in Straßenbekleidung aufzuhalten. Sie würde darum bitten, sich in den Umkleidekabinen clubfein zu machen.
Die beiden entschuldigten sich mehrmals und erklärten den Grund ihres Besuches. Gleichzeitig bedauerten sie, keine entsprechende Kleidung dabei zu haben. Mary sah sie zwar kurz etwas unschlüssig an, gestattete ihnen letztendlich aber doch, den Rundgang in Straßenkleidung zu beenden.
Nachdem sie noch die Panoramadusche, die Glory Holes, den Darkroom sowie die diversen Themenzimmer gesehen hatten, verließen sie den Club mit pochenden Herzen. Schon alleine die Einrichtung war anregend und sie stellten sich vor, wie erotisierend es dort sein würde, wenn die Damen in neckischen Dessous und Herren in knappen Netzhöschen herumliefen oder es überall so richtig zur Sache ging.
Während der nächsten beiden Tage waren der Club und das bevorstehende Event Hauptthema ihrer Gespräche sowie ihrer Gedanken.
Als dann endlich der Freitagabend hereingebrochen war, betraten Jenny und Dan den Swingerclub, in dem bereits reger Betrieb herrschte. Schon am Eingang erregten die beiden vor allem bei den Singleherren sofort Aufmerksamkeit. Langsam schlenderten sie um das neu angekommene Paar herum und versuchten, vor allem mit Jenny Augenkontakt aufzunehmen. Mit pochendem Herzen und nassen Händen zerrte Jenny ihren Mann in die nächste Umkleidekabine und schloss hektisch die Tür. „Ich bekomme gleich einen Herzinfarkt“, gestand sie und fächelte sich mit der Hand Luft zu.
Dan lächelte und küsste sie sanft. „Lass Dir Zeit; uns drängt nichts und niemand“, hauchte er ihr ins Ohr und drückte sie an sich. Und in diesem Moment spürte sie, dass auch sein Herz ziemlich schnell schlug.
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