Ole R. Börgdahl - Ströme meines Ozeans

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Die junge Yvette folgt ihrem Mann Victor vom aufstrebenden Paris der Belle Époque ins koloniale Tahiti. Glückliche Jahre unter südlicher Sonne münden in einer Katastrophe, die das weitere Schicksal von Yvette und ihren Töchtern bestimmt.
Die Lebensgeschichte der Familie Jasoline spielt eine zentrale Rolle in dem Roman «Fälschung», dennoch erfährt der Leser nur wenig davon, was sich im Leben der Protagonisten ereignet hat. In diesem Roman begegnen dem Leser alle noch offenen Fragen, die im historischen Umfeld der noch nicht allzu fernen Vergangenheit beantwortet werden. Es wird die Geschichte der Familie Jasoline in den Jahren zwischen 1890 bis 1961 erzählt.

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Gayton, 20. September 1890

Wir sind doch noch zwei Tage länger geblieben. Seit gestern ist Onkel Gustave in Gayton, er löst uns ab. Onkel Gustave will sich vielleicht am Geschäft beteiligen, Vater hat so etwas angedeutet. Onkel Gustaves Geld wäre für Vater bestimmt sehr wertvoll, um in Liverpool erfolgreich zu sein. Nach England wird der Onkel allerdings nicht ziehen, niemals. Er klammert sich in Vannes zu sehr an sein Junggesellenleben. Er wollte ja damals nicht einmal mit nach Paris kommen, als es schon einmal so aussah, dass Vater und er das Geschäft gemeinsam führen würden.

Paris, 2. Oktober 1890

In einer Buchhandlung am Louvre, in der ich mich heute nach weiteren Werken von Jules Verne erkundigt habe, kam ich mit einem Verkäufer ins Gespräch. Er kannte alle Titel und hat mir verraten, dass die Reise um die Welt bereits einige Jahre vor Erscheinen des Buches von einem amerikanischen Geschäftsmann unternommen wurde. So ähnlich hat es Jules Verne ja auch Mrs. Bly erzählt. So ist an einer erdachten Geschichte wohl immer etwas Wahrheit.

Paris, 1. November 1890

Mein Geburtstag ist eher langweilig. Ich sitze nur herum, nicht einmal die Post ist gekommen. Es ist ein langweiliger Samstagvormittag. Victor hat noch Dienst. Wenigstens führt er mich heute Abend zum Essen aus. Ich schwöre, meine nächsten Geburtstage will ich nicht so alleine verbringen. Ich weiß, dass ich ungerecht bin. Victor hat extra den Dienst getauscht, damit wir den Sonntag zusammen verbringen können. Ich muss mich jetzt zwingen und mich auf den Abend und auf morgen freuen.

Paris, 11. November 1890

Ein Brief von den Eltern ist angekommen, endlich auch mit den Geburtstagsgrüßen. Es gab wohl irgendwo Verzögerungen mit der Post. Mutter und Vater sind wieder umgezogen, sie sind aber in Gayton geblieben, weil es ihnen dort so gut gefällt. Sie haben sich ein wenig umgesehen und tatsächlich ein Haus gekauft. Jetzt ist wohl beschlossen, dass sie länger in England bleiben, auch weil Vater mit seinem Kontor gute Geschäfte macht. Onkel Gustave hat sich nun doch nicht an der Firma beteiligt, er soll Vater nur etwas Geld geliehen haben.

Paris, 17. November 1890

Ich war bis gestern noch immer auf der Suche nach einer Trauzeugin, jetzt habe ich mich entschieden und es ist sehr praktisch. Alain ist Victors Trauzeuge und Camille, Alains Frau, wird die meine. Ich habe sie erst gestern kennengelernt und sie hat gleich zugestimmt. Camille und Alain sind schon seit fünf Jahren verheiratet und sie haben einen Sohn, Alain Junior. Jetzt ist auch diese kleine Schwierigkeit gelöst, niemand wird beleidigt sein, denn was liegt näher, ein Ehepaar als Trauzeugen zu erwählen.

Paris, 16. Dezember 1890

Die Wochen waren so lang und ich ersehne schon die ganze Zeit unseren großen Tag. Ich kann es kaum noch erwarten. Mutter ist seit gestern hier in Paris, Vater kommt erst am 20., die Geschäfte. Wir kaufen jetzt viel ein. Mit der Entscheidung für ein Kleid habe ich auch noch auf Mutter gewartet. Die Ringe haben Victor und ich natürlich bei Monsieur Rolland bestellt, sie werden herrlich aussehen. Mutter hat mir verraten, dass uns Vater das Haus in der Rue Marcadet schenken will. Victor ist einverstanden und hat sich auch sehr gefreut. Er wollte seine Wohnung in der Kaserne ohnehin aufgeben. Jetzt müssen wir uns wenigstens nichts Neues suchen und ich brauche mein zu Hause auch nicht zu verlassen.

Paris, 23. Dezember 1890

Jetzt sind alle da. Mutters Schwestern, Tante Carla mit Onkel Joseph und Tante Danielle mit Onkel Eugène. Die Cousins sind auch vollzählig, Pierre, Jacques, Roger und Bernhard und nicht zuletzt Cousine Anne, die mir verzeihen wird, dass sie nicht meine Trauzeugin ist. Onkel Gustave ist heute schließlich auch noch eingetroffen. Meine Familie. Victor bleiben nur seine Freunde, einige Kameraden, die er eingeladen hat und natürlich Camille und Alain Brunet. Aber es wird nicht mehr lange dauern und Victor hat eine große, eine ganz große Familie. Mutter und Vater übernachten heute noch einmal in der Rue Marcadet, dann ziehen sie ins Hotel, dort wo auch der Rest der Familie untergebracht ist. Es war nicht meine Idee, Mutter hat es bestimmt, denn ab morgen werden Madame und Monsieur Jasoline in der Rue Marcadet wohnen. Victor hat bereits zwei Koffer mit Kleidern bei uns untergestellt, den wenigen Rest seiner Habe wird er später nachholen. Heute Nacht schläft er ein letztes Mal in der Kaserne. Morgen früh sehen wir uns erst auf dem Standesamt.

Paris, 24. Dezember 1890

Eine kurze Notiz, eine ganz kurze. Heute ist unser großer Tag. In einer Stunde werden wir auf dem Rathaus vor dem Gesetz getraut, in zweieinhalb Stunden müssen wir schon in der Kirche vor dem Altar stehen. Ein enger Zeitplan, aber wir haben alles vorbereitet, die Droschken werden schon warten. Victor wird natürlich Uniform tragen. Ich liebe die blaue Uniform, sie passt zu meinem weißen Kleid, als wäre sie nicht für den Krieg, sondern für eine Hochzeit gemacht. Ich werde auch ein rotes Blumenbukett haben, und jemand hat gesagt, dass es zu Victors Uniformstreifen passen wird. Es ist schrecklich, worauf die Leute alles achten. Camille und Alain werden zweimal zum Einsatz kommen, aber ich denke sie werden es gut machen. Ich hoffe nur, dass ich nichts falsch mache. Von der Kirche aus geht es dann zur Feier. Wir werden vornehm Essen und nach der Hochzeitstafel mit der ganzen Gesellschaft einen Spaziergang unternehmen und uns schließlich zum Kaffee wieder im Restaurant einfinden. Der Nachmittag bleibt frei und erst für den Abend haben wir in der Rue Marcadet zu einem Umtrunk geladen, dies soll unseren Hochzeitstag beschließen. Ich hoffe es geht alles gut. Dies sind die letzten Zeilen von Madmoiselle Yvette Malcoue.

Paris, 26. Dezember 1890

Zweiter Weihnachtstag. Ich bin jetzt Madame Jasoline, ich muss mich erst noch daran gewöhnen. Die standesamtliche Trauung war für mich nicht die richtige Hochzeit, obwohl nur sie vor dem Gesetz gültig ist, wie Victor mir erklärt hat. Erst vor dem Pfarrer haben wir in meinen Augen richtig geheiratet. Ich war nicht aufgeregt. Zum Traualtar bin ich ohne Missgeschick gelangt, den ganzen langen Weg, durch die Kirche bis vor den Pfarrer und auch während der Trauung stand ich fest neben Victor, neben meinem Bräutigam. Victors Kameraden haben vor der Kirche Spalier gestanden. Mein Kleid war so schön. Mutter hat geweint und selbst Vater war gerührt. Noch vor dem Mittagessen wurden wir schließlich reich beschenkt. Ich kann es gar nicht alles aufzählen, es ist eine komplette Aussteuer zusammengekommen, vor allem Wäsche. Onkel Gustave hat uns ein großzügiges Geldgeschenk gemacht. Anne und Bernhard haben jeder eine Rede gehalten. Anne hat sehr lustig über meine Kindheit gesprochen. Sie hat allerhand ausgegraben und zum Besten gegeben. Victor hat jedes Mal geklatscht, wenn meine Sünden Zutage traten. Bernhards Rede war dann um einiges ernster, aber nur gespielt. Er hat über die Sorgen des Lebens gesprochen, über die Hürden, über die Victor jetzt nicht mehr elegant hinüberspringen könne, sondern über die er mich schleppen müsse. Es war am Ende auch sehr lustig, auch wenn Tante Danielle ab und zu einen kurzen Entrüstungsschrei ausgestoßen hat. Zum Glück sind wir über all diese Reden und Beschenkungen noch zum Essen gekommen. Dann habe ich am Nachmittag gehört, wie Tante Danielle und Tante Carla mit Mutter über Enkelkinder gesprochen haben. Oh, Gott, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ich wünschte fast, die anderen wären auch schon verheiratet, dann würden die Augen künftig nicht so sehr auf Victor und mir lasten. Am Abend sind dann noch einige unverhoffte Gäste eingetroffen, nicht nur Victors Kameraden, sondern auch einige seiner Freunde aus dem Internat, das er nach dem Tod seines Vaters besucht hat.

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