BAUMANN - FANG MICH DOCH!

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So lange das Verbände nach Erfolg bezahlt werden, wird es
stets die selbe Gleichung geben: Doping ist gleich Medaillen,
ist gleich Fördergelder. «Fang mich doch!» zeichnet einen Teil
der Geschichte des Dopings im Spitzensport auf. Es berichtet
von gescheiterten Stars , von Gaunern, von privaten und
staatlich geförderten Systemen die im Hintergrund gegen
jegliche Ethik im Sport verstoßen. Das Buch ist eine Offenbarung
für alle die den Spitzensport anstreben.

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Und tatsächlich. Neben Johnson werden fünf weitere Finalisten von Seoul im Laufe ihrer Karriere zu Dopingsündern oder naschweislich mit Doping in Verbindung gebracht. Nur der Brasilianer Robson Da Silva und der ehemalige Weltrekordhalter Calvin Smith hatten am Ende ihrer Laufbahn keine Dopinggeschichte zu verzeichnen. Smith hat längst verlauten lassen, dass weder Johnson noch Lewis rechtmäßige Olympiasieger von Seoul wären, sondern er.(20) Doch warum ist nur Johnson aufgeflogen und weshalb konnte Carl Lewis in Seoul überhaupt teilnehmen und nach Johnsons ausscheiden auch noch gewinnen? Es war ein schmutziges Spiel, wobei er, Ben Johnson, als schwarzer Junge aus Jamaika lediglich Gold holte und das passte vielen Mächtigen des Sports nicht. Man musste ihn opfern und aus dem Weg räumen. Sponsoren und Sportartikelhersteller, aber auch Regierungen und die Politik machten bei diesem Plan mit. Ganz schwer belastet Ben Johnson dabei die Firma Adidas aus Herzogenaurach in Deutschland. Monate vor den Olympischen Spielen in Seoul offerierte ihm der italienische Sportartikelhersteller Diadora einen Vertrag für 2,8 Millionen US Dollar, wenn er für sie laufen würde. Für Johnson war das eine Menge Geld und vor allem ein Vielfaches von dem, was ihm sein bisheriger Sponsor Adidas angeboten hatte. Johnson nahm die großzügige Offerte der Italiener sehr gerne an. „Mein größter Fehler in meinem Leben war nicht das ich dopte, sondern das ich kurz vor Olympia von Adidas zu Diadora wechselte“(26) vertraute Johnson später Janne Reinikainen, einem berühmten Schauspieler, während des Drehs zum finnischen Doping-dokudrama „A patriotic man“ an. Mit dem Wechsel zu Diadora verlor Johnson die Protektion der Sportartikelgiganten, die jeweils Schutzgelder an Funktionäre, Verbände und die Kontrolleure bezahlten, wenn es für ihre Athleten brenzlig wurde.(27)

Ben Johnson war gedopt, das hat er längst bereitwillig zugegeben. Doch auch jetzt noch, mehr als ein Vierteljahrhundert nach den Geschehnissen in Seoul, besteht er darauf, dass er das in seinem Urin gefundene Stanozolol nicht eingenommen hat.(28) „Das waren Leute aus dem Umfeld von Carl Lewis.“(29) Johnson glaubt, dass Lewis in die Sache verwickelt war: „Als ich nach dem gewonnen Finale in den Raum für die Erstplatzierten reinkam, war da schon ein Typ drin.“(30) Johnson hat ihn gefragt, was er hier zu tun habe. Bei diesem mysteriösen Mann handelt es sich um André Jackson. Der beantwortet Johnsons Frage wie folgt: „Ich bin hier, um Dir zu gratulieren!“(31) Johnson bedankt sich höflich. Jackson soll gemäß der Beschreibung Bens ein ehemaliger Footballer und sehr naher Freund von Carl Lewis sein. Als Johnson erschöpft auf dem Fußboden lag, soll sich Jackson an den Getränken Johnsons zu schaffen gemacht und das fehlbare Mittel hineingekippt zu haben. Tatsächlich wird Jackson nach dem Rennen in die Räumlichkeiten geschleust. Angeblich, um zu kontrollieren, ob Ben Johnson bei der Abgabe des Urins nicht betrügt. Hat André Jackson stattdessen für den positiven Test von Johnson gesorgt? Jackson antwortet auf diese Frage seither immer mehrdeutig: „Vielleicht habe ich es gemacht. Vielleicht nicht.“(32) Ben Johnson war Täter. Ben Johnson war Opfer. Opfer, weil er nicht gewinnen durfte.

Der Zaubertrank

Im französischen Comic „Asterix bei den Olympischen Spielen“ naschen die römischen Gegner von Asterix heimlich am Zaubertrank, um nach dem vermeintlichen Sieg vor Julius Cesar gut dazustehen. Der gallische Druide Miraculix jedoch mischt Lebensmittelfarbe in den Trank, die blaue Zungen verursacht. Alle Römer werden erwischt und disqualifiziert. Der Versuch, die Leistungsgrenzen eines Athleten auszubauen, ist so alt wie der Sport selbst. Während der Olympischen Spiele der Antike war die Realität natürlich kein Zaubertrank. Doch auch damals gab es schon ein Wundermittel: Man glaubte, dass der Verzehr von Stierhoden übermenschliche Kräfte verleiht.

Später wurden die Methoden raffinierter und chemische Substanzen helfen mittlerweile allenthalben. Testosteron, Wachstumshormone, Äther, Kokain, Insulin, EPO – alles, was das Sportlerherz begehrt. Die Pharmaindustrie jubelt und profitiert von der Doppelmoral der Athleten und ihren Trainern, Managern und Ärzten. Lästig jedoch bei den so genannten Dopingkuren ist: Man muss sich immer wieder eine Ladung dieser subversiven Mittel entweder intravenös, intramuskulär oder oral setzen. Neben den gesundheitlichen Schäden besteht dabei permanent die Gefahr, während der Therapien von Kontrolleuren erwischt zu werden.

In einem derart angespannten Umfeld wäre es doch für jeden Sportler geradezu ein Traum, wenn man mit einem einzigen Wundermittel die Regulierung der Muskel- und Sauerstoffversorgung und die Verbesserung von Kraft, Stehvermögen und Ausdauer auf einen Streich und anhaltend optimieren und die Leistung zum Nulltarif erheblich verbessern könnte. Die Suche nach diesem Wundermittel, dem Heiligen Gral der Leistungsoptimierung, scheint bereits erfolgreich. Es geht um Gendoping. Jene Art von Doping, die von der Welt-Anti-Doping-Agentur und dem Internationalen Olympischen Komitee als „Doping des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet wird. Die gentechnischen Grundlagen, die jegliche Art des Gendopings überhaupt möglich machen, wurden ursprünglich zu medizinischen Zwecken entwickelt. Forscher arbeiten an unterschiedlichen Ansätzen für Gentherapien: Dazu werden zum Beispiel defekte Gene ausgeschaltet oder in ihrer Funktion manipuliert. Wissenschaftler hoffen, auf diese Weise eines Tages auch Patienten mit Blut- oder Muskelkrankheiten heilen zu können.(1) Bislang überwogen aber bei allen klinischen Tests fast immer die Risiken. Gentherapien sind also weiterhin auch im Sport eine Zukunftsvision. Doch: Irgendein Arzt wird es bei irgendeinem Sportler an irgendeinem Ort auf unserem Planeten tun und zur Spritze greifen und das erste Gendoping für die Optimierung der sportlichen Leistung verabreichen.(2)

Gerüchteweise ist das bereits geschehen. Überführt wurde keiner, denn Beweise sowohl aus Urin- als auch aus Blutproben gibt es keine und man darf sich berechtigt fragen: „Ist der ‚Gen-Athlet‘ der Olympiasieger der Zukunft?“ Wer will den perfekt mutierten Körper für die vollkommene sportliche Leistung? Und ist es tatsächlich realistisch, dass Gendoping bereits heute im Gebrauch ist? Und was können die Folgen genetisch eingepflanzten Dopings sein? Versuchen wir, Licht in diese Fragen zu bringen. Dabei gehen wir zurück ins Jahr 1982. Damals befragte der amerikanische Wissenschaftler Bob Goldman mithilfe einer langjährigen Umfrage Spitzensportler, ob sie bereit wären, ein Mittel einzunehmen, das ihnen eine olympische Goldmedaille garantiert, auch wenn sie fünf Jahre später daran sterben würden. Beinahe dreizehn Jahre führte Goldman die Erhebung durch und die Ergebnisse waren stets dieselben: Weit mehr als die Hälfte der befragten Spitzensportler würde sich auf ein solch unmoralisches Angebot einlassen, denn Hochleistungssportler wollen siegen und zwarsiegen, und zwar um jeden Preis. In der Sportwissenschaft nennt man diese Untersuchung das „Goldmann-Dilemma“ und es zeigt deutlich auf, dass man unter diesen Umständen auch bereit ist, auch mit Genen zu spielen, um zu siegen. Doch was macht genetisch manipuliertes Doping so begehrenswert?(3)

Anhand von zwei Langläufern wollen wir den Vorteil des Gendopings darstellen. Der Deutsche Jens Filbrich, Weltmeister 2001, und Eero Mäntyranta, der finnische Mehrfach-Olympiasieger in den sechziger und siebziger Jahren, teilen das gleiche Schicksal. Beide wurden offiziell des Dopings überführt. Doch beide stritten den Gebrauch von unerlaubten Mitteln ab. Beide konnten nach vielen Tests eine angebliche Punktmutation im Gen für den Erythropoeting-Rezeptor, also einen Fehler in der Produktion von natürlichem EPO, vorweisen. Ein genetischer Makel. Beide hatten demzufolge von Geburt her mehr rote Blutkörperchen als andere Athleten. Durch diese Fehlbildung bekommen die Muskeln mehr Sauerstoff. Ein unbeschreiblich hoher Wettbewerbsvorteil, den sich andere Sportler nun auch verschaffen können. Und zwar dergestalt, dass man dieselben Fehler wie bei Filbrich und Mäntyranta kopieren und künstlich in die Gene einbaut. Mit einer derartigen Methode erreicht man, dass der Körper nach dieser Manipulation selbst den steigernden Stoff entwickelt. Im Falle von Ausdauersportlern könnte das EPO sein. Bei Kraftsportlern könnten es Testosteron oder Wachstumshormone sein, die sich nach einer Genbehandlung verselbstständigen.(4) Das Positive für die Doper: Nur über aufwändige Muskeluntersuchungen ließen sich solche Genmanipulationen nachweisen.

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