BAUMANN - FANG MICH DOCH!
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stets die selbe Gleichung geben: Doping ist gleich Medaillen,
ist gleich Fördergelder. «Fang mich doch!» zeichnet einen Teil
der Geschichte des Dopings im Spitzensport auf. Es berichtet
von gescheiterten Stars , von Gaunern, von privaten und
staatlich geförderten Systemen die im Hintergrund gegen
jegliche Ethik im Sport verstoßen. Das Buch ist eine Offenbarung
für alle die den Spitzensport anstreben.
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Ben Johnson seinerseits war in der Vorbereitung für Seoul weit offener in seinen Aussagen. Nach seinem intensiven Aufenthalt und seinen Dopingkuren in St.Kitts verkündet er mit viel Selbstvertrauen kurz vor den Spielen in Korea: „Meine Muskeln sind wieder total gespannt. Das kommt von den Vitaminen, von diesen Bodybuilder Pillen die ich nehme.“(14) Die seien stark und helfen Johnson, noch schneller zu werden. Am 17. September 1988 blickt die gesamte Welt nach Seoul in Südkorea – Koreas Präsident Roh Tea-Woo eröffnet feierlich die Olympischen Spiele. Mit besonderer Spannung erwartet die Sportwelt den Kampf der Giganten im 100-Meter-Finale: Carl Lewis und Ben Johnson. Der Titelverteidiger aus den USA gegen den Weltmeister und Weltrekordhalter aus Kanada. Im Halbfinale gibt sich Ben Johnson eine Blöße. Er ist leicht verunsichert seines Formstandes wegen und löst unter anderem einen Fehlstart aus. Passiert noch ein weiteres Missgeschick, ist der Weltmeister aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Ben behält glücklicherweise die Nerven und qualifiziert sich doch noch problemlos für das große Finale. Alles andere wäre für die gesamte Sportwelt eine gigantische Enttäuschung gewesen. Im Gegensatz zu Ben Johnson gewann Carl Lewis alle seine Vorläufe mit einer frappanten Leichtigkeit. Bei jedem Start bleibt immer unter zehn Sekunden und ist Favorit.
Und dann kommt es eine Woche nach der Eröffnungsfeier am 24. September zum zyklopischen Show-down des Finals. Neben den beiden Hauptdarstellern ist das Einhundert-Meter-Finale von 1988 nur so gespickt mit Stars. Mit Spannung und viel Achtsamkeit bereiten sich die Athleten auf den Start vor: Auf Bahn Nummer eins kniet sich der Brasilianer Robson Da Silva in seinem gelbgrünen Trikot in den Startblock. Neben ihm auf Bahn zwei, in den gelbschwarzen Farben für Jamaika, macht sich Raymond Stewart zum Start bereit und senkt seinen Kopf zum Stoßgebet so tief, bis sein Kinn den Brustkorb berührt. Bahn drei ist für Carl Lewis – in Rot-Weiß – reserviert. Gleich neben ihm auf Bahn vier tippt der britische Europameister Linford Christie in Weiß-Blau nervös auf den Zehenspitzen hin und her. Der explosive US-Amerikaner Calvin Smith, ebenfalls in Rot-Weiß, nutzt Bahn fünf und wirkt auch kurz vor dem Start immer noch sehr entspannt. Bahn sechs gehört Ben Johnson, der, ganz in Rot mit dem weißen Ahornblatt für Kanada auf der Brust, zappelig auf seiner Goldkette kaut. Auf Bahn Nummer sieben, ebenfalls aus Kanada: Johnsons Trainingspartner Desai Williams. Achter und letzter in diesem illustren Kreis ist – in Rot-Weiß – Dennis Mitchell, auch er startet für die USA. Eine einmalige Zusammenstellung und sämtliche Experten sind sich auch jetzt noch einig, dass es weder vorher noch nachher je ein besser besetztes Einhundert- Meter-Finale gegeben hat.
Die ganze Welt schaut gebannt zu, wie sich die Athleten in die Startposition begeben. Das vor lauter Zuschauern aus allen Nähten platzende Stadion ist mit einem Mal totenstill. Millionen von Zuschauern an den Fernsehgeräten stockt der Atem. Jeder will bei diesem Duell dabei sein. Johnson, tief geduckt, breit gebaut und massig gegen den eleganten Lewis. Das ist das Duell, auf das alle warten. „Get set!“ schreit der Startrichter in sein Mikrophon. Die Startpistole knallt und ein lautes Raunen von den Rängen setzt ein. Die Reporter der internationalen Fernsehstationen überschlagen sich in ihren Kommentaren und brüllen beinahe einheitlich in ihre Mikrophone: „Guter Start von Johnson! ... wo bleibt Lewis? ... Johnson vorne! Lewis muss jetzt kommen ... und ... Johnson gewinnt!“(15) Nach exakt 9.79 Sekunden ist die ganze Ekstase vorbei und die Welt wird Zeuge eines Fabelweltrekords. Ben Johnson ist Olympiasieger über 100 Meter. Mutter Gloria Johnson ist außer sich. „Dreizehn Jahre, nachdem Mutter Gloria Johnson ihre alte Heimat auf Jamaika verlassen hatte, scheint es ein Happy End zu geben.“(16) Carl Lewis wird Zweiter und ist bitter enttäuscht über die Niederlage. Trotzdem ist er der erste Gratulant und schüttelt dem neuen Champ manierlich die Hand und verschwindet sofort in die Kabine. Dritter wird überraschend der Brite Christie, Vierter Calvin Smith. Doch die ganz große Geschichte schreibt Ben Johnson. Wie er sich aus dem Startblock herauskatapultiert und mit vorerst kleinen, aber kräftigen Schritten beschleunigt, gleicht einer Sensation. Und es war nicht wie bei Weltklasse Zürich sechs Wochen zuvor, als Johnson auf den letzten fünfzig Metern abbaute und Lewis gewinnen lassen musste. Nein, Johnson wurde in Seoul schneller und schneller. Die anderen hatten nicht einen Hauch einer Chance gegen diesen entfesselten Johnson. Er hat sie mit seiner schieren Kraft alle niedergewalzt.
Trotz seines überragenden Siegs mischen sich in die Kommentare der sensationellen Leistung erste Fragezeichen und Gerüchte. Was macht Johnson derart überlegen? Wie ist so etwas möglich? Ben Johnson wähnt sich am Ziel seiner Träume: „Der Olympiasieg ist geschafft und jetzt mache ich mal erst zwei Jahre Pause“(17), meint Johnson auf der ersten Pressekonferenz nach dem Rennen. „Nach zwölf Jahren harter Arbeit ist es an der Zeit, mal ein bisschen kürzer zu treten.“(18) Andächtig steht Ben Johnson wenig später ganz oben auf dem Siegerpodest und lässt die kanadische Nationalhymne auf sich wirken. Im Interview unmittelbar nach der Preisverteilung antwortet Ben auf die Frage; was ihm den wertvoller sei, die Goldmedaille oder der Weltrekord? „Die Goldmedaille. Die kann Dir niemand nehmen.“(19)
Achtundvierzig Stunden später ist alles anders und das kursierende Gerücht wird zur fatalen Wahrheit. Die Meldung eines positiven Dopingbefunds Johnsons verbreitet sich wie ein Lauffeuer und erreicht Europa, als in Seoul noch fast alles schläft. Als am Morgen dann die offizielle Bestätigung mit Referenznummer PR/71 verbreitet wurde – „[...]Die Urinprobe von Ben Johnson - Kanada, Leichtathletik, 100 Meter -, entnommen am 24. September 1988, enthielt die verbotene Substanz mit dem Namen Stanozolol einem anabolen Steroid [...]“(20) –, hatte Johnson die koreanische Hauptstadt bereits fluchtartig verlassen, nicht ohne zuvor die Goldmedaille den Vertretern seines Olympischen Komitees zurückgegeben zu haben. Verzweifelt stürmt Charlie Francis in den frühen Morgenstunden die Hotelzimmertür Johnsons und teilt aussichtslos mit, dass Bens Dopingprobe positiv getestet wurde. Johnsons Antwort: „OK, jetzt haben sie mich erwischt.“(21) Er packt seine sieben Sachen und verschwindet Kopf über aus dem Hotel. Ben Johnson, Olympiasieger und Superstar der Spiele in Seoul, befindet sich plötzlich auf der Flucht und eine unglaubliche Hetzjagd beginnt. Johnsons Manager und Sprecher Larry Heidebrecht stellt sich den Journalisten und wittert Sabotage. „Ben Johnson ist sehr vertrauensvoll. [...] Jemand hat ihm zu trinken angeboten – und er hat freundlich angenommen.“(22) Ein fataler Fehler, wenn es sich so zugetragen haben sollte. Nach drei Tagen Versteckspielen verlässt Ben Johnson mit seiner Familie und seiner Entourage Südkorea und reist zurück nach Kanada. Noch im Flugzeug auf dem Heimweg bestreitet Leibarzt Astaphan, dass Johnson Steroide genommen habe. Er kann sich nicht erklären, warum ein positiver Befund zugegen ist.(23) Im olympischen Dopinglabor ist man aber ohne Zweifel. Stanozolol wurde eingenommen – und zwar mehrfach. Johnson wird disqualifiziert, sein Olympiatitel aberkannt. Dem zweitplatzierten Carl Lewis wird einige Tage später Johnsons Goldmedaille übergeben.
Der entlarvte Sprinter verneint wissentlich, leistungsfördernde eingenommen zu haben. Vorerst. Natürlich wirft der Fall Johnson in Kanada hohe Wellen und wird zur Staatsaffäre. Die höchsten Richter unter der Leitung von Charles Dubin untersuchen die Vorkommnisse. Insgesamt wurden im Laufe der so genannten „Dubin Inquiry“ 122 Zeugen aufgerufen. 48 vermeintlich gedopte Sportler wurden in einer 91 Tage dauernden Gerichtsverhandlung verhört. Der Bericht wurde in einem Dokument von 14’617 Seiten festgehalten. Der gesamte Spitzensport in Kanada wurde durchleuchtet. Wie viele andere Sportler und Funktionäre musste auch Ben Johnson unter Eid aussagen. Dabei hat sich seine Verteidigung eine inte-ressante Strategie zurechtgelegt: Johnson sei nicht Täter, sondern Opfer. Der Druck vom Staat und Sponsoren sei zu groß und er zum Siegen verdammt gewesen. Der gefallene Superstar gibt schließlich unter Tränen zu, dass er seit 1981 wissentlich gedopt habe.(24) Auch Trainer Francis bricht mit seiner Aussage das Schweigen und demaskiert den Spitzensport. Ben Johnson wurde vom Stolz Kanadas zur Schande der Nation, vom schnellsten Mann der Welt zum Sportfeind Nummer eins. In einem Interview lange nach dem Prozess meint Coach Charlie Francis über Johnson: „Es ist erstaunlich, ein dreifacher Mörder wäre nicht so kritisiert worden wie er. Das dreht einem den Magen um. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich einige seiner Gegner aufspielen würden, als seien sie Hippokrates, obwohl sie schon gedopt haben, bevor er überhaupt mit dem Sport angefangen hat.“(25)
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