BAUMANN - FANG MICH DOCH!

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So lange das Verbände nach Erfolg bezahlt werden, wird es
stets die selbe Gleichung geben: Doping ist gleich Medaillen,
ist gleich Fördergelder. «Fang mich doch!» zeichnet einen Teil
der Geschichte des Dopings im Spitzensport auf. Es berichtet
von gescheiterten Stars , von Gaunern, von privaten und
staatlich geförderten Systemen die im Hintergrund gegen
jegliche Ethik im Sport verstoßen. Das Buch ist eine Offenbarung
für alle die den Spitzensport anstreben.

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Dieser Charlie Francis holt nun Ben Johnson mit 15 Jahren zum Scarborogh Optimists Track and Field Club und fängt an, den jungen Mann aufzubauen. Zum ersten Mal trainiert Johnson jetzt spezifisch und unter Anleitung eines echten Profis. Natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich erste Erfolge einstellen. Ben gewinnt bereits nach wenigen Monaten mehr als eine Hand voll regionale und nationale Rennen. Das ist natürlich perfekt für das Selbstvertrauen des jungen Sprinters. Ein neues, tolles Umfeld, ein ehrgeiziger Trainer an seiner Seite sowie sportliche Erfolge. Nach einer Weile geht Trainer Francis einen Schritt weiter und bringt Johnson mit seinen Kollegen ein erstes Mal in internationale Wettkämpfe. Es ist aber schon von vornherein klar, dass die raue Luft der absoluten Spitzenklasse noch eine Nummer zu groß ist. Die jungen kanadischen Läufer sehen nur die Fersen der Gegner und haben nicht die geringste Chance. Das Team ist von Mal zu Mal bitter enttäuscht, ratlos und hadert verzweifelt. Das ist die Stunde des schlauen Trainerfuchses Francis und er nützt diese schamlos aus. Charlie findet Rat und erzählt eines Tages seinen Schülern, dass sich alle großen Spitzenathleten ihren Motor mit medizinischer Unterstützung frisieren würden. „Wenn Du nichts nimmst, gewinnst Du nichts“(5), prophezeit er. Johnson ist angesichts dieser Neuigkeiten schockiert. Naiv, wie er ist, hat er keine Ahnung, dass es Doping im Sport gibt. „Was? Diese Leute machen so etwas?“(5), fragt er ungläubig seinen Trainer. Dieser fragt lakonisch zurück, woher er denn denke, nehmen die anderen Athleten sonst ihren Speed her und erklärt dabei eingehend, dass der Konsum von Dopingpräparaten den entscheidenden Unterschied ausmachen kann. „Willst Du gewinnen? Oder immer nur sechster, siebter oder achter werden?“ Ben wollte gewinnen und er fällt mit neunzehn eine fatale Entscheidung.(6) Es war nie geplant, dass er so weit gehen müsste, um erfolgreich zu sein und beginnt im Jahr 1981 mit dem ersten von unzähligen Dopingprogrammen. Francis will aus Ben einen Supersprinter von Weltklasseformat erschaffen. Mit rasender Geschwindigkeit nimmt nun die Erfolgsgeschichte Fahrt auf: Bereits drei Jahre später qualifiziert sich Ben Johnson für die Olympischen Spiele in Los Angeles. Ihn kennen allenfalls Experten. Lewis gewinnt den Einhundert-Meter-Lauf mit deutlichem Vorsprung. Ben Johnson ist die Sensation, überrascht positiv und läuft als Dritter ins Ziel. Bronze zu Olympischen Spielen – damit hat nun wirklich niemand gerechnet. Beide, Johnson genauso wie sein Trainer Francis, waren sehr stolz auf dieses Ergebnis.

Das Resultat in Los Angeles hat klar und deutlich aufgezeigt und bestätigt: In Ben Johnson schlummert das Potenzial, zum schnellsten Mann der Welt zu. Man engagiert einen bekannten Mediziner und erweitert damit das Team um ein wichtiges Puzzleteil. Dr. Jamie Astaphan stammt ursprünglich von der Karibik-Insel St. Kitts und ist seit Jahren praktizierender Arzt an der Universität in Toronto. Sein Auftrag ist es, das Dopingsystem im kanadischen Sprint-Team kontinuierlich auszubauen und zu verfeinern. Trainingskontrollen existieren damals nicht und somit kann Astaphan schalten und walten, wie er will. Ben Johnson wird nun wie ein junger Bulle für den Stierkampf hochgezüchtet. Man probiert immer wieder neue Mittel aus und testet intensiv. Trainer Francis knüpft Kontakte nach Ostdeutschland und besorgt sich Informationen über Trainings- und Dopingmethoden in der DDR. Gleichzeitig organisiert Astaphan alle möglichen Substanzen, teilweise auch aus der DDR. Anabolika, Testosteron, Wachstumshormone – einfach alles, was den Kraftaufbau unterstützt und beschleunigt. Und Johnson? Er entwickelt sich derweil zu einer furchterregenden Muskelmaschine.

Seinen ersten sportlichen Höhepunkt erreicht der präparierte Sprinter dann an den Goodwill Games 1986 in Moskau: Zum ersten Mal besiegt er Carl Lewis bei einem großen internationalen Anlass. In 9.90 Sekunden hält er den US-amerikanischen Olympiasieger sicher auf Distanz. Lewis kann mit der Niederlage schlecht umgehen und begreift nicht, dass ein Jüngerer ihm den Rang ablaufen könnte. Ein Jahr später während der Weltmeisterschaften in Rom kommt es zum ersten epischen Duell der beiden Kontrahenten. Lewis war bis zu diesem Zeitpunkt in den meisten Rennen noch immer der Bessere. Doch Johnson erzählt jedem, der es hören will: „[...] sie nennen ihn King Carl. Das ist schön. Aber jetzt muss King Carl dran glauben. Jetzt ist meine Zeit gekommen [...]“(7) Man kann die Zweikämpfe zwischen Johnson und Lewis nur mit den Duellen Ali gegen Frazier oder Borg gegen McEnroe vergleichen und als sporthistorische Großkämpfe bezeichnen. Das Gute gegen das Böse. Auf der einen Seite Carl Lewis der Gute, dem alles im Leben gelingt. Der lächelnde Sonnyboy aus dem Bundesstaat Alabama, Weltsportler der Jahre 1983, 1984 und 1985, Betreiber eines Reiseunternehmens, Paradiesvogel mit Rollen in Hollywood, vierfacher Olympiasieger und zeitweise erfolgreicher Sänger und Entertainer. Der gekrönte König der Leichtathletik. Und auf der anderen Seite der böse und düstere Johnson. Der Malocher und Stotterer aus dem kalten Kanada. Der unnahbare, verbitterte Kraftprotz und Herausforderer des Guten, den eigentlich niemand mag. Aber Johnson ist schnell.

Am Tag nach dem Höhepunkt der Weltmeisterschaft titelt die italienische Sportzeitung La Gazetta dello Sport in den Superlativen: „Der Tag an dem die Geschichte der Leichtathletik und des Sports neu geschrieben wurde.“(8) Ben Johnson hat das Finale in neuer Weltrekordzeit für sich entschieden. Sagenhafte 9.83 Sekunden benötigt der Kanadier für die hundert Meter. Genau eine Zehntelsekunde weniger als der bisherige Weltrekordhalter Calvin Smith aus den USA. Johnson braucht auch eine Zehntelsekunde weniger als Carl Lewis, der zwar so schnell wie nie zuvor gesprintet ist, und mit 9.93 Sekunden dennoch der klare Verlierer war. Und wie schon nach den Goodwill Games kann es Carl Lewis nicht fassen, dass da einer schneller läuft als er, und bezichtigt Johnson nach der Weltmeisterschaft öffentlich des Dopingmissbrauchs. Johnson ist angesichts der Aussagen von Lewis Aussagen entrüstet. „Ich bin kein Betrüger“(9), diktiert er in die Mikrophone der Weltpresse und teilt stattdessen die Freude über seinen Weltmeistertitel mit seinen Fans und Freunden in Toronto. Der vermeintlich gedopte Sprinter wird zum Star und unterzeichnet neue Werbeverträge, unter anderem mit Pepsi, Mazda, Johnson & Johnson und später mit dem italienischen Sportartikelhersteller Diadora und verdient dabei sechs Millionen Dollar im Jahr. Er ist jetzt ein reicher und berühmter Mann und wird zum Sportidol. Doch wer wusste, woher Johnson kam, war es einfach vorherzusehen wie schwierig es für Ben wird mit dem Ruhm umzugehen und die kritischen Stimmen sollen Recht behalten.

Das ungewohnte Jetset-Leben bekommt Ben Johnson nicht. Er verpflichtet sich mehr und mehr für Werbe- und Medientermine und dies zu Ungunsten des Trainingsplans von Trainer Charlie Francis. Es kommt zu Spannungen im Team und genau vier Monate vor den Olympischen Spielen 1988 in Südkorea erleidet Johnson gar einen Muskelfaserriss. Die Mission Olympiagold gerät in Gefahr. Völlig frustriert und zerstritten mit Trainer Francis, zieht Ben die Reißleine und flieht in die karibische Heimat zu seinem dubiosen Leibarzt Jamie Astaphan. Johnsons ursprüngliche Idee bestand darin, sich von den Strapazen zu erholen und seiner Oberschenkelverletzung zu widmen. Er wollte da nicht dopen. Aber als Ben bei Astaphan eintraf, war alles anders. Der Mediziner hatte seine Muskelmarionette nun unter voller Kontrolle und baute den angeschlagenen Helden in Windeseile wieder auf.

Carl Lewis seinerseits war im Olympiajahr 1988 rechtzeitig wieder in Form. Während der US-Olympiaqualifikation im Frühjahr 1988 in Indianapolis läuft der Superstar mit 9.78 Sekunden eine Bombenzeit – mit zu viel Rückenwind und vor allem mithilfe von Doping.(10) Lewis ?Lewis? Doping ?Doping? Kann doch nicht sein. Doch ein paar Wochen nach den Trials bekommt King Carl vom Nationalen Komitee der USA unangenehme Post. Darin steht unter anderem das die Analyse der B-Probe positiv auf drei vom IOC-Verbotenen Stimulanzen getestet wurde.(11) Damit ist Carl Lewis für die Wettbewerbe der Olympischen Spiele in Seoul eigentlich ausgeschlossen und müsste sich die Spiele zuhause vor dem Fernseher anschauen. Doch kann es sich das Internationale Olympische Komitee leisten, den größten Star der Spiele außen vorzulassen? Lewis gibt an, nur eine Erkältungstablette genommen zu haben und der Fall wird vertuscht. Der vierfache Olympiasieger wird regelwidrig zu den Olympischen Spielen 1988 zugelassen. Lewis soll gemäß Insidern über Jahre systematisch gedopt haben.(12) Nicht nur in der Qualifikation für Olympia 1988. Seine vier Goldmedaillen von 1984 in Los Angeles im 100-Meter-Lauf, 200-Meter-Lauf, im Weitsprung und in der Staffel sind schlicht unmöglich, meinen die Kenner. Gibt es außer dieser vertuschten Probe weitere Beweise für diese erschreckende Unterstellung? „Nun, Carl Lewis trug als erwachsener Mann jahrelang eine Zahnspange.“(13) In der Tat: Niemand trägt in diesem Alter eine Zahnspange. Damit versuchte Lewis, dem Wachstum seines Kiefers, das durch die Einnahme von Wachstumshormonen beschleunigt wird, entgegenzuwirken. Das ist ein handfester Beweis für den Missbrauch von nicht erlaubten Hormonen und anderen muskelaufbauenden Präparaten.(13) Lewis selbst schweigt noch heute eisern und sagt lieber nichts, wenn Journalisten zu den Vorgängen von damals nachhaken.

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