Margret Jacobs - Abstellkammer - Makabere Kurzgeschichten
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- Название:Abstellkammer - Makabere Kurzgeschichten
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Ich fing an zu schwitzen. Noch zwei Haltestellen, dann würde ich aussteigen müssen.
Ich starrte auf den Boden, in der Hoffnung, dort eine Antwort zu finden. Da fielen mir seine, seit langem nicht geschnittenen, gelblichen Zehennägel in abgewetzten Sandalen auf. Aufgeraute Fersen. Dreck an den Füssen. Der Mann wusste, wie er dafür sorgen konnte, dass man sich vor ihm ekelte.
Stieg er aus? Nein!
Bus fuhr weiter.
Stieg sie aus? Nein!
Jetzt war ich dran.
Fragezeichen
Es klingelte. Schon wieder.
Ich starrte auf den Hörer der Sprechanlage, vor meiner Nase, an der Wand. Weiß aus Plastik. Das Ding gab keine Ruhe. Vielleicht sollte ich es abnehmen und in eine Socke stecken, damit das Klingeln nicht mehr zu hören ist.
Aber das wäre eine Illusion. Und eine Provokation dazu. Der Typ könnte auf die Idee kommen, nach oben die Treppen zu ersteigen und direkt vor mir zu stehen. Gut, die Wohnungstür wäre noch dazwischen. Aber er wäre hier. Direkt neben meinem persönlichen Raum. Undenkbar!
Ich nahm ab. Wieder die gleiche Stimme, die sagte: Ich würde doch jetzt ausziehen. Es wäre doch Zeit und ich wäre doch unrechtmäßig in dieser Wohnung.
>>Nein, ich bin gerade eingezogen. Die Leute, die ausgezogen sind, wo die jetzt sind, weiß ich nicht.<<
Ich versuchte, um die Sache herum zu reden. Als ob sie dadurch besser würde.
>>Aber, Sie können da nicht wohnen bleiben! Das ist eine Wohnung für eine Familie und nicht für eine Einzelperson!<<
So ein Quatsch!, denke ich und lege den Hörer wieder auf.
Erneutes Klingeln.
>>Übrigens<<, sagt die brüchige, alte Männerstimme zu mir. >>Ich bin der Herr Frohn aus dem ersten Stock.<<
>>Aha<<, erwidere ich, immer noch bemüht, die Fassung zu bewahren. Ich versuche, so unbeteiligt wie möglich zu wirken.
Verfluchter Mobber! Das ist der alte Kerl aus dem Erdgeschoss! Die alte Männerstimme verrät ihn doch! Ein Klicken, dann Ruhe am anderen Ende. Er scheint von der Sprechanlage weg gegangen zu sein. Vorsichtiges Aufatmen.
Ich schleiche Tage später mit den Müllsäcken in den Hinterhof. Dazu muss ich an den Wänden des Mobbers vorbei. Der steht immer am Fenster und beobachtet, wer in das Miethaus reingeht und wer das Miethaus verlässt. Ich werde beobachtet und gesehen.
Am anderen Ende der Erdgeschosswohnung steht stets die Ehefrau des Mobbers und hält das andere Ende des Miethauses im Auge.
Als die Architekten das Miethaus geplant haben, hatten sie wohl nicht an Mobber gedacht. Die Wohnung von Herrn und Frau Bunkel ging entlang der gesamten Auffahrt zum Hinterhof und hatte große Fenster, wodurch stets beobachtende Augen stierten. Es war immer ein Spießrutenlauf von der Haustür bis zu den Müllcontainern zu gelangen.
Wenn ich dachte, ich hätte es diesmal geschafft, kam die Überraschung. Wie diese hier:
Bücher im Container. Und anderes Zeug. Vielleicht zog jemand aus. Ich gab mich nicht der Hoffnung hin, es könnte Herr und Frau Bunkel sein.
Rasch huschte ich über den gepflasterten Weg zurück zur Haustür. Ich kam aber nur wenige Schritte weit. Auf der Höhe von Frau Bunkels Schlafzimmerfenster gab es ein Geräusch. Ich versuchte meine Schritte zu beschleunigen ohne das es aussah, als würde ich gleich laufen.
>>Ach, Frau Müller! Ich sehe sie gerade, wie sie eben zum Müllcontainer gegangen sind. Ziehen sie aus! Jaaaaa?!<<
Ich biss mir innerlich auf meine Unterlippe. Wegen den weggeworfenen Büchern kam sie vermutlich auf so einen Gedanken.
Ich setzte ein Grinsen auf mein Gesicht und ließ meine Augen Kälte sprühen.
>>Neeeeiiiinnnn! Ich ziehe nicht aus!<<
Frau Bunkels Gesichtszüge glitten nach unten. Das eh schon künstliche Lächeln auf ihren verkniffenen Lippen verschwand gänzlich. Mit Genugtuung stellte ich fest, dass sie ihre Enttäuschung nicht verbergen konnte.
>>Neeeeiiiinnnnn?!<< Sie schien mir nicht zu glauben.
Hoffentlich hatte ich ihr den Vormittag verdorben!
Ein Räuspern folgte, als hätte sie sich verschluckt. Sie schien verwirrt und irgendwie aus der Fassung geraten zu sein.
Ich nutzte ihre Verwirrung und ging schnell weiter. Eins zu Null für mich!
Umzug
Wir hatten überlegt, einige von uns in das Treppenhaus zu stellen. Um Wache zu schieben.
Schwerfällig wuchteten zwei meiner Bekannten den Kleiderschrank ein Stockwerk tiefer. Ächzend und stöhnend ließen das schwere Teil auf den Treppenstufen nieder.
Ich zuckte unmerklich zusammen. Die Treppenstufen. Die geheiligten Treppenstufen! Hoffentlich war da jetzt kein Kratzer zu sehen! Wie oft musste ich diese Dinger putzen, polieren und nach wienern. Jede einzelne von ihnen kannte ich aus den fünf Jahren, in denen ich über sie gelaufen bin und sie geputzt habe. Und stets habe ich versucht, meine Spuren der Nutzung unkenntlich zu machen. Manchmal mit Erfolg, manchmal aber auch so, dass ein verräterisches Häufchen Dreck von meinen Schuhsohlen auf ihnen liegen blieb und so dem scharfen Beobachter verriet, dass ich nach oben zu meiner Wohnung gegangen war.
Meine Vermieter hatten scharfe Augen. So scharf wie Adleraugen und sie duldeten nicht einen Dreckskrümmel auf den geheiligten Treppenstufen. So musste ich putzen. Mittwochs und samstags. Egal, ob ich weg fahren wollte oder nicht. Das waren die zwei geheiligten Putztage für das Treppenhaus. Und es ging auch nicht, montags oder freitags zu putzen. Wo käme man da hin? Ins Chaos! Ins Chaos der Vernachlässigung!
Die Treppenstufen mussten stets sorgsam behandelt werden. Zwei verschiedene Putzmittel waren vorgeschrieben worden von meinen Vermietern und zwei verschiedene Putzlappen. Wie gerne hätte ich in all den Jahren ein Putzmittel und einen Putzlappen verwendet oder gleich einen Wischer mit Stiel. Aber nein! Wo käme man da hin!? Es mussten zwei Lappen sein, die jedes Eckchen akribisch auf Dreck untersuchten und wischten und polierten. Und die Putzmittel waren eine Art Shampoo mit anschließender Haarspülung. Man hätte ja auch die Schuhe ganz ausziehen können. Dann wären die Treppenstufen und deren Belag aus PVC verschont worden. Komisch, darauf kam keiner.
Aber vielleicht war es auch ein Ritual - das zwei mal putzen in der Woche am Mittwoch und am Samstag -, um eine gewisse Ordnung in dem Haus aufrecht zu erhalten. Vielleicht hatten die Vermieter den Eindruck, dass sie nur so ihrer Mieter Herr wurden, in dem sie Regeln aufstellten, die unsinnig waren.
Eindeutig war es meinen Vermietern wichtig, stets zu zeigen, wer sie waren. So auch jetzt zu meinem Auszug. Wann immer wir mit meinen Möbeln die Haustür passieren wollten, war diese verschlossen. Jedes mal zwei mal abgeschlossen. Sorgfältig. Das waren meine Vermieter.
Es hatte auch keinen Sinn, die Tür wieder aufzuschließen. Sobald wir wieder runter kamen, bepackt mit neuen, schweren Sachen, war die Tür wieder fest verschlossen. Es war ganz so, als wollten meine Vermieter im Erdgeschoss verhindern, dass ich auszog. Das war ein Witz!
Hatten sie nicht bei der Wohnungsübergabe mit Betonung gesagt, dass sie die ganzen fünf Jahre überlegt hatten, wie sie mich aus der Wohnung rausschmeißen könnten? Und jetzt wollten sie nicht, dass ich ging?
Man konnte es ihnen aber auch wirklich nicht recht machen!
Wir schlossen die Haustür wieder auf und ich stellte mich als Wache hin. Niemand kam aus der Wohnung im Erdgeschoss, um uns weiter das Leben schwer zu machen.
Dabei war ich so eine ruhige Mieterin und geputzt habe ich auch, wie ein Putzteufel. Aber darum ging es wohl nicht. Es war der letzte Versuch zu zeigen, wer der Herr in diesem Miethaus ist.
Ich winkte im Stillen dem Haus und meiner alten Wohnung zu, als wir bepackt mit dem Umzugswagen um die Ecke bogen. Das war es. Viel Glück mit den neuen Mietern!
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