Margret Jacobs - Abstellkammer - Makabere Kurzgeschichten

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Abstellkammer - Makabere Kurzgeschichten: краткое содержание, описание и аннотация

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Beklemmendes, Amüsantes, Grausiges – all das wird dich, lieber Leser, in diesen makaberen Kurzgeschichten begleiten. Dich erwartet ein Mix aus Erzählungen, die nicht Alltägliches berühren und doch in unserer Welt vorkommen. Geschichten, die die dunklen Seiten unserer Gesellschaft zeigen.

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Erleichtert schließt ES den Wasserhahn und macht sich auf auf den Rückweg.

>>Was machst du hier?!<<

Es hört sich an, als würde ES gerade dabei ertappt, wie es in den geheimen Unterlagen ihres Vaters im Keller herumstöbert. Eine Tätigkeit, die ES niemals machen würde.

>>Ich dachte, ich müsse meinen Darm leeren. Fehlanzeige.<<

Frau B stürmt in das Bad, als würde dort ein Feuer brennen, was unverzüglich gelöscht werden muss. Frau B streicht mit dem Zeigefinger über das Innere des Waschbeckens Trocken.

ES ist nicht dumm. Auch wenn das Frau B und Herr B ihr weiß machen wollen. ES hat das Waschbecken eben fein säuberlich mit einem Taschentuch von Feuchtigkeit befreit. ES grinst in sich hinein. Aber so, dass es äußerlich nicht zu sehen ist. Eins zu Null für ES!

ES hat es geahnt. Das Spiel - wer am schlausten ist-, haben sie gemeinsam schon so oft gespielt. ES ist nicht dumm!

ES wusste nicht, das es möglich ist, sich zu freuen, wenn man hohes Fieber hat. Aber es ging. ES fühlte sich für einige Momente richtig gut. Mit gesenktem Kopf, um Frau B nicht zu provozieren, schlich es in sein Zimmer zurück. Am liebsten hätte es laut gelacht und seinen Sieg gefeiert. Triumphierend legte es sich zurück auf die Matratze und gönnte sich einige Momente ohne heiße Decke. Frau B würde gleich wieder rein kommen und nach sehen, ob alles seine Ordnung hat. Und eine dicke Decke auf einem fiebrigen Körper liegen haben, gehörte zu Frau Bs Sinn für Ordnung.

Doch Frau B kam nicht. Zu schlimm und ärgerlich war die Niederlage von eben. Frau B hatte genug von dem Ding in dem Zimmer. Sollte es doch an Fieber verrecken! Niemand würde das wirklich stören! Herr B würde nur sagen: Da kann man nichts machen.

Die restlichen Verwandten würden die Achseln zucken und sich wieder ihren Problemen zu wenden.

Herr B saß im Wohnzimmer an seinem Schreibtisch. Er ordnete akribisch die heute erhaltenen Briefe auf der Schreibtischunterlage. Rechnungen. Er sah kurz hoch, als Frau B ins Wohnzimmer kam und wieder verschwand. Er hatte eine komische Frau. Aber es störte ihn nicht wirklich. Er hatte nichts mit ihr persönlich zu tun. Also durfte sie so komisch sein wie sie wollte. Hauptsache, sein Leben wurde so wenig wie möglich davon berührt.

Berühren. Das gab es nicht mehr. War auch besser so. Jeder hatte seine Welt. Frau Bs Welt war nicht seine Welt und in Herrn Bs Welt hatte Frau B nichts zu suchen.

Frau B war wieder unbemerkt ins Wohnzimmer zurück gekehrt.

Frau B: >>Ich habe dem Kind heiße Butterumschläge gemacht. Das wird helfen. Hoffentlich. Das arme Ding hat immer noch Fieber.<<

Herr B: >>Hast du mal den Arzt angerufen?<<

Frau B: >>Nein, das ist doch nichts, das geht vorüber. Wenn sie schön im Bett bleibt, wird sie bald wieder gesund sein.<<

Herr B hatte schon nicht mehr zugehört. Frau B kümmerte sich ja darum. Wie immer. Kein Grund, sich damit zu belasten. Er nickte, als er merkte, dass Frau B aufgehört hatte, etwas zu sagen.

Frau B war zufrieden, denn ihr Mann war offensichtlich mit dem einverstanden, was sie machte. Zumindest hatte er keine Einwände geäußert. Sie wusste, dass ihre Methode, bei Fieber, diesem mit heißer Butter beizukommen, die richtige war. Schließlich hatte sie das auch bei dem anderen Kind gemacht. Und das war auch nicht gestorben.

Frau B war stolz auf ihre Leistung! Zwei Kinder, beide lebten. Was wollte man mehr?!

Frau B verfing sich kurz an der Türklinke zur Küche. Wütend rüttelte sie daran und riss sich dabei ein Loch in den Arbeitskittel. Sie war stets arbeitsam gekleidet, denn sie wollte jedem zeigen, wie fleißig sie war. Zu jeder Tageszeit. Ja, sie ging sogar mit Arbeitskittel nachmittags schlafen, damit, sollte jemand an der Haustür klingeln, sie nicht im Nachthemd erwischt wurde. Diese Taktik war schon mehrmals aufgegangen. Frau B war ja nicht dumm! Die Nachbarn legten wert auf kompetente Nachbarn, die nicht arbeitsscheu waren.

Nein, sie war nicht arbeitsscheu. Sie tat ihr Bestes. Was auch sonst? Ihr Lieblingssatz war, sollte jemand an ihrem Eifer zweifeln: Aber, ich tue doch alles!

Ja, sie tat wirklich alles. Einiges. Einiges zu viel. Ein Kind hoch ziehen, was man nicht als etwas sieht, was zu einem gehört, war Schwerstarbeit. Und dieses Kind, mit dem Fieber, war besonders Schwerstarbeit. Frau B hatte nämlich den Eindruck, dass dieses Kind, trotz Erziehungsmaßnahmen, sie immer wieder hinter das Licht führte. Sie konnte es nicht beweisen. Aber, es war so ein Gefühl. Dieses Kind arbeitete nicht mit ihr zusammen, sondern heimlich gegen sie. Ja, ES ging sogar soweit, bei Arbeitsversäumnissen von Frau B, Frau B bei ihrem Mann anzuschwärzen. Verrat! Das war wohl die liebste Methode von dem Kind: Sie schlecht machen!

Sie hatte dem Kind auch schon mal auf den Kopf zugesagt, dass es wohl wolle, dass sie – Frau B – bald tot sei. Das Kind hatte nicht reagiert. Also, hatte Frau B ihm mitgeteilt, dass sie wohl in zehn Jahren nicht mehr leben würde, weil ES nicht das tat, was richtig war. Auch das schien keine Wirkung auf das Kind gehabt zu haben. Dann hatte Frau B die Methode gewechselt und dem Kind gesagt, dass es ins Kinderheim käme, wenn es nicht das tat, was Frau B anordnete. Auch das hatte keine Wirkung gehabt.

ES war so frech wie immer.

Frau B hatte sich den Kopf zermartert. Was musste sie sagen oder tun, damit das Kind Ruhe gab?

Ruhe, das war das, was Frau B wollte. Kein lärmendes Kind. Kein spielendes Kind. Kein lachendes Kind. Kein fragendes Kind. Das schon mal gar nicht!

Hatte das Kind sich doch heraus genommen, sie noch vor dem Mittagessen in der Küche aufzusuchen und nach etwas zum trinken zu fragen! So eine Unverschämtheit! Als hätte sie nicht gerade vor der Mittagszeit genügend zu tun mit der Essenszubereitung. Was denkt sich so ein Kind eigentlich? Frau B schüttelte den Kopf.

Leider war das Kind schon zu alt, um es wie früher in das Zimmer einzuschließen. Das Kind würde sich bemerkbar machen. Lautstark. So lautstark, dass es die Nachbarn hören könnten. Das war früher ganz anders gewesen. Das kleine Kind konnte sie in das Zimmer einschließen. Eine Schlüsselumdrehung und es war geschehen. Überall das Licht aus und raus aus der Wohnung, raus aus dem Haus, raus aus diesem Leben.

Sie war immer gerannt. Hintenrum. An der Rückseite der Häuseranlage entlang. Stets darauf bedacht, dass sie niemand sah. Und wenn jemand sie ansprach, gab sie vor, sehr in Eile zu sein. Sie gab niemandem die Chance ihr zu nahe zu treten. Sie brauchte schließlich ihren Freiraum.

Das Kind war eingeschlossen und zu klein, um ein Fenster öffnen zu können. Und dass es öfters weinte, dieses sentimentale, empfindliche kleine Ding, dass wussten die Nachbarn nur zu gut und hatten sich daran gewöhnt.

Doch jetzt war das Kind groß und es konnte problemlos aus dem Fenster steigen. Und seine Stimme formten verständliche Worte. Es könnte um Hilfe rufen. Sie wäre blamiert! Nein, sie konnte dieses Kind nicht mehr wie früher wegsperren.

Oder, was waren das für rosige Zeiten, als sie das Kind im Kinderwagen auf den Balkon stellen konnte! Ein Außenraum, weit weg von ihrer Küche. Genaugenommen am anderen Ende und auf der anderen Seite der Wohnung. Die Architekten hatten die richtige Wahl getroffen bei der Zimmeranordnung. Ja, das waren Zeiten!

Und wenn sie dann ihren Mittagsschlaf hielt, war das Kind weit weg. Nicht zu hören am anderen Ende und auf der anderen Seite der Wohnung. Sie liebte die Ruhe! Dann musste sie sich keine Gedanken mehr machen. Das Kind war weg. Wenn auch nur für ein paar Stunden.

>>Wann gibt es Essen?!<<

Herr B ließ nie einen Zweifel daran, wann er ihr einen unmissverständlichen Befehl erteilt hatte. Dieser hier besagte: Das Essen muss jetzt auf dem Tisch stehen. Sofort!

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