ZEIT ONLINE - Alles außer Fußball

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In dieser außergewöhnlichen Fussballkolumne betrachten unsere fünf Autoren: Tobias Rau, Andreas Beck, Katja Kraus, Corny Littmann und Moritz Volz alles ums runde Leder, nur eben nicht das Tagesgeschäft.
Fussball wird von Fussballern als gesellschaftliches Phänomen unter die Lupe genommen und Meinungen zu Themen wie den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das in Zusammenhang steht werden preis gegeben.

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ZEIT ONLINE:Vertrauen und Selbstvertrauen ist ja schön. Aber muss man nicht beispielsweise den Trainingszustand oder gar Teile des Privatlebens eines Fußballprofis kontrollieren?

Kraus:Auch da sollte man grundsätzlich erst einmal davon ausgehen, dass man es mit Menschen zu tun hat, die wissen, oder denen man imstande ist zu vermitteln, was ihre Verantwortung ist und welches Privileg es ist, diesen Beruf auszuüben.

ZEIT ONLINE:Sie haben anfangs gesagt, es gibt niemandem, dem Sie nicht vertrauen ...

Kraus:Moment, das habe ich nicht gesagt. Vertrauen hat etwas mit dem Verhalten des Einzelnen zu tun, nicht mit meinem Grundverständnis. Um Sie jetzt mal zu beruhigen, es gibt auch Menschen, denen ich nicht vertraue.

ZEIT ONLINE:Wer ist das denn, vielleicht ein Journalist?

Kraus:Nein, auch Journalisten gegenüber habe ich kein grundsätzliches Misstrauen. Im Gegenteil, viele meiner Freunde arbeiten in der Medienbranche. Ich habe einen interessiert kritischen Blick auf Medien und mir fehlen zunehmend Differenziertheit in der Beurteilung, Haltung und Achtsamkeit im Umgang mit der eigenen Verantwortung. Aber das hat vielmehr mit den Entwicklungen der Branche als mit dem Vertrauen in Einzelne zu tun.

ZEIT ONLINE:Haben Sie jemals ein Interview gegeben, dass Sie vor der Veröffentlichung nicht kontrolliert und freigegeben haben?

Kraus:Das habe ich auch schon gemacht. Allerdings nur in Ausnahmefällen, in denen ich die Gesprächspartner gut kannte. Beim Autorisieren eines Interviews geht es mir um Authentizität, darum, dass die Abschrift dem Gesagten entspricht und die Aussagen im richtigen Kontext stehen. Es bedeutet für mich nicht, dass ich dem Journalisten misstraue. Sie haben mir noch keinen Grund gegeben, Ihnen zu misstrauen.

ZEIT ONLINE:Dieses Interview wollen Sie dennoch kontrollieren, bevor es veröffentlicht wird. Wie war es, als Sie für die Pressestelle des HSV zuständig waren: Haben Sie Medien und Journalisten kontrolliert?

Kraus:Klar, Journalisten vor allem. Wenn Sie damit meinen, dass wir gelesen haben, was über den Verein und handelnde Personen geschrieben wurde, selbstverständlich ja. Ansonsten haben wir keine Akten angelegt.

ZEIT ONLINE:Wenn nicht Journalisten: Gibt es Menschen oder Menschengruppen, die überwacht werden sollten?

Kraus:Nein. Die Ausnahme ist, wenn es konkrete Hinweise gibt, dass Menschen in Gefahr sind. Wenn man mit Kontrolle Gewalt verhindern kann, ist Überwachung die Ultima Ratio.

ZEIT ONLINE:Braucht es eine Kontrolle der Linkspartei?

Kraus:Den Umgang des Verfassungsschutzes mit der Linkspartei finde ich empörend.

ZEIT ONLINE:Braucht es einen Verfassungsschutz, wie wir ihn fürs Inland in Deutschland haben?

Kraus:In der aktuellen Form kann ich die Funktion nicht erkennen.

ZEIT ONLINE:Wurden Sie schon mal überwacht?

Kraus:Nicht, dass ich wüsste.

ZEIT ONLINE:Sie wurden noch nicht einmal gestalkt?

Kraus:Ich glaube nein. Jetzt klingen Sie so, als fänden Sie selbst das deprimierend.

[nächster Beitrag]

[Inhaltsverzeichnis]

Corny Littmann

"Als Schwuler bin ich Objekt der Nazis"

Im Alles-außer-Fußball-Gespräch redet Corny Littmann über Hassbriefe von Nazis, rassistische Gesänge und erzählt, warum er ein NPD-Verbot befürwortet.

VON OLIVER FRITSCH

ZEIT ONLINE: Herr Littmann, waren Sie überrascht davon, dass es in Deutschland Nazis gibt?

Corny Littmann: Nein. Das Thema ist in meinem Theaterunternehmen und bei mir persönlich ständig präsent. Wir unterstützen seit Jahren die Initiative Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen . Von dem Ausmaß und von der Anschlagserie bin ich allerdings überrascht.

ZEIT ONLINE: Haben wir alle das Problem Rechtsterrorismus unterschätzt?

Littmann: Keiner hat damit ernsthaft gerechnet, dass Rechtsradikale organisiert und gezielt morden. Und wer weiß, welche Taten der Vergangenheit noch auf deren Konto gegangen sind? Ich glaube allerdings nicht, dass die Staatsorgane all die Jahre davon nichts wussten oder ahnten.

ZEIT ONLINE: Der Verfassungsschutz hat versagt. Sollte man ihn abschaffen?

Littmann: Nein, wir brauchen einen Verfassungsschutz, aber wir brauchen einen Verfassungsschutz, der auf beiden Augen sieht. Die Gefahr von rechts hat er verkannt, er hat einseitig die linksradikale Szene beobachtet.

ZEIT ONLINE: Offenbar hat das rechte Milieu eine gewisse Anziehungskraft. Viele V-Leute tummeln sich in der Szene, manche offenbar sehr gerne, auch in der NPD. Sollte man die Partei verbieten?

Littmann: Es wäre ein symbolpolitischer Akt, den ich befürworte. Aber es dürfte nur der erste Schritt sein. Außerdem muss so gut wie ausgeschlossen werden, dass das Bundesverfassungsgericht dem Parteiverbot nicht erneut widerspricht. Das würde der NPD nur nutzen, sie legitimieren. Doch die Gefahr, dass Karlsruhe ein Verbot verhindert, scheint aufgrund der Nähe der Partei zu den Terroristen deutlich geringer.

ZEIT ONLINE: An welche Schritte denken Sie noch?

Littmann: Jede andere rechtsradikale Aktivität und Gruppierung, etwa Kamerad- und Burschenschaften, muss man im Auge behalten. Zudem sollte die Politik den Fragen auf den Grund gehen, was Rechtsradikale den Leuten anbieten, was die sozialen Ursachen dafür sind, dass junge Menschen in die rechte Szene driften. Zufällig gerät da keiner rein.

ZEIT ONLINE: Haben Sie persönlich Erfahrung mit Nazis machen müssen?

Littmann: Ich gehöre zu einer sogenannten Minderheit. Als offen lebender Schwuler bin ich einer von deren Objekten, wie Türken oder Lesben auch. Ich habe schon viele Hassbriefe bekommen oder war als Fußballpräsident rassistisch geprägten Äußerungen von gegnerischen Fans ausgesetzt. Aber zum Glück wurde ich noch nie Opfer von Gewalt.

ZEIT ONLINE: Wie groß schätzen Sie die Gefahr von rechts im Fußball ein?

Littmann: Ich kann keine Zahl nennen, aber die Gefahr ist reell. Es hat in den vergangenen Jahren Unterwanderungsversuche gegeben – im Profifußball, aber noch mehr bei den Amateuren. Rechte wollen in Fankurven Fuß fassen. Bei vielen Verantwortlichen spürt man Ohnmacht. Sie sind gegen rechts, wissen aber nicht, was man tun soll. Aber ich beobachte eine begrüßenswerte Tendenz, dagegen vorzugehen, vor allem beim DFB.

ZEIT ONLINE: Meinen Sie den Fall Dynamo Dresden, der nun vom DFB-Pokal ausgeschlossen wurde?

Littmann: Ja, Geldstrafen alleine wirken nicht. Geisterspiele und Ausschluss aus Wettbewerben sind geeignetere Maßnahmen, um eine Grenze zu ziehen. Es musste ein Zeichen gesetzt werden.

ZEIT ONLINE: Der Verein sagt, er tue inzwischen sehr viel. Außerdem sei das relevante Spiel ein Auswärtsspiel gewesen.

Littmann: Mag sein, aber das ist ein schwaches Argument. Der Verein erhält ja ein Kartenkontingent, kann also kontrollieren, an wen er sie verkauft.

ZEIT ONLINE: Sie sind für personalisierte Tickets?

Littmann: Das kann im Einzelfall eine geeignete Maßnahme sein. Aber es gibt keine Patentlösung. Jedenfalls sind die Vereine in der Verantwortung, die dürfen sie nicht auf den DFB abwälzen.

ZEIT ONLINE: Ein anderer Fall ist Hansa Rostock, der politische Rivale von St. Pauli, Ihrem ehemaligen Verein.

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