Ellen Sander - Und wer küsst mich?

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Ella Schön macht zwar ihrem Namen alle Ehre, sie ist eine attraktive Frau, aber sie ist unglücklich: 41 Jahre und schon wieder Single. Kein Mann in Sicht, die letzten verfügbaren Eizellen verdorren ungenutzt zu Rosinen – eine Verschwendung von Ressourcen. Bevor die letzte Chance auf Fortpflanzung in die ewigen Jagdgründe übergeht, will sie es noch einmal wissen:
"Wenn ich sage, ich will in Weiß heiraten, dann meine ich damit die Farbe des Kleides und nicht die meiner Haare."

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»Schon, aber Thomas redet großteils NUR Englisch. Und das finde ich sehr albern, als Deutsche in Deutschland mit einem Deutschen Englisch zu sprechen. Schlimmer noch ist aber, dass sich sein Englisch zum Großteil aus, sagen wir … äh ... Fäkalsprache zusammen setzt.«

»Bitte?«

»Wie oft ich dieses Wochenende »Freaking, fucking ...« gehört habe, kann ich nicht mehr zählen.«

»Wie unangenehm!«, sagte Kiki ehrlich empört.

Das war in der Tat unangenehm. Aber nicht nur das. Unangenehm war auch, als Thomas mich fragte, ob ich ihm die Fußnägel schneiden würde. Das ist KEIN Scherz. Er setzte sich mit einer Nagelschere bewaffnet in MEIN Wohnzimmer und als er mich erblickte, bat er mich um Hilfe, denn wegen seines Bandscheibenvorfalls wäre er selbst zu unbeweglich dafür.

Ich war für einem Moment wie gelähmt. Als ich meine Stimme wieder fand erklärte ich ihm, dass es weder Zeit noch Ort, noch ICH die richtige Person für diesen Pflegedienst wäre. Aber irgendwas in mir hielt mich davon ab, dieses peinliche Erlebnis mit Thomas Kiki zu erzählen, und so stimmte ich ihr lediglich aus vollem Herzen zu:

»Ja, das war sogar sehr unangenehm!«

»Ella, Thomas ist sicherlich einfach nur sehr, sehr durcheinander. Die Trennung von Ulla, nach so langer Zeit und der unerfüllte Familienwunsch. Er ist doch so kinderlieb. Darüber hinaus läuft es wohl auch im Job nicht so gut, ein Umstand, der ihn sicherlich frustriert. Er ist einfach nur aus dem Gleichgewicht. Das kommt schon wieder.«

»Meinst du?«, fragte ich hoffnungsvoll.

»Ganz bestimmt. Er ist ein ganz liebenswerter Mensch. Du musst ihm nur ein bisschen Zeit geben und ihn besser kennen lernen. Wie seid ihr denn verblieben? Werdet ihr euch wieder sehen?«

»Er hat mich gefragt, ob ich über die Osterfeiertage mit ihm zusammen nach Sylt fahre.«

»Und, was hast du gesagt?«

»Ich habe erstmal ja gesagt.«

Was sollte ich auch sonst über Ostern machen? Feiertage sind doch der Schrecken aller Singles. Wochentags kann man ja wenigstens noch Shoppen gehen – eine Betätigung, die man sehr gut allein machen kann. Aber was tun an einem Feiertag, wenn alle »in Familie« machen? Da bleiben eigentlich nur das Fitnessstudio, das Museum oder die Depression.

Auf Sylt war es zu Ostern natürlich, wie nicht anders zu dieser Jahreszeit zu erwarten, eisigkalt. Es schien zwar die Sonne, aber es ging eine verdammt steife Brise. Thomas liebt die raue Nordsee und ich das milde Mittelmeer – sieht so die ideale Voraussetzung für eine gute Beziehung aus? Man muss darüber hinaus wissen, dass die Hannoveraner Frauen praktisch die Brasilianerinnen unter den Norddeutschen sind – nicht nur hinsichtlich des Temperamentes, sondern auch wegen der Kälteempfindlichkeit. Und so konnte ich meinen Körper trotz drei übereinander getragener Kleidungsschichten kaum auf überlebensnotwendiger Temperatur halten.

Aber Thomas kehrte immer wieder gern mit mir in eines der vielen Strandlokale ein, wo ich mich am Ofen von außen und er sich mit ein paar Schnäpsen von innen wärmen konnte.

Vor der Reise nach Sylt bekam ich von meinen Freundinnen die Instruktion, dass ich nicht immer gleich das Portemonnaie zücken solle, sondern erst einmal Thomas die Chance gebe, ihn bezahlen zu lassen. Männer brauchen das Gefühl einer Frau was bieten zu können, war die Begründung.

»Männer geben, Frau empfangen – also spiel nicht die Emanze«, bekam ich zu hören.

Emanze? Ich? Ne! Gleichberechtigt, ja. Und partnerschaftlich. Natürlich möchte auch ich die naturgegebene Rolle der Frau mit der entsprechenden Weiblichkeit erfüllen, nur dem Rat meiner Freundinnen folgen würde für mich bedeuten, gegen drei Dinge in mir anzukämpfen:

Erstens meinen Streben nach Unabhängigkeit und dem Gefühl, niemand etwas schuldig sein zu müssen.

Zweitens ist da mein Stolz, der beweisen will, dass ich keine Schmarotzerin bin und selbst genug Geld habe.

Und drittens mein stark ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit, der den finanziellen Ausgleich fordert.

Aber ich bin auch nicht beratungsresistent. Wenn alle meinen, dass es für einen Mann so wichtig ist, dann werde ich sehr weiblich sein und mein Geld für was anderes sparen. Es gibt durchaus schlimmeres.

Tatsächlich hat Thomas sogar darauf bestanden für mich zu bezahlen. Und auch die Kosten für das Hotelzimmer hat er übernommen. Überhaupt war er sehr großzügig.

Das war ausgesprochen ungewohnt für mich. Mein Ex hat die Gleichberechtigung der Frau sehr geschätzt und in der Regel Fifty-fifty abgerechnet. Mein Ex-Ex ist ein paar Jahre jünger als ich und machte gerade sein Abi nach, um auf dem zweiten Bildungsweg zu studieren, als wir uns kennen lernten. Der erste gemeinsame Urlaub ging auf meine Rechnung. Dann habe ich noch die Studienzeit miterlebt und als seine Goldenen Jahre begannen, gingen wir schon wieder getrennte Wege.

Das Hotel, das Thomas ausgesucht hat (Auch eine ganz neue Erfahrung – sonst musste ich immer alles organisieren.) gefiel mir sehr. Es war ein ganz neues, kleines Designer-Hotel. Ich wachte am nächsten Morgen vor Thomas auf und schlich mich schon mal ins Bad. Frisch geduscht, rosig und nach Pfefferminzzahnpasta riechend, kroch ich wieder zu Thomas ins Bett – bestens vorbereitet für sein Erwachen.

Dies lies allerdings noch eine Weile auf sich warten. Er lag tief und fest schlafend auf dem Rücken, schnarchte vor sich hin und blies mir seine Alkoholfahne entgegen. Er hatte den Abend zuvor ganz schön tief ins Glas geschaut.

Nach einer Ewigkeit wachte er auf, grunzte ein »Morgen!«, stand auf und ging ins Bad. Ich nutzte die kurze Gelegenheit in bei Tageslicht betrachten zu können.

Er war extrem blass. Eigentlich sah er wie ein Riesenbaby in Boxershorts aus. Die Beinstellung und die Grübchen in den Knien stützen diesen Vergleich. Lediglich die Haare auf dem Rücken nicht.

Ich konnte hören, wie er den Klodeckel hochklappte. Warum sind die Bäder in Hotelzimmern nur immer so hellhörig? Wie unsexy, wenn man jedes Geräusch mitbekommt. Ob Thomas mich auch gehört hatte, als ich zuvor im Bad war? Nein, beruhigte ich mich, er hat ja noch geschlafen.

Ich hörte wie Thomas das Wasser in der Dusche anstellte und dann hörte ich ... OH, MEIN GOTT! ... ein Geräusch, das aus den Tiefsten seiner Nasennebenhöhlen kam. Arghhh – igitt!

Auf der Rückfahrt von Sylt machten wir bei Kiki und Manuel in Hamburg Halt. Ich wollte die beiden noch mal sehen, bevor ich den nächsten Tag zurück nach Hannover fahren würde.

Wir saßen vor dem Kamin und tranken Wein. Ich erzählte Kiki von Sylt und Thomas und Manuel unterhielten sich über die aktuelle Lage der Immobilienbranche. Es hätte richtig gemütlich sein können, wenn Thomas nicht so viel getrunken hätte und anfing zu stänkern.

Je mehr er trank, je mehr veränderte sich seine Laune. Er schimpfte über das Missmanagement in seinem Unternehmen und die Unfähigkeit der Führungsetage. Zuerst ließ er nur hier und da sein bekanntes »Fuck!« fallen, aber schon bald verfiel er komplett in seine »Freaking fucking-Fäkalsprache«.

Seine verbalen Entgleisungen waren derart widerlich, dass Kiki und ich wie paralysiert waren. Ich versuchte Thomas zu beruhigen und brachte ihm in Erinnerung, dass auch zwei Frauen anwesend wären und er möge doch darauf Rücksicht nehmen. Aber er lies sich einfach nicht bremsen. Unsere Stimmung war dahin.

Mein erster Eindruck von Thomas damals, als ich ihn auf der Atelierfeier von Kiki sah, war der eines sympathischen und attraktiven Mannes mit Potential für eine Partnerschaft. Während unseres Kennenlernens habe ich Einblicke gewonnen, die meinen Eindruck in Teilen bestätigt haben. Er hat eine durchaus liebenswerte und gutmütige Seite. Aber es gibt auch eine dunkle Seite an Thomas, die mich daran hinderte, mich in ihn zu verlieben zu können – die des Alkoholikers.

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