Regine Roeder-Ensikat - Pech

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Zackige Blitze spalteten den Abendhimmel in schwarze Teile. Das Rauschen des Windes wurde nur vom Donner übertönt. Peter Pech, ein schwergewichtiger Mann von fünfzig Jahren, zog die Tür seines Reihenhäuschens zu und trat in das Unwetter hinein. Die Bäume im Lindenweg verströmten einen süßen, klebrigen Duft. Er holte tief Luft und dann begann es wie auf Knopf-druck zu regnen. Abgesehen von einem Jogger war die Straße leer, Hundekläffen in der Ferne. Ohne Ziel lief er durch viele kleine Straßen um den Orankesee, bog dann in die Manetstraße in Richtung Konrad-Wolf-Straße ein.
Er musste Ordnung in seine Gedanken bringen. Sechs Zahlen schwirrten in seinem Kopf herum. Das Lottoglück hatte ihn, den Taxifahrer Peter Pech aus Berlin Hohenschönhausen, gefunden.

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Gelegentlich bemerkt Lola weißliche Fetzen auf den Produkten ihres Stoffwechsels, doch das berührt sie nicht sonderlich. Sie nimmt weiter ab. Ihre dunkel umschatteten Augen geben dem inzwischen schmalen Gesicht ein ungesundes Aussehen. Am ganzen Körper hängt die Haut schlaff herunter. Nach Wochen ist sie doch sehr beunruhigt, nur ein paar Kilo wollte sie abnehmen und nicht mager werden. Sie beschließt sich untersuchen zu lassen. Ihr Hausarzt zeigt sich sehr besorgt. Das rasche abmagern bedeutet nichts Gutes. Er erinnert sich, eine Notiz in einer seiner Fachzeitschriften gelesen zu haben. Nach einer genauen Befragung beruhigt er Cora, bittet sie abzuwarten. Dann sucht er den Artikel, und schaltet die Polizei ein, denn er glaubt, dass ein Zusammenhang zwischen der Einnahme des Tees und der unerwarteten Gewichtsabnahme besteht. Seine Vermutungen teilt er der Polizei mit. Diese lässt über einen Mittelsmann eine "Inkawunderteetüte" bestellen, die eine Woche später eintrifft und sofort an das "Robert-Koch-Institut" weitergeleitet wird. Das Ergebnis kommt schnell und lautet: "Teepulver mit Bandwurmfinnen - Taenia saginata versetzt".

Sofort wird nach dem Vertreiber gefahndet, man stößt ins Leere. Die Webseite ist gekündigt, Name und Adresse der Firma sind falsch, das Konto abgeräumt. Die Polizei wartet. Monate später taucht eine ähnliche Anzeige auf. Der Adressat sitzt diesmal nicht in Berlin, sondern in München. Ein arbeitsloser Biologe hatte diese perfide kriminelle Idee mit der Teemischung. Es war nicht schwer den geständigen Mann zu überführen. Wegen schwerer Körperverletzung wurde er ohne Bewährung verurteilt.

Wieder sitzt Lola im Sprechzimmer ihres Hausarztes, der ganz behutsam auf sie einredet. "Liebe Frau Polster, das ist ja wirklich eine dunkle Geschichte. Ich verschreibe Ihnen ein Medikament. Bitte nehmen Sie es über die Dauer von drei Wochen ein, täglich zwei Tabletten. Bald werden sie einen vermehrten Abgang von weißen Fetzen beobachten. Bleiben diese ganz aus, haben sie Glück gehabt und der Kopf ihres gefräßigen Untermieters ist abgegangen. Doch das ist höchst unwahrscheinlich. Erfahrungsgemäß müssen sie die Kur wiederholen, um den lästigen Wurm los zu werden. Aber es wird Ihnen bald besser gehen. Um wieder zuzunehmen müssen sie sich richtig ernähren und viel, viel trinken."

Er unterdrückt ein Lachen.

"Es muss ja kein Tee sein! Und essen sie viel, vielleicht nehmen sie dazu die in den Apotheken angebotene NASA-Kost zu Hilfe. Mit einer kleinen Mastkur erreichen sie dann vielleicht ihr Idealgewicht."

Elli und Eberhard - Eine Ehegeschichte

Seit Eberhard in der Zeitung gelesen hatte, dass mehr als ein Drittel aller Morde unentdeckt bleiben, Fachleute vermuteten sogar weit mehr, grübelte er über eine unverdächtige Todesart für seine Frau nach. In seinen Träumen brachte er Elli um, mal stürzte er sie aus dem Fenster, ein anderes Mal erwürgte er sie oder tröpfelte Gift in ihren heiß geliebten Rotwein. Er sah sie sterben, fühlte sich frei und trauerte dennoch an ihrem Grab tränenreich. All dies geschah immer nur in seinen Träumen, aber die konnten, wenn er es wollte, Wirklichkeit werden.

Wenn er nach einem arbeitsreichen Tag aus dem Büro nach Hause kam, zu einer Frau, die er nicht mehr liebte, in ein Haus in dem er nicht mehr zu Hause war, fühlte er sich deprimiert und begann dieses Dasein zu hassen. Seine schwangere Freundin Elli heiratete er vor fast dreißig Jahren. Die Familie und alle Freunde erwarteten das, und in der Vorfreude auf das Kind hielt er sich fast für einen glücklichen Menschen.

Doch dann kam alles ganz anders, denn gleich nach der Hochzeit hatte Elli eine Fehlgeburt mit schweren Folgeschäden. In den nachfolgenden Jahren hatte sie alles verloren, was ihn einst zu ihr hingezogen hatte. Eine Schönheit war sie zwar nie, doch Elli war jung, hatte feste, üppige Formen und war voller Kraft und Lebenslust, eine echte Blondine mit einem aufreizend, gelangweilten Lächeln, das viel versprach und nichts hielt. Ihre Neugier auf das Leben war groß, und sie war stolz auf seine Stellung als Architekt, seine Beziehungen und seine Freunde.

Heute zeichnete sich Ellis Körper durch schlaffe Formen aus, ihre glanzlosen, jetzt aschgrauen Haare, waren meist ungekämmt und hingen in Strähnen in die Stirn. Ihre Haut war trocken, leicht schuppig und hatte sich unter den Augen zu schweren Tränensäcken gefaltet. Elli war immun gegen ihren eigenen Verfall geworden.

Sie las nie mehr ein Buch, denn ihre Träume hatten sich in den bunten Blättern der Illustrierten verloren. Körper und Geist waren träge geworden, geistvolle Kraftanstrengungen wollte und konnte sie nicht mehr vollziehen. Der Freundeskreis, einst groß, unter ihnen viele seiner Kollegen, hatte sich langsam und still zurückgezogen.

Eberhard dachte oft, ich habe alles, nur nicht die richtige Frau, aber auch Elli dachte oft, ich habe alles, nur nicht den richtigen Mann. Aber dennoch fühlten sie sich beide verantwortlich für ihr gemeinsames Leben.

Elli war auf den Hinterhöfen der Stadt groß geworden. Alle Konflikte wurden hier mit den Fäusten ausgetragen. Mit Eberhard wollte sie eine Familie gründen, viele Kinder bekommen, sie gewaltfrei und mit viel Liebe großziehen. Schon als junges Mädchen fühlte sie sich zur Kunst hingezogen, konnte aber bei sich keine speziellen Begabungen oder Talente entdecken. So beschloss sie die Nähe von künstlerisch, tätigen Menschen zu suchen und wollte die Muse eines kreativen Geistes werden. Auf dieser Suche war sie Eberhard, dem Studenten der Architektur, begegnet. In seiner verträumten, sanften Art verstand er Elli zu begeistern, wenn er ihr die Welt im Einzelnen und die Bedeutung der Kunst im Besonderen wortreich erklärte. Eberhard war von ihrer Hingabe berührt und fühlte sich geschmeichelt, er verliebte sich in das junge Mädchen.

Viel zu spät hatte Elli feststellen müssen, dass Eberhard kein Künstler, kein hochfliegender, schöpferischer Geist, sondern ein ganz normaler Mensch war. Spät, zu spät hatte sie begonnen sich um ihr eigenes Leben zu kümmern, um nicht im Meer der Langeweile an der Seite ihres Mannes zu ertrinken. Mit großem Enthusiasmus begann sie mehrere Ausbildungen, doch ihre gesundheitliche Kraft und ihr labiler, geistiger Zustand reichten nicht aus, sie zu beenden.

Elli hatte keinen Beruf und von einer Frau, die nichts gelernt hatte, kein eigenes Einkommen hatte, wollte und konnte Eberhard sich nicht scheiden lassen. Sie war hilflos und auf ihn angewiesen.

Jetzt verbrachte Elli ihre Tage nur noch mit unnützen Dingen. Stunde um Stunde zappte sie sich durch die Fernsehprogramme, sah die albernsten Talkrunden, in denen Menschen aus Problemfamilien rund um die Uhr über Liebe, Ehe, Scheidung oder andere Nichtigkeiten wollüstig plapperten. Trank dazu, über den Tag verteilt, ein, oder auch mal zwei Flaschen Rotwein. Der Alkohol wurde ein angenehmer Begleiter ihrer einsamen Tage. Am Abend schluckte sie kleine, weiße Pillen, die der Nacht den Schrecken nahmen.

Manchmal fragte sich Eberhard, warum er vor vielen Jahren nicht einer Adoption zustimmte, ein Kind hätte ihnen Beiden bestimmt eine hoffnungsvollere Zukunft beschert. So war das Eheleben ohne Höhen und Tiefen, ohne Horizont.

Ihre Beziehung war in die Jahre gekommen. Das erotische Feuer war unter der Alltagslangeweile erstickt. Diese Veränderungen hatten sich Schritt für Schritt in ihr Leben geschlichen.

Eberhard saß nach seinem Dienst immer öfter einsam in billig, verrauchten Kneipen langweilte sich auch hier und fühlte sich alt.

Doch eines Tages änderte sich Einiges. Lisa, eine junge Kollegin, kam direkt von der Universität in das Architektenbüro und damit auch in sein Leben. Sie glich so gar nicht den weiblichen Wesen, die er bisher kannte, den launenhaften lauten und zänkischen Frauen, einschließlich seiner eigenen. So hatte er sich eine Frau immer vorgestellt. Schön, sanft und leise. Lisa trug auffallend, elegante Kleider, hatte eine Haut so weiß und kühl wie Marmor, und ihre Haare, haselnussbraun, fielen in weichen Locken auf ihre Schultern. Ihr Lächeln war voller Wärme, wie ein Frühlingswind. Seit er Lisa kannte, veränderte sich sein Leben. Plötzlich fühlte er sich wieder jung, träumte von zärtlichen Umarmungen und wilden Liebespielen. Es wurde für ihn eine Tortur, wenn Elli sich neben ihm niederließ, sich an ihn schmiegte, ihn mit ihren fleischigen Armen berührte. Eine Art Lähmung ergriff ihn dann, sein Körper wurde taub und gefühllos. Elli schlief so inbrünstig wie sie aß und trank, und die dabei entstehenden Geräusche riefen einen immer mehr wachsenden Ekel in ihm hervor. Er fürchtete sich auch vor ihrer albernen Fürsorge um sein altes Herz, seine schlechte Verdauung und um die zu hohen Cholesterinwerte, die sie mit verschiedenen Diätwurstsorten streng bekämpfte. Soviel Aufmerksamkeit von ihr erstickte ihn.

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