Magnus Drechshage - Auf Umwegen...

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Die Geschichte eines inspirationslosen Autors, der in seinem Stamm-Café das Tagebuch eines Australienreisenden findet. Zurück an seinem Schreibtisch, beginnt er in dem Tagebuch zu lesen, sucht nach dem Autor und findet heraus, dass Malcolm der Name des Reisenden ist. Sie treffen sich. Sie unterhalten sich. Der Traum von Australien beginnt. Der Traum von Abenteuern und Weite, Feuer und Blaubeeren und der Liebe. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise quer durch den roten Kontinent und zu sich selbst. Schafe werden geschoren und Rinder getrieben. Das Outback glüht für den Reisenden, doch in München, dort wo der Autor lebt, liegt Schnee. Er sehnt sich nach Wärme und Abenteuer. Bis sein routiniertes Leben umgekrempelt wird und seine Träumereien für immer verändert werden.

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Malcolm der Schriftsteller?! Vielleicht hänge ich mich zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte Autor zu sein. Er hat Ahnung von der Materie. Super!

„Mir hilft ein langer und meditativer Blick aus dem Fenster…meistens“, schiebe ich schnell zu meiner Verteidigung ein, obwohl Malcolm mich nicht provozieren wollte.

Aber ich fühle mich als etablierter Schriftsteller etwas überlegen, kann es aber einfach nicht zum Ausdruck bringen. Seine ruhige und souveräne Art macht mich etwas nervös.

„Aber nun habe ich ihre Geschichte! Und nun…nun…meine Frage und große Bitte ist: darf ich ihre Story zu meinem neuen Beststeller formu…ähh…machen?“, ich bin nervös.

„Ha…wissen Sie…wieder so eine Geschichte…irgendwie habe ich in meinem Leben viel Glück! Ich wollte selbst ein Buch veröffentlichen und eine Geschichte um mein Erlebtes weben…aber ich habe einfach nicht die Geduld und Zeit dafür…ich bin zu umtriebig und suche immer ein neues Abenteuer…und da kommen Sie und wollen die Arbeit für mich machen?! Wie geil ist das denn?!“, er schaut zum Boden, lächelt, streichelt Aqua ein paar Mal über den Kopf, die sich daraufhin schnaufend auf die Seite dreht, ihre rechte Pfote hebt und erwartet, dass ihr Bauch gekrault wird. Er schrubbt ihre teppichartige Plauze mit straffen Oberarmen. Ein paar sonderbar kurze Minuten vergehend schweigend. Es liegt etwas Vibrierendes in der Luft.

Ich höre murmeln am Nachbartisch „Kuck…ein Bär!“, und „Die friert bestimmt nicht!“, mit einem liebevollen Blick auf den Neufundländer unterm Tisch.

Ich beiße in das reichlich belegte Mettbrötchen und schaue Malcolm schüchtern an, wie er streichelnd sinniert. Die Zwiebeln auf dem Brötchen sind heute etwas scharf, denke ich mir, und genieße diese Würze in meinem Leben.

„Sie haben also Onegin gelesen?“, fragt mich Malcolm plötzlich, mit einem langsam gleitenden Augenaufschlag und schaut mich tief an.

„Ja, sogar einige Male, um wirklich alles zu verstehen. Wissen sie, es hilft mir eigene Verse zu formulieren, wenn ich perfekte Poesie verinnerlicht habe und…“

„Gut…das reicht mir schon“, unterbricht mich der junge Mann „sie dürfen gerne meine Geschichte benutzen…es fällt mir nicht leicht, diese aus der Hand zu geben…aber sie scheinen wirklich daran interessiert und eine Leidenschaft zu besitzen, welche ich leider bei den wenigsten Menschen erkennen kann“

„D-Danke…“, stottere ich atemlos hervor.

„Und“, fährt Malcolm fort, „das hebt Sie von der Masse ab…Sie sind ein Künstler und einem Künstler vertraue ich…ich vertraue darauf, dass sie die Seele der Arbeiten unverändert lassen und meine Geschichte zum Leben erwecken. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit! Wir könnten zusammen was Wundervolles schaffen! Ich vertraue ihnen mein Tagebuch an…behandeln sie es gut!“

„J-Ja ja…das verspreche ich!“

„Außerdem werde ich Ihnen eine Mail schicken mit dem Link zu meinem Blog…bitte verwenden und verweben sie die kleinen Erzählungen dort mit den Einträgen im Tagebuch…so hätte ich das Buch geschrieben und so wünsche ich mir, dass Sie es verfassen…ist das okay?“, und er schaut mich mit einem bizarren herausfordernden Blick an, der mir für eine Sekunde die Sprache verschlägt.

Ich kneife unwillkürlich leicht die Augen zusammen.

„Okay…das ist super! Das ist fantastisch! Ich bin schon gespannt Ihren Blog zu lesen und vielen Dank!“, vollende ich meinen Satz und bin weiterhin sprachlos.

Malcolm hat mittlerweile seinen Kopf wieder gesenkt und streichelt ununterbrochen den schnorchelnden Fundi unterm Tisch. Er sieht aus, als wenn er in einer anderen Welt abgetaucht ist. Er grübelt, krault und träumt. Ich kaue wieder auf den Zwiebeln rum und nippe am Kaffee. Mein Hirn läuft heiß. Es braucht eine Auszeit. Es war nicht professionell aufgewärmt, das hatte ich verbockt. Ich schäme mich. Ich hätte schlagfertiger sein müssen. Bin eingeschüchtert von der Person vor mir, welche mich fasziniert, aber mich so klein mit Hut fühlen lässt.

Malcolm blinzelt gleich doppelt. Er fokussiert mich. Seine Grübchen werden tiefer. Offensichtlich, der junge Mann kann sein Lächeln nicht länger zurückhalten und ein lautes Grinsen entkommt ihm. Ich steige direkt mit ein und muss fast lauthals Lachen. So ein Glück, denke ich mir, die Atmosphäre, die Stimmung ist wieder locker und fröhlich. Mein Nacken entspannt sich, in einem Ruck, das Koffein entfaltet seine volle Wirkung und das Hirn kühlt auf die passende, effizienteste Temperatur runter.

Die Kellnerin kommt an unseren Tisch und stapelt geschickt die vielen Tellerchen, Schälchen und Tässchen auf ihre grazilen Unterarme. Eine hübsche junge Frau, fährt es durch meinen Kopf, was sie wohl studiert? Lehramt! Ja ganz sicher. Bestimmt Religion, Deutsch und Kunst oder so was. Ihr Bluse ist bis obenhin zugeknöpft. Das ist einfach zu bieder, um etwas Cooleres zu Lehren. Und sie weicht meinem Blick aus, also ganz bestimmt Religion.

Ach, wie dem auch sei! Bitte etwas mehr Konzentration Herr sogenannter Autor höre ich zu recht aus dem lesenden Publikum!

Worauf ich eigentlich hinaus wollte: „Herr Dreibuchenhain, wie viel Zeit haben sie noch? Ich würde Ihnen gern ein Mittagessen und ein Bier dazu spendieren, um noch etwas mehr von Ihnen zu erfahren“, Gebe ich locker flockig von mir, als wenn die vorherige Schüchternheit mich nie umklammert hätte.

„Au ja! Das klingt sehr gut!“

Ich winke der Religionslehrerin zu, sie soll uns doch bitte schnell zwei Bier bringen und wir überlegen solange, ob wir uns lieber das duzend Weißwürste teilen oder jeder eine zünftige Schweinshaxe verdrücken mag.

Während wir ein paar weitere Stunden hier verbringen, lerne ich viel über seine Geschichte. Lieber Leser, ich werde sie bald mit Ihnen teilen. Seien Sie gespannt!

Ich verlasse mein Stamm-Café am späten Nachmittag. Es ist schon dunkeln und dieser dämliche Schnee fällt immer noch. Der Schneeschieber muss aufgegebene haben, denn sein mühselig freigeschobener Fußweg ist mindestens zehn Zentimeter mit frischem Schnee bepudert. Ich stapfe tapfer durch die Wehen und denke unwillkürlich an Kapuschinskis Workuta. Der eisige Wind schneidet messerscharf in die trockene Haut, es ist stockdunkel und eingemummte Gestalten huschen an mir vorbei.

Malcolm und Aqua sind etwa eine Stunde vor mir aufgebrochen. Ihre Spuren hat der Winter längst gefressen. Wann werde ich sie wiedersehen? Welche Jahreszeit wird dann sein? Wird mich Aqua wiedererkennen? Es fällt mir schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Endlich erreiche ich die U-Bahn. Ich gehe vorsichtig die Treppe, Stufe um Stufe. Will nicht ausrutschen. Steige in die Bahn, setze mich. Der Zug rollt los. Ins dunkle. In die Zukunft. Ich nicke ein und träume. Sehe Kängurus, Eukalyptus, den Nobelpreis, Aqua, rote Erde und Hoffnung.

Kapitel 4: Survival of the fittest

Schnell die Jeans aus und rein in meine Gemütlichkeitsbuxe. Fünf gehäufte Löffel Instantkaffeepulver in die Kanne, mit viel Wasser aufgießen und mit fast genauso viel Milch veredeln. Heute gönne ich mir sogar einen Löffel Zucker. Der Abend wird lang. Das Nickerchen in der Bahn hat gut getan. Ich fühle mich energetisch und motiviert. Kann es kaum erwarten den Blog von Malcolm zu lesen und die ersten Entwürfe für Das, für mein neues Buch zu kreieren.

Der Computer fährt hoch. Mein Hirn hüpft vor Begeisterung und fühlt sich an, als wenn Usain Bolt innendrin seine Schuhe schnürt, um einen neuen unsagbaren Weltrekord zu laufen. Schnell noch eine Packung Kekse aus der Schublade gekramt und einen ersten in den Kaffee getunkt und saftig in den Mund gesteckt.

Ich beobachte Onegin vor dem Fenster wie er still und fern zu Boden tanzt. Öffne den Browser. Tippe die Adresse ein. Und es ist soweit! Lieber Leser! Tada! Hier und jetzt, endlich fängt das Buch an! Die Story beginnt. Ich suche den ersten Eintrag, muss ein paar Seiten zurückblättern, um ihn schließlich am Ende der Ersten zu finden. Eingerahmt von Bildern des tropischen Darwin. Gepostet vor ein paar Jahren:

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