Gerhard Ebert - Glauben! Aber woran?

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Nicht wissenschaftlich kategorisch, sondern feuilletonistisch locker wird aus aktueller Sicht die Gläubigkeit des Menschen erörtert. Es stellt sich heraus, dass das Glauben ganz und gar nicht auf Gott und eine Religion reduziert ist, sondern dass es eine den Menschen impulsgebende, zentrale geistige Kraft seines Bewusstseins und damit seines Handelns ist. Zwar wird vom menschlichen Glauben an Götter oder an einen Gott ausgegangen und insofern auch über Religion gesprochen, aber Kern der Abhandlung ist das Glauben des Menschen an irdische Kategorien: an eine Weltanschauung, an den Kapitalismus, an die Nation, an die Regierung, an die Politik, an Parteien, an Nachrichten, an Losungen, an die Fußballmannschaft. Im Verlaufe der Erörterungen ergibt sich, dass menschliches Glauben als eine primär diesseitige Angelegenheit drei bestimmende Faktoren hat: den Glauben an sich selbst, den Glauben an Wissen und den Glauben an Liebe, Ehe und Familie.

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Für sinnliche Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit war Aphrodite zuständig (Römisch: Venus). Die Göttin der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus und des Getreides hieß Demeter (Römisch: Ceres). Ares war der Kriegsgott (Römisch: Mars). Artemis war die Göttin der Jagd, der Geburt und des Mondes (Römisch: Diana). Eros war der Gott der Liebe (Römisch: Amor). Apollon war der Gott der Jugend, der Heilkunst, des Lichts, der Weissagung, der Dichtkunst und der Musik (Römisch: Apollo). Athene war die Göttin der Weisheit, der Künste, des Handwerks und des Krieges (Römisch: Minerva). Kronos war der Gott des Ackerbaus (Römisch: Saturn). Hermes war der Gott des Marktes und des Handels sowie der Diebe, zugleich war er Schutzpatron der Wissenschaft und der Erfindung. Und er fungierte als Götterbote (Römisch: Merkur). Dionysos war der Gott des Weines und der Ekstase (Römisch: Bacchus). Asklepios war der Gott der Heilkunst (Römisch: Aesculapius). Hades war der Gott der Unterwelt und des Reichtums (Römisch: Pluto).

Für nahezu jede Angelegenheit des Daseins also war ein Gott beziehungsweise eine Göttin zuständig. Für die Rache übrigens - das sei noch erwähnt - war sogar die Mehrzahl nötig, nämlich Göttinnen, Erinyen genannt. Die Römer nannten sie Furiae, die Rasenden. Womit fast ein Stichwort gefallen ist. Raserei! Es herrschte nämlich durchaus nicht eitel Sonnenschein bei den Göttern, im Gegenteil, sie lagen sich andauernd in den Haaren. Ganz wie auf Erden üblich. Da gab es zum Beispiel die Giganten, die Zeus‘ Weltordnung stürzen wollten, und die Zeus mit Hilfe seines Sohnes Herakles, dem Ideal männlicher Tugend, besiegte.

Auch die Germanen, jener große Volksstamm in den späteren deutschen Landen, hatten ihre Götter. Offenbar war ihnen – in frühester Zeit - die Fruchtbarkeit in Heim und Feld einige Götter wert, Wanen genannt, höchst friedfertige Naturgeister. Oberster Gott dieses Göttergeschlechtes war Freyr, zuständig fürs Wetter, für Sonne und Regen und alle Pflanzen auf der Erde. Seine schöne Schwester Freyja war die Göttin der Liebe und insofern auch der Fruchtbarkeit. Es mag an ihrer Friedfertigkeit gelegen haben, dass die Wanen den kriegerischen Asen, einem jüngeren Göttergeschlecht, in einem großem Krieg unterlagen, und Freyja von ihnen als Geisel genommen wurde. Freilich war sie so schön, dass Göttervater Wodan, der Boss der Asen, sie sich zur (nicht immer treuen) Gattin nahm – auch die Asen kamen halt ohne Fruchtbarkeit nicht aus.

In der Vorstellungswelt der Germanen wandelte sich Wodan, ihr Hauptgott, zu einem Dämon, dem sie offenbar nicht so recht über den Weg trauten. Wodan hatte gemeinsam mit seinen Brüdern den Eisriesen Ymir besiegt und die Welt und die ersten Menschen geschaffen. Nun war er nicht nur sehr alt und bärtig, er war ihnen unheimlich, weil nicht nur zuständig für Krieg und Sturm, sondern auch für die Seele und also für die Toten. Nicht genug damit. Er war auch ein wissensdurstiger, weiser Zauberer, gewann Erkenntnisse durch Qualen, die er sich zufügte. Obendrein berichteten ihn die zwei Raben Hugin und Munin, die auf seinen Schultern saßen, über alles, was sie bei ihren Flügen auf der Welt gesehen hatten. Die beiden Vögel waren gewissermaßen eine göttliche Frühform moderner Geheimdienste. Damit Wodan – sobald er informiert war - nicht in Wut und Rausch Unheil anrichtete, brachten ihm die gläubigen Germanen Opfer, zumeist Tiere, aber auch Menschen

Ein gewisses Zutrauen hatten die Germanen zu Donar, dem mächtigen Gott des Ackerbaus und in dieser Eigenschaft verantwortlich für den Himmel. Dort löste er mit seinem von Ziegenböcken gezogenen Wagen Donner aus und mit seinem Hammer schleuderte er Blitze. Die Bauern verehrten ihn, denn er war nicht nur jung, groß und kräftig, er war auch aufrichtig und ehrlich und vor allem half er den Guten und verjagte die Bösen.

Obwohl die Germanen ihre eigenen Götter erfunden hatten, galten sie als Heiden, jedenfalls aus Sicht der christlichen Römer. In Rom war seit 380 n.Chr. das Christentum Staatsreligion. Die Germanen nahmen, obwohl sie sich der Römer erwehrt hatten, allmählich deren Religion an. Am längsten blieben die Sachsen ihren Göttern treu. Erst nach 25jährigem blutigem Krieg 800 n.Ch. beugten sie sich den katholischen Franken. Karl der Große hatte an einem einzigen Tag 4500 Sachsen hinrichten lassen. Noch 200 Jahre vergingen, bis auch die Wikinger, die Nordgermanen (Norweger, Schweden, Isländer), langsam den Glauben an ihre ureigenen Götter verloren. Und dies nicht, weil dies sozusagen naturnotwendig gewesen wäre, sondern weil ihre Könige zu dem neuen, modernen katholischen Glauben übergewechselt waren. Da blieb den Untertanen keine Wahl. Ein Vorgang, wie er sich in der Geschichte immer wieder abgespielt hat. Dass nämlich die Obrigkeit bestimmt, woran man zu glauben hat…

Glauben an Gott

Verordnetes Glauben ist also uralt in der Geschichte. Da Glauben letztlich immer eine ganz persönliche Angelegenheit ist, man also nach außen hin einen Glauben demonstrieren kann, ohne ihn innerlich wirklich zu pflegen, ist das Glauben trotz gebotener Beharrung letztlich ein Prozess ständiger Veränderung, dem der einzelne Gläubige ausgeliefert ist. Solche Prozesse des Veränderns des Glaubens dauern Jahrhunderte, aber sie geschehen. Auch Könige können sie nicht aufhalten. So fand denn die Vielgötterei über die Jahrhunderte schließlich ein Ende. Mithin: Man glaubte einfach nicht mehr, dass für alle Vorgänge und jede Erscheinung im Leben irgendein besonderer Gott oder eine besondere Göttin verantwortlich sei.

Das heißt, je weniger die Menschen beispielsweise glaubten, dass ein Gott für den Krieg zuständig ist, sondern zu wissen glaubten, dass es die Menschen selbst sind, die Kriege anzetteln, desto geringer wurden die Chancen für einen Kriegs-Gott im menschlichen Glaubens-Katalog. Über Jahrhunderte ging es auch anderen Göttern an den Kragen, denn es bestand immer weniger Bedarf, eigenes Unwissen durch den Glauben an einen Gott zu kompensieren. Schließlich blieb nur ein menschliches Problem übrig, dem mit Denken und Wissen nicht beizukommen war: der Tod.

Wer verfügt, wann ein Mensch zu sterben hat? Irgendwer muss doch die Entscheidung treffen! Für alles, was im Leben geschieht, ist jemand oder etwas zuständig. Man mag es drehen oder wenden wie man will, die Vermutung liegt nahe, dass ein Gott für den Tod verantwortlich zeichnen könnte, zumindest ein unerklärliches nichtmenschliches Wesen mit unbeschränkter Verfügungsgewalt über die Menschen. Dieser Gott sitzt nicht mehr wie einst im Olymp, sondern weit, weit weg irgendwo im Himmel. Und dort wird er ewig residieren, so weit und so tief die Menschen auch ins Weltall vordringen werden. Denn auf Erden wird man nach wie vor sterben, gnadenlos, unabwendbar – vielleicht mit der Zeit mehr oder weniger aufschiebbar. Was ja heutzutage glücklicherweise schon öfter und zahlreicher geschieht als noch vor Jahrzehnten. Herzinfarkt beispielsweise ist zwar noch immer Schrecken genug, aber nicht mehr der von vor noch wenigen Jahrzehnten. Gestorben wird dennoch.

Freilich kann der Mensch auch glauben, es gäbe im Grunde keinerlei überirdische göttliche Kraft in Sachen Tod. Der Atheist adressiert das unabänderliche, entsetzliche Ereignis an irgendeine letztlich mystische Institution, am sinnvollsten vielleicht Schicksal genannt. Was freilich auch ein Glaube ist. An dem man sich aber in schwerer Stunde nicht ganz so gut festhalten kann wie an dem einen Gott, dessen unerforschlichem „Ratschluss“ man sich halt beugen muss, wenn er einem Leben in bestimmter Stunde und Sekunde ein Ende setzt. Zumal die diesen Gott in Anspruch nehmende weltliche Institution, die Kirche, gewissen Trost zu spenden weiß, indem sie auf den Himmel verweist.

Bei der Suche nach einer Antwort, warum nach jahrhundertelanger Vielgötterei schließlich immerhin noch ein Gott übrig geblieben ist und der Glaube daran sich seither hartnäckig hält, scheint die Rückführung auf den Tod also höchst plausibel. Gestorben wird überall nach wie vor. Daran wird sich nichts ändern. Wobei dieser eine noch geglaubte Gott von den Völkern ganz unterschiedliche Namen erhalten hat. „Gott sei Dank!“ rufen die einen, „Allah sei Dank!“ die anderen. Und das sind ganz und gar nicht die einzigen Danksagungen. Mithin: Dieser eine ist wirklich allmächtig, denn er ist für alles, wirklich alles zuständig. Und dementsprechend überfordert.

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