Schlage eine bestimmte Seite auf, die dich besonders berührt, und lege sie neben das Bett, auf den Schreibtisch oder an einen Platz, den du oft im Blick hast. Das Foto und die Meditation werden das für dich präsent halten, was dir wirklich wichtig ist – das, was deine beste Eigenschaft ausmacht.
Bleibe bei einem Bild und der dazugehörigen Meditation über einen längeren Zeitraum hinweg – mindestens 3 Tage lang. In dieser Zeit kannst du wahrnehmen, ob dich die Meditationstechnik berührt. Falls nicht, wechsle zu einer anderen Meditation.
Zudem gibt es auf vielen Seiten dieses Handbuches die Möglichkeit, deine eigenen Erkenntnisse einzutragen. Damit du sie nicht mehr vergisst und jederzeit nachlesen kannst.
Der Inhalt dieses Handbuchs
25 Bildseiten mit Meditationen und Darstellung menschlicher Herzenswünsche, sowie einem Web-Link zu genauen Meditations-Anleitungen
25 Informationstexte über Fragen zu Meditation
Eine Checkliste, um eine Lieblingsmeditation zu finden
2 Tests über deinen Fortschritt in Meditation
1 Audio Download mit einer geführten Meditation
Lese-Empfehlungen und Raum für Notizen
Einführung
Die Welt ist wild – und wunderbar: Jedes Leben wird von Schönheiten unterströmt, die nicht immer im Bewusstsein sind. Diese Unterströmung ist unser Zuhause, dort, wo sich jeder Mensch entspannt und am richtigen Platz fühlt.
Wie lässt sich das ureigene Zuhause entdecken?
Jeder Mensch hat seinen ganz einzigartigen Weg zu seinem innersten Zentrum. Der eine sucht Wahrheit, der andere strebt nach Verwandlung, wieder einer ersehnt Lebendigkeit oder liebt Ruhe.
Es gibt viele Wege nach Hause und in diesem Handbuch werden 25 sichtbar und anfassbar gemacht.
Bestimmt ist ein Bild für dich dabei, das einen tiefen, inneren Herzenswunsch erfüllt.
Wenn dich mehrere menschliche Wesensarten ansprechen, experimentiere mit allen dazugehörigen Meditationen.
Was ist Meditation?
1 Entspannen.Meditation ist der Zustand einer solch tiefen Entspannung, wie wir sie uns noch nicht einmal vorstellen können. Diese Entspannung findet sich in jeder Zelle des Körpers, des Gehirns und des emotionalen Körpers. Tiefes Loslassen und Vertrauen, völlige Hingabe an das Leben – das ist die tiefe Ebene von Entspannung in der Meditation.
2 Wahrnehmen.Wir denken meist, wir wüssten was beobachten und wahrnehmen ist. Viele Menschen meinen, sie würden sich selbst meditativ beobachten können, doch tatsächlich beobachtet sich nur der Verstand selbst: ‚Ich‘ beobachte ‚mich‘. Das Ichgefühl beobachtet sich selbst, es entsteht eine Spaltung von Subjekt (ich) und Objekt (mich). Wahrnehmen im Sinne von Meditation ist eins: ohne Subjekt, ohne Objekt, nur wahrnehmen.
3 Nicht wertenSich zu bemühen, niemanden und nichts zu bewerten, das ist ein guter Anfang, doch auch das hat nicht viel mit dem Zustand von Meditation zu tun. Nicht zu werten im Sinne von Meditation ist ein Zustand universeller Offenheit und Stille, ein Zustand, der alles umfasst und sein lässt, sogar das Bewerten selbst. Bspw. ist es möglich, einen Fehler als solchen anzusprechen und trotzdem in einem Zustand von Nicht-Werten zu sein…
4 FeiernFeiern, das ist eine innere Haltung von Leichtigkeit und Freude zum Leben. Wenn dir das Feiern schwerfällt, dann mag es hilfreich sein, so zu tun, als ob du einen Grund zu feiern hättest. Etwas zu spielen hilft manchmal, sich an das zu erinnern, was im Grunde für jeden Menschen natürlich ist: sich seines Lebens zu freuen.
Paradox?
Meditation ist paradox.
Das macht ihre wilde Schönheit aus.
Welche Qualität möchte ich in meinem Leben
noch mehr unterstützen?
Meditation zu „Hingabe“
Hingabe befreit
Entspanne, beobachte und liebe dich selbst. In der Hingabe lässt du dich selbst los. Durch Hingabe fällst du in die Existenz.
Wenn du dir erlauben kannst, dich für den anderen aufzulösen, dann wirst du transformiert werden. Dieses Sich-Hingeben mag einem Gott gelten oder einem Meister oder einem geliebten Partner...
Es ist gleichgültig, wem oder was du dich hingibst. Hingabe bedeutet, dich selbst restlos auszuliefern.
findyournose.com/hingabe
Wie meditiere ich richtig?
Hast du manchmal Zweifel, ob du ‚richtig‘ meditierst?
Tauchen Glücksgefühle oder Momente von All-Eins-Sein nur selten auf und hast du das Gefühl, als ob in der Meditation nicht wirklich etwas passiert?
Sieht es für dich so aus, als ob keine Meditationstechnik richtig passt und der Satz: „Meditation ist nichts für mich“ immer stärker wird?
Versagen bringt Erkennen
Eine gute Nachricht für dich: Du bist genau auf dem richtigen Weg. Das beklemmende Gefühl, beim Meditieren zu versagen, trifft früher oder später jeden Meditierenden.
Alle Meditationstechniken sind zum Scheitern verurteilt, denn Meditation ist nicht etwas, was man tun kann.
Meditation, Bewusstsein, die wahre Natur, Erleuchtung, der innere Buddha, Zuhause… wie man den Zustand der Meditation auch benennen mag, er besteht schon jetzt, in diesem Moment.
Im Leben geht es darum, so wach, feinfühlig und aufmerksam zu werden, dass sich die wahre Natur erkennen lässt.
Ein wichtiger Schritt in der Meditation ist zu erkennen, was unwahr ist und sich dem hinzugeben, was wirklich ist, was wahr ist. Dazu müssen Konzepte, Ideen, Vor-stellungen, Ziele, Konditionierungen aufgegeben werden. Meditationstechniken helfen dabei, konzeptlos in die Wirklichkeit zu schauen und sich ihr hinzugeben.
Das ist nicht einfach und braucht Verständnis und Übung.
Meditationen erschüttern die in der Kindheit gelernte, aufgesetzte Masken-Persönlichkeit. Das vertraute Ich-Gefühl verschwindet – ein Zustand, der nicht leicht auszuhalten ist. Ohne der falschen Sicherheit der eigenen Persönlichkeit übernehmen unterdrückte Minderwertigkeitsgefühle und Versagensängste die Psyche.
Wenn Versagen gefühlt wird, dann ist das ein guter Zeitpunkt zu erkennen, was wirklich wahr ist.
Scheitern, Misserfolg beim Meditieren (und auch sonst) sind nicht das, was sie scheinen. Sie können der Beginn eines Quantensprungs in die Wirklichkeit sein – ein Sprung aus alten Vorstellungen heraus hin zu dem, was immer ist.
Meditation zu „Liebe“
Liebe Atmen
Die ganze Existenz ist Liebe. Atme Liebe ein und atme Liebe aus.
Beim Ausatmen fühlst du, wie deine Liebe in die Existenz hinausströmt.
Beim Einatmen gießt die Existenz ihre Liebe in dich hinein.
Übe diese Meditation und du wirst das Wunder der Liebe erschaffen – in jeder Situation.
findyournose.com/liebe
Welche Meditationstechniken gibt es?
Liebe dich selbst und beobachte.
Das ist die Essenz, die alle Meditationstechniken gemeinsam haben. Mehr braucht es im Grunde nicht, um sein Zuhause zu finden.
Die Technik des Sich-Selbst-Liebens und Beobachtens könnte in jedem Moment praktiziert werden, wären wir nicht so weit davon entfernt, uns zu lieben oder unvoreingenommen und aufmerksam wahrzunehmen.
Schaue liebevoll in den Spiegel.
Du bist ein Meisterwerk,
das es nie wieder so geben wird.
Die beliebtesten Meditationstechniken
Die folgende Aufstellung an Meditationsmethoden ist nur ein kleiner Überblick über die Vielfalt an Möglichkeiten zu meditieren. Fast jeder Meister entwickelt zudem noch eigene Praktiken und es gibt unzählige Weisheits-Schulen...
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