Charlie Meyer - Killertime
Здесь есть возможность читать онлайн «Charlie Meyer - Killertime» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Killertime
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Killertime: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Killertime»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Killertime — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Killertime», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Also wanderte ich am Waldrand wieder ein Stück zurück, aus dem Wind und dem Verwesungsgestank heraus, und tippte die 110 in mein Smartphone. Ich beschrieb die Situation und den Weg und versprach zu warten. Für die schreiende Frau bat ich um einen Krankenwagen. Ihr Schreien klang zwar bereits heiserer, und irgendwann hätte sich das Problem von selbst gelöst, aber eine Beruhigungsspritze würde ihre Stimmbänder und unsere Ohren schonen.
Ich versuchte dem Jungen begreiflich zu machen, dass er seine Mutter auf einen Baumstumpf setzen und ihr den Kopf zwischen die Knie pressen sollte, weil sie zunehmend zu hyperventilieren begann. Ich machte es ihnen pantomimisch sogar vor, wobei ich mir wie ein Idiot vorkam, drang aber zu keinem von beiden durch. Er blickte nur finster drohend zu mir hinüber, und als ich einen zweiten Versuch wagte, mich ihnen zu nähern, warf seine Mutter den Kopf zurück und kreischte panisch. Das Kopftuch über den schwarzen Haaren, die ihr lang und strähnig den Rücken hinunter hingen, rutschte ihr bei der Gelegenheit in den Nacken. Sie kreischte noch lauter.
So wie es aussah, hielten mich beide tatsächlich für den Mörder.
Es dauerte eine Weile, bis die Polizei, zwei Mann stark, in ihrem altersschwachen Streifenwagen den Forstweg hinuntergeholpert kam, gefolgt von einem Rettungswagen mit zwei Sanitätern. Es gibt noch einen zweiten Streifenwagen in unserer kleinen Stadt, aber der steht mit einem Kolbenfresser auf dem Hof der Polizeiwache. Mit dem früheren Dienststellenleiter war ich locker befreundet gewesen. Nach der Bürgermeisterwahl hatte er gehen müssen, und zur Neubesetzung hatte ich nie Kontakt aufgenommen.
Ich weiß nicht, wer tiefer durchatmete, als die schreiende Frau von den Rettungssanitätern mit sanfter Gewalt in den Wagen geschoben wurde und die Türen zuklappten: ihr Sohn oder ich. Innen kreischte sie zwar noch eine Weile heiser weiter, aber doch sehr gedämpft. Dann, plötzlich, trat Ruhe ein. Die Spritze wirkte.
Die beiden Polizisten näherten sich den Leichen ebenfalls nur auf einige Meter, bevor einer zum Funkgerät griff und Verstärkung anforderte. Der Ranghöhere, den ich für unseren neuen Dienststellenleiter hielt, war ein südländisch aussehender Typ. Klein, untersetzt und mit stechendem Blick. Sein Gehilfe, den Schulterklappen nach ein Polizeimeisteranwärter, war groß, schlaksig, mit roten Haaren. Pat und Patachon.
Ab und an warfen sie misstrauische Blicke in meine Richtung.
Dem kleinen Rumänen oder Albaner hatte offenbar allein der Anblick ihrer Uniformen den Schneid abgekauft. Wahrscheinlich hätte er längst die Beine unter die Arme genommen, wenn da nicht seine Mutter im Rettungswagen gewesen wäre. Ich hoffte für ihn, dass seine Papiere in Ordnung waren.
Nach und nach traf Verstärkung ein, von wo auch immer. Die Spurensicherung rumpelte in einem weißen Sprinter über den Weg, Polizisten aus Hofgeismar hatten sich einen Jeep Cherokee besorgt. Befehle hallten durch den Reinhardswald.
Ein Frischling mit nur einem Streifen auf den Schulterstücken stapfte mutig zu den Leichen hinüber und starrte sie an. Er schaffte es gerade noch, sich umzudrehen, bevor er sein Frühstück ins Laub spuckte. Einer von der Spurensicherung brüllte vor Wut die Eichhörnchen von den Bäumen, während der Frischling schlotternd von der Lichtung wankte.
Während die Leichen höchstwahrscheinlich noch ein paar Stunden dort ausharren mussten, wurden der Junge, seine Mutter und ich zügig abtransportiert. Gott sei Dank kannte ich einen der zur Verstärkung angerückten Beamten aus meiner aktiven Zeit und überredete ihn, mein Mountainbike hinten in seine Grüne Minna zu packen und mit runter nach Hollerbeck zu nehmen. Ein Freundschaftsdienst von Bulle zu Bulle, auch wenn ich nur ein Ex war und er unwillig in seinen Bart grummelte.
Sollte der Spurensicherer davon erfahren, der eben noch dem armen Frischling die Hölle heißgemacht hatte, traf ihn mit Sicherheit der Schlag.
4
Da Mörder nicht ungern an den Tatort zurückkehren, um die Aktionen der Polizei aus allernächster Nähe zu beobachten oder gleich dableiben, um diese sogar selbst rufen, hätte es mich nicht wundern dürfen, den Rest des Tages auf einer Polizeistation zu verbringen. Sie konfiszierten Handy und Ausweis und nahmen mir die Fingerabdrücke ab, während meine Daten wohl durch alle verfügbaren Datenbanken gejagt wurden.
Währenddessen wurde ich in ein karges Verhörzimmer gebracht und vor einen laufenden Rekorder gesetzt. Sie nannten es eine Zeugenbefragung, aber den Fragen nach war es ein ausgewachsenes Verhör, obgleich mein Verhörteam lediglich aus den beiden bestand, die zuerst am Tatort aufgetaucht waren. Dem neuen Dienststellenleiter und seinem Gehilfen. Der kleine untersetzte Polizeihauptmeister, Pat, hieß Santos, der lange schlaksige Polizeianwärter mit den roten Haaren und den weit aufgerissenen Augen nicht Patachon, sondern Bremersson.
Santos war derjenige, der mich befragte, und wenn sein Stammbaum tatsächlich spanische Wurzeln aufwies, lagen die mit Sicherheit schon ein bis drei Generationen zurück. Er sprach absolut akzentfrei, doch mit der deutlichen Warnung, dass ich auf der Liste seiner Verdächtigen ganz weit oben rangierte. Zumindest so lange, bis ich ihm das Gegenteil bewies, was unmöglich war, weil keiner von uns die genaue Tatzeit kannte.
Als sein iPhone das erste Mal klingelte und er das Ergebnis des Abgleichs meiner Fingerabdrücke erfuhr – Achtung Ex-Bulle – schien er geneigt, die Angelegenheit etwas gelassener anzugehen. Allerdings nur vorübergehend.
Eine halbe Stunde später dudelte sein iPhone erneut, und wer immer ihn da anrief, bewirkte, dass er sich unwillkürlich von dem Stuhl erhob, auf dem er verkehrt herum gesessen hatte. Er hörte stumm und ungläubig zu. Als das Telefonat zu Ende war, ließ er sich auf seinen Stuhl zurückfallen und starrte eine ganze Weile auf den Boden hinter der Stuhllehne, auf der er sich abstürzte. Der Polizeianwärter an der Wand sah aus, als würde er im nächsten Moment vor Neugier tot umfallen.
Als sich Santos wieder soweit gefasst hatte, das Verhör weiterzuführen, ging er zu einem Angriff über, der mich vollkommen verblüffte und in Überlegungen stürzte, woher ich auf die Schnelle einen Anwalt bekam. So wie es aussah, würde ich lebenslänglich bekommen, mit der Option auf eine anschließende Sicherheitsverwahrung. Während mir noch von seiner ersten Angriffswelle der Schweiß auf der Stirn stand, startete er auch schon die nächste.
Außer meiner Wenigkeit schien es auf der ganzen Welt keine weiteren Mörderkandidaten zu geben: Komm schon mein Junge, gib die Morde einfach zu, dann hast du es hinter dir und die nächsten zwanzig Jahre endlich deine Ruhe.
Santos Deal für mein Geständnis: keine Arschficker, keine arische Brüderschaft, nur ich und meine sichere Zelle.
Eine Vorstellung, die mir nach zweistündigem Dauerbeschuss ziemlich verlockend erschien. Wozu sich quälen lassen, wenn ein Rundum-Sorglos-Paket mit Vollverpflegung lockte? Doch dann streifte mich durch das vorhanglose kleine Fenster des Verhörraums ein flüchtiger Sonnenstrahl, ich dachte an mein Mountainbike und an mein Schiff und sagte laut und deutlich: »Nein, tut mir leid, Jungs, ihr habt den Falschen erwischt.«
Storys wie diese beginnen in der Regel mit Es war ein schöner warmer Sommertag, als …, und dann nimmt ein Unheil seinen Lauf, das man sein Lebtag nicht mehr vergisst. In meinem Fall allerdings nahm dieses Unheil gegen siebzehn Uhr ein abruptes Ende, allerdings nur, um gegen ein neues Unheil eingetauscht zu werden.
Ohne Vorwarnung wurde die Tür zum Verhörraum aufgerissen, worauf ein hochgewachsener Mann mit finsterer Miene hereinspazierte. Maik Willem Crispin, mein Bruder, das ehrenwerte Mitglied des Bundestages und Staatssekretär im Innenministerium. Seit unserem letzten Kontakt vor zwei Jahren mochte er um den Bauch herum ein paar Biere zugelegt haben, sah ansonsten aber aus wie immer. Groß, breit, mit schütteren Haaren. Der schwarze Anzug kombiniert mit einem diagonal gestreiften Schlips in Deutschlandfarben: schwarz, rot, gold. Sein Markenzeichen und eins der beliebtesten Kameramotive im Fernsehen.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Killertime»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Killertime» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Killertime» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.