Charlie Meyer - Killertime
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»Du kommst doch mit«, bettelte sie schließlich und schnurrte wie ein Kätzchen. »Ach bitte. Das Musical soll ganz allerliebst sein.«
Allerliebst?
»Nein!«
Ich fuhr mir mit dem Kamm durch die braunen Locken, die mal wieder dringend einer Schere bedurften. Kam es mir nur so vor, oder schimmerte es ab und an schon silbrig durch die Fülle? Mit sechsunddreißig? Konnte das sein?
»Ach bitte.«
»Warum nimmst du nicht deinen Neuen mit? Diesen Rupert oder wie er heißt?«
Ich schnitt meinem Spiegelbild eine Grimasse.
»Ruprecht.«
»Na dann eben Knecht Ruprecht. Das Outfit fürs Theater hat er dann ja schon. Rote Stiefel, roter Mantel, passend zu den Bühnenvorhängen.«
Zufrieden betrachtete ich im Spiegel meine Freizeitkluft. Bermudas, ein grünes Hemd ohne Ärmel und Sandalen an den Füßen. Es war Freitag, ich hatte bis zur Charterfahrt am Abend frei, und würde das tun, was ich immer an meinen freien Tagen tue. Zumindest im Sommer: Mit dem Mountainbike an meinen Waldsee fahren, den außer mir nur eine Handvoll Leute kennt. Meine Haut atmen lassen. Nichts tun, außer möglicherweise die Enten in die Flucht zu schnarchen.
Vor einer Woche war ich das letzte Mal dort gewesen.
»Knecht Ruprecht und ich passen nicht wirklich zusammen«, maulte Lucy aus dem Smartphone. »Nicht mal unwirklich. Seine Libido verträgt sich nicht mit meiner …«
»Stopp! So genau will ich das nun wirklich nicht wissen. Wenn du mitkommen willst zum Schwimmen, sag ja und pack dein Handtuch ein, ansonsten bis demnächst.«
Sie ging zu einem wortlosen Schmollen über, das mit einem gelegentlichen theatralischen Schniefen gespickt war, geradeso, als hätte ich und nicht Ruprecht die nicht kompatible Libido. Nach einem halbherzigen Hallo? drückte ich das Gespräch schließlich weg.
Schmollende Frauen sind mir ein Gräuel, selbst, wenn wir beste Freunde sind und sie so umwerfend aussehen wie Lucy. Groß, blond, langbeinig und mit funkelnd grünen Augen. Den überwiegenden Teil des Jahres düst sie in der Welt herum, um aus einer Jurte, einem Iglu oder Tipi die nächste Miss World herauszuzerren und den weltbesten Agenturen für eine dicke Provision anzubieten. Sie gilt als eine der Erfolgreichsten der Branche.
Die übrigen Tage und Wochen treibt sie mich mit ihren Beziehungskisten zur Verzweiflung.
Bis zu ihrem Autounfall im vorletzten Jahr hat sie selbst gemodelt, aber einbeinige Frauen mit Prothese sind auf dem Laufsteg, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht gerade der Renner, obgleich Lucy mit ihrer Unterschenkelprothese komischerweise weniger über ihre eigenen Füße stolpert als vorher. Im Übrigen tun Prothesen höllisch weh, wenn einem damit vors Schienbein getreten wird. Die lange Genesung und ihr Frust haben Lucy in der Verteilung ihrer Liebesgaben nicht eben zimperlich gemacht, und wenn ich eins schmerzvoll lernen musste in den letzten vierundzwanzig Monaten, dann das: Mitleid macht sie noch wütender, und ich habe nur zwei Schienbeine.
Ich hatte von dem Crash nur ein paar Narben zurückbehalten. Gebrochene Rippen verheilten, Schnittwunden ebenfalls, und mit nur einer Niere zu leben ist kein Problem, solange die Zweite funktioniert. Der Geisterfahrer hatte uns mit seinem SUV frontal erwischt. Die Feuerwehr musste uns aus dem Wrack schneiden, aber Lucys zerquetschter Unterschenkel war nicht mehr zu retten gewesen. Meine Niere, in der nach dem Crash bis zum Heft mein Bowiemesser steckte, mit dem ich eben noch an einem Seepferdchen geschnitzt hatte, ebenfalls nicht mehr.
Shit happens nun mal. Die Schicksalsgöttinnen pokern. Gewinnt Klotho, erwischt es deinen Nachbarn, bei Lachesis‘ Full House muss der Hund von gegenüber dran glauben, und sobald Atropos einen Royal Flash auf den Tisch legt, bist du an der Reihe.
Grell leuchtende Scheinwerfer, die aus der Dunkelheit auf dich zurasen. Keine Chance mehr auszuweichen. Lucys Finger mussten sie einzeln vom Lenkrad lösen, so fest umklammerte sie es selbst noch in ihrer tiefen Bewusstlosigkeit.
Der Geisterfahrer, ein übermüdeter Familienvater von zwei kleinen Kindern, starb noch am Unfallort.
3
Hollerbeck ist eine fünfzehntausend Seelen Stadt an der Oberweser zwischen Hannoversch Münden - wo laut Weserstein Fulda sich und Werra küssen - und Bad Karlshafen. Ein kleiner Touristenort zwischen Weser-Radweg und den bewaldeten Hügeln des Reinhardswaldes. Im Schatten der Sababurg.
An dreihundertvierundsechzig Tagen ist der Reinhardswald ein Paradies für Mountainbiker, Wanderer und alle, die Ruhe und Entspannung suchen. An diesem Tag nicht. Als ich den Waldweg zu meinem Badesee hinunterbretterte, hörte ich diesmal die schrillen Schreie einer Frau. Alarmiert trat ich schneller in die Pedalen. In einem früheren Leben bin ich mal Polizist gewesen, und irgendwo steckte mir offenbar die Pflicht, helfend einzugreifen zu müssen noch immer im Blut. Möglicherweise habe ich aber auch von meinen Urvätern, den Höhlenmenschen, einfach nur ein Gen geerbt, das bei Frauengeschrei automatisch Halte durch, ich komme brüllt.
Während ich in halsbrecherischem Tempo über Baumwurzeln und Steine holperte, analysierte mein Gehirn die Schreie als hysterisch und existenziell. Mal davon abgesehen, dass außer mir kaum jemand in dem Teich schwamm, hörten sie sich auch nicht so an, als wäre die Frau am Ertrinken. Oder über eine Baumwurzel gestolpert. Eher, als sei ihr der Sensenmann persönlich begegnet.
Je länger sie schrie, desto steiler richteten sich meine Nackenhaare auf.
Als ich die Lichtung vor dem See endlich erreichte, wusste ich auch warum und bremste so abrupt, dass das Hinterrad des Mountainbikes herumschleuderte und eine Wolke vermodertes Laub in die Luft schleuderte.
Etwa im Mittelpunkt der Lichtung lagen nebeneinander zwei nackte Gestalten mit ausgebreiteten Armen und weit gespreizten Beinen. Auf den ersten Blick sah es aus, als wären sie gekreuzigt worden, aber dann sah ich die Stricke, mit denen Handgelenke und Fußknöchel an etwas Metallenem gefesselt waren, das aus dem Waldboden ragte. Zeltheringe möglicherweise. Am Ufer des Sees stand zumindest ein Zelt, und wer immer die beiden getötet hatte, hatte sich mit einem Messer Zutritt verschafft. Die Zeltplane war aufgeschlitzt. Geradezu zerfetzt.
Ich lehnte das Mountainbike gegen einen umgestürzten Baum und ging langsam näher, obgleich sich alles in mir dagegen sträubte. Es waren nicht die ersten Leichen, die ich sah, schließlich hatte ich mit fünfzehn auf einem Frachtschiff angeheuert und war seitdem mit mehr als nur einer Wasserleiche konfrontiert worden, von den übel zugerichteten Verkehrstoten und Selbstmördern meiner Polizistenlaufbahn mal abgesehen.
Dies hier war etwas anderes. Die beiden dort auf der Lichtung waren nackt, gefesselt, und die Schwärme dicker fetter Schweißfliegen, die vor allem ihre Köpfe und Lenden umsummten, deuteten auf Verletzungen hin, die ich eigentlich gar nicht sehen wollte. Es stank nach Verwesung, und wenn ich die Tierspuren am Boden richtig deutete, hatte sich schon der eine oder andere vierbeinige Waldbewohner an den Leichen gütlich getan.
So ist es eben, das Gesetz der Natur. Fressen und gefressen werden. Nur sehen musste ich es nicht unbedingt.
Helfen konnte den beiden ohnehin niemand mehr.
Um den Tatort nicht zu verunreinigen, ging ich am Rand der Lichtung zu der Frau hinüber, die noch immer wie am Spieß schrie und sich in den Armen eines leichenblassen Jünglings wand. Ihr Sohn? Sie trug einen wadenlangen bunten Rock und eine rote Bluse, er Baggys und ein schmuddeliges T-Shirt. So wie es aussah, hatten sie Beeren gesucht, als sie unversehens über den Tod stolperten. Auf dem Waldboden lag ein umgekipptes Körbchen, aus dem der Inhalt gekullert war.
Gegen das schrille Schreien versuchte ich den Jungen anzusprechen und herauszufinden, ob er schon die Polizei gerufen hatte, aber was er zurückbrüllte, hörte sich rumänisch oder albanisch und ziemlich aggressiv an. Ganz offensichtlich brachte er mich und die Leichen in einen kausalen Zusammenhang. Die schwarzen Haare hingen ihm in seine schwarzen blitzenden Augen, und sein Körper zuckte, als stünde er unmittelbar davor, sich auf mich zu stürzen. Oder wegzulaufen, so ganz konnte ich es nicht deuten.
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