Helene Hammerer - Steinige Zeiten

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Die junge Witwe Amanda führt mit ihren drei Kindern ein beschauliches Leben auf dem Land. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als ihr Schwager Rupert aus Australien zurückkommt und mit seiner Tochter Inga vorübergehend bei ihr auf dem Hof in die Ferienwohnung zieht. Rupert hegt bald mehr als brüderliche Gefühle für Amanda, muss jedoch während eines ereignisreichen Sommers beharrlich Überzeugungsarbeit leisten.

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Amanda knetete ihren Teig fertig und öffnete dann das Fenster für Charly, den Kater, der mehrmals am Tag zum Küchenfenster ein und ausging. Charly sprang auf Ingas Schoß und machte es sich dort bequem, als merke er, dass das Mädchen ein wenig Trost brauchte. Inga streichelte den Kater und Amanda erzählte ihr, dass er Charly heiße. „Ich hab mir auch immer eine Katze gewünscht, aber in der Stadt durfte ich keine haben“, sagte Inga und lächelte zufrieden, als Charly wohlig zu schnurren begann. Amanda, die das Ganze unauffällig beobachtete, schöpfte neue Hoffnung, die jedoch gleich wieder verflog, als Rupert die Küche betrat. Sobald sie ihren Vater sah, stand Inga auf und verließ grußlos den Raum.

Stirnrunzelnd schaute er ihr nach. „Grad eben hat sie Charly gestreichelt und gefrühstückt hat sie auch“, bemerkte Amanda kopfschüttelnd. „Sie ist anscheinend nur auf mich sauer“, seufzte Rupert, „daran bin ich wohl selbst schuld.“ „Nein, bist du nicht“, widersprach ihm Amanda vehement, „gegen Svenjas Tricks hattest du keine Chance.“ „Ich hätte früher zurückkommen und es noch einmal versuchen sollen“, beharrte Rupert. „Svenja hat ihre Meinung erst in den letzten Wochen geändert, als Inga aufmüpfig wurde.“ „Schon möglich, trotzdem hätte ich es versuchen müssen.“ Amanda akzeptierte, dass sie ihrem Schwager seine Selbstvorwürfe nicht ausreden konnte. „Lass ihr ein bisschen Zeit“, meinte sie zuversichtlich. „Ihr habt euch lange nicht gesehen und von ihrer Mutter hat sie wahrscheinlich nicht viel Gutes über dich gehört.“

Rupert ging hinters Haus, um Holz zu hacken und konnte sich so wenigstens körperlich abreagieren. Zu Mittag kamen Margot und Clemens heim. Beide bemühten sich um ihre neue Kusine. Clemens wollte, dass sie mit ihm Hausaufgaben machte und las ihr stolz eine Geschichte aus dem Lesebuch vor. Margot wollte Inga ihr Barbiehaus zeigen und freute sich darauf mit ihrer Kusine Puppen zu spielen. Solange Rupert nicht in der Nähe war, schien sie sich wohlzufühlen, sobald er jedoch auftauchte, wurde sie abweisend und sagte kein Wort mehr. Christof, dem Inga als kleines Mädchen auf Schritt und Tritt gefolgt war, fand ihre Haarfarbe grässlich und sagte ihr das rundheraus. Ihm schien Inga es aber nicht übelzunehmen. Am späten Nachmittag sagte sie zu Amanda, sie wolle eine Freundin anrufen, und telefonierte daraufhin längere Zeit. Nach dem Abendessen verschwand sie mit Margot in ihrem Zimmer. Eine Stunde später kamen die beiden stark geschminkt wieder heraus. Für Margot war es ein Spiel und sie drehte sich entzückt vor dem Spiegel im Hausgang. Für Inga schien es eine ernste Sache zu sein. Sie trug ein kurzes pinkfarbenes Kleid und Schuhe mit hohen Absätzen. Eine kleine schwarze Handtasche und eine Jacke hatte sie in der Hand. Nervös lief sie auf und ab und schaute immer wieder durch das Fenster in der Haustür auf den Vorplatz hinaus.

Rupert saß in der Stube, spielte mit den Buben Karten und merkte scheinbar nichts. Als dann jedoch ein Auto vorfuhr und Inga zur Tür hastete, war auch er mit wenigen langen Schritten dort. Das Mädchen konnte mit den hohen Absätzen nicht so schnell laufen und so sprach ihr Vater bereits mit dem jungen Burschen, der gekommen war, um es abzuholen. Die beiden hatten sich offensichtlich schon miteinander bekannt gemacht. „Um zehn Uhr muss Inga zu Hause sein, Rolf“, sagte ihr Vater gerade. Rolf lachte, als hielte er das für einen gelungenen Scherz. „Ja, und pass gut auf sie auf. Sie ist erst zwölf“, fügte Rupert hinzu. „Das ist gar nicht wahr, ich bin fast dreizehn“, rief Inga empört. Rolf schaute sie entsetzt an. „Du hast gesagt, du bist sechzehn“, rief er, legte den Rückwärtsgang ein und gab Gas. Mit quietschenden Reifen fuhr er davon. Entgeistert starrte Inga dem davonbrausenden Auto nach. Rupert hielt sie am Arm fest. Als sie jedoch begriff, was gerade geschehen war, schlug sie wild um sich und kreischte: „Ich hasse dich! Ich hasse dich, du bist so ein gemeiner Schuft!“ Dann lief sie ins Haus und knallte die Tür zu. Rupert atmete tief durch und ging äußerlich gelassen zurück in die Stube. „Warum lässt du dir alles von ihr gefallen?“, wollte Christof von seinem Onkel wissen. „Sie muss sich erst wieder daran gewöhnen, dass sie einen Vater hat“, meinte er entschuldigend. Sein Neffe schüttelte den Kopf. „Sie ist ziemlich schlecht erzogen“, stellte er kritisch fest. „Ich fürchte, da hast du recht“, seufzte der Onkel.

War Ingas Widerstand gegen ihren Vater zu Beginn eher passiver Natur, so artete er in den folgenden Tagen in einen offenen Krieg aus. In seiner Gegenwart mutierte das Mädchen zum unausstehlichen Biest und Rupert mit seinem schlechten Gewissen und seinen 68er-Idealvorstellungen von Kindererziehung ließ es stoisch über sich ergehen. Zu Amanda schien Inga langsam Zutrauen zu fassen und für die Kinder war sie einfach eine Schwester. Amanda dachte zurück an die Zeit, in der sie als Familienhelferin gearbeitet hatte. Oft war sie in schwierigen Situationen zu den Familien gekommen, aber sie konnte sich nicht erinnern, jemals ein Kind erlebt zu haben, dass sich so wild gebärdete. Jeden Tag nahm sie sich aufs Neue vor, sich nicht einzumischen, aber die Situation wurde immer unerträglicher. Rupert wirkte äußerlich ruhig, aber sein rapide steigender Zigarettenkonsum spiegelte seine innere Anspannung wieder. Während er vorher ab und zu vor dem Haus genüsslich eine Rauchpause gemacht hatte, war der Aschenbecher inzwischen jeden Tag randvoll. Inga weigerte sich auch, zur Schule zu gehen. Rupert meldete sie in Bregenz ab und sprach mit dem Direktor der Hauptschule, mit dem er jeden Donnerstag Fußball spielte. Heinz und er einigten sich darauf, Inga noch ein wenig Zeit zu lassen. Also lungerte Inga den ganzen Vormittag im Haus herum, streichelte Charly, wenn er es sich gerade gefallen ließ, und langweilte sich im Übrigen. Amanda nahm in der Bücherei ein paar Jugendbücher mit und legte sie auf die Kredenz in der Stube. Nachdem Inga die Bücher entdeckt hatte, verschlang sie eines nach dem anderen und schon am Freitagmorgen hatte sie alle gelesen. Amanda holte ihr aus Christofs magerem Fundus zwei Abenteuerbücher und damit war sie den Tag über beschäftigt.

Zum Abendessen stellte Amanda eine große Schüssel Birchermüsli auf den Tisch. Dazu gab es Tee und Butterbrote. Ihre Kinder liebten Müsli und ließen sich von der Mutter ihre Schalen füllen. Inga schüttelte sich angewidert. „Das eklige Zeug esse ich ganz bestimmt nicht“, verkündete sie, „ich hasse Rosinen.“ „Du kannst es essen oder vom Tisch gehen“, zeigte Rupert erste Anzeichen von väterlicher Autorität. „Ich hab Hunger, aber dir wäre es egal, wenn ich verhungere. Du, du, ...“, kreischte Inga und suchte nach einem passenden Wort, „Kinderschänder.“ Einen Moment lang war es totenstill am Tisch. Amanda sah den Schmerz in Ruperts Augen und im nächsten Augenblick verpasste er seiner Tochter eine schallende Ohrfeige. Inga heulte auf und lief Türen knallend aus der Küche. Rupert stand ebenfalls auf, entschuldigte sich bei Amanda und ging. Margot und Clemens saßen mit großen Augen da und wussten nicht, ob sie weinen sollten. Ihr großer Bruder hingegen schaufelte ungerührt Müsli in sich hinein. „Das hat sie verdient“, bemerkte er zufrieden. Amanda ärgerte sich über seine Selbstgefälligkeit. „Sei nicht so schadenfroh und sprich nicht mit vollem Mund“, tadelte sie ihren Ältesten. Christof schluckte und während er seine Schale nochmals füllte, erklärte er: „Papa hat mir auch einmal eine geklebt, als ich unverschämt zu dir war. Da habe ich es auch verdient.“ Amanda wunderte sich wieder einmal über die Härte, die Kinder an den Tag legen konnten. Sie erinnerte sich an den Vorfall. Während Vater und Sohn gleich wieder ein Herz und eine Seele gewesen waren, hatte zwischen Andreas und ihr den ganzen Abend dicke Luft geherrscht. „Männer“, dachte sie kopfschüttelnd.

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