Helene Hammerer - Steinige Zeiten

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Die junge Witwe Amanda führt mit ihren drei Kindern ein beschauliches Leben auf dem Land. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als ihr Schwager Rupert aus Australien zurückkommt und mit seiner Tochter Inga vorübergehend bei ihr auf dem Hof in die Ferienwohnung zieht. Rupert hegt bald mehr als brüderliche Gefühle für Amanda, muss jedoch während eines ereignisreichen Sommers beharrlich Überzeugungsarbeit leisten.

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Inga war Ruperts Tochter, die er seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ihrer schwedischen Mutter Svenja war das Sorgerecht für Inga zugesprochen worden und mit einem miesen Trick hatte sie erreicht, dass Rupert kein Besuchsrecht bekam. Rupert versuchte damals verzweifelt, sich gegen diese Ungerechtigkeit zu wehren, jedoch ohne Erfolg. Die Flucht ans andere Ende der Welt und ein harter, fordernder Job waren auch ein Versuch, seinen Schmerz zu betäuben, davon war Amanda überzeugt. Jetzt schüttelte er grimmig den Kopf. „Nein, Svenja lässt nach wie vor keinen Kontakt zu.“ Amanda nickte bekümmert. Sie war Ingas Patentante und war in den vergangenen Jahren an jedem Geburtstag und jedem Weihnachtsfest mit Geschenken vor der Tür gestanden, wo sie von Svenja abgefertigt wurde. Jedes Mal ging sie völlig deprimiert nach Hause, wo Andreas sie tröstete und die Exfrau seines Bruders mit Ausdrücken bedachte, die er sonst nie verwendete. „Ich will versuchen, mich mit Svenja zu einigen. Mit Geld lässt sich vieles machen bei Leuten wie ihr“, sagte Rupert grimmig. „Und wenn es im Guten nicht geht, kann ich mir jetzt einen erstklassigen Anwalt leisten.“ Amanda stimmte ihm zu. Die Chancen, seine Tochter wiederzusehen, standen für Rupert gut.

Anschließend frühstückten sie mit den Kindern und Rupert half Amanda im Stall. „Meine Güte, hab ich das alles vermisst“, seufzte er, als er frisch geduscht wieder in die Küche kam, wo Amanda das Frühstücksgeschirr spülte. „Hast du eine Arbeit für mich?“, erkundigte er sich. „Du kannst das Geschirr abtrocknen“, grinste seine Schwägerin. Rupert verzog das Gesicht: „Diese Art von Arbeit habe ich eigentlich nicht gemeint. Sag nur, du hast noch immer keinen Geschirrspüler?“ „Wie du siehst, spüle ich nach wie vor von Hand.“ „Ich kauf dir einen Geschirrspüler“, meinte Rupert entschlossen und ging auf die Proteste seiner Schwägerin gar nicht ein. Kurze Zeit später hörte sie die Motorsäge. Rupert machte draußen hinter dem Haus Brennholz. Damit war er für die nächste Zeit beschäftigt.

Nach einigen Tagen fühlte es sich schon ganz selbstverständlich an, dass Rupert im oder ums Haus war. Er kaufte den versprochenen Geschirrspüler, was ihn bei seiner Nichte und seinen beiden Neffen noch beliebter machte, und lieh sich Amandas alten Ford-Kombi, um sich nach einem Auto umzusehen. Er kaufte sich einen gebrauchten Suzuki-Geländewagen, da er das Auto auch beruflich brauchte. Das Anstellungsgespräch verlief ohne Probleme und Rupert wurde ab September offiziell neuer Landesgeologe. Auch sein soziales Leben im Dorf hatte Rupert inzwischen wieder aufgenommen, indem er jeden Donnerstagabend zum Fußballtraining der Altherren ging. Dort traf er die Freunde aus seiner Kindheit und Jugend wieder und bald schien es, als wäre er nie weg gewesen.

3

Die einzige Angelegenheit, die sich in die Länge zog, war sein Wiedersehen mit Inga. Da er seiner Exfrau nicht die Chance geben wollte, ihn wegen Hausfriedensbruch anzuzeigen oder ihn beim Jugendamt anzuschwärzen, ging er sehr vorsichtig zu Werke. Er informierte sich beim Bezirksgericht und bekam den Rat, sich mit der Mutter des Kindes zu einigen. Rupert nahm sich einen Anwalt und brachte einen Antrag ein. Einige Tage später läutete das Telefon. Amanda, die sich nichtsahnend meldete, ließ fast den Hörer fallen, als Svenja am Apparat war und Rupert verlangte. Schnell lief sie hinters Haus um ihn zu holen. Rupert runzelte die Stirn. Er wusste nicht, was das zu bedeuten hatte und bat seine Schwägerin, das Gespräch mitzuhören. Diese traute ihren Ohren kaum, als Svenja ihren Exgatten beschimpfte und ihm vorwarf, dass er sich vor ihr versteckt habe. Sie nörgelte, dass sie es satt habe, allein für seine undankbare Tochter zuständig zu sein und verlangte, er solle endlich seinen Vaterpflichten nachkommen. Sie selbst werde in Kürze wieder heiraten und für längere Zeit verreisen. Rupert beging nicht den Fehler, sie darauf hinzuweisen, dass sie selbst ihn daran gehindert hatte, sich um seine Tochter zu kümmern. Er hörte ihre Tirade schweigend an und Amanda sah in seinem Gesicht Hoffnung aufkeimen. „Du kannst die Göre heute Abend abholen“, lautete der abschließende Befehl der liebenden Mutter.

„Diese Hexe“, entfuhr es Amanda. „Was machst du jetzt?“ „Ich rufe Guntram, meinen Anwalt, an. Genau dazu hat man solche Leute“, meinte Rupert leicht benommen. Anschließend telefonierte er längere Zeit mit seinem Anwalt. Amanda ging in die Ferienwohnung, um das zweite Schlafzimmer für Inga herzurichten. Als Rupert nach oben kam, strahlte er übers ganze Gesicht. „Guntram kommt am Abend mit. Wir holen Inga gemeinsam ab“, sagte er und fuhr sich mit den Händen übers Gesicht. „Ich kann es noch gar nicht glauben, dass es nach dem ganzen Theater jetzt so leicht geht.“ Amanda musste innerlich schmunzeln. Obwohl Rupert so lange fort gewesen war, sagte er immer noch gleich zu jedem „du“, wie er es seit seiner Kindheit im Tal gewohnt war. Der Herr Staranwalt hatte bestimmt nicht viele Klienten, die ihn gleich „Guntram“ nannten. „Hoffentlich geht wirklich so leicht“, meinte Amanda und mit ihren Zweifeln sollte sie rechtbehalten.

Es war nicht das herzige kleine Mädchen mit den hellblonden Zöpfen und den strahlend blauen Augen aus ihrer Erinnerung, das Rupert am späteren Abend ins Haus brachte. Amanda erschrak, als sie den stark geschminkten, trotzig blickenden Teenager mit den langen kohlschwarzen Haaren sah. „Ingalein, fast hätte ich dich nicht erkannt!“, rief sie aus und lächelte ihr Patenkind entschuldigend an. Das Mädchen verzog spöttisch das Gesicht. „Genau darum habe ich die Haare gefärbt. Ich bin nicht dein Ingalein“, sagte es trotzig und verschränkte die mageren Arme vor der Brust. Rupert tauschte mit Amanda einen ratlosen Blick und schlug seiner Tochter vor, ihr das Zimmer zu zeigen und das Gepäck nach oben zu bringen. Da offensichtlich der ganze Kofferraum voll mit Ingas Sachen war, half Amanda ihm, alles in den ersten Stock zu tragen. Inga lag inzwischen mit ihrem Walkman auf dem Bett und tat so, als ginge sie das Ganze nichts an. Auf Amandas Frage, ob sie noch etwas essen wolle, schüttelte Inga angewidert den Kopf. Also wünschte diese dem Mädchen eine gute Nacht und ging in die Küche, um für Rupert die Suppe zu wärmen, die sie zum Abendessen gekocht hatte. Da sie seinen Appetit kannte, stellte sie ihm noch Brot, Butter und Käse auf den Tisch und setzte sich mit einer Tasse Kräutertee zu ihm.

Rupert sah völlig erschöpft aus, als er die Küche betrat. Er löffelte schweigend die Suppe, während Amanda in kleinen Schlucken den heißen Tee trank und ihm Zeit ließ, sich zu stärken. Nachdem er den zweiten Teller gegessen hatte, bedankte sich Rupert bei ihr und meinte: „Es war entsetzlich, Amanda. Ich hätte viel früher zurückkommen und um Inga kämpfen sollen. Die Wohnung ist verwahrlost und schmutzig und Inga hat im heurigen Schuljahr die halbe Zeit gefehlt. Ihre Noten sind so schlecht, dass sie es nicht schaffen wird, hat die Direktorin zu Guntram gesagt. Er hat nach unserem Gespräch gleich Erkundigungen eingezogen. Die Schule hat schon daran gedacht, die Jugendwohlfahrt einzuschalten.“ „Jetzt ist Inga bei dir und das ist das Wichtigste. Alles andere wird sich mit der Zeit schon fügen“, versuchte Amanda ihrem Schwager Mut zu machen. Rupert seufzte: „Ja, sie ist bei mir, aber es wird vermutlich nicht leicht. Sie hasst mich.“

Am Morgen ließen sie Inga ausschlafen. Rupert wollte mit seiner Tochter reden, um sie dann entweder mit dem Bus in die Privatschule nach Bregenz, die sie bisher besucht hatte, oder in die Hauptschule nach Sonnleiten zu schicken, wie Christof. Eine dritte Möglichkeit war häuslicher Unterricht, aber das wäre nur eine vorübergehende Notlösung, darin waren sich Rupert und Amanda einig. Als Inga die Küche betrat, war Rupert noch im Stall. Er machte die Arbeit gerne und Amanda hatte im Haushalt und im Garten genug zu tun. Sie knetete gerade einen Brotteig, denn zum Mittagessen gab es einen Käsefladen. „Guten Morgen, Inga, was magst du zum Frühstück?“, fragte sie freundlich. „Nur eine Tasse Kaffee“, lautete die mürrische Antwort. Amanda hatte sich fest vorgenommen, sich nicht provozieren zu lassen. Sie goss Inga eine Tasse Kaffee aus der Thermoskanne ein und stellte Milch, Butter, Brot, Marmelade und Nutella auf den Tisch. Letzterem schien auch Inga nicht widerstehen zu können. Ohne ein Wort zu sagen, strich sie sich ein großes Nutellabrot und aß es zu ihrem Kaffee, in den sie reichlich Milch gegossen hatte. Amanda atmete innerlich auf. Wenigstens schien das Kind nicht magersüchtig zu sein, sondern nur den Stoffwechsel ihres Vaters zu haben, der auch Unmengen an Essen verdrücken konnte, ohne zuzunehmen.

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